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Stapel-Vorrichtung für entleerte Einkaufskörbe
Die Erfindung betrifft eine Stapel-Vorrichtung für entleerte Einkaufskörbe an Kassenständen-insbe- sondere in Sslbstbedienungsläden-mit einer absenkbaren Korbablage zur Aufnahme der ineinanderge- stellten Körbe.
In Selbstbedienungsläden und mitunter auch in andern Einzelhandelsgeschäften bekommt der Käufer am Eingang einen Korb'zur Aufnahme der ausgewählten Ware, die schliesslich am Kassenstand von der
Kassierin einzeln aus dem Korb herausgenommen, berechnet und auf einem Tisch abgelegt wird. Bei den bisher bekannten Einrichtungen dieser Art war es nun üblich, dass die Kassierin selbst oder allenfalls eine Hilfsperson den jeweils entleerten Korb seitlich vom Kassenstand ablegte, wobei Stapel von einem oder mehreren Metern entstanden.
Diese Methode der Korbablage ist besonders deshalb unvorteilhaft, weil je- der Korb auf den bereits vorhandenen Stapel in einer andern Höhe abgesetzt werden muss, und die Kassierin sich daher am Anfang tief nach unten bücken, bei den letzten Körben eines Stapels dagegen nach oben recken muss ; ausserdem versperren die abgestellten Körbe häufig die an sich beengte Umgebung des Kassenstandes, falls dort kein besonderer zusätzlicher Abstellplatz vorgesehen ist.
Um das Stapeln der entleerten Körbe zu vereinfachen, hat man bereits eine Einrichtung entwickelt, bei der eine heb-und senkbare Plattform vorgesehen ist, auf welche die einzelnen Körbe abgestellt werden ; hiebei muss jedoch die Kassierin von Zeit zu Zeit den anwachsenden Stapel entleerter Körbe nach unten drücken, was aber nur nach Erheben vom Sitzplatz mit ausgestrecktem Arm durchführbar ist.
Nach der Erfindung werden nun bei Stapel-Vorrichtungen der eingangs beschriebenen Art für entleerte Einkaufskörbe diese Nachteile dadurch vermieden, dass die in Reichweite des Kassenstandes befindliche, aus zwei Tragarmen bestehende Korbablage mittels einer Führungshülse an einer Rundstange zwischen zwei Endlagen hebbar und senkbar sowie mit einem Gegengewicht derart verbunden ist, dass einerseits nach Abstellung zweier Körbe (26) in Verbindung mit der Verkantung zwischen Führungshülse und Stange eine stabile Einstellung der Tragarme in jeder beliebigen Höhenlage eintritt, und dass anderseits der leere Tragarm in die obere Endlage zurückkehrt.
Die die Korbablage bildenden Tragarme sind zweckmässig aus Winkeleisen gebildet, deren waagrecht liegende Schenkel zur Ablage des Korbes dienen und deren senkrecht stehende eine seitliche Verschiebung desselben verhindern ; die Tragarme sind dabei über ein weiteres Winkeleisen, das als Hinterabschluss dient, mittels einer Konsole an der Führungshülse befestigt.
Bei einer weiteren Ausbildung der Stapel-Vorrichtung ist auf der Führungsstange die Hülse nach Art eines Kugellagers mittels in mehreren Ebenen übereinander angeordneter Kugelkränze geführt, die in ihrer Lage durch einen Käfig gehalten werden ; die Halterung der Kugeln kann dabei entweder durch kugelför- mige Ausnehmungen in der Innenwand der Führungshülse selbst, oder auch mittels eines besonderen Rohrstückes erfolgen, das zwischen Stange und Führungshülse liegt und Bohrungen zur Aufnahme der Kugeln enthält.
Das zum Gewichtsausgleich notwendige Gegengewicht ist gleichfalls mittels einer Hülse an einer Rundstange hebbar und senkbar angeordnet und mit der Führungshülse über ein biegsames Zugorgan verbunden, welches über an den oberen Enden beider Führungsstangen befindlichen Umlenkrollen läuft.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemässen Stapel-Vorrichtung liegen die Tragarme der Korbablage in der unteren Endlage tiefer als ein mit seinen Tragholmen beiderseits des Korbstapels eingeschobener Leerkorbwagen, auf dessen Holme sich der unterste Korb des Stapels mit seitlich
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vorspringenden Nasen kurz vor demErreichen der unteren Endlage aufsetzt. Dieser Leerkorbwagen wird nun mit seinen beiden U-förmig angeordneten Tragholmen an die Stapel-Vorrichtung derart herangefahren, dass die Tragarme der Korbablage in der unteren Endlage zwischen beiden Holmen liegen, welch letztere so- mit das Gewicht der ineinandergestellten Körbe übernehmen, sobald sich die seitlich vorspringenden Nasen des untersten Korbes auf die Holme auflegen.
Durch diese Ausrüstung der Stapel-Vorrichtung mit einem Leerkorbwagen wird vor Erreichen der unteren Endlage der Korbablage ein selbsttätiges Absetzen der ineinandergestellten Körbe ermöglicht.
Schliesslich ist vorgesehen, dass auf demLeerkorbwagen zweiStapel hintereinander angeordnet werden können, u. zw. dadurch, dass in der Verkleidung des Kassenstandes vor der Stange für die Führungshülse am Boden eine durchgehende oder zwei einzelne Aussparungen vorgesehen sind, in welche die für zwei hintereinanderliegenden Korbstapel bemessenen Tragholme des Leerkorbwagens eingefahren werden, während der erste Stapel aufgefüllt und abgesetzt wird. Der Leerkorbwagen befindet sich nun während des Zusammenstellens des ersten Stapels in der weiter eingeschobenen Stellung und wird nach dem Absetzen dieses Stapels vom Kassenstand um eine Korbbreite abgerückt ; diese Ausbildung gestattet die Ablage von Leerkörben, wobei beide Stapel in völlig analoger Art zusammengestellt werden.
Erfindungsgemäss ausgebildete Stapel-Vorrichtungen für entleerte Einkaufskörbe können also einerseits von der Kassierin von der Sitzstelle aus in einfacher Weise bedient werden und ermöglichen anderseits eine selbsttätige Ablage des vollständigen Korbstapels auf einen bereitgestellten Leerkorbwagen.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemässen Stapel-Vorrichtung dargestellt.
Es zeigen : Die Fig. 1, 2 und 3 einen Kassenstand mit der Stapel-Vorrichtung in Seitenansicht, Draufsicht und Vorderansicht ; Fig. 4 die Korbablage in der unteren Endstellung bei eingeschobenem Leerkorbwagen ; und schliesslich die Fig. 5 und 6 die Führungshülse im Längsschnitt bzw. im Querschnitt.
In Fig. 1 ist mit 1 die Stapel-Vorrichtung, mit 2 der Abstellplatz des Korbes während des Entleerens, mit 3 ein Förderband, auf das die abgerechnete Ware gelegt wird, und mit 4 die Kasse bezeichnet. Inner- halb der Verkleidung 5 des Kassenstandes sind einerseits die Rundstange 6 für die die Korbablage 7 tragende Führungshülse 8 und anderseits die Rundstange 9, an der mittels einer weiteren Hülse 10 das Gegengewicht 11 geführt ist, angeordnet. Die Korbablage 7 besteht aus einem U-förmig gebogenen Winkeleisenrahmen, der mittels einer Konsole 12 an der Führungshülse 8 befestigt ist.
Während der Heb- und Senkbewegung der Korbablage 7 gleitet die Konsole 12 in einem Schlitz 13, der sich innerhalb der Verkleidung 5 befindet und an dem gleichzeitig Führungsflächen 14 angeordnet sein können, die ein Ausschwenken der Korbablage 7 verhindern.
Als Gegengewicht 11 wird ein mit Bleikugeln gefüllter Topf verwendet, der direkt an der Hülse 10 befestigt ist. Das Gegengewicht 11 ist über ein biegsames Zugmittel 15, das über zwei Umlenkrollen 16 läuft, mit der Führungshülse 8 für die Korbablage verbunden.
Die Abstützung der beiden Führungshülsen 8 und 10 erfolgt entsprechend der Darstellung in Fig. 5 ähnlich wie bei einem Kugellager mittels in mehreren Ebenen übereinander angeordneter Kugelkränze.
Die einzelnen Kugeln 17 sind dabei mittels eines als Käfig dienenden Rohrstückes 8a, in dem sich Bohrungen befinden, m ihrer Lage gehalten. Bei der Hülse 10 für das Gegengewicht 11 kommt man zur Lagerung mit zwei übereinanderliegenden Kugelkränzen aus.
Der in Verbindung mit der Stapel-Vorrichtung zu verwendende Leerkorbwagen 18 besteht im wesentlichen aus zwei Tragholmen 19,20, die etwa in der Mitte untereinander durch eine nach unten gezogene Querstange 21 miteinander verbunden sind. An den beiden vorderen Enden der Tragholme 19,20 sind allseitig drehbare Laufräder 22,23 angeordnet, wogegen sich ein weiteres Laufrad 24 am andern Ende in der Mitte der Querverbindung der beiden Tragholme 19,20 befindet. An diesem Ende ist ausserdem ein nach oben ragender Bügel 25 angeordnet, an dem der Leerkorbwagen beim Transportieren erfasst wird.
Wie aus Fig. 1 ersichtlich ist, befindet sich der Leerkorbwagen in der vom Kassenstand weiter entfernten Stellung, nachdem der erste Stapel Körbe 26 bereits abgesetzt ist, während der zweite Stapel noch zusammengestellt wird.
Die Arbeitsweise der Stapel-Vorrichtung gemäss der Erfindung ist folgende :
Nachdem der auf dem Abstellplatz 2 stehende Korb 26 entleert worden ist, setzt ihn die Kassierin auf die Korbablage 7, die zu Beginn der Ablage in der oberen Stellung steht. Es können dann mehrere Körbe ineinandergestellt werden, ohne dass sich die Höhe der Korbablage zunächst verändert. Soll die Korbablage abgesenkt werden, genügt es-falls bereits mindestens zwei Körbe gestapelt sind-wenn die Kassierin den oberen Korb des Stapels erfasst und damit den ganzen Stapel etwas zu sich heranzieht.
Hiedurch wird die Verkantung der Führungshülse 8 so weit aufgehoben, dass nunmehr unter der Einwirkung des Gewichtes der abgestellten Körbe 26 die Plattform nach unten sinkt, u. zw., so lange, wie die Kassie-
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rin die Verkantung ausschaltet.
In dieser Weise lassen sich die Körbe 26 aufeinander stapeln bis sich der untere Korb mit den seitlich vorspringenden Nasen 27, 28 auf die Tragholme 19, 20 des Leerkorbwagens aufsetzt. Das Gewicht des Korbstapels ruht dann auf dem Leerkorbwagen. DieKorbablage 7 wird unter der Einwirkung des Gegengewichtes 11 mit mässiger Kraft gegen den unteren Korb gedrückt. Handelt es sich um den ersten Stapel, so kann nunmehr der Leerkorbwagen um eine Korbbreite vom Kassenstand abgezogen werden. Sobald der untere Korb die Tragarme 7 der Korbablage freigibt, wird diese unter dem Einfluss des Gegengewichtes 11 selbsttätig nach oben gezogen und steht für die Ablage weiterer Körbe zur Verfügung.
PATENT ANSPRÜCHE :
1. Stapel-Vorrichtung für entleerte Einkaufskörbe an Kassenständen - insbesondere in Selbstbedie- nungsläden-mit einer absenkbaren Korbablage zur Aufnahme der ineinandergestellten Körbe, dadurch gekennzeichnet, dass die inReichweite des Kassenstandes befindliche, aus zwei Tragarmen (7) bestehende Korbablage mittels einer Führungshülse (8) an einer Rundstange (6) zwischen zwei Endlagen hebbar und senkbar sowie mit einem Gegengewicht (11) derart verbunden ist, dass einerseits nach Abstellung zweier Körbe (26) in Verbindung mit der Verkantung zwischen Führungshülse (8) und Stange (6) eine stabile Einstellung der Tragarme (7) in jeder beliebigen Höhenlage eintritt, und dass anderseits der leere Tragarm in die obere Endlage zurückkehrt.