AT227668B - Verfahren zur photochemischen Oxydation von NO zu NO2 - Google Patents

Verfahren zur photochemischen Oxydation von NO zu NO2

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AT227668B AT573861A AT573861A AT227668B AT 227668 B AT227668 B AT 227668B AT 573861 A AT573861 A AT 573861A AT 573861 A AT573861 A AT 573861A AT 227668 B AT227668 B AT 227668B
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur photochemischen Oxydation von NO zu   N02   
Es wurde bereits vorgeschlagen, die in Steinkohlegas (Kokereigas) vorkommende Verunreinigung von NO-die durch dieses NO verursachte Harzbildung führt zu Verstopfungsschwierigkeiten-zu entfernen, indem man dieses NO mit Ozon schnell zu   N02   oxydiert, das anschliessend entweder als solches oder in Form harzartiger Produkte, welche durch Reaktion mit im Gas gleichfalls vorhandenen Diolefinen anfallen, ausgewaschen wird. Es wurde dabei vorgeschlagen, das benötigte Ozon im Gas durch Bestrahlung mit ultraviolettem Licht zu erzeugen, wobei dann der im Gas vorhandene Sauerstoff zum Teile in Ozon umgesetzt wird. 



   Zur Bildung von Ozon mittels Bestrahlung von Sauerstoff mit ultraviolettem Licht braucht man Licht, dessen Wellenlänge rund   1850A   beträgt. oder wenigstens unter 2000A liegen soll. Wie sich herausgestellt 
 EMI1.1 
 Gas sehr niedrig ist, nämlich   0, 5 Vol.-%.   



   Es gibt Anlass zu der Annahme, dass die photochemische Oxydation von NO in Steinkohlegas nicht unmittelbar zu N02 führt, sondern dass diese Oxydation über ein Diolefinperoxyd erfolgt, wobei die Bildung dieses Diolefinperoxyds geschwindigkeitsbestimmend ist für den Oxydationsprozess (Het Gas 1944, Seite 87).

   Der Reaktionsmechanismus könnte sodann durch nachfolgende Gleichungen, in denen D ein Diolefin ist, dargestellt werden : 
 EMI1.2 
 
Es wurde nunmehr gefunden, dass   diese, Primärreaktion,   die Bildung des Peroxyds und infolgedessen auch die Oxydation von NO zu N02 besonders schnell vor sich geht, falls das kohlenmonoxyd-, sauerstoffund diolefinhaltige Gas mit ultraviolettem Licht von einer solchen Wellenlänge bestrahlt wird, dass sich kein Ozon bildet, wobei die Grössenordnung dieser Wellenlänge dem Höchstwert der Extinktionskurve des im Gas befindlichen Diolefins entsprechen soll. 



   Der Einfluss der Wellenlänge auf die Oxydation wurde ermittelt, indem man das Gas mit ultraviolettem Licht bestrahlt, aus dem durch Filtrierwirkung bestimmte Wellenlängen entfernt waren. So zeigte sich, dass bei Anwesenheit von Butadien als Diolefin nur Oxydation von NO auftrat, wenn es im ultravioletten Licht Wellenlängen von 2050 bis 2200A gab. Enthielt das Gas viel Cyclopentadien statt Butadien, so musste man sich eines ultravioletten Lichtes mit einer Wellenlänge von 2400 bis 2500A bedienen. Die erforderlichen Wellenlängen entsprechen dem Höchstwert der Extinktionskurve des betreffenden Diolefins. 
 EMI1.3 
    3 Vol.-% 02, einer(2, 0x10- mMol,   entsprechend 0, 25 p. p. m. ) bestehendes Gemisch und eine variable Menge Butadien mit einem ultravioletten Licht mit Wellenlängen zwischen 2050 und 3500A bestrahlt wird.

   Das Gasgemisch strömt dabei mit einer Durchsatzleistung von 60   l/h   durch ein Quarzrohr von 250 mm Länge und 20 mm Durchmesser. 



   Die Ergebnisse sind in nachstehender Tabelle zusammengetragen. 
 EMI1.4 
 
<tb> 
<tb> 



  Zuruckgefundenes <SEP> NOa <SEP> in <SEP> %
<tb> Anwesendes <SEP> Anwesendes <SEP> No <SEP> der <SEP> masimal <SEP> erreichbaren
<tb> Butadien <SEP> in <SEP> mMol <SEP> Menge <SEP> (2.0#10-3 <SEP> mMoli <SEP> also
<tb> in <SEP> Vol.-% <SEP> auch <SEP> keine <SEP> Ozonbildung) <SEP> 
<tb> 0, <SEP> 0 <SEP> 2, <SEP> 0x <SEP> 10-4 <SEP> 0
<tb> 0, <SEP> 001 <SEP> 2, <SEP> 0x10-4 <SEP> 64
<tb> 0, <SEP> 005 <SEP> 2, <SEP> 0x10-4 <SEP> 100
<tb> 0, <SEP> 01 <SEP> I <SEP> 2, <SEP> 0 <SEP> X <SEP> 103 <SEP> 100
<tb> 0, <SEP> 05 <SEP> I <SEP> 2, <SEP> 0 <SEP> X <SEP> 10-4 <SEP> 100
<tb> 0, <SEP> 1 <SEP> 2, <SEP> 0x10-4 <SEP> 100
<tb> 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
Die erfindungsgemässe photochemische Oxydation von NO zu   N02   kann sowohl bei der analytischen Bestimmung von NO in Gasgemischen wie bei der Entfernung von NO aus diesen Gasgemischen Anwendung finden. 



   Man braucht nur dafür Sorge zu tragen, dass diesen Gasgemischen, wenn sie nicht von Natur bereits über eine genügende Menge Diolefine und Sauerstoff verfügen, diese Stoffe nachträglich zugesetzt werden. Geeignete Diolefine sind z. B. : 1-3 Butadien, 1-2 Butadien, Trans 1-3 Pentadien, Cis 1-3 Pentadien, 1-3 Cyclopentadien. Eine wichtige technische Anwendung ist die schnelle Oxydation von NO in Steinkohlegas und die anschliessende Auswaschung von   N02, gegenbenenfalls   eine Auswaschung von harzbildenden Bestandteilen, die sich mit N02 gebildet haben und mit Hilfe von Öl aus dem Gas ausgewaschen werden. 



   PATENTANSPRÜCHE : 
1. Verfahren zur photochemischen Oxydation von NO zu N02 in diolefin- und sauerstoffhaltigen Gasgemischen mit ultraviolettem Licht, insbesondere bei der analytischen Bestimmung von NO oder bei der Entfernung von NO, z. B. aus Kokereigas, dadurch gekennzeichnet, dass Licht von einer Wellenlänge aus dem Gebiet von 2000 bis 3000A angewandt wird.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die angewandten Wellenlängen dem Höchstwert der Extinktionskurve des im Gas befindlichen Diolefins entsprechen.
    3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass man bei Anwesenheit von viel Butadien als Diolefin Licht mit einer Wellenlänge von 2050 bis 2200A und bei Anwesenheit von viel Cyclopentadien als Diolefin Licht mit einer Wellenlänge von 2400 bis 2500A anwendet.
AT573861A 1960-07-28 1961-07-25 Verfahren zur photochemischen Oxydation von NO zu NO2 AT227668B (de)

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