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Einrichtung an Kehrichtsammelwagen zum staubfreien Entleeren von Kehrichteimern
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einem Ende des inneren Gliedes 27 einer teleskopisch ausziehbaren Stange 27,28 angelenkt, deren äusse- res Glied 28 mittels eines Zapfens 29 an einem am Wagenkasten bzw. Visier angebrachten, also unbe- weglichen Support 30 angelenkt ist.
Um die Achse 2 ist eine Schwenkplatte 31 schwenkbar, gegen welche der Eimer 11 bei Verschwen- kung der Schwenkhebel 3 zu liegen kommt (s. Fig. 4) und die eine Öffnung 32 (s. Fig. 2) aufweist, die so gross ist, dass sich der Deckel 33 des Kehrichteimers 11 öffnen kann, wenn derselbe mit seinem Flansch
14 an der Schwenkplatte 31 anliegt. Hinter der Schwenkplatte 31 ist ein Staubblech 34 angeordnet, das mit einem quer dazu angeordneten, oberen Staubblech 35 fest verbunden ist. Die beiden Staubbleche 34 und 35 sind mit der oberen Schwenkplatte 31 durch ein Scharnier 35'verbunden.
Das Staubblech 34 weist einen beweglichen Teil 34a auf, der über ein Scharnier 36 und einen Hebel
37 unter dem Einfluss einer Feder 38 steht, die bestrebt ist, den Teil 34a mit einem andern mit dem
Staubblech 35 fest verbundenen Teil 34b des Staubbleches 34 ausgerichtet zu halten.
Der bewegliche Teil 34a des Staubbleches 34, der in den Fig. 3 und 4 nicht besonders dargestellt ist, hat den Zweck, Störungen zu vermeiden, die im Falle einer Überfüllung des Eimers 11 auftreten könnten, wie dies in der Schweizer Patentschrift Nr. 339120 der Anmelderin ausführlich dargelegt ist.
Am oberen Staubblech 35 sind seitliche, U-förmige Kulissen 39 vorgesehen, die an Rollen 40 geführt sind, die an der kasten- bzw. visierfesten Haube 41 fest angeordnet sind. Zwei an den Seitenwänden der
Haube 41 befestigte Puffer 42 dienen zur Abstützung der Schwenkplatte 31 in der Entleerungslage (s. Fig. 3).
Um den Korb 10 mit der Schwenkplatte 31 zu verriegeln, sind zwei einander gleiche Verriegelungs- vorrichtungen 43 vorgesehen. Jede Verriegelungsvorrichtung 43 weist einen Riegel 44 auf, der in einer an der Vorderseite der Schwenkplatte 31 befestigten Buchse 45 verschiebbar ist und unter dem Einfluss einer in dieser Buchse 45 angeordneten Feder 46 steht, die bestrebt ist, den Riegel 44 in Richtung des Pfeiles 47 von Fig. 1 zu verschieben. Der Riegel 44 ragt an beiden Enden zur Buchse 45 hinaus und ist an seinem un- teren Ende mit einer Schrägfläche 48 versehen, die dazu bestimmt ist, mit einer entsprechenden Gegen- fläche 49 eines am Korb 10 fest angebrachten Verklinkungsorgans 50 zusammenzuarbeiten.
Das obereEnde des Riegels 44 ist mittels eines Zapfens 51 am unteren Ende eines stabförmigen Glie- des 52 angelenkt, dessen oberes Ende mittels eines Zapfens 53 am freien Ende eines Schwenkgliedes 54 angelenkt ist. Das Schwenkglied 54 ist um einen Zapfen 55 schwenkbar, der in einem kleinen, am Staub- blech 35 befestigten und also auch in bezug auf den Staubblechteil 34b unbeweglichen Support 56 ge- lagert ist, der in nicht näher dargestellter Weise so ausgebildet ist, dass er in der Ruhelage zugleich als
Anschlag für das Schwenkglied 54 dient, so dass letzteres sich also nicht weiter im Uhrzeigersinne von Fig. 1 verschwenken kann.
Die kinematische Gliederkette 52,54 verhindert in der Ruhelage, dass der Riegel 44 unter dem Einfluss der Feder 46 nach unten vorgeschoben wird, so dass das Verklinkungsglied 50 des Korbes 10 nicht auf den Riegel 44 trifft, wenn der Korb 10 in die in Fig. 4 gezeigte Schwenklage kommt. Bei der weiteren Verschwenkung des Korbes 10 in die Entleerungslage nach Fig. 3 knickt aber die Gliederkette 52, 54 aus, so dass sie der Feder 46 nicht mehr entgegenwirkt und der Riegel 44 mit dem Verklinkungsorgan 50 zum Eingriff kommt.
Um den Deckel 33 des Kehrichteimers 11 mit dem Staubblech 34 zu kuppeln, ist an letzterem eine Kupplungsnase 57 mit abgeschrägter Haltefläche 57'vorgesehen, die mit dem Jochteil 58 eines Bügels 59 in Eingriff kommen kann, der in üblicher Weise am Deckel 33 vorgesehen ist, um letzteren zu öffnen und zu schliessen.
Die beschriebene Einrichtung arbeitet wie folgt :
Wenn der zu entleerende Kehrichteimer 11 in den Korb 10 eingesetzt worden ist und die Presse 23 betätigt wird, werden die Schwenkhebel 3 im Gegenuhrzeigersinne von Fig. 1 verschwenkt. Dabei werden anfänglich auch die Hubhebel 6 in an sich aus der eingangs erwähnten Schweizer Patentschrift Nr. 338139 bekannter Weise um die Zapfen 4 verschwenkt, weil die ausziehbare Stange 27, 28, die sich um den Zapfen 29 verschwenkt, zunächst auf Druck beansprucht wird und daher bis zur Erreichung der Zwischenlage nach Fig. 4 in ihrer kürzesten Gestalt bleibt, die sie in der Ruhestellung inne hat.
Durch die Führungshebel 7 wird bewirkt, dass sich der Korb 10 nun in bezug auf die Schwenkhebel 3 parallel zu sich selbst nach oben bewegt und sich dabei von den Schwenkhebeln 3 zunächst entfernt und dann wieder nähert, wie durch die Kreisbögen 60 und 61 veranschaulicht ist, welche die Bewegung der Zapfen 8 bzw. 9 relativ zu den Schwenkhebeln 3 darstellen. Durch diese Bewegung des Korbes 10 wird derselbe Effekt erzielt, wie sie nach den eingangs erwähnten Patenten durch Gleit- bzw. Rollenführungen erzielt wird, nämlich der Korb gehoben, damit der Kehrichteimer beim Einsetzen in den Korb nur sehr wenig vom Boden abgehoben zu werden braucht.
Bei der vorliegenden Einrichtung wird aber dieser Effekt wegen des Wegfallen der Gleit- oder Rollenführungen mit
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weniger Reibung, Abnützung und Lärm erzielt und zudem die Konstruktion vereinfacht. Ein weiterer Vorteil ist der, dass der Jochteil : J8 des Bügels 59 nun infolge der Wiederannäherungsbewegung des Korbes 10 an die
Schwenkhebel 3 bei Erreichen der Zwischenstellung nach Fig. 4 ohne weiteres die Kupplungsnase 57 des
Staubbleches 34 hintergreift, so dass der Eimerdeckel 33 mit derselben gekuppelt wird, ohne dass hiefür eine mehrere in bezug aufeinander bewegliche Teile umfassende Kupplungsvorrichtung am Staubblech 34 vorgesehen zu werden braucht, wie bei den früheren Ausführungen.
Wenn am Ende der ersten Bewegungsphase die Stellung nach Fig. 4 erreicht worden ist, wird durch das weitere Arbeiten der Pressen 23 die Schwenkplatte 31 durch den an ihr anliegenden Eimer 11 im Ge- genuhrzeigersinne verschwenkt. Dabei verschwenken sich die miteinander verbundenen Staubbleche 34 und 35 um das Scharnier 35'in bezug auf die Schwenkplatte 31. während das obereStaubblech 35 auf den
Rollen 40 gleitet. In dieser zweiten Bewegungsphase werden die ausziehbaren Stangen 27,28 nicht mehr auf Druck, sondern auf Zug beansprucht, so dass das innere Glied 27 aus dem äusseren Glied 28 teilweise herausgezogen wird, was die weitere Verschwenkung der Schwenkhebel 3 durch die Presse 23 ermöglicht, unter Beibehaltung der relativen Lage von Korb 10 und Schwenkhebeln 23.
Da der Eimerdeckel 33 mit dem Staubblech 34 gekuppelt ist, wird bei der weiteren Verschwenkung des Korbes 10 der Eimerdeckel 33 geöffnet, so dass derselbe weit offen ist, wenn die Schwenkplatte 31 schliesslich auf die beiden Puffer 42 zu liegen kommt, wie dies in der Fig. 3 gezeigt ist. In der nunmehr erreichten Stellung entleert sich der Eimer 11 in den Kehrichtsammelraum, über dem sich natürlich bei l' eine entsprechende Einschüttöffnung befindet.
In der zuletzt beschriebenen Bewegungsphase knicken auch die kinematischen Ketten 52, 54 der Verriegelungsvorrichtungen 43 aus, so dass die Schrägflächen 48 der Riegel mit den Schrägflächen 49 der Verklmkungsorgane 50 zum Eingriff kommen und somit die Schwenkplatte 31 mit dem Korb 10 verriegelt wird. Diese Verriegelung ist erforderlich, damit bei der nach Entleerung des Eimers 11 mittels der Presse 23 vorzunehmenden Rückwärtsschwenkung der Schwenkhebel 3 die Schwenkplatte 31 soweit zurückverschwenkt wird, bis sie durch ihr Eigengewicht und dasjenige der mit ihr verbundenen Teile, insbesondere der Staubbleche 34 und 35, in ihre Ruhelage zurückkommt.
Die dargestellten Verriegelungsvorrichtungen 43 sind sehr einfach und zuverlässig und ausserdem von aussen leicht zugänglich, im Gegensatz zu früher zu demselben Zweck verwendeten Verriegelungsvorrichtungen. Es sei noch erwähnt, dass es notwendig ist, dem Zapfen 53 etwas Spiel zu geben, z. B. im Schwenkglied 54 einen kurzen Längsschlitz vorzusehen, in welchem sich der Zapfen 43 beim Ausknicken der Gliederkette 52,54 etwas verschieben kann.
Obwohl im vorliegenden Beispiel die Führungshebel 7 zu den Hubhebeln 6 parallel sind und gleiche Länge haben wie der korbseitige Arm der Hubhebel 6, so dass der Korb 10 mit den Hebeln 3, 6 und 7 ein Gelenkparallelogramm bildet, ist dies nicht unbedingt nötig. Man kann den gewünschten Effekt auch erzielen, wenn die Teile 3,6, 7 und 10 ein Gelenkviereck bilden, wobei dasselbe allerdings praktisch nicht sehr stark von einem Gelenkparallelogramm abweichen darf.
Es ist ferner nicht ausgeschlossen, dass die ausziehbaren Stangen 27,28, die in der ersten Phase des Entleerungsvorganges zur Verschwenkung des Hubhebels 6 dienen, durch irgend einen andern Mechanismus ersetzt werden könnten, obwohl die ausziehbaren Stangen vermutlich die bei weitem einfachste Konstruktion darstellen. Auch die hydraulische oder pneumatische Presse 23 könnte prinzipiell durch andere Kraftantriebsmittel ersetzt werden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Einrichtung an Kehrichtsammelwagen zum staubfreien Entleeren von Kehrichteimern mit einem zum Einsetzen des Kehrichteimers dienenden Korb, der mittels zweier kraftangetriebener Schwenkhebel aus einer Ruhestellung in eine Entleerungsstellung und wieder zurück gebracht werden kann, dadurch gekennzeichnet, dass der Korb (10) mit jedem der beiden Schwenkhebel (3) über je einen Hubhebel (6) und einen Führungshebel (7) derart verbunden ist, dass er mit diesen Hebeln (3,6, 7) ein Gelenkviereck bildet und die beiden Hubhebel mit den Schwenkhebeln durch je einen Mechanismus (26 - 30) kinematisch verbunden sind, der in einer ersten Phase der zur Entleerung vorzunehmenden Verschwenkung der Schwenkhebel eine Verschwenkung des Hubhebels und daher eine Bewegung des Korbes in bezug auf den Schwenkhebel bewirkt,
in einer zweiten Phase dagegen die relative Lage von Korb und Schwenkhebel nicht ver- ändert.