DE1435652C - Verfahren und Vorrichtung zur Her Stellung eines Garnes aus synthetischen Faden - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Her Stellung eines Garnes aus synthetischen Faden

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DE1435652C
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threads
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Expired
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Frederick Chubb Alexander Albert Macclesfield Cheshire Scragg (Groß bntannien)
Original Assignee
Ernest Scragg & Sons Ltd , Maccles field, Cheshire (Großbritannien)
Publication date

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Description

daß Fäden aus synthetischem Material bei mecha- io verbunden sowie in Längsrichtung des Fadens hinternischer Beanspruchung Fibrillen abspalten können, einander angeordnet sind und deren Länge zudie mehr oder weniger lang und gerichtet sind, je mindest dem Durchmesser des Fadens entspricht,
nachdem, ob die mechanische Beanspruchung, bei- Die Fäden werden nach ihrer Verfestigung auf
spielsweise mechanische Scheuerbeanspruchung beim einer Sammelspule aufgewickelt und zu mehreren Färben oder wiederholte Waschgänge, vor oder nach 15 derart zusammengedreht, daß die Abzweigungen in dem Verstrecken der Fäden stattgefunden hat. Das das Garn hineingedreht und durch die Drehung festhat aber den Nachteil, daß der eventuell entstehende gehalten werden. Der so erhaltene Fadenstrang bzw. Faserstrang in seinem Querschnitt durch das Ab- das Garn wird anschließend in vorteilhafter Ausspalten der Fibrillen ungleichmäßig geschwächt wird führung des Verfahrens im verdrehten Zustand ver- und auf seiner ganzen Länge nicht den gleichen ao streckt und danach zumindest teilweise wieder aufDurchmesser aufweist, gedreht oder in entgegengesetzter Richtung gedreht, Auch die französische Patentschrift 1204 298 so daß die Abzweigungen von der Fadenstruktur befaßt sich ebenfalls mit der mechanischen Nach- gelöst werden. Ferner können die seitlichen Abbehandlung von Kunststoffäden, die über eine zweigungen durch Schütteln oder Bürsten von der Schmirgelscheibe geführt und auf diese Weise auf- 35 Fadenstruktur gelöst werden.
gerauht werden sollen. Auch hier wird unter Um- Die durch die Erfindung erreichten Vorteile sind
ständen eine Fibrillenabspaltung auftreten, solche im wesentlichen darin zu sehen, daß nach dem erFäden weisen aber dann ebenfalls die oben geschil- findungsgemäßen Verfahren auf einfache Weise derten Nachteile auf. Zumeist läßt sich durch Garne aus endlosen synthetischen Fäden hergestellt Schmirgeln aber allenfalls eine rauhe Oberfläche des 30 werden können, die infolge ihrer die Fasern bil-Garnes erzielen, nicht aber Fäserchen von genügen- denden Abzweigungen die Eigenschaften natürlicher
Stapelfasergarne besitzen. Einerseits wird bei dem erfindungsgemäßen Fadengarn eine relativ geringe elastische Dehnbarkeit erreicht, so daß es gut zum aus schmelzbaren 35 Weben verwendet werden kann, andererseits weist Plastizität und das erfindungsgemäß hergestellte Garn eine gewisse Rauhigkeit bzw. Flauschigkeit auf, weil die Faserenden bzw. die Enden der Abzweigungen vom Faden abstehen und ihm dadurch auch einen weichen,
Abkühlung zum Erstarren gebracht wird, worauf der 40 elastischen Griff verleihen.
Profilstab unter Spannung auf ein Gegenrad über- Die Erfindung wird an Hand eines Ausführungs-
nomrnen und unter weiterer Abkühlung auf der beispiels in der Zeichnung dargestellt und im folgen-Oberseite endgültig profiliert und geglättet wird. Mit den näher erläutert. Es zeigt
der zur Durchführung dieses bekannten Verfahrens F ig. 1 eine schematische Darstellung einer zur
vorgesehenen Vorrichtung ist es offenbar nicht 45 Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens möglich, Fäden von sehr geringem Durchmesser zu geeigneten Vorrichtung,
formen, die bereits in der Form vollständig erstarren
und darüber hinaus noch seitlich abstehende Abzweigungen besitzen sollen.
Nach der deutschen Patentschrift 252 841 wird zur 5°
Hersteilung künstlicher voller oder hohler Fäden aus
plastischer Masse, diese durch Öffnungen, welche von
gegenüberliegenden Rillen eines oder mehrerer
Walzenpaare gebildet sind, gespritzt und gleichzeitig
zu Fäden gewalzt, welche alsdann in bekannter Weise 55 Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsaufgehaspelt und weiterverarbeitet werden. Mit gemäßen Verfahrens.
dieser bekannten Vorrichtung soll erreicht werden, Gemäß Fig. 1 wird die Lösung oder Schmelze
daß die Kunstseidenfäden mit größerer Geschwindig- unter Druck in den Spalt zweier gegenläufig um· keit aus der Spinndüse herausgezogen werden, so daß laufender Walzen 11,12 gepreßt, die an ihrem Umder Spritzdruck vermindert werden kann. Eine der- 60 fang mit Rillen versehen sind, wobei die Rillen mit artige Vorrichtung ist jedoch nicht zur Herstellung seitwärts sich erstreckenden Zweigkanälen 13,14 15, eines Fadens in der oben beschriebenen Weise ver- wie das der Fig. 2 zu entnehmen ist, versehen sind, wendbar, weil dazu die Rillen Abzweigungen auf- Die Oberflächen der Walzen 11,12 können so graweisen müßten und der Spritzdruck stets ausreichend viert sein, daß die Rillen und Abzweigungen 13, 14 hoch gehalten werden muß, damit das Rohmaterial 65 und 15 sich spiegelbildlich ergänzen, wobei die auch in die Zweigkanäle dringt. Walzen im Gleichlauf aufeinander abrollen. Es
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein genügt aber auch, nur eine Walze zu gravieren, wäh-Garn aus Einzelfäden aus synthetischem Material rend die andere eine glatte Oberfläche aufweist. —
der Länge entstehen.
Die deutsche Patentschrift 757 772 beschreibt ein Verfahren zur Herstellung von glatten, genau profilierten Stäben oder Bändern
organischen Kunststoffen geringer
Wärmeleitfähigkeit, nachdem die Schmelze in Profilrinnen eines umlaufenden Gießrades ausgegossen und die Unterseite des entsprechenden Profils dort durch
F i g. 2 eine Draufsicht auf die Rillen und Zweigkanäle der Walzen 11 und 12 in der Vorrichtung nach F ig. 1,
F i g. 3 eine schematische Darstellung einer anderen Ausführungsform der zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens geeigneten Vorrichtung,
Fig.4 eine schematische Darstellung im Querschnitt durch eine weitere Ausführungsform einer
Eine Strangpresse 16 ist so angeordnet, daß ein Strangprofil, z. B. in Form eines Streifens, dem Einzug der Walzen 11,12 zugeführt wird, die mit einer Geschwindigkeit angetrieben werden, die zweckmäßig der Auststoßgeschwindigkeit der Strangpresse entspricht. Von einem Gebläse 17 wird ein Luftstrom in eine Kühlzone geleitet, die durch untere und obere Umlenkbleche 18,19 begrenzt ist. Bei Inbetriebnahme wird der Strangpresse eine geeignete thermoplastische Formmasse, beispielsweise in Form von Schnitzeln oder Pulver, zugeführt, die als zähflüssiger oder teilweise verfestigter Strang zwischen den Walzen 11 und 12 hindurchläuft und in die verzweigten Gravierungen der Walzenoberfläche bzw. -oberflächen eingepreßt wird. Zwischen den Walzen 11 und 12 treten dann mehrere mit den Abzweigungen 13 bzw. 14 oder 15 versehene Fäden hervor und durchlaufen die Kühlzone, wo sie durch den vom Gebläse 17 erzeugten Luftstrom abgekühlt und verfestigt werden. Die auf diese Weise geformten Fäden werden in Form eines Garnes 20 auf eine Sammelspule 21 aufgewickelt.
Bei einer anderen Ausführungsform einer Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens, die in F i g. 3 gezeigt ist, findet die Formung zwischen einer Walze 12 und einem Band 22 statt, wobei entweder die Walzenoberfläche oder die Bandoberfläche graviert ist.
Die in F i g. 4 gezeigte Vorrichtung besteht aus einer in einem Behälter 32 drehbaren, gravierten Walze 31. Der Behälter 32 kann durch ein Element 33 elektrisch beheizt werden. Das geschmolzene Kunststoffmaterial 34 wird von der Walze 31 aufgenommen, wenn sich diese im Uhrzeigerdrehsinn dreht. Überschüssiges Material wird durch ein Ab-Streichmesser 35 entfernt. Von einer oder mehreren Düsen 36 wird der Walzenoberfläche Kühlluft zugeleitet, so daß die mit Abzweigungen versehenen Fäden von der Walze 31 gelöst und auf die Sammelspulen 37 aufgewickelt werden können. Das Abkühlen des Fadens kann aber auch durch die den Faden umgebende Luft, d. h. Raumluft, erfolgen.

Claims (9)

Patentansprüche: 45
1. Verfahren zur Herstellung eines Garnes aus synthetischen Fäden, die aus einer Lösung oder Schmelze eines fadenbildenden Materials geformt und nach ihrer Verfestigung zusammengefügt und gemeinsam aufgewickelt bzw. zusammengedreht werden, dadurch gekennzeichnet, daß die noch flüssige fadenbildende Masse zu Fäden mit von den Fäden seitlich abstehenden Abzweigungen geformt wird, die mit dem Faden materialeinheitlich verbunden sowie in Längsrichtung des Fadens hintereinander angeordnet sind und deren Länge zumindest dem Durchmesser des Fadens entspricht.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Garn im gedrehten Zustand verstreckt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Fäden nach ihrem Verstrecken wieder aufgedreht oder in entgegengesetzter Richtung gedreht werden.
4. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die seitlichen Abzweigungen durch Schütteln von der Fadenstruktur gelöst werden.
5. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die seitlichen Abzweigungen von der Fadenstruktur losgebürstet werden.
6. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, bei der die Lösung oder Schmelze unter Druck in den Spalt zweier gegenläufig umlaufender Walzen gepreßt wird, die an ihrem Umfang mit Rillen versehen sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Rillen mit seitwärts sich erstreckenden Zweigkanälen (13,14, 15) versehen sind.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß nur eine Walze (12) Rillen mit Zweigkanälen (13,14,15) aufweist und die andere Walze (11) eine glatte Umfangsfläche hat.
8. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine Walze (12) und ein von Umlenkrollen gespanntes, endloses umlaufendes Band (22), das an der Walze (12) auf einem Teil ihres Umfanges anliegt, wobei die Walze (12) und/oder das Band (22) an der dem Band bzw. der Walze zugekehrten Oberfläche Rillen mit Zweigkanälen (13,14,15) aufweist.
9. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine umlaufende Walze (31), die an ihrer Umfangsfläche Rillen mit seitwärts sich erstrekkenden Zweigkanälen (13,14,15) aufweist und in ein Bad von geschmolzenem Kunststoffmaterial (34) eintaucht.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

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