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Kühlmöbel, insbesondere Kühlschrank
Die Erfindung betrifft ein Kühlmöbel, insbesondere einen Kühlschrank, mit in das Gehäuse eingesetzte, aus Kunststoff im Spritzverfahren hergestelltem Kühlgutbehälter, dessen Rand mit demjenigen der Gehäuseöffnung verbunden ist.
Bei bisher bekannten Kühlmöbeln ist der Kühlgutbehälter am Gehäuse meist nur mit seinem Rand befestigt.
Nach der Erfindung wird nun bei derartigen Kühlmöbeln, insbesondere bei Kühlschränken, eine wesentlich bessere Aufhängung des Kühlgutbehälters im Gehäuse mit einfachen Mitteln dadurch erzielt, dass der Kühlgutbehälter mindestens einen in den zwischen ihm und dem Gehäuse betindlichen Isolierspalt hineinragenden Hohlzapfen trägt, der bei Herstellung des Behälters mit angespritzt und in welchen eine von aussen durch das Gehäuse hindurchragende Schraube eindrehbar ist, die sich dabei ihr Muttergewinde selbst schneidet. Die Wandstärke dieser Hohlzapfen kann etwa gleich derjenigen der ihn tragenden Wandzone des Behälters sein.
In jedem Hohlzapfen ist weiters zweckmässig eine an den Gewindeschaft der selbstschneidenden Schraube : autnenmende Buchse betestigt, vorzugsweise eingeklebt.
Bei einer andern vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemässen Kühlmöbels hat der am Kühlgutbehälter angebrachte Hohlzapfen einen erheblich grösseren Aussendurchmesser als der Summe aus seinem Innendurchmesser und der doppelten Wandstärke des Behälters an dieser Stelle entspricht, wobei er ausserdem zur Erzielung einer etwa dieser Wandzone entsprechenden Wandstärke mit gleichfalls bereits beim Spritzen vorgesehenen Aussparungen versehen ist.
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radial einwärts gerichtet sind undeingreift.
In der Zeichnung sind mehrere beispielsweise Ausführungsformen eines erfindungsgemässen Kühlschrankes bzw. von an einem Kühlgutbehälter angesetztem Hohlzapfen dargestellt. Es zeigen : Fig. 1 einen Kühlschrank ohne Tür im Querschnitt ; Fig. 2 einen Abschnitt des Kühlgutbehälters mit angesetztem Hohlzapfen und darin eingesetzter Schraubbuchse im Mittelschnitt, vergrössert ; Fig. 3 einen Ausschnitt aus einem Kühlschrank an der Verbindungsstelle von Gehäuse und Behälter mit einem anders aus- gebildeten Hohlzapfen ; Fig. 4 diesen Hohlzapfen im Querschnitt IV-IV der Fig. 3 und schliesslich Fig. S, 6 und 7 drei Hohlzapfen mit andern Varianten des Versteifungsprofiles im Querschnitt.
In das aus Blech hergestellte Aussengehäuse 1 eines Kühlschranks ist ein aus Polystyrol gespritzter Kühlgutbehälter 2 eingesetzt. Der Raum zwischen Gehäuse und Kühlgutbehälter ist mit Isoliermaterial 3 gefüllt. Der Rand 4 des Kühlgutbehälters 2 ist flanschartig nach aussen gebogen und mit Klemmfahnen 5 am Rand 6 der Öffnung des Gehäuses festgespannt. An der Aussenseite seiner Rückwand 7 trägt der Kühlgutbehälter Hohlzapfen 8, die bei der Herstellung des Kühlgutbehälters mit angespritzt worden sind. In den zunächst gewindelosen Längskanal dieser Hohlzapfen sind Schrauben 9 mit selbstschneidendem Gewinde eingedreht, deren Schäfte durch die Rückwand des Aussengehäuses 1 hindurchgesteckt sind, so dass der Kühlgutbehälter 2 nicht nur an seinem Rand, sondern auch dort, wo er die Zapfen 8 hat, mit dem Aussengehäuse verbunden ist.
Um zu vermeiden, dass dort, wo an der Aussenwand des Kühlgutbehälters Zapfen mit angespritzt sind, beim Spritzvorgang oder beim Abkühlen nach dem Spritzen lunkerartige Einfallstellen an der Wurzel die-
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ser Zapfen oder Einschnürungen an der Innenseite des Behälters entstehen, wird die Wandstärke der an- gespritzten Zapfen überall etwa gleich wie die Wanddicke ihrer sie tragenden Wandzone des Kühlgutbe- hälters ausgeführt. Bei Hohlzapfen, deren Aussendurchmesser aus Festigkeitsgründen grösser ist als die
Summe des Höhlungsdurchmessers und der doppelten Wandstärke der die Zapfen tragenden Wandzonen des
Kühlgutbehälters, lässt sich diese Bedingung nur einhalten, wenn man die gespritzte Zapfenform ent- sprechend gestaltet.
Beim Beispiel nach Fig. 2 ist zur Erzielung der günstigen Spritzwandstärke des Zapfens die Zapfen- höhlung im Durchmesser entsprechend gross gewählt und dann anschliessend an den Spritzvorgang mit einer Kunststoffbüchse 20 ausgefüttert, die in die Zapfenhöhlung eingeklebt ist und'in deren Längsbohrung
21 sich die Schraube 9 beim Eindrehen ihr Muttergewinde selbst einschneidet.
Beim Beispiel nach Fig. 3 und 4 hat der Hohlzapfen 8 sechs Längsrippen 30, die sich vom Zapfen- mantel radial gegen die Zapfenmitte zu erstrecken und deren innere Endflächen die Angriffsflächen für das selbstschneidende Gewinde der Schraube 9 bilden. Die Wandstärke des Zapfenmantels und der Rip- pen ist etwa gleich der Wandstärke des Kühlgutbehälters, so dass Stellen mit Stoffanhäufung, die zu Ein- fallstellenoder Einschnürungen führen könnten, vermieden sind. Bei den Beispielen nach den Fig. 5,6 und
7 ist der im Aussendurchmesser verhältnismässig dicke Hohlzapfen durch entsprechende Verrippung oder durch Längskanäle ebenfalls so ausgespart, dass Stoffanhäufungen vermieden sind.
Es ist vorteilhaft, die Zapfen in den Eckzonen des Kühlgutbehälters anzuspritzen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Kühlmöbel, insbesondere Kühlschrank, mitindas Gehäuse eingesetztem, aus Kunststoff im Spritzverfahren hergestelltem Kühlgutbehälter, dessen Rand mit demjenigen der Gehäuseöffnung verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Kühlgutbehälter (2) mindestens einen in den zwischen ihm und dem Gehäuse befindlichen Isolierspalt hineinragenden Hohlzapfen (8) trägt, der bei Herstellung des Behälters mit angespritzt und in welchen eine von aussen durch das Gehäuse hindurchragende Schraube (9) eindrehbar ist, die sich dabei ihr Muttergewinde selbst schneidet.