AT22747B - Polygonale Meßwalze für Maschinen zum genauen Messen leicht dehnbarer Stoffe und zum Aufdrucken der Masse auf dieselben. - Google Patents

Polygonale Meßwalze für Maschinen zum genauen Messen leicht dehnbarer Stoffe und zum Aufdrucken der Masse auf dieselben.

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AT22747B
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Franz Lehmann
Anton Von Kempen
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Franz Lehmann
Anton Von Kempen
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  Polygonale Messwalze für Maschinen zum genauen Messen leicht dehnbarer Stoffe und zum Aufdrucken der Masse auf dieselben. 



   Der Erfindungsgegenstand, eine polygonale Messwalze, hat den Zweck, bei Maschinen zum Messen von Stoffen und zum Aufdrucken der Masse ein bisher nicht erreichtes genaues
Messen von leicht dehnbaren und empfindlichen Stoffen, wie z. B. Florstoffen, zu ermöglichen und   ausserdem   diese Stoffe nach den verschiedenen, mehr oder weniger untereinander ab- weichenden   Masseinheiten   der verschiedenen Staaten auf ein und derselben Maschine ver- messen zu können. 



   Die Genauigkeit der Messung wird erreicht infolge der eigenartigen Wirkungsweise der neuen Messwalze, welche den Stoff durch aus ihren Kanten im geeigneten Moment hervortretende feine Nadeln selbsttätig erfasst und ihn unter einem periodisch auf und nieder bewegten Zahlenstempel vorbeitransportiert, wobei sich der Stoff aus dem lose hängenden Zustand nur durch das Eigengewicht des lose vom Stoffballen abgewickelten kurzen und   freihängenden   Stückes auf die jeweilig obere Seite der   Messwalze legt, um   sodann beim Weiterbewegen dieser oberen Seite durch rechtzeitiges Zurückziehen der Nadeln selbsttätig zum Abfallen freigegeben zu werden.

   Infolge dieser Wirkungsweise verbleibt der Stoff während der Messung in seiner   natürlichen   Ausdehnung, was zur Genauigkeit der Messung von leicht dehnbaren Stoffen durchaus notwendig ist. Ein Zerdrücken bezw. Zer- reissen des Stoffes wird vollständig vermieden durch Fortfall der bei bekannten Maschinen vorhandenen und notwendigen Transportwalzen und Spannrollen. 



   Die Verwendbarkeit ein und derselben   Messwalze   zum Messen des Stoffes in ver-   schiedenen Masseinheiten   wird dadurch ermöglicht, dass zwei gegenüberliegende Wände der
Walze mit den übrigen Wänden in derartig beweglicher Verbindung stehen, dass die ersteren   mehr   oder weniger nach aussen geklappt oder gerückt und alsdann festgestellt werden können, wobei durch die hiedurch entstehende Veränderung des Umfanges der Walze, die
Stempelung genau in den beabsichtigten Masseinheiten erfolgen kann. Naturgemäss darf bei dieser   Ausführung   der Walze die   Stempelung   nur auf den beiden unveränderlichen Wänden erfolgen. 



   Da die Messwalze auch ohne die Anordnung der verstellbaren Wände in solchen   Falten, wo auf Messung   in   verschiedenen Masseinheiten   nicht Anspruch gemacht wird, eine ausreichende Wirkung gibt, ist die Messwalze auf den Zeichnungen in zwei verschiedenen Ausführungsformen dargestellt worden. 



   Die eine Ausführungsform, bei welcher nur die   Nadelgreifvorrichtung angewendet   ist, wird durch die Fig.   l-H   veranschaulicht. 



   Fig. 1 zeigt die   Messwalze   an der Maschine in Stirnansicht. 



   Fig. 2 dieselbe in gleicher Ansicht bei Freilegung des Betätigungsmechanismus für die Greifnadeln. 



   Fig. 3 zeigt das eine Ende der Messwalze mit dem   Nadelmechanismus   im Schnitt. 



   Die zweite Ausführungsform der Messwalze, bei welcher ausser dem Greifnadelmechanismus die verstellbaren Wände angeordnet sind, wird durch die Fig. 4 und   5   dargestellt. 



   Fig. 4 zeigt die Walze in Stirnansicht bei aufgeklappter Stellung der Wände, während Fig. 5 die Walze in gleicher Ansicht bei geschlossener Stellung der Wände   darstellt.   

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    Die Einrichtung der Mosswalze   nach Fig. 1-8 ist folgendermassen geschaffen :
In dem Gestell a ist die Messwalze b'drehbar gelagert. 



   Dieselbe hat auf der Zeichnung einen quadratischen Querschnitt, doch kann dieselbe auch einen anderen polygonalen Querschnitt erhalten. Die Bewegung der Messwalze kann durch ein geeignetes Vorgelege bewirkt werden doch ist hiebei zu berücksichtigen, dass die Bewegung der Walze periodisch auf die Zeitdauer der   Stempc ! ung unterbrochen   wird, damit die Zahlen nicht verwischt erscheinen. 
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 der Messwalze b aus an den zur Achse parallelen Kanten nach aussen tretenden, beweglichen Greifnadeln i. Dieselben sind im Innern der   Messwalze   (siehe Fig. 2) mit dem einen Schenkel von Winkelhebeln   wl   gelenkig verbunden, die an dem eisernen   Gestellkreuz   der Messwalze b dtehbar gelagert sind.

   Die anderen Schenkel der Winkelhebel tragen Rollen   w2,   welche in der Nut je eines zu beiden Stirnseiten der   Messwalze   an dem Gestell bock a durch Stehbolzen al befestigten Kurvenringes a2 geführt werden und bei Drehung der Messwalze eine Bewegung der Winkelhebel   ! < um   ihre Drehachse und somit auch eine Bewegung der Nadeln i in radialer Richtung vermitteln.

   Die Kurve der Nut des Ringes a2 wird bei der praktischen Ausführung derart gewählt, dass die Nadeln stets, und zwar ziemlich plötzlich dann nach aussen treten, wenn die entsprechende Kante der Walze den höchsten Punkt ihres Weges erreicht hat, damit die Nadeln den Stoff ohne ihn zu verschieben leicht durchdringen können, während die Nadeln wieder beim Eintreffen derselben Kante in die   Ilorizontalebene   der Walzenachse ebenso plötzlich wieder zurücktreten, um don Stoff zum Abfallen von der Messwalze freizugeben. 



   Infolge dieser Wirkungsweise der Messwalze ist ebensowohl ein   Zerdrücken   des Stoffes, wie auch eine ungenaue Messung des Stoffes ausgeschlossen, da sämtliche bei bekannten
Maschinen angewendeten und daselbst auch erforderlichen   Führungs- und Spann rollen durch   die Greifvorrichtung der neuen Walze ersetzt werden und ein Zerren des Stoffes daher nicht stattfindet. Es soll hiebei noch erwähnt werden, dass an Stelle der Greifernadeln, welche den Stoff von unten durchdringen, leicht eine andere Greifvorrichtung angeordnet werden kann, welche die gleiche Wirkung der Walze hervorbringt. 



   Es lassen sich beispielsweise an Stelle der Nadeln gesetzte stärkere Drahtstäbe leicht mit kleinen, auf den Umfangsflächen der Walze zu beiden Seiten der   Stofflanten   beweglich gelagerten Winkelhebeln verbinden, deren einer Schenkel sich hei der geeigneten Stellung der Walze von der Seite aus auf den Stoff legen und denselben an der Walze festklemmen würde. 



   Die Einrichtung der in den Fig. 4 und 5 dargestellten   Ausführungsform   der Messwalze ist folgende :
Die beiden gegenüberliegenden Wände a sind mit den unveränderlichen Wänden   b   an den diagonal gegenüberliegenden Kanten   d   durch Scharniere verbunden. Den Scharnieren gegenüberliegend sind an den Wänden a nach innen gerichtete federnde Bleche c befestigt, die den beim Herausklappen der Wände   a   entstehenden Zwischenraum abdecken. Die Feststellung der beweglichen Wände wird durch Schleifen s und   Flügelschrauben f bewirkt.   



   Da sich die etwaigen eingangs erwähnten Differenzen der Masseinheiten in den verschiedenen Staaten stets nur in engen Grenzen bewegen, ist eine Verstellung der Wände nur um wenige Grade erforderlich. 



   Es ist leicht einzusehen, dass an Stelle des Scharnieres an jeder beweglichen Wand eine zweite Schleife oder eine andere geeignete Führung angeordnet werden kann, welche 
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PATENT-ANSPRÜCHE   :  
1. Polygonale   Messwalze   für Maschinen zum Messen leicht dehnbarer Stoffe und zum Aufdrucken der Masse auf dieselben, dadurch gekennzeichnet, dass zwecks Erzielung grösstmöglichster Genauigkeit beim Messen der Stoff von beim Umlauf der Messwalze aus den Kanten derselben hervortretenden Nadeln   (i)     selbsttätig   erfasst und mitgenommen, alsdann zum Zwecke des Ablegens durch   Rücktritt   der Nadeln wieder freigegeben wird. 

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Claims (1)

  1. 2. Eine Ausführungsform der unter 1 beanspruchten Messwalze, dadurch gekennzeichnet, dass zwei gegenüberliegende Wände (a) derselben derart beweglich und feststellbar angeordnet sind, dass durch Herausklappen oder Herausrücken der Wände der Umfang der Walze mehr oder weniger verändert werden kann, zu dem Zwecke, Stoffe nach verschiedenen Masseinheiten mit ein und derselben Walze messen zu können. **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
AT22747D 1898-01-31 Polygonale Meßwalze für Maschinen zum genauen Messen leicht dehnbarer Stoffe und zum Aufdrucken der Masse auf dieselben. AT22747B (de)

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