AT231404B - Verfahren zur Herstellung von wässerigen Hydrazinlösungen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von wässerigen Hydrazinlösungen

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AT231404B
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hydrazine
acetone
aqueous
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Heinrich Dr Kohnen
Rudolf Dr Mundil
Jobst Dipl Ing Steinbrecht
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Bayer Ag
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  Verfahren zur Herstellung von wässerigen Hydrazinlösungen 
Bei der Herstellung von Hydrazin nach der   Raschig'sehen   Synthese erhält man bekanntlich nur Lö- sungen mit einem Hydrazingehalt von 1 bis   2%. Auch die   Ausbeute liegt nur bei   40-60%.   Es ist weiter be-   kannt, dass man   bei der Umsetzung von Bleichlauge mit Ammoniak und einfachen Ketonen mit Ausbeuten von über 90% und ohne die Anwendung hoher Drücke und Temperaturen zu wässerigen Ketazinlösungen gelangt, die zum Teil, z. B. im Falle des Dimethylketazins, einen niedrigeren Siedepunkt als Wasser auf- weisen und damit eine äusserst wirtschaftliche   KO : 1zentrierung   des Hydrazins in dieser gebundenen Form gestatten. Durch saure Hydrolyse kann man bekanntlich diese Ketazine in Hydrazinsalz und Keton spal- ten.

   Dieses Hydrazinsalz kann weiter nach verschiedenen Methoden aufHydrazinhydrat aufgearbeitet wer- den. Es sind auch Verfahren bekanntgeworden, mit deren Hilfe man diesen aufwendigen und kostspieligen
Umweg über das Salz vermeiden wollte und die direkt aus Ketazinlösungen Hydrazin herzustellen gestat- ten. Allen diesen Vorschlägen haften jedoch wesentliche Mängel an, die ihre technische Realisierung verhinderten. 



   Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von wässerigen   Hydrazinlösungen aus wäs-   serigen Lösungen von Acetonhydrazon oder Dimethylketazin durch hydrolytische Spaltung, das dadurch gekennzeichnet ist, dass die wässerigen Hydrazon- oder Ketazinlösungen unter mindestens 1 atm Überdruck bei Sumpftemperaturen von 100 bis   2500C rektlfiziert werden,   wobei am Kopf der Kolonne praktisch das gesamte Aceton in fast reiner Form abgenommen wird, während vom Sumpf eine wässerige Hydrazinlö- sung abgezogen werden kann. Werden wässerige   Dimethylketazin- bzw. Acetonhydrazonlösungen   bei er- 
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Druck undein, die es gestattet, praktisch das gesamte Aceton am Kopf der Kolonne zu entfernen.

   Destilliert man dagegen unter sonst gleichen Bedingungen bei Normaldruck, so ist zur völligen Entfernung des Acetons ein so hoher Wasserüberschuss im Sinne einer Verschiebung des hydrolytischen Gleichgewichtes notwendig, dass das Verfahren völlig unwirtschaftlich wird. Als praktisch geeignet haben sich Überdrücke von 1, 0 bis 50 atm ge-   zeigt, u. zw.   insbesondere Drücke zwischen 5 und 20 atm. In vorteilhafter Weise wird bei Sumpftemperaturen von 100 bis 2500C gearbeitet. 



     Beispiel l : In   eine Füllkörperkolonne, die unter einem Überdruck von 8 atm steht, wurden kontinuierlich 100   l/h   wässerige Dimethylketazin-Lösung entsprechend 24,   57o   Aceton und 6,   7%   Hydrazin zugegeben. Am Kopf der Kolonne wurden stündlich   25   1 Lösung mit   94%   Aceton und 1,   3%   Hydrazin abgenommen. Die Zusammensetzung des laufend abgenommenen Sumpfes lag bei 0,2% Aceton und   8, 3%   Hydrazin. Beim Einengen auf hochprozentiges Hydrazinhydrat erhielt man ein   acetonfreies   Produkt. Die Sumpftemperatur betrug 150 C. 



   Beispiel 2 : Eine wässerige   Dimethylketazin-Syntheselösung   entsprechend   3, alo Hydrazin   und 21,   3%   Aceton wurde in einer Füllkörperkolonne kontinuierlich bei 4 atm fraktioniert. Die Zulaufmenge betrug 80   l/h. Am   Kopf der Kolonne wurden 18   l/h   einer Lösung abgenommen, die 91% Aceton und 1,   5%   Hydrazin enthielt. Die Sumpftemperatur betrug 145 C. Die Analyse des   Sumpfablaufes   ergab 6.9% Hydrazin und 0,   81o   Aceton. 

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   Beispiel 3 : In eine Füllkörperkolonne wurden kontinuierlich 100   l/h   wässerige DimethylkerazinSyntheselösung entsprechend 24, 5% Aceton und 6,   7%   Hydrazin zugegeben. Der Druck in der Kolonne betrug 9 atm. Am Kopf der Kolonne wurden stündlich 25 1 einer Lösung mit   94%   Aceton und 1,   3%   Hydrazin abgenommen. Die Zusammensetzung des laufend abgenommenen Sumpfes lag bei 0,   210   Aceton und 8,   3%   Hydrazin. Die Sumpftemperatur betrug   1'ï8oC.   Beim Einengen auf hochprozentiges Hydrazinhydrat erhielt man ein   acetonfreies   Produkt. 
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    4 :96%   Aceton und 1, 0% Hydrazin abgenommen.

   Die Zusammensetzung des ablaufenden Sumpfes lag bei 0,   1%   Aceton und 7,   7%   Hydrazin. 



     Beispiel 5 :   Eine wässerige Acetonhydrazonlösung entsprechend 10,   4%   Aceton und 7, 1% Hydrazin wurde kontinuierlich in einer Füllkörperkolonne bei 4 atm fraktioniert. Der Zulauf betrug 100 l/h. Als Kopfprodukt wurden 10, 8 l/h mit 93, 0% Aceton und 1,   2%   Hydrazin abgenommen. Die Sumpfzusammen- 
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 betrug 216 C. 



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Verfahren zur Herstellung von wässerigen Hydrazinlösungen aus wässerigen Lösungen von Acetonhydrazon oder Dimethylketazin durch hydrolytische Spaltung, dadurch gekennzeichnet, dass die wässerigen Hydrazon- oder Ketazinlösungen unter mindestens 1 atm Überdruck bei Sumpftemperaturen von 100 bis 2500C rektifiziert werden, wobei am Kopf der Kolonne praktisch das gesamte Aceton in fast reiner Form abgenommen wird, während vom Sumpf eine wässerige Hydrazinlösung abgezogen werden kann.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man einen Überdruck bis zu 50 atm, vorzugsweise zwischen 5 und 20 atm, wählt.
AT82262A 1961-02-08 1962-02-01 Verfahren zur Herstellung von wässerigen Hydrazinlösungen AT231404B (de)

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