AT231307B - Türschlüssel aus Polyamiden - Google Patents

Türschlüssel aus Polyamiden

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Türschlüssel aus Polyamiden 
Es ist schon häufig versucht worden, Türschlüssel aus Kunststoff herzustellen, da man sich von derartigen Schlüsseln gegenüber den üblichen aus   Temper- oder Metallguss   verschiedene Vorteile verspricht, so z. B. niedrigere Fertigungskosten,   Korrosionsbeständigkeit,   die Annehmlichkeit des geringeren Gewichtes, die Möglichkeit der nahezu geräuschlosen Handhabung, gegebenenfalls der Einfärbbarkeit u. dgl. mehr. Es ist jedoch bis jetzt nicht gelungen, Kunststoffschlüssel mit befriedigendem Erfolg herzustellen, da die bisher hiefür herangezogenen Kunststoffe, namentlich auch die Polyamide, den besonderen Belastungen, denen Türschlüssel im praktischen Gebrauch unterworfen werden, insbesondere dem Einfluss starker Abrieb-, Scher-und Torsionskräfte, nicht gewachsen waren.

   In der Regel brachen die Schlüssel entweder am Schaft oder am Bartansatz. Auch waren sie nicht genügend masshaltig. 



   Es wurde nun gefunden, dass sich Türschlüssel aus Polyamiden mit gleichmässig feinkristalliner Struktur ausgezeichnet bewähren und bei überraschend guter Masshaltigkeit sogar noch höheren Beanspruchungen gewachsen sind als Schlüssel aus Metall. Insbesondere ist ein Abbrechen des Bartes praktisch ausgeschlossen. 
 EMI1.1 
 auf Temperaturen, die nur knapp oberhalb des optischen Schmelzpunktes derselben liegen, derart, dass diese Temperaturen in allen Bereichen des Gefüges erreicht werden (vgl. W.   Hechelhammer,"Kunststof-   fe"45 (1955), S. 414 - 417), oder durch Unterwerfen der Schmelze der Polyamide während hinreichender Zeit unter eine intensive mechanische und gleichzeitig eine Mischung bewirkende Bearbeitung, beispielsweise in einer Schneckenstrangpresse (vgl. W. Hechelhammer a. a.

   O. und deutsche Auslegeschrift   Ni.1080768)   oder durch Abkühlen von Polyamidschmelzen mit einem Gehalt an feinverteilten, Kristal- 
 EMI1.2 
 Nr. 560 256). 



   Von den feinkörnigen Polyamiden war es bekannt, dass daraus hergestellte Formteile infolge ihrer einheitlichen morphologischen Struktur geringe innere Spannungen und damit weitgehend in allen Teilen gleiche   mechanische   und physikalische Eigenschaften besitzen. Bei der Verarbeitung von Polyamidschmelzen mit einem Gehalt an Kristallisationskerne bildenden Feststoffen ist weiterhin von Vorteil, dass die Schmelzen beim Abkühlen rascher erstarren, so dass die Formteile bei höherer Temperatur und damit in kürzerer Zeit den Formen entnommen werden    können. Über wesentliche Veränderungen   bzw. Verbesserungen der mechanischen Eigenschaften im allgemeinen oder im besonderen ist bei derartigen feinkörnigen Polyamiden gegenüber den üblichen jedoch bisher nichts bekanntgeworden. 



   Es war daher überraschend, dass sich gleichmässig feinkörnige Polyamide gerade gegenüber den besonderen Beanspruchungen, die bei Türschlüsseln auftreten, ungleich günstiger verhalten als die üblichen Polyamide oder andere, zur Herstellung von Schlüsseln schon vorgeschlagene Kunststoffe oder sogar als die Metalle. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Unter Polyamiden im Sinne der Erfindung sind die üblichen hochmolekularen Polykondensationsprodukte aus Diaminen und Dicarbonsäuren bzw.   w-Aminocarbonsäuren   oder die    Polykondensations- bzw.     Polyrnvrisationsprodukte   aus den Lactamen von   w-Aminocarbonsäuren,   die unter Berücksichtigung der oben erwähnten Massnahmen zur Herbeiführung einer feinkristallinen Struktur hergestellt bzw. bearbeitet sind, zu verstehen. 



   Die Schlüssel werden zweckmässig im Spritzgussverfahren hergestellt, unter Einbeziehung einer der 
 EMI2.1 
 feinkörnigen Struktur. So kann man z. B. das Polyamid auf nicht mehr als etwa   50C   oberhalb seines optischen Schmelzpunktes, gegebenenfalls aber auch höher, erhitzen und mit Hilfe einer Schneckenpresse die Schlüssel daraus spritzen. Anderseits kann man auch Polyamidschmelzen, die geringe Mengen eines feinverteilten, keimbildend wirkenden Stoffes enthalten, verarbeiten. Hiebei kann man sich ebenfalls einer Schneckenpresse oder aber einer Zylinderspritzgussmaschine bedienen. Gegebenenfalls kann man die Feinstruktur auch durch nachträgliches Tempern der Gussstücke herbeiführen oder verbessern. 



   Zur Kennzeichnung einzelner Schlüssel können die Polyamide durch Zusatz von Pigmenten oder Farbstoffen gefärbt   oder nachträglich   durch Flotten eingefärbt werden. Schliesslich können sie   Füllstoffe, z. B.   natürliche oder künstliche Fasern, wie Glasfasern oder/und Gleitmittel, z. B. Wachse, fettsaure Salze u. a., enthalten. 



   Wie weiterhin gefunden wurde, ist es in der Regel vorteilhaft, dem Schlüssel an der Stelle, wo der Schlüsselschaft mit dem Griff verbunden ist, eine besondere Form zu geben, wie dies aus der beigefügten Zeichnung (Fig. l und 2) ersichtlich ist. Der Schaft ragt mit seinem runden Querschnitt in den flach gehaltenen Griff hinein. 



   Beispiel : Polycaprolactam mit einer relativen Viskosität von etwa 3, 1, gemessen in   1'figer   p-Kresollösung   bei 200C, und   einem Gehalt von etwa 0, 01 Gew. % feinst verteiltem Graphit, etwa gemäss Beispiel 1 der deutschen Auslegeschrift Nr. 1061063, oder von 0, 0001 Gew. % feinst verteiltem Lithiumfluorid, etwa gemäss Beispiel 3 der genannten Auslegeschrift, wird in einer handelsüblichen Spritzgussmaschine bei   einer Zylindertemperatur von   etwa   2400C aufgeschmolzen   und in Formen zu Schlüsseln verspritzt. Nach einer Lagerung von etwa vierzehn Tagen an Luft mit normalem Feuchtigkeitsgehalt sind die Schlüssel, die aus dem genannten Polycaprolactam mit einer einheitlichen Korngrösse von durchschnittlich etwa   1-5 li   bestehen, gebrauchsfertig.

   Auch bei hoher Beanspruchung brechen sie nicht. 



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Türschlüssel aus Polyamiden, dadurch gekennzeichnet, dass die Polyamide aus weitgehend einheitlichen, feinkörnigen Kristalliten von der Grösse zwischen etwa   1p   und   5M   bestehen und gleichmässig feinkristalline Struktur aufweisen.

Claims (1)

  1. 2. Türschlüssel gemäss Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sie infolge eines Gehaltes an Pigmenten oder Farbstoffen gefärbt oder durch Behandeln mit einer Farbflotte eingefärbt sind.
    3. Türschlüssel gemäss Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Polyamide Füllstoffe enthalten.
    4. Türschlüssel gemäss einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Schaft mit seinem runden Querschnitt in den flach gehaltenen Griff hineinragt.
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