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An den Untergurten der Hauptträger einer Brücke verfahrbarer Besichtigungswagen
Zur Besichtigung von Brücken von der Unterseite her, insbesondere von Brücken in Stahlkonstruktion, zur Ausführung von Reparatur-und Anstricharbeiten dienen an den Untergurten der Brückenträger verfahr- bare Besichtigungswagen. Diese haben in der Regel bei verhältnismässig geringer Breite eine grosse Spur- weite und neigen daher leicht zum Ecken.
Sie laufen dabei mit Rädern auf besonderen. auf die Untergurte der Brückenträger aufgesetzte Schienen, da beim unmittelbaren Lauf der Räder auf den Untergurten deren Schutzanstrich leicht beschädigt werden kann.
Die Erfindung betrifft eine neue Ausbildung von Brücken-Besichtigungswagen, die einen unmittelbaren Lauf auf den Untergurten der Brückenträger zulässt, deren Schutzanstrich nicht beeinträchtigt und bei der ausserdem ein Ecken des Wagens verhindert wird.
Erfindungsgemäss ist bei einem auf den Untergurten der Hauptträger einer Brücke verfahrbaren Besichtigungswagen das Laufwerk von zwei unmittelbar auf der Fahrbahn aufliegenden Kettenraupen gebildet, deren Laufsohlen mit einem Schuh aus Gummi oder Kunststoff versehen sind, wobei jedes KettenraupenLaufwerk zwei nahe den Umlenkrädern für die Kettenraupen angeordnete, in etwa senkrechter Ebene drehbare Leitrollen trägt, die den Stirnkanten der die Kettenraupen tragenden Untergurten der Brückenträger zugeordnet sind.
Sofern die Brücke im Bogen geführt ist, hat die auf dem Aussenradius laufende Kettenraupe eine grössere Kettenteilung als die auf dem Innendurchmesser laufende Kettenraupe. Um ein Ablaufen der Kettenraupen von der Brückenfahrbahn zu verhüten, ist der Lagerträger einer Kettenraupe an Tragbolzen des zugeordneten Stirnträgers des Wagens verschiebbar geführt und durch Federn mit den Leitrollen an dem Untergurt des Brückenträgers gehalten, so dass die beiden Kettenraupen stets auf der Fahrbahn aufliegen. Durch diese Massnahmen werden gleichzeitig Ungenauigkeiten in der Stützweite für den Wagen ausgeglichen.
Die neue Ausbildung ist nachstehend an Hand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen Fig. l eine Seitenansicht der beiden Enden des Wagens, Fig. 2 eine Draufsicht und Fig. 3 ein Teilstück einer Kettenraupe in grösserem Massstab.
Der in Stahlkonstruktion ausgeführte Besichtigungswagenhat als Stirnwandabschluss je eine Trägerkon- struktion 2,3. In dem Ausführungsbeispiel trägt die linke Trägerkonstruktion 2 in fester Anordnung zwei Umlenkräder 4, über die in sonst bekannter Weise eine Kettenraupe 5 gelegt ist. Die rechte Trägerkonstruktion 3 nimmt in der Mitte einen in einer waagrechten Ebene schwenkbaren Tragbolzen 6 auf, an dem ein die Kettenräder und die Kettenraupe 4a, 5a aufnehmender Träger 3a begrenzt verschiebbar geführt ist.
EineSchwenkbewegungdes Trägers 3a um den Zapfen 6 istdurch den Träger 3aseitlich unterfassende Stützlager 7 der Trägerkonstruktion 3 verhindert.
Die Trägerkonstruktion 3 hat beiderseits des Schwenkzapfens zwei in Löchern des Trägers 3a frei geführte Stirnbolzen 8, um die Druckfedern 9 geführt sind, die bestrebt sind, den Träger 3a mit der Kettenraupe im Abstand von der Trägerkonstruktion 3 zu halten. Die Trägerkonstruktionen 2 und 3a tragen nahe den Umlenkrädern 4,4a um etwa senkrechte Zapfen 10 drehbare Leitrollen 11.
Der WagenlläuftmitdenbeidenKettenraupen5, 5a auf den Untergurten 12 der Brückenträger 13.
Die Zuordnung der Leitrollen 11 zu den Kettenraupen 5, 5 a ist so getroffen, dass die Leitrollen an den
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Stirnflächen 14 der Untergurte 12 anliegen. Der verschiebbare Träger 3a ist dabei mit den Leitrollen in einer Anlagestellung an dem betreffenden Untergurt 12 gehalten, wobei die Federn 9 gleichzeitig auch die
Leitrollen 11 an der andern Wagenseite an dem zugeordneten Untergurt halten. Durch den federnd nach- giebig gelagerten Träger 3a lassen sich also Ungleichmässigkeiten in dem Abstand der beiden Brückenträger
13 ausgleichen, um eine satte Auflage der Kettenraupen 5, 5a auf den Untergurten zu gewährleisten.
Bei in einer Kurve geführten Brückenträgern hat dieaufAussenbogenlaufende Kettenraupe eine grössere
Teilung als dieaufdemInnenbogenlaufendeKettenraupe, umbei diesen Bogenführungen ein Verklemmen des Wagens zu verhindern.
Die Laufsohlen 15 der Kettenraupen 5, 5a sind mit einem Schuh 16 aus Gummi oder Kunststoff versehen, um beim Befahren der Untergurte deren Schutzanstrich nicht zu beschädigen. Der Schuh 16 kann dabei abnehmbar oder fest auf der Laufsohle 15 angeordnet oder auch durch einen Bezug der Laufsohle 15 gebildet sein.
Je eines der Kettenräder 4, 4a ist über ein Getriebe, Kettentrieb od. dgl. in bekannter Weise von einem Motor über Wendegetriebe und Untersetzungsgetriebevon einer Kraftquelle aus antreibbar, um einen Gleichlauf beider Kettenraupen zu gewährleisten.
Auch die Leitrollen 11 können mit die Mantelflächen verkleidenden Bandagen aus Kunststoff oder
Gummi versehen werden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. An den Untergurten der Hauptträger einer Brücke verfahrbarer Besichtigungswagen, dadurch gekennzeichnet, dass das Laufwerk von zwei unmittelbar auf der Fahrbahn aufliegenden Kettenraupen (5, 5a) gebildet ist, deren Laufsohlen (15) mit einem Schuh (16) aus Gummi oder Kunststoff versehen sind und wobei jedes Kettenraupenlaufwerk (5, 5a) zwei nahe den Umlenkrädern (4,4a) für die Kettenraupen (5,5a) angeordnete, in etwa senkrechter Ebene drehbare Leitrollen (11) trägt, die den Stirnkanten (14) der die Kettenraupen (5, 5a) tragenden Untergurte (12) der Brückenträger (13) zugeordnet sind.