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Schrank mit in einer geschlossenen Bahn umlaufenden Fächern zur Aufbewahrung von Karteikarten od. dgl.
Die Erfindung betrifft einen Schrank mit in einer geschlossenen Bahn umlaufenden Fächern zur Auf- bewahrung vonkarteikarten od. dgl. deren Antrieb durch einen Elektromotor über ein Getriebe und wahl- weise durch eine auf einen Teil des Getriebes aufsteckbare Handkurbel erfolgt.
Bei bekannten Bauarten greift die Handkurbel an einer Stelle des Getriebes an, an der die Motordreh- zahl bereits stark reduziert ist. Es muss daher an der Handkurbel eine beträchtliche Kraft aufgewendet werden. Ferner ist bekannt zwischen der Handkurbel und dem Motorgetriebe ein besonderes Zwischen- getriebe vorzusehen. Dies bedeutet aber eine erhebliche Verteuerung des Gerätes, die bei einer nur ver- hältnismässig selten erforderlichen Hilfseinrichtung nicht tragbar ist.
Die Erfindung besteht darin, dass die Welle der Handkurbel unmittelbar mit dem Achsstummel des
Elektromotors in an sich bekannter Weise kuppelbar ist. Es steht somit bei Handantrieb die gesamte nor- male Untersetzung zur Verfügung, so dass an der Handkurbel nur eine geringe Kraft aufgewendet werden muss. Da es sich um einen nur selten erforderlichen Hilfsantrieb handelt, spielt die Zeit keine so erhebliche Rolle. Die erfindungsgemässe Lösung ist dabei äusserst billig. Die Welle der Handkurbel kann in einem im Gehäuse des Schrankes befestigtem Rohr geführt sein, das je nach der Lage des Motors in der vorderen oder oberen Wand des Schrankes mündet. Der Handantrieb benötigt also keinen zusätzlichen Bedienungsraum.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ragt in das Rohr ein an diesem gelagerter Schalthebel eines im Stromkreis des Elektromotors liegenden Schalters, der bei Einführen der Welle der Handkurbel verschwenkt wird und den Schalter betätigt. Hiedurch ist ein Schutz der Bedienungsperson erreicht, falls der Strom im Netz unerwartet wieder zur Verfügung steht. Hiebei kann der Schalter bei Freigabe des Schalthebels durch die Welle der Handkurbel selbsttätig, beispielsweise durch Federkraft, in die Einschaltstellung bewegbar sein.
An Hand der in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiele wird die Erfindung näher erläutert. Die Fig. 1 und 2 zeigen einen Schrank mit in einer geschlossenen Bahn umlaufenden Fächern bzw. Wannen 1 zur Aufbewahrung von Karteikarten od. dgl. Die Fächer können durch einen Elektromotor 2 in Umlauf gesetzt werden, um die Fächer wahlweise in die geeignete Lage zum Arbeitstisch zu bewegen. Beistromausfall wird diese Bewegung mittels einer Handkurbel 3 bewirkt, deren Welle in ein in dem Gehäuse des Schrankes befestigtes Rohr 4 eingesteckt und hiebei mit dem Achsstummel des Motors gekuppelt wird. Ein Auskuppeln des Motors oder sonstige zeitraubende Massnahmen sind hiezu nicht erforderlich.
Das Rohr 4 besteht vorzugsweise aus einem Kunststoff. Fig. 1 unterscheidet sich im Prinzip von Fig. 2 nur dadurch, dass im ersten Fall die Handkurbel 3 von oben und im andern Fall von vorn eingeftthrtist.
Eine Einführung der Handkurbel von oben ist im allgemeinen zweckmässiger, weil sie in dieser Lage bequemer betätigt werden kann. Das Rohr in Fig. 2 ist dagegen kürzer, weil der Abstand des Motors von der Gehäusewand geringer ist.
Fig. 3 zeigt in vergrösserter Darstellung zwei Aus. ührungsbeispiele für die Kupplung der Welle der Handkurbel 3 mit dem Achsstummel 5 des Motors 2. Fig. 3a zeigt eine Kupplung für Motoren, deren Achstummel aus dem Motorgehäuse ragt. Der Achsstummel trägt in diesem Falle einen durchgehenden, auf beiden Seiten vorstehenden Bolzen 6, der mit Aussparungen 7 an der Stirnseite der Welle der Handkurbel zusammenwirkt. In Fig. 3b ist'die Stirnseite der Welle der Handkurbel schraubenzieherartig ausgebildet und greift in eine entsprechende Aussparung in der mit dem Motorgehäuse abschliessenden Stirn-
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fläche des Achsstummels 5 ein. Diese Aussparung kann leicht an einem vorhandenen Motor nachträglich gebildet werden.
Fig. 4 zeigt ein Ausführungsbeispiel für die Anordnung eines Schalters nach der Erfindung, durch den bei Einführen der Handkurbel 3 in das Rohr 4 die Stromzuführung zum Elektromotor 2 mit Sicherheit unterbrochen wird. Am Gehäuse des Schalters 8 ist ein Schalthebel 9 beweglich und federnd so gelÅagert, dass er in deninnenraum des Rohres 4 ragt. Wird die Welle der Handkurbel in das Rohr eingeführt, so wird der Schalthebel 9 nach aussen gedrückt und betätigt einenDruckknopflO desSchalters 8, wodurch die Stromzufuhr zum Elektromotor 2 unterbrochen wird. Erst bei Herausziehen der Welle der Handkurbel aus dem Rohr wird diese Unterbrechung der Stromzuführungsleitung wieder aufgehoben. Dies erfolgt durch den federnd gelagerten Schalthebel. selbsttätig.
Falls die selbsttätige Wiederherstellung der Verbindung nicht erwünscht ist, wird der Schalter so ausgebildet, dass erst durch die Betätigung eines nicht dargestellten Druckknopfes an der Aussenwand des Gehäuses die Verbindung der Stromzuführungsleitung wiederhergestellt wird.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Schrank mit in einer geschlossenen Bahn umlaufenden Fächern zur Aufbewahrung von Karteikarten od. dgl., deren Antrieb durch einen Elektromotor über ein Getriebe und wahlweise durch eine auf einen Teil des Getriebes aufsteckbare Handkurbel erfolgt, dadurch gekennzeichnet, dass die Welle (3) der Handkurbel unmittelbar mit dem Achsstummel des Elektromotors (2) in an sich bekannter Weise kuppelbar ist.