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Klemmenkastenanordnung für elektrische Maschinen mit gegossenem Statorgehäuse
Es ist eine bekannte Massnahme, das Statorgehäuse elektrischer Maschinen durch Giessen herzustellen. Ein gewisses Problem bei der Herstellung gegossener Maschinengehäuse ist es, die Wicklungsenden zu den nach aussen führenden Maschinenklemmen zu führen, ohne die Abdichtung des Maschineninneren hiebei zu beeinträchtigen.
Ein z. B. durch Spritzguss hergestelltes Gehäuse, welches gleichzeitig das Blechpaket umschliesst, muss aus Gründen der Kokillenfertigung in der Längsrichtung geteilt werden. Aus gusstechnischen Grün- den muss die Teilungsebene der Kokille durch den Klemmenkasten gehen. Ordnet man den Klemmenkasten in der Motormitte an und teilt man die Kokille in der Mitte der Motorlängsrichtung, so muss, um die Wicklungsenden zur Klemmenbrücke führen zu können, in der Kokille ein seitlicher Zug vorhanden sein, oder es muss einLängskanal im Ständerrücken zum Klemmenbrückenansatz führen. Dieser Kanal muss aber auch im Lagerschild seine Fortsetzung finden und an dieser Stelle ist die Abdichtung nach aussen hin schwer zu bewerkstelligen, da kein Zentrieransatz vorhanden ist.
Ordnet man anderseits den Klemmenkasten dem später aufzubringenden Lagerschild benachbart an, bedingt dies einerseits stark ungleiche Kokillenteile, da ja die Teilungsebene wieder durch den Klemmenkasten gehen muss, anderseits aber auch eine Ausladung des gegossenen Gehäuses über das Ständerblechpaket, die insbesondere für eine nachfolgende maschinelle Einbringung der Ständerwicklung ein arges Hindernis darstellt. In solchen Fällen Abhilfe zu schaffen, ist das Ziel der Erfindung.
Gegenstand der Erfindung ist eine Klemmenkastenanordnung für elektrische Maschinen, deren Statorgehäuse durch Umgiessen des Statorblechpaketes hergestellt ist, wobei in erfindungsgemässer Weise die Klemmenbrücke auf einem zwischen Statorgehäuse und Lagerschild eingefügten, gleichfalls durch Giessen hergestellten Ring angebracht ist, der mit Zentrieransätzen versehen und über gleichzeitig zur Lagerschildbefestigung dienende Schrauben am Statorgehäuse befestigt ist und über diesen Ring entsprechend dem Teilungswinkel der das Statorgehäuse mit Ring und Lagerschild verbindenden Schrauben verstellbar ist.
Es sei an dieser Stelle auf die Schweizer Patentschrift Nr. 113627 verwiesen, die eine geschlossene elektrische Maschine zum Gegenstand hat, wobei, auf Grund einer besonderen konstruktiven Lösung für die Kühlung der Maschine, zwischen dem Magnetgestell der Maschine und ihren Lagerschilden ringförmige Teile (in der Patentschrift ringförmige Schalen genannt) vorgesehen sind, die am Umfang des Magnetgestelles verteilte, von der Maschineninnenluft durchströmte Rohre tragen und von weiteren, von der Aussenluft durchströmten Rohren durchsetzt sind, und von denen der eine die Klemmenbrücke trägt.
Die ringförmigen Schalen dieser Patentschrift sind jedoch in ihren Aufgaben und den ihnen zugrundeliegenden Motiven sehr verschieden von dem erfindungsgemäss vorgeschlagenen Gussring zwischen einem gegossenen Statorgehäuse und seinem Lagerschild, weil sie eben aus einer ganz besonderen Art der Maschinenkühlung resultieren, während dem erfindungsgemäss vorgesehenen Zwischenring ein gusstechnisches, also technolgisches Problem zugrundeliegt, wie eingangs näher erläutert wurde.
An Hand der beiliegenden Zeichnung, die in zwei Schnitten die erfindungsgemässe Klemmenkastenanordnung zeigt, soll der erfindungsgemässe Vorschlag näher erläutert werden. Wie aus Fig. l ersichtlich. ist zwischen dem Gussgehäuse 1, welches in bekannter Weise mit Kühlrippen 2 versehen ist, und dem
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gleichfalls mit Kühlrippen 3 versehenen Lagerschild 4 ein Ring 5 eingefügt, der sich an einer Stelle zu einem Befestigungsflansch 6 für den Klemmenkasten 7 ausweitet. Der Ring 5 ist ebenfalls mit Kühlrippen 8 versehen (Fig. 2, Schnitt AB), die im zusammengebauten Zustand mit denen des Statorgehäuses und des Lagerschildes fluchten. Die Montage dieses Ringes erfolgt über beidseitige ringförmige Zentrieransätze 9 und vom Lagerschild zum Statorgehäuse durchgehende Schrauben 10.
Mit 11 ist weiterhin eine Schraube bezeichnet, über die der Ring 5 am Statorgehäuse befestigt werden kann, solange seine Befestigung nicht über die Schrauben 10 erfolgt.
In Befolgung des erfindungsgemässen Vorschlages, einen Zwischenring mit einem Ansatz für die Klemmenbrücke einzusetzen, lässt sich die erforderliche Abdichtung des Maschineninneren über die genannten Zentrierringe in einfacher und sicherer Weise erzielen. Der erfindungsgemässe Vorschlag ist weiterhin auch deshalb von Vorteil, weil der Ring und damit der Klemmenkasten den jeweiligen Verhältnissen angepasst werden kann, da er, je nach Anzahl der Schrauben 10 um 900 oder 600 bzw. um Vielfache davon verschwenkbar ist.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Klemmenkastenanordnung für elektrische Maschinen, deren Statorgehäuse durch Umgiessen des Statorblechpaketes hergestellt ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmenbrücke auf einem zwischen Statorgehäuse und Lagerschild eingefügten, gleichfalls durch Giessen hergestellten Ring angebracht ist, der mit Zentrieransätzen versehen und über gleichzeitig zur Lagerschildbefestigung dienende Schrauben amStatorgehäusebefestigtistund über diesen Ring entsprechend dem Teilungswinkel der das Statorgehäuse mit Ring und Lagerschild verbindenden Schrauben verstellbar ist.