AT229506B - Verfahren zur Herstellung von gelochten Preßkörpern - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von gelochten Preßkörpern

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Huebel & Schoeler Ohg
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  Verfahren zur Herstellung von gelochten Presskörpern 
Bei der Herstellung von Presskörpern, besonders solchen von kleiner Formgebung, beispielsweise Glas- perlen, sei es, dass diese in der Hitze verformt werden, oder dass sie aus einer im kalten Zustand verformbaren
Pressmasse hergestellt werden, ist es bekannt, das Rohmaterial zwischen zwei sich gegeneinander drehen- de Walzen zu leiten, in deren Aussenumfang je zur Hälfte eingravierte Formen für die Fremdkörper an- geordnet sind. Um bei solchen Presskörpern, insbesondere Glasperlen, die notwendigen Lochungen anzu- bringen, mussten früher die Körper einem separaten Bohrvorgang unterworfen werden, ein Arbeitsschritt, der nicht nur sehr kostspielig war, sondern auch rauhe, rissige Lochungen ergab. 



   Es ist nun von der Herstellung profilierter Glaskörper her bekannt, Draht bzw. Drahtgeflecht in die
Glasmasse einzubetten ; auf diese Weise wird z. B. Drahtglas erzeugt. Auch ist vorgeschlagen worden,
Glaskügelchen, Glasperlen durch Auftropfen von geschmolzenem Glas auf einen rotierenden Draht her- zustellen, wozu jedoch eine überaus komplizierte Maschine nötig ist. 



     Endlich hat man zur Herstellung von mit Lochungen versehenen künstlichen Perlen aus Glas od.   ähnl. in der Hitze plastischen Massen die geschmolzene Masse auf einer Metallseele aufgewickelt und diese dann auf chemischem Wege aufgelöst. An sich ist aber auch bereits ein Vorschlag erstattet worden, den bei der Herstellung von Glasperlen od. dgl. eingeschmolzenen Draht oder Faden durch Strecken desselselben in seinem Durchmesser zu verjüngen, um so die Perlen abziehen zu können. 



   Die weiter oben genannten Schwierigkeiten sind durch das erfindungsgemässe Verfahren behoben worden, welches einige der bekannten Massnahmen mitverwendet. Dasselbe ist besonders einfach, bedarf daher keiner aufwändigen Maschine oder Apparatur und liefert Presskörper mit vollkommen glatten oder gleichmässigen Löchern. 



   Zur Erreichung dieses Zieles ist das erfindungsgemässe Verfahren zur Herstellung von gelochten Presskörpern, beispielsweise Glasperlen, wobei das Rohmaterial zwischen zwei sich gegeneinander drehende Walzen geleitet wird, in deren Aussenumfang je   zur Hälfte eingravierte Formen für die Presskörper an-   geordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass über eine oder mehrere am Aussenumfang der Walzen befindliche Rillen ein Draht oder Faden geleitet wird, der beim Pressvorgang von der Pressmasse umschlossen wird und dass zwecks nachherigenEntfernens des Drahtes bzw. Fadens in an sich bekannterWeise entweder die Presskörper in ein   Beiz- oder   Säurebad gebracht werden oder der aus dehnbarem Material bestehende Draht bzw. Faden gestreckt wird und die Presskörper auf demselben abgezogen werden. 



   Im folgenden wird eine Ausführungsform des   erfindungsgemässen Verfahrens   an Hand einer schematischen Zeichnung, welche eine beispielsweise zu seiner Anwendung verwendbare Vorrichtung zeigt, näher erläutert. Es handelt sich dabei um Glasperlen, die in der Hitze geformt werden, doch bezieht sich die Erfindung auch auf Presskörper anderer Form und ebenso auch auf solche aus anderem Rohmaterial, das auch kaltverformbar sein kann. 



   In einem Schmelzofen 1 wird das Schmelzgut, das aus Glasstäben 2 bestehen kann, geschmolzen und verlässt denselben durch eine an seiner Unterseite befindliche Öffnung, die entsprechend der gewünschten Schmelzanlage kalibriert ist. Der Schmelzfluss 3 trifft auf zwei sich gegeneinander drehende Walzen 4 und 5, in deren Aussenumfang etwa je zur Hälfte die gewünschte Form eingraviert ist. Eine der Walzen besitzt eine Rille, die zur Aufnahme eines Führungsdrahtes 6 bestimmt ist, der von der Speicherrolle 7 

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 geliefert wird. Die Rille befindet sich am Aussenumfang der einen Walze 5 in einer solchen Anordnung, dass der Draht sich beim Pressvorgang etwa in der Mitte des Presskörpers befindet.

   Bei diesem Arbeitsvorgang verlassen die Presskörper die in gleichmässiger Bewegung befindlichen Walzen auf der Unterseite, u. zw. zu einer Kette 8 aufgefädelt. Die Kette 8 kommt auf ein laufendes Band 9 zu liegen, das über zwei Rollen 10 und 11 läuft, die auf gleiche Geschwindigkeit zu den Walzen 4 und 5 abgestimmt sind, wird vom Band 9 mitgenommen und in den Behälter 12 transportiert, der ein   Beiz- und   Säurebad enthält. 



   An Stelle eines einzigen Drahtes 6 ist es nach der Erfindung auch möglich, mehrere Drähte zu verwenden, die in diesem Falle gleiche oder verschiedene Abmessungen aufweisen   können ;   sie können über eine oder   über   beide Walzen 4 und 5 in das Schmelzgut eingeführt werden. Statt eines Drahtes bzw. 



  Drähten kann auch mit einem Faden bzw. Fäden geeigneten Materials gearbeitet werden. 



   Im Beispielsfalle befindet sich   im Behälter   12 ein Lösungsmittel für denDraht oder Faden, z. B. Säure, welches jedoch den Presskörper selbst nicht angreifen darf. 



   Besteht der Draht oder Faden aus einem dehnbaren Material, löst er sich bei Streckung in seiner Länge von den Lochwandungen ab und ermöglicht dadurch das Abziehen der Presskörper. 



   Mit der nach diesem-Verfahren erreichten Beseitigung der Metalldrähte oder andern Fäden erhalten die Presskörper vollkommen gleichmässige und nicht rissige Glanzlöcher.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von gelochten Presskörpern, beispielsweise Glasperlen, wobei das Rohmaterial zwischen zwei sich gegeneinander drehende Walzen geleitet wird, in deren Aussenumfang je zur Hälfte eingravierte Formen für die Presskörper angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass über eine oder mehrere am Aussenumfang der Walzen befindliche Rillen ein Draht oder Faden geleitet wird, der beim Pressvorgang von der Pressmasse umschlossen wird und dass zwecks nachherigen Entfernens des Drahtes bzw. Fadens in an sich bekannter Weise entweder die Presskörper in ein Beiz- oder Säurebad gebracht werden oder der aus dehnbarem Material bestehende Draht bzw. Faden gestreckt wird und die. Presskörper auf demselben abgezogen werden.
AT390960A 1959-07-08 1960-05-23 Verfahren zur Herstellung von gelochten Preßkörpern AT229506B (de)

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