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Vorrichtung zum Befestigen von Klebeetiketten an Paketen
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ihren richtigen Bahnen gehalten. Die vorstehend beschriebene Vorrichtung zur Zuführung von Etiketten kann für Etiketten jeder Art verwendet werden. Wenn jedoch Steuermarken verwendet werden, ist eine derartige Zuführungsanordnung unbedingt erforderlich, weil Steuermarken einen Geldwert darstellen und gewöhnlich von Bögen abgetrennt werden. Eine Maschine dieser Art verbraucht eine grosse Zahl derartiger
Marken und es wäre sehr schwierig, die Marken von Rollen genau zuzuführen, selbst wenn derartige Rol- len vorhanden wären, weil infolge des Wertes der Marke genau geschnitten werden muss.
Wenn dagegen ein Zieretikett verwendet wird, kann man mit einer Streifenzuführungsvorrichtung ar- beiten, wie in Fig. 4 gezeigt ist. Diese Figur ist nur ein Schema, weil die Zuführung eines Streifens an sich gut bekannt ist. Die Saugtrommel l ist weggebrochen dargestellt. Über ihr ist eine andere Saug- trommel 40 angeordnet, die ebensoviele Saugöffnungen hat wie die Trommel 1 oder auf jeden Fall mit einer solchen Geschwindigkeit angetrieben wird, dass Saugöffnungen in entsprechender Anzahl die Be- rührungsstelle zwischen den Trommeln passieren. Die Trommel 40 ist eine Schneidtrommel, weil in- folge des Bandes 27 auf der Trommel 1 der Fig. ] keine Etikette abgeschnitten werden könnten. Oberhalb der Trommel 40 ist eine Schneidrolle 41 mit Schneidmessern 42 vorgesehen.
Die Schneidrolle 41 wird mit der doppelten Geschwindigkeit der Trommel 40 angetrieben, so dass die Etikette mit der erforderli- chen Geschwindigkeit abgeschnitten werden.
Das Etikettenmaterial wird von einer Haspel 46 abgezogen und wandert durch eine Druckvorrichtung
43, die eine Druckwalze 44 aufweist, welche die Unterseite des Etiketts bedruckt. Die übrigen Teile der
Druckvorrichtung sind üblich ausgebildet und brauchen nicht beschrieben zu werden. Der Streifen wird mit Hilfe von zwei Druckwalzen 45 vorgeschoben, die in einem solchen Abstand von der Druckvorrich- tung angeordnet sind, dass der bedruckte Streifen trocknen kann. Die Walzen 45 werden mit einer solchen Geschwindigkeit angetrieben, dass die Geschwindigkeit des Streifens kleiner ist als die Umfangsgeschwin- digkeit der Trommel 40. Sobald daher vom Vorderende des Streifens ein Etikett abgeschnitten ist und durch die Saugwirkung an der Trommel festgehalten wird, bewegt sich dieses Etikett vor dem ihm nachfolgenden Streifen her, dessen Geschwindigkeit durch die Walzen 45 bestimmt wird.
Die Vorschubwal- zen 45 sind so nahe wie möglich am Klemmspalt zwischen der Trommel 40 und der Rolle 41 angeordnet.
Nach dem Abschneiden eines Etiketts bleibt das vordere Ende des Streifens in der Nähe der Trommel 40 und wird sofort von dem nächsten Satz der Saugöffnungen erfasst, wenn diese den Streifen erreichen.
Die in Fig. 5 - 8 gezeigte Vorrichtung ist in vielen Punkten der vorstehend beschriebenen ähnlich.
Um einen Vergleich zu vereinfachen, sind Teile, welche ähnliche Funktionen haben, mit Bezugszeichen versehen, die um 100 höher sind als in den vorherigen Figuren.
In diesem Fall entfernt eine Saugtrommel 101 Etikette L von einem schrägliegenden Stapel 102 in einem Magazin 103. Das Magazin ist bei 50 schwenkbar gelagert und bewegt sich wie nachstehend beschrieben auf und ab, so dass ein von dem Stapel entferntes Etikett den Bewegungen der Trommel folgt.
Die Trommel ist wie vorher mit Saugöffnungen versehen, weil in diesem Fall jeder Satz von Saugöffnun- gen aus den vorstehend angegebenen Gründen seinen eigenen Saugkanal hat. Die Öffnungen sind mit 105, 105A, 106,106A und die Kanäle mit 107, 107A, 108,108A bezeichnet.
Wenn die Trommel von dem Stapel ein Etikett abgenommen hat, wandert dieses an einem Gummierrad 109 vorbei, dass in einer Klebstoffschale 110 umläuft, die von einem Behälter 51 jener Art gespeist wird, wie sie auch für Vogeltränken verwendet werden. Die Betätigung des Rades wird später beschrieben.
DiePaketeP werden rechtwinklig zur Zeichenebene in die Vorrichtung eingebracht und bewegen sich dabei in einer Kolonne P. C. zu dieser Ebene hin aufwärts. Wie vorher kommen die Pakete wieder auf einer Plattformfläche 114 an und werden mit Hilfe von Schuborganen 115 in Fig. 5 nach rechts bewegt.
Diese Schuborgane 115 sind in Abständen voneinander angeordnet und werden von einer nicht gezeigten, horizontalen Kette getragen, an der sie wie bei Kettenförderern üblich mit Klötzen 52 befestigt sind. Der Förderer bewegt sich mit einer solchen Geschwindigkeit, dass jedesmal, wenn ein Satz von Saugöffnungen in einer Stellung ist, in der ein Etikett auf ein Paket aufgelegt werden kann, ein Paket an der Trommel 101 vorbeiwandert. Schliesslich schieben die Schuborgane die Pakete auf ein Band 122, das von einer nachstehend ausführlicher beschriebenen, zusammengesetzten Platte 123 getragen wird. Ein oberes Band 124 wirkt mit dem Band 122 in der vorstehend beschriebenen Weise zusammen.
Während ihrer weiteren Förderung wandern die Pakete an einem Faltorgan 125 vorbei, das wie vorstehend beschrieben das Band 124 abstützt und faltet, wodurch das Etikett auf die Seiten des Paketes heruntergefaltet und an den Oberteil des Paketes angepresst wird. Aus den vorstehend angegebenen Gründen sind Bandführungsschuhe 138 vorgesehen.
Wenn ein von der Trommel mitgenommenes Etikett die Stelle erreicht, an der es auf ein Paket auf-
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gelegt werden soll, wird das Etikett wie vorstehend beschrieben mittels eines schmalen Bandes 127 von der
Trommel abgestreift. Aus den vorstehend angegebenen Gründen ist auch eine Andrückzunge vorgesehen.
Das Falten des Etiketts erfolgt in der vorstehend beschriebenen Weise und braucht nicht noch einmal er- läutert zu werden. In der Bewegungsrichtung der Pakete knapp hinter der Zunge ist eine kleine Rolle 130 angeordnet, um die das Band 124 herumläuft. Die Antriebe sind in Fig. 5 nicht dargestellt, weil sie im wesentlichen ebenso vorgesehen sind wie bisher und ihre Darstellung nur die Übersichtlichkeit der Zeich- nung beeinträchtigen würde. Die Bandantriebsrollen sind jedoch bei 136 und 137 dargestellt, und es sind verschiedene Riemenspanner gezeigt.
Vorstehend wurde die Ausbildung und Wirkungsweise der Vorrichtung nach Fig. 5 im allgemeinen be- schrieben. Nachstehend werden andere Einzelheiten besprochen.
Die Klebstoffschale 110 ist bei 53 schwenkbar gelagert und trachtet, unter der Wirkung ihres Eigen- gewichtes in der dargestelltenBetriebsstellung zu bleiben. Wenn die Maschine jedoch zum Stehen kommt, während ein Etikett gerade, wie dargestellt, gummiert wird, und die Maschine eine Zeitlang in dieser
Stellung belassen wird, besteht die Möglichkeit, dass der Klebstoff trocknet und an dem Gummierrad an- klebt. Um das zu verhindern, wird bei jedem Abstellen der Maschine das Solenoid 54 eingeschaltet, so dass es seinen Anker 55 anzieht, der an einer Platte 56 befestigt ist, die an der Klebstoffschale angebracht ist, die somit beim Einschalten des Solenoids 54 aus ihrer Betriebsstellung herausbewegt wird. Um zu ver- hindern, dass dem Zug des Solenoiden ein übermässig grosses Gewicht entgegenwirkt, ist eine Gegenge- wichtsfeder 54A vorgesehen.
Wenn in der sich der Vorrichtung nähernden Kolonne P. C. ein Paket fehlt, wird die Lücke von einem nicht gezeigten Fühler festgestellt, der dann durch Betätigung eines nicht gezeigten Schalters ein Solenoid
57 einschaltet. Dies ist am besten aus Fig. 8 ersichtlich. Das Solenoid zieht dann seinen Anker 58 auf- wärts, und ein an diesem angebrachter Hebel 59 schwenkt um seine Achse 60 und verschiebt eine An- schlagleiste 61 in Fig. 8 nach links. Das obere Ende der Leiste ist dann unterhalb des Etikettenmagazins
103 angeordnet. Wie vorstehend erwähnt ist dieses bei 50 schwenkbar gelagert und wird durch eine Nocke
62 gehoben und gesenkt, die an einer Rolle 63 eines bei 65 schwenkbar gelagerten Hebels 64 angreift.
An dem Hebel 64 ist ein anderer Hebel 66 befestigt, an dessen freiem Ende eine Rolle 67 angeordnet ist, die eine Platte 103A berührt, welche an der Unterseite des Magazins angebracht ist, so dass dieses bei jeder Umdrehung der Nocke 62 bzw. bei jedem mit einem Etikett zu versehenen Paket einmal angehoben und einmal gesenkt wird. Solange das Magazin diese Bewegung ausführt, werden die Etikette der Saugtrommel zugeführt. Wenn die Anschlagleiste 61 jedoch die Abwärtsbewegung des Magazins verhindert, entnimmt die Trommel kein Etikett. Natürlich sind die Bewegungen der Teile so aufeinander abgestimmt, dass das Etikett, das von der Trommel nicht entnommen werden kann, dem fehlenden Paket entspricht.
Eine bei 69 schwenkbar gelagerte Klinke 68, an deren Hebel 70 eine Nockenrolle 71 befestigt ist, wird von einer Nocke 72 mit vier Erhöhungen, einer pro Paket, bei jedem Paket einmal verschwenkt. Eine Lücke in der Zuführung kann natürlich in jedem Augenblick auftreten. Da das Magazin gleichförmig angehoben und gesenkt wird, könnte es vorkommen, dass die Anschlagleiste gegen die Seite des Magazins geschoben wird und nicht unter dasselbe gelangen kann. Aus diesem Grunde ist die Anschlagleiste mit einer Feder 73 und einer Anschlagschraube 74 versehen, wobei letztere auch eine kleine Verstellung der Anschlagleiste um ihre Schwenkachse 61A gestattet.
Wenn das Solenoid 57 jetzt zu einem Zeitpunkt eingeschaltet wird, in dem die Anschlagleiste nicht unter die Platte 103A gelangen kann, wird die Feder 73 zusammengedrückt und springt die Leiste unter die Platte, sobald sich diese in einer Stellung befindet, in der dies möglich ist. Da das Solenoid nur während eines sehr kurzen Zeitraumes eingeschaltet ist und die Zuführung der Etikette während eines Arbeitspieles (oder dem Vorbeigang eines Paketes an der Etikettaufbringungsstelle) unterbrochen werden muss, muss das Magazin länger oben gehalten werden, als die Einschaltung des Solenoids andauert. Aus diesem Grunde ist die Klinke 68 vorgesehen, die einmal in jedem Arbeitsspiel in die Eingriffsstellung bewegt wird, um die Anschlagstange 61 während des erforderlichen Zeitraumes in ihrer Wirkstellung zu halten.
Die Konstruktion der Platte 123 ist am besten aus Fig. 6 oder 7 ersichtlich. Auf einer Stahlleiste 75 ist eine elastische Schichte 76, beispielsweise aus Schaumgummi, vorgesehen, die von einem sehr dünnen Federstahlstück abgedeckt wird, das die Fläche 77 bildet, so dass das Band 122 leicht darüber gleiten kann und die elastische Schicht gestattet, dass das Paket weiterwandert, obwohl der Abstand zwischen den Bändern 124 und 122 etwas kleiner ist als die Höhe der Pakete. Auf diese Weise wird auf das Paket ein sanfter elastischer Druck ausgeübt.
WennEtikette von einem Streifen abgeschnitten werden sollen, kann dieser wie vorstehend beschrieben bedruckt werden und können die Etikette mit einer Schneidvorrichtung 78 abgeschnitten werden, von
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der sie längs einer gegabelten Gleitbahn 79 in das Magazin gleiten. Der Stapel wird von einem Schieber 80 vorgeschoben, der durch die Gabel tritt, und wird im Stillstand von Sperrädern od. dgl. 81 in bekannter Weise gehalten.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zur Befestigung von Klebeetiketten an Paketen, bei welcher Mittel zur Bewegung eines Paketes in einer gegebenen Bahn vorgesehen sind und die ein biegsames Band auf weist, das sich mit dem Paket bewegt und so angeordnet ist, dass es eine Fläche des Paketes berührt und ein Klebeetikett in enger Berührung mit dieser Fläche hält, gekennzeichnet durch Mittel zum Falten wenigstens einer Seite des Bandes über eine der zuerstgenannten Fläche benachbarte Fläche des Paketes, so dass das Band mit dieser zweiten Fläche in enge Berührung kommt und einen überhängenden Teil des Etiketts bis zur Berührung mit der zweiten Fläche faltet und daran befestigt.