AT232166B - Verfahren zur Regenerierung einer desaktivierten katalytischen Zusammensetzung - Google Patents

Verfahren zur Regenerierung einer desaktivierten katalytischen Zusammensetzung

Info

Publication number
AT232166B
AT232166B AT200262A AT200262A AT232166B AT 232166 B AT232166 B AT 232166B AT 200262 A AT200262 A AT 200262A AT 200262 A AT200262 A AT 200262A AT 232166 B AT232166 B AT 232166B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
catalyst
composition
phthalocyanine
treated
treatment
Prior art date
Application number
AT200262A
Other languages
English (en)
Original Assignee
Universal Oil Prod Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Universal Oil Prod Co filed Critical Universal Oil Prod Co
Application granted granted Critical
Publication of AT232166B publication Critical patent/AT232166B/de

Links

Landscapes

  • Catalysts (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Vertahren zur Regenerierung einer desaktivierten katalytischen Zusammensetzung 
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Regenerierung von Katalysatoren und insbesondere von   Phthalocyaninkatalysatoren.   



   Phthalocyaninkatalysatoren werden zur Oxydation von Schwefel und andern oxydierbaren Verbin- dungen verwendet. Bei einem Verfahren wird das Phthalocyanin mit einem festen Trägerstoff zusammen- gebracht und diese feste Zusammensetzung als ein Festbett in einer Reaktionszone angewendet. Da der
Phthalocyaninkatalysator für die Katalyse von Oxydationsreaktionen sehr aktiv ist und eine lange Lebens- dauer besitzt, wird die katalytische Zusammensetzung erst nach beträchtlicher Zeit desaktiviert. Das erfindungsgemässe Verfahren dient zur Regenerierung solcher Katalysatoren, um diese weiter in wirk- samer Weise verwenden zu können. 



   Das erfindungsgemässe Verfahren besteht im wesentlichen darin, dass eine desaktivierte Zusammensetzung eines festen Trägers mit einem Phthalocyaninkatalysator aus der Gruppe der Metallphthalocyanine, ihrer sulfonierten und carboxylierten Derivate durch Behandlung mit Wasser bei einer Temperatur oberhalb   65 ; C   während 2-48 Stunden regeneriert und sodann mit einer zusätzlichen Menge des Phthalo- cyaninkatalysators imprägniert wird. 



   Wie bereits erwähnt, wird der Phthalocyaninkatalysator zur Oxydation von Schwefelverbindungen verwendet. Zu diesen Schwefelverbindungen gehören die Mercaptane, die sich in Kohlenwasserstoffdestillaten wie Crackbenzin, Straight-run-Benzin, natürlichem Benzin oder Gemischen derselben, Naphtha, Düsentreibstoffen, Kerosin, aromatischen Lösungsmitteln, leichten Heizölen, Kraftstofföl und Schmieröl ebenso wie in normalerweise gasförmigen Kohlenwasserstofffraktionen vorfinden. Zu den Schwefelverbindungen sind auch H2S und Thiophene zu rechnen, die in Kohlenwasserstoffdestillaten oder andern organischen Fraktionen enthalten sind. In einigen Fällen können die Schwefelverbindungen als angereicherte Fraktionen abgetrennt werden.

   Zu weiteren organischen Fraktionen, die saure Komponenten enthalten, welch letztere in Gegenwart eines Phthalocyaninkatalysators oxydiert werden können, gehören beispielsweise Fraktionen, die Alkohole, Ketone oder Aldehyde enthalten. 



   Unbeschadet der sauren Komponenten, die oxydiert werden, besteht der Katalysator aus einer Zusammensetzung eines festen Trägerstoffes mit einem Phthalocyaninkatalysator aus der Gruppe der Metallphthalocyanine, ihrer sulfonierten und carboxylierten Derivate. Vorzugsweise enthält der Katalysator ein Metallphthalocyanin. Besonders bevorzugte Metallphthalocyanine sind Kobaltphthalocyanin und Vanadinphthalocyanin. Zu weiteren Metallphthalocyaninen sind zu rechnen : Eisenphthalocyanin, Nickelphthalocyanin, Kobaltphthalocyanin, Molybdänphthalocyanin und Chromphthalocyanin. Noch besser wird das Metallphthalocyanin in der Form des sulfonierten Derivates desselben angewendet. Ein derartiger besonders bevorzugter Phthalocyaninkatalysator ist Kobaltphthalocyaninsulfonat.

   Ein derartiger Katalysator ist im Handel erhältlich und besteht aus einem Gemisch von Kobaltphthalocyaninmonosulfonat und-disulfonat. Im allgemeinen wird das Monosulfonat bevorzugt. Ein anderer bevorzugter Katalysator ist Vanadinphthalocyaninsulfonat. Diese Verbindungen können von irgendeiner geeigneten Quelle bezogen werden, oder sie können auf irgendeine geeignete Weise hergestellt werden, beispielsweise dadurch, dass Kobalt-, Vanadin- oder ein anderes Metallphthalocyanin mit rauchender Schwefelsäure zur Reaktion gebracht wird. Obwohl die Sulfonsäuren besonders bevorzugt sind, versteht es sich, dass die Carboxylate gleichfalls verwendet werden können. Diese Derivate können beispielsweise dadurch gewonnen werden, dass man Trichloressigsäure oder Phosgen und Aluminiumchlorid auf das Metallphthalocyanin einwirken lässt.

   Bei der zuletzt genannten Reaktion wird das Säurechlorid gebildet und es kann dieses im Wege einer konventionellen Hydrolyse in das carboxylierte Derivat umgewandelt werden. 



   Der in Zusammensetzung mit dem Phthalocyaninkatalysator verwendete Träger ist im allgemeinen ein adsorptiver Trägerstoff. Der Träger soll in der kaustischen Lösung und den Kohlenwasserstoffen unter den in der Behandlungszone herrschenden Bedingungen unlöslich sein bzw. von diesen Substanzen im wesentlichen nicht angegriffen werden. Aktivierte Kohle ist wegen ihrer hohen Adsorptivität und 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 



   Die Reinigung von Kohlenwasserstoffdestillaten unter Oxydation von Mercaptanen zu Disulfiden wird in Gegenwart eines Oxydationsmittels, vorzugsweise von Luft, bewirkt, obgleich auch Sauerstoff oder andere sauerstoffhaltige Agentien verwendet werden können. Das Gemisch von Kohlenwasserstoffdestillat, alkalischem Reagens und Oxydationsmittel wird im Auf- oder, wenn gewünscht, im Abstrom durch das Bett der katalytischen Zusammensetzung geleitet. In einigen Fällen kann die Luft im Gegenstrom zum Kohlenwasserstoffdestillat geführt werden. In andern Fällen können das Kohlenwasserstoff- destillat und die alkalische Lösung in die Reaktionszone getrennt eingeführt werden. 



   In vielen Fällen werden saure   Kehlenwasserstoffdestillate   und insbesondere Benzin zunächst mit der
Lösung eines alkalischen Reagens behandelt, um einen grösseren Anteil der Mercaptane vor der weiteren bereits geschilderten Behandlung zu entfernen. Jedes geeignete alkalische Reagens und insbesondere Natriumhydroxyd oder Kaliumhydroxyd wird in der Lösung verwendet. Diese nimmt den grösseren Teil der Mercaptane aus dem Destillat heraus, lässt dieses aber noch sauer. Die weitere Umwandlung der Mercaptane wird sodann in Gegenwart eines Festbettes des Katalysators, wie vorerwähnt, bewirkt. 



   Anschliessend an die Extraktion der Mercaptane wird eine Lösung des alkalischen Reagens, die die Mercaptane als Mercaptide enthält, der Regenerierung unterworfen. Diese Regenerierung der verbrauchten alkalischen Lösung wird in Gegenwart der weiter oben beschriebenen katalytischen Zusammensetzung sowie in Gegenwart von Luft, Sauerstoff oder einem andern geeigneten Oxydationsmittel im Wege irgendeines vorteilhaften Arbeitsverfahrens bewirkt, wobei das Alkalimetallhydroxyd regeneriert und Disulfide gebildet werden. 



   Die Oxydation unter Zuhilfenahme der katalytischen Zusammensetzung wird bei jeder geeigneten Temperatur und unter jedem geeigneten Druck bewirkt. In den meisten Fällen ist das Arbeiten bei Raumtemperatur befriedigend. Es können aber auch erhöhte Temperaturen, die im allgemeinen etwa   2040 C   nicht   übersteigen,   verwendet werden. Es wird   üblicherweise   Atmosphärendruck verwendet, obgleich auch Überdrücke bis zu 68 atm angewendet werden können. Die Berührungszeit in der Oxydationszone wird so gewählt, dass die gewünschte Oxydation vor sich geht, und kann im Bereich einer stündlichen Flüssigkeitsraumgeschwindigkeit von 1 bis 100 oder mehr in Abhängigkeit von der Grösse der Reaktionszone, der Menge des Katalysators und der bestimmten behandelten Fraktion liegen. 



   Wie bereits erwähnt, ist die feste Zusammensetzung des Phthalocyaninkatalysators mit dem Träger für die Katalyse der Oxydationsreaktion sehr wirksam, nach einiger Zeit wird der Katalysator desaktiviert. Gemäss der Erfindung wird eine verbesserte Regenerierung dadurch bewirkt, dass der Katalysator mit   HO   bei einer erhöhten Temperatur in Berührung gebracht und sodann mit zusätzlichem Phthalocyaninkatalysator nachimprägniert wird. Diese Behandlung mit   H20   bei einer Temperatur von etwa 65  C kann dadurch bewirkt werden, dass der Katalysator mit heissem Wasser gewaschen, heisses Wasser in denselben aufgesaugt, der Katalysator in Wasser gekocht oder Dampf über denselben geleitet wird.

   Das Waschen oder Aufsaugenlassen des Katalysators mit heissem Wasser wird mit einem Wasser von einer Temperatur oberhalb 65   C und vorzugsweise etwa    82 c, C   durchgeführt. Die Temperatur des Wassers kann bis zur kritischen Temperatur unter Anwendung eines ausreichenden Druckes, um den flüssigen Zustand aufrechtzuerhalten, betragen. Bei einer Ausführungsform wird heisses Wasser kontinuierlich durch die katalytische Zusammensetzung, die aus der Zone entfernt worden ist, geschickt, diese wieder erhitzt und zurückgeführt. Bei einer andern Ausführungsform wird die die katalytische Zusammensetzung enthaltende Reaktionszone mit heissem Wasser gefüllt und der Katalysator auf diese Weise behandelt.

   Zur Aufrechterhaltung der erhöhten Temperatur des Wassers werden verschiedene Massnahmen angewendet, und es kann dieses unter Zwischenerhitzung im Kreislauf geführt werden, wie dies oben erwähnt wurde, oder es kann die den Katalysator enthaltende Zone mittels innerer oder äusserer Heizelemente mit Wärme versorgt werden. Nach einer andern Ausführungsform wird das Wasser siedend erhalten. 



  Nach einer weiteren Ausführungsform wird der Katalysator gedämpft. 



   In Grossanlagen wird diese Behandlung mit   H20   vorzugsweise in situ durchgeführt. Sie findet daher in dem Reaktor statt, in dem die katalytische Zusammensetzung untergebracht und zur Durchführung des Oxydationsverfahrens verwendet wird. In einigen Fällen können sich jedoch Vorteile dadurch ergeben, dass der Katalysator aus der Reaktionszone abgezogen und die Behandlung mit H20 bei erhöhter Temperatur in einer eigenen Zone, insbesondere in einer mit Rühreinrichtungen ausgestatteten Zone, vorgenommen wird. Eine derartig getrennte Zone kann auch innerhalb oder ausserhalb angeordnete Heizschlangen aufweisen, um die gewünschte Temperatur in dieser Zone aufrechtzuerhalten, und es kann diese Zone auch mit einer Pumpe für einen Wasserumlauf, vorzugsweise mit Zwischenheizung, ausgestattet sein.

   Die Dauer der Behandlung mit   HO   bei erhöhter Temperatur wird im allgemeinen zwischen 2 und 48 Stunden und vorzugsweise zwischen 4 und 16 Stunden liegen. Die bestimmte Behandlungsdauer wird mit dem jeweiligen Desaktivierungszustand der Katalysatorzusammensetzung variieren. In einigen Fällen können sich Vorteile dadurch ergeben, dass bei einer erhöhten Temperatur mit Wasser gewaschen und der Katalysator sodann gedämpft wird. Es kann auch in umgekehrter Reihenfolge vorgegangen werden. 



   Nach der Behandlung mit   H20   bei erhöhter Temperatur wird die Zusammensetzung mit oder ohne Zwischentrocknung nochmals mit dem Phthalocyaninkatalysator imprägniert. Diese abermalige Imprägnierung des Katalysators kann im wesentlichen in der gleichen Weise, wie bereits im Zusammenhang mit der Herstellung des ursprünglichen Katalysators beschrieben, durchgeführt werden. Auch in diesem Falle ist es wünschenswert, so viel von dem aktiven Katalysator auf dem Träger niederzuschlagen, dass eine 

 <Desc/Clms Page number 4> 

   stabile Zusammensetzung entsteht, obgleich auch eine geringere Menge des aktiven Katalysators zugesetzt werden kann, falls dies gewünscht wird. 



  Wie in den nachfolgenden Beispielen gezeigt werden wird, dient die Kombination einer Behandlung mit H20 bei erhöhter Temperatur und einer abermaligen Imprägnierung zur wirksamen Regenerierung des Katalysators und liefert einen Katalysator, der aktiver ist als ein solcher, der durch abermalige Imprägnierung ohne vorherige Behandlung mit H20 bei erhöhter Temperatur hergestellt wurde. Diese kombinierte Behandlung liefert auch einen regenerierten Katalysator von grösserer Aktivität als ein solcher, der durch Behandlung mit H20 bei erhöhter Temperatur ohne abermalige Imprägnierung hergestellt wurde. 



  Die nachfolgenden Beispiele illustrieren weiterhin die Neuheit und den Nutzen des erfindungsgemässen Verfahrens im Vergleich mit andern Verfahren zur Regenerierung von Katalysatoren. 



  Beispiel 1 : Teil A : Herstellung des Katalysators. 



  Eine Zusammensetzung von Kobaltphthalocyaninsulfonat mit Aktivkohle wurde in der folgenden Weise hergestellt : Als Kohle wurde ein im Handel unter der Bezeichnung Nuchar Type W A" in Granalien von 30 bis 40 Maschen erhältliches Produkt verwendet. Es wird erwähnt, dass diese Kohle aus organischen Rückständen hergestellt ist, die bei der Zellstoffherstellung anfallen und verkohlt und durch Erhitzen aktiviert werden. Zur Herstellung einer kleinen Menge des Katalysators wurden 0, 15 g Kobaltphthalocyaninsulfonat in 25 ml Wasser, dem 1 ml Ammoniumhydroxyd (28%ige Lösung) zugesetzt war, aufgelöst. 100 ml Wasser wurden hinzugefügt und die Lösung gerührt. Es wurden sodann 15 g (100 ml) Aktivkohlegranalien in diese Lösung geschüttet, sachte gerührt und über Nacht stehengelassen.

   Am folgenden Tag wurde die Mischung filtriert, um die überschüssige Lösung abzutrennen. 41, 9 Feststoff wurden erhalten und unter Wasserstrahlvakuum auf ein Trockenprodukt von 15, 2 g getrocknet. Das Filtrat war schwach blau gefärbt. Es wurde analysiert und enthielt kein Kobalt. Die schliesslich erhaltene katalytische Zusammensetzung enthielt daher 1 Gew.-% des Phthalocyaninkatalysators. 



  Teil B : Anwendung des Katalysators. 



  Ein wie im Teil A beschrieben hergestellter Katalysator wurde 1. zur Regenerierung einer kaustischen Lösung verwendet, die zur Extraktion von Mercaptanen aus einem Gemisch von Crackbenzin und Straightrun-Benzin verwendet worden war, und 2. auch zur Durchführung der Endstufe des Süssens des extrahierten Benzins. Die Extraktion wurde bei einer Temperatur oberhalb 38   C mittels einer kaustischen Lösung von 250 Bé durchgeführt. Der Benzineinsatz enthielt 0, 03 Gew.-% Mercaptane, und es wurde der Gehalt an diesen in der Extraktionsstufe auf 0, 01 Gew.-% vermindert. Die kaustische Lösung, die die Mercaptane enthielt, wurde sodann mit Luft in Gegenwart der festen Zusammensetzung von Kobaltphthalocyaninsulfonat und Aktivkohle oxydiert.

   Die Oxydation wurde bei einer Temperatur oberhalb 54   C durchgeführt und die regenerierte kaustische Lösung zur Extraktion der Mercaptane aus weiteren Mengen des gemischten Benzineinsatzes wieder verwendet. 



  Das Benzin aus der Extraktionszone wurde zusammen mit Luft und einer kaustischen Lösung von 25   Be durch eine Reaktionszone geschickt, die ein weiteres Bett des festen Katalysators zur Oxydation der noch in dem Benzin vorhandenen Mercaptane enthielt. Das nunmehr gesüsste Benzin wurde der Lagerung zugeführt. 



  Teil C : Regenerierung des Katalysators. 



  Während der Verwendung zur Regenerierung der kaustischen Lösung und zum Süssen des Benzins in der Endstufe des Verfahrens gemäss der obigen Ausführung wurde der Katalysator nach und nach desaktiviert. Es wurde gefunden, dass der Katalysator in wirksamer Weise dadurch regeneriert werden kann, dass er in einem eigenen Arbeitsgang 6 Stunden lang mit heissem Wasser gewaschen und sodann 4 Stunden lang gedämpft wird, worauf zur abermaligen Imprägnierung desselben eine gesonderte wässerige Lösung von Kobaltphthalocyaninsulfonat durch den Katalysator geschickt wird. 



  Es wurden die folgenden Vergleichsversuche angestellt : Eine Probe des verbrauchten Katalysators wurde in der gleichen Weise, wie im Teil B beschrieben, in verschiedene Portionen unterteilt und jede Portion für sich behandelt. 



  Die verschiedenen Katalysatorproben würden im Laboratorium einem Wertvergleich unterzogen, wobei der Grad ihrer Süsswirkung im Vergleich zum Grad der Süsswirkung eines frischen Standardkatalysators unter den gleichen Bedingungen verglichen wurde. Eine Probe des verbrauchten Katalysators, so wie er als Ausgangsmaterial für die Versuche diente, hatte eine Aktivität von 8%. Eine weitere Probe des Katalysators wurde mit heissem Wasser gewaschen und 4 Stunden lang gedämpft. Nach dieser Behandlung hatte sie eine Aktivität von 18%. Eine dritte Probe des Katalysators wurde nochmals mit Kobaltphthalocyaninsulfonat imprägniert und hatte eine Aktivität von 35%. Im Gegensatz dazu wurde eine vierte Probe des Katalysators mit heissem Wasser gewaschen, vier Stunden lang gedämpft und sodann mit Kobaltphthalocyaninsulfonat nochmals imprägniert.

   Dieser Katalysator hatte eine Aktivität von 50%. 



  Aus den obigen Angaben ist abzulesen, dass der Katalysator, der gewaschen, gedämpft und abermals imprägniert worden war, eine Aktivität von 50% zeigte, die beträchtlich höher liegt als jede andere, ob sie nun durch Waschen und Dämpfen oder durch Imprägnierung allein erhalten worden war.   

 <Desc/Clms Page number 5> 

 



   Beispiel 2 : Eine andere verbrauchte katalytische Zusammensetzung wurde in der gleichen Weise, wie in Teil C des Beispiels   l   beschrieben, geprüft. In diesem Falle hatte der als Ausgangsmaterial dienende verbrauchte Katalysator eine Aktivität von   5%.   Nachdem er durch 4 Stunden gedämpft worden war, war seine Aktivität lediglich auf 9% gestiegen.

   Eine abermalige Imprägnierung ohne Dämpfbehandlung verlieh ihm eine Aktivität von   39%.   Durch die Anwendung beider Massnahmen, nämlich Dämpfen durch 4 Stunden und abermalige Imprägnierung, erlangte der Katalysator eine Aktivität von   48%.   Auch hier ist wieder zu erkennen, dass die Anwendung beider Massnahmen, Dämpfen und abermaliges Imprägnieren, den Katalysator zu einer höheren Aktivität regeneriert, als sie durch Anwendung nur einer der Massnahmen erreicht worden wäre. 



   PATENTANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Regenerierung einer desaktivierten katalytischen Zusammensetzung eines festen Trägerstoffes mit einem Phthalocyaninkatalysator aus der Gruppe der Metallphthalocyanine, ihrer sulfonierten und carboxylierten Derivate, dadurch gekennzeichnet, dass die katalytische Zusammensetzung mit   H20   bei einer Temperatur oberhalb 65   C während 2-48 Stunden behandelt und hierauf mit einer zusätzlichen Menge des Phthalocyaninkatalysators imprägniert wird.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass die Behandlung mit H20 in einem Waschen der katalytischen Zusammensetzung mit heissem Wasser besteht. EMI5.1 der katalytischen Zusammensetzung besteht.
    4. Verfahren nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass die katalytische Zusammensetzung zunächst mit heissem Wasser, sodann mit Dampf behandelt und hernach mit zusätzlichem Phthalocyaninkatalysator nochmals imprägniert wird.
    5. Verfahren nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass eine Zusammensetzung, enthaltend einen Katalysator, der aus den Sulfonaten und Carboxylaten der Metallphthalocyanine ausgewählt ist, mit heissem Wasser bei einer Temperatur oberhalb 82 C während 4-16 Stunden behandelt und hierauf durch InBerührung-Bringen mit einer Lösung der gewählten Metallphthalocyaninverbindung abermals imprägniert wird.
    6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die abermalige Imprägnierung im Durchleiten einer wässerigen Lösung der Metallphthalocyaninverbindung durch die H20-behandelte Zusammensetzung besteht.
    7. Verfahren nach einem der Ansprüche l bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Behandlung mit H20 auf eine Zusammensetzung von Aktivkohle und Kobaltphthalocyaninmonosulfonat angewendet wird und die ILO-behandelte Zusammensetzung mit zusätzlichem Kobaltphthalocyaninmonosulfonat abermals behandelt wird.
    8. Verfahren nach einem der Ansprüche l bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Behandlung mit H20 auf eine Zusammensetzung, die Aktivkohle enthält, angewendet wird und die H2O-behandelte Zusammensetzung mit zusätzlichem Vanadinphthalocyaninmonosulfonat abermals imprägniert wird.
    9. Verfahren nach einem der Ansprüche l bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Behandlung mit H20 auf eine Zusammensetzung, die Aktivkohle enthält, angewendet wird und die H20-behandelte Zusammensetzung mit zusätzlichem Kobaltphthalocyanincarboxylat abermals imprägniert wird.
    10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Behandlung mit H20 auf eine Zusammensetzung, die Aktivkohle enthält, angewendet wird und die H20-behandelte Zusammensetzung mit zusätzlichem Vanadinphthalocyanincarboxylat abermals imprägniert wird.
AT200262A 1961-03-14 1962-03-09 Verfahren zur Regenerierung einer desaktivierten katalytischen Zusammensetzung AT232166B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US232166TA 1961-03-14 1961-03-14

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT232166B true AT232166B (de) 1964-03-10

Family

ID=29731392

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT200262A AT232166B (de) 1961-03-14 1962-03-09 Verfahren zur Regenerierung einer desaktivierten katalytischen Zusammensetzung

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT232166B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1084861B (de) Verfahren zum Suessen von sauren Kohlenwasserstoffdestillaten
DE60000934T2 (de) Verfahren zur erzeugung von erdölprodukten mit niedrigem schwefelgehalt durch entschwefelung von extrakten
DE2759652B2 (de) Katalysator zur Oxidation von Mercaptanen und Mercaptiden
DE1470636A1 (de) Verfahren zur Herabsetzung des Schwefelgehaltes eines schwefelhaltigen schweren Kohlenwasserstoffoels
DE1085519B (de) Verfahren zur Entfernung von Mercaptanen aus alkalischen Loesungen bzw. aus mercaptanhaltigen Kohlenwasserstoffoelen
DE1175654B (de) Verfahren zum Regenerieren von Phthalocyaninkatalysatoren
DE2700850A1 (de) Verfahren zur behandlung eines sauren kohlenwasserstoffdestillates
DE2815180A1 (de) Verfahren zur entfernung von schwefel aus kohle
DE2634991A1 (de) Verfahren zur regenerierung eines katalysatorsystems
AT232166B (de) Verfahren zur Regenerierung einer desaktivierten katalytischen Zusammensetzung
DE69003625T2 (de) Katalysator und Verfahren zum Süssen von sauren Kohlenwasserstoffen.
DE2908417C2 (de) Verfahren zur Behandlung mercaptanhaltiger saurer Erdöldestillate
DE2832736A1 (de) Verfahren zur behandlung saurer erdoeldestillate
DE1275519B (de) Verfahren zur Regenerierung eines Phthalocynanin-auf-Traeger-Katalysators
DE1067552B (de) Kombinationsverfahren zum Suessen von Erdoeldestillaten
DE832312C (de) Verfahren zum Raffinieren von Erdoelprodukten
AT214033B (de) Verfahren zum Süßen saurer Kohlenwasserstoffe
DE958233C (de) Verfahren zum Entfernen von Merkaptanen aus einem sauren Kohlenwasserstoffdestillat, das hoeher siedet als Benzin
DE957327C (de) Verfahren zum Suessen eines sauren Erdoeldestillats
DE940005C (de) Verfahren zum Suessen von Merkaptane enthaltenden Erdoelen
DE10115940A1 (de) Verfahren zur Festbettsüßung von Erdöldestillaten unter Verwendung von halogeniertem Metallphthalocyanin als Katalysator
DE1290279B (de) Verfahren zur Gewinnung eines Kohlenwasserstoffdestillates von vermindertem Mercaptangehalt und verbesserter Farbe
AT211454B (de) Verfahren zur Regenerierung alkalischer bei der Behandlung organischer Verbindungen gebrauchter Reagenzien
AT233153B (de) Verfahren zur Verbesserung der Stabilität katalytisch gekrackten Benzins
DE2709020C3 (de) Verfahren zur Behandlung eines sauren mercaptanhaltigen Kohlenwasserstoffdestillates