AT225524B - Photographischer Blendenverschluß - Google Patents

Photographischer Blendenverschluß

Info

Publication number
AT225524B
AT225524B AT721559A AT721559A AT225524B AT 225524 B AT225524 B AT 225524B AT 721559 A AT721559 A AT 721559A AT 721559 A AT721559 A AT 721559A AT 225524 B AT225524 B AT 225524B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
lever
sector ring
sector
shutter
curve
Prior art date
Application number
AT721559A
Other languages
English (en)
Original Assignee
Agfa Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Agfa Ag filed Critical Agfa Ag
Priority to AT721559A priority Critical patent/AT225524B/de
Application granted granted Critical
Publication of AT225524B publication Critical patent/AT225524B/de

Links

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Photographischer Blendenverschluss   Gegenstand der Erfindung ist ein photographischer Blendenverschluss,   bei welchem die zum Öffnen und
Schliessen dienenden Verschlusssektoren gleichzeitig die Funktion der Blendenlamellen übernehmen. 



   In photographischen Kameras wird die Belichtung des Schichtträgers durch Blende und Belichtungszeit bestimmt. Bekannt ist es, Blende und Verschlusszeit getrennt voneinander einzustellen. Eine Kupplung von
Blenden-und Zeiteinstellung, z. B. unter Berücksichtigung eines gewählten Lichtwertes, ist gleichfalls be-   reitsbekannt. Weiterhinsind,   insbesondere im Zusammenhang mit automatischen Belichtungssteuerungen,
Konstruktionen bekannt, bei denen Blende und Verschlusszeit in Zuordnung zum gemessenen Lichtwert zwangsläufig entweder mittels   Abtast-und Nachführmechanik   von Hand oder durch selbsttätig mit der Verschlussauslösung in Gang setzbarem Federwerk eingestellt werden. In allen diesen Fällen ist neben dem
Verschluss noch eine zusätzliche Blende, z. B. Irisblende, im Strahlengang des Objektivs anzuordnen.

   Damit ist stets ein gewisser konstruktiver Aufwand und Platzbedarf verbunden. Eine Ausnahme hievon bilden lediglich sehr einfache Kameras, die nur mit einer einzigen Blende arbeiten. Ausserdem ist es noch bekannt, für Blende und Verschluss nur ein Lamellensystem zu verwenden, das auf zwei beweglichen Sek-   torenringen   gelagert ist, wobei die Blendenöffnung durch einen Stift unabhängig von der Belichtungszeit einstellbar und die Belichtungszeit durch ein pneumatisches Hemmwerk veränderbar ist. Auch hiebei können Blende und Zeit nur unabhängig voneinander eingestellt werden, so dass eine Kupplung eines solchen Verschlusses mit einem Belichtungsmesser nicht möglich ist. 



     Für programmgesteuerte   Kameras, insbesondere unter Verwendung von Belichtungsregelvorrichtungen mit elektrischem Belichtungsmesser, sind Verschlüsse der vorstehend aufgeführten Art nicht oder nur schwer verwendbar. Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, Blendenverschlüsse zu schaffen, denen das Steuerprogramm in Abhängigkeit vom Lichtwert bereits beigegeben ist. Gegenüber Verschluss-Blendenanordnungen, bei denen das Steuerprogramm in Abhängigkeit vom Lichtwert erst durch eine Lichtwertkupplung erzwungen werden muss, hat ein Blendenverschluss mit vorgegebenem Steuerprogramm den Vorteil einer ausserordentlich grossen Einfachheit und einer besonders einfachen Kupplungsmöglichkeit mit einem Belichtungsmesser. 



   Gemäss der Erfindung wird nun ein Verschluss der eingangs erwähnten Art vorgeschlagen, bei dem im Zuge des Steuersystems für den Ablaufwinkel des bzw. der Antriebsringe der Verschlusssektoren ein An-   schlagbzw. Antriebs- und Steuerhebel vorgesehen   ist, dessen Anschlag- bzw. Anlenkpunkt auf einem kurvenförmigen Teil des Hebels liegt und unterschiedlich einstellbare Abstände zur Schwenkachse aufweist, so dass sowohl die Öffnung der Verschlusssektoren als auch die Verschlusszeit in Abhängigkeit voneinander   veränderbar sind.

   Durch die   Veränderung der wirksamen Länge des Steuerhebels wird nämlich automatisch das Moment, welches die Schliessbewegung verursacht, im gewünschten und beschriebenen Sinn verändert, insbesondere dann, wenn infolge des verschieden grossen Öffnungsweges auch noch die einwirkenden   Ktäf-   te im gleichen Sinn verändert werden. Durch diese der wirksamen Länge des Steuerhebels und dem Ablaufweg des Sektorenringes zugeordnete Momentenänderung tritt aber eine entsprechende Belichtungszeit- 
 EMI1.1 
 erhebels abhängig ist.   Erfindungsgemäss   ist die Einstellung der Antriebs- und Steuerhebel durch einen mit einer Belichtungsregelvorrichtung zusammenwirkenden Abtasthebel bewirkbar. Gemäss der Erfindung ist der Steuerhebel Teil eines Kurbelgetriebes. 



     Gemäss einet bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist   ein Verschluss dieser Art mit zwei im Verschlussgehäuse drehbaren, unter Federwirkung stehenden, zum Öffnen und Schliessen der Sektoren gleich- 

 <Desc/Clms Page number 2> 

   sinnig   bewegten Sektorenringen gekennzeichnet, durch einen im Ablaufweg des ersten Sektorenrings ver- stellbarangeordnetenSteuerhebel, welcher durch seine Stellung die Blendenöffnungen bestimmt und beim
Auftreffen des ersten Sektorenringes-derart verstellbar ist, dass der erste Sektorenring in dieser Stellung blockiert und der zweite Sektorenring zur Ablaufbewegung zwecks Schliessens des Verschlusses freisetzbar ist.

   Gemäss einem weiteren Merkmal der Erfindung ist nach Ablauf des ersten Sektorenringes auf die   durch den Steuerhebel   eingestellte Offnung durch den ersten Sektorenring   mittelsdernoch   in der Antriebs- feder verbleibenden, je nach dieser Öffnung verschiedenen grossen Energie, der Sperrhebel für den zwei- ten Sektorenring verschieden schnell aushebbar. Erfindungsgemäss kann der Steuerhebel im schwenkba- ren Sperrhebel für den zweiten Sektorenring derart drehbar und exzentrisch gelagert sein, dass beim Auf- treffen des ersten Sektorenringes auf seine Kurve ein Drehmoment auf den Sperrhebel einwirkt, so dass durch   diesen der zweite Sektorenringfreisetzbar und anderseits der erste   Sektorenring an der Kurve blockierbar ist. 



   Gemäss einem weiteren Merkmal der Erfindung ist die Kurve des Steuerhebels als Stufenkurve aus- gebildet, wobei jedem Lichtwert eine bestimmte Stufe, welche in den Ablaufweg des ersten Sektorenrin- ges bzw. seines Lappens einschwenkbar ist, zugeordnet ist. Dabei ist es zweckmässig, dass ein nach einer
Skala, vorzugsweise einer Lichtwertskala, über eine Kurve einer Einstellscheibe einstellbarer Abtasthebel mit dem Steuerhebel in Eingriff steht. so dass bei seiner Verschwenkung eine entsprechende Stufe der Stu- fenkurve des Steuerhebels in den Ablaufweg des ersten Sektorenringes zustellbar ist.

   Vorteilhafterweise tastet der Abtasthebel erst zu Beginn der Betätigung eines Betätigungshebels unter der Wirkung einer Fe- der die Kurve der Einstellscheibe ab und stellt dabei den Steuerhebel ein und ist nach Verschlussablauf durch einen Zapfen des Betätigungshebels in die Ausgangslage zurückstellbar. 



   Der   erfindungsgemässe   Verschluss kann ausserdem dadurch gekennzeichnet sein, dass der Steuerhebel eine weitere Stufenkurve aufweist, welche durch den Betätigungsschieber zum Abtasten eines Zeigers eines Belichtungsmessers freigegeben wird und dabei die erste Stufenkurve in den Ablaufweg des ersten Sektorenringes einstellt. 



   Nach einer weiteren Ausführungsform des   Erfindungsgegenstandes ist für Blitzlfchtaufnahmen   eine Blen-   deneinstellscheibe vorgesehen,   durch welche über einen Hebel die automatische Belichtungsabtastung ausschaltbar und über eine Kurve die erste Stufenkurve entsprechend dem gewünschten Blendenwert einstellbar ist. Dabei ist es sinnvoll, dass weitere, mit der Einstellscheibe zusammenwirkende Hebel vorgesehen sind, durch welche bei Blitzlichtaufnahmen zur Erzielung der erforderlichen Verschlusszeit nach Erreichung der gewünschten Blendenöffnung eine vorübergehende gleichzeitige Bewegung beider Sektorenringe bewirkbar ist. 



   Das erfindungsgemässe Verschlussprinzip ist nicht auf Verschlüsse mit zwei Sektorenringen beschränkt. 



  Zur Erreichung der erfindungsgemässen Aufgabe bei einem Verschluss mit einem durch ein Antriebsorgan über Kurbeln hin- und herbewegten Sektorenring ist es gemäss der Erfindung zweckmässig, dass zwei Koppeln zwischen Antriebsorgan und Sektorenring angeordnet sind, die durch eine veränderlich einstellbare Schwinge verbunden sind. Die Schwinge kann dabei über einen mit dem Betätigungsschieber und dem Zeigereines Belichtungsmessers zusammenwirkenden Hebel einstellbar    sein. -Nach   einer ändern Ausführungform kann auchnoch ein mit der Schwinge zusammenwirkender, durch den Einstellhebel für die Schwinge gesteuerter Massehebel vorgesehen sein. 



   Gemäss einem ändern Merkmal der Erfindung können die Sektoren ähnlich den Lamellen einer Irisblende ausgebildet sein, und die Restöffnung durch eine zusätzliche Decklamelle, welche von den Sektorenringen steuerbar ist, abgedeckt werden. 



   Der Erfindung liegt der Gedanke zugrunde, durch eine funktionelle Verbindung von Blende und Verschluss zu besonders einfachen Konstruktionen mit geringem Fertigungsaufwand und Raumbedarf zu gelangen. Hiezu werden die Verschlusssektoren nur in einem Masse geöffnet, wie es die den Lichtverhältnissen anzupassende Blendeneinstellung erfordert. Dabei wird auch die Verschlusszeit beeinflusst in dem Sinne, dass bei wenig Licht sich eine weite Öffnung der Verschlusssektoren mit einer langen Öffnungszeit paart, während bei zunehmender Verbesserung   der Lichtverhältnisse, d. h., bei steigenden Lichtwerten,   sowohl Öffnung der Verschlusssektoren als auch Verschlusszeit vermindert werden. Dementsprechend ist bei einer photographischen Kamera nach dem Erfindungsgedanken nur eine Einstellung, z. B. nach Lichtwerten, erforderlich.

   Insbesondere aber ergibt sich der besondere Vorteil, dass ausser dem Verschluss keine zusätzliche Blende erforderlich ist. 
 EMI2.1 
    besonderer Vorteil des erfindungsgemässen BlendenverschlussesVorteilbestehtdarin, dass der Verschluss auch   als   Automatverschluss   ausgebildet werden kann. Es kann dann   die Abtastung des gemessenen Lichtwerts vom Belichtungsmesser innerhalb   des Spannbereichs des Verschlus- 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 
 EMI3.1 
 

 <Desc/Clms Page number 4> 

 Stift 27 kraftschlüssig in der Kulisse 28 des Abtasthebels 29 von diesem mitgenommen. Das Mass dieses Einschwenkens bestimmt Grösse und Dauer des Öffnens der Sektoren. Während der gemeinsamen Verschwenkbewegung der beiden Sektorenringe 3, 4 bleiben die Sektoren 7 geschlossen. 



   Nachdem Abreissen des Stiftes 12 des Sektorenringes 4 von der Schwinge 14 des Betätigungshebels 15 kann der Sektorenring 4 unter der Wirkung seiner Antriebsfeder 9 im Sinne des Uhrzeigers zurücklaufen, vgl. Fig. 3.. Dagegen wird der Sektorenring 3 in seiner Aufzugsstellung durch den Sperrhebel 23 zunächst noch gehalten, so dass durch die Ablaufbewegung des Sektorenringes 4 ein Öffnen der Sektoren erfolgt. Die Ablaufbewegung des Sektorenringes 4 wird nun durch die Zahnreihe 26 des Steuerhebels 25 vor Erreichen des Gehäuseanschlags 38 durch seinen Mitnehmer 10 dadurch'gestoppt, dass der Lappen 13 des Sektorenringes 4 gegen einen der Zähne aufläuft. Dabei können die Zähne so geformt sein, dass die Kraftwirkung 
 EMI4.1 
 unter der Wirkung seiner Antriebsfeder 8 nun ebenfalls im Sinne des Uhrzeigers zurücklaufen kann.

   Der Sperrhebel   23 läuft nach Freigabe des Sektorenringes   3 gegen einen Gehäuseanschlag 40, wodurch der Sektorenring 4 zum Stillstand kommt. Bei Stillstand des Sektorenringes 4 werden durch die Ablaufbewegung des Sektorenringes 3 die Sektoren 7 wieder geschlossen, bis auch der Sektorenring 3 durch Ablauf seines Mitnehmers 11 auf den Mitnehmer 10 des Sektorenringes 4 zum Stillstand kommt. 



   Nach erfolgter   Verschlussbetätigungläuftder   Betätigungshebel 15 unter der Wirkung seiner Rückstellfeder 18 bis gegen den Gehäuseanschlag 20 zurück. Dabei kann die Schwinge 14 den Stift 12 des Sektorenringes 4 durch Verschwenken um den Zapfen 17 passieren. Der Zapfen 17 wirkt auf den Arm 32 des Abtasthebels 29 ein und stellt diesen in seine Ausgangslage zurück. Hiedurch wird auch über die Zugfeder 35 der Steuerhebel 25 im Uhrzeigersinn verschwenkt, wodurch die Zahnreihe 26 aus   der Bewegungs-   bahn des Lappens 13 des Sektorenringes 4 gelangt. Der Sektorenring 4 kann dann inseine Ausgangslage unter der Wirkung seiner Antriebsfeder 9 weiterlaufen, d. h., bis zum Auflaufen seines Mitnehmers 10 auf den Gehäuseanschlag 38. Dieser Bewegung folgt gleichzeitig der Sektorenring 3 unter der Wirkung seiner Antriebsfeder 8.

   Dabei bleiben die Sektoren 7 geschlossen.   Bei dem niedrigsten einstellbaren Lichtwert, z. B.   9, wird die Verschwenkung des Abtasthebels so klein gehalten, dass nur der erste Zahn der Zahnreihe 26 des Steuerhebels 25 in die Bewegungsbahn des Lappens 13. des Sektorenringes 4 eintaucht. Dadurch läuft der Sektorenring 4 bis fast in seine Anschlaglage, bevor erdurch Verschwenken des Sperrhebels 23 den Sektorenring 3 freisetzt. Als Folge hievon. werden die Sektoren 7 bis über die freie Verschlussöffnung hinaus geöffnet, bis die Schliessbewegung derselben eingeleitet wird. Dies bedingt bei voller Verschlussöffnung eine verhältnismässig lange Verschlusszeit.

   Wird hingegen bei höheren   Lichtwerten   der Sektorenring 3 bereits dann freigesetzt, wenn die Sektoren erst einen Teil der Verschlussöffnung freigegeben haben, so bedingt dies neben der abblendenden Wirkung auch eine Verkürzung der Verschlusszeit, u. zw. nicht nur infolge der geringen   Öffnungs-und Schliesswege   bei gleichen   Federkräften. sondern   auch, weil die überschüssige Federkraft zur rascheren Betätigung der entsprechenden Hebel führt. Fig. 9 zeigt schematisch die für verschiedene Lichtwerteinstellungen sich ergebenden Verschlussdiagramme,   d. h.   den jeweiligen Verlauf der geöffneten Verschlussfläche (dargestellt durch die Blendenzahl) in Abhängigkeit von der Zeit. 



   In Fig. 4 ist eine mögliche Ausgestaltung des Erfindungsgegenstandes als photographische Kamera mit Belichtungsautomatik,   u. zw.   im Ruhezustand, dargestellt. Im Verschlussgehäuse 101 sind um eine Zentrierung 102 die Sektorenringe 103, 104 geführt, die Stifte   105. 106 für die Steuerung   der Sektoren 107 aufweisen. Die Sektorenringe 103, 104 stehen unter der Wirkung von Antriebsfedern 108, 109 und umfassen je   einen Mitnehmer 110, 111, mitwelchemsie   gegeneinander anliegen. Der Sektorenring 104 wird über dessen Mitnehmer 110 und damit auch der Sektorenring 103 durch einen Gehäuseanschlag 112 gehalten. Der Sektorenring 103 umfasst zwei hochgebogene Lappen 113, 114.

   Der Lappen 113 dient der Bewegungseinleitung vom Betätigungsschieber 115 her, der Lappen 114 wirkt beim Verschlussablauf mit dem Steuerhebel 116 zusammen. Der Sektorenring 103 weist eine Aussparung 117 auf, in die ein nach unten gebogener Lappen 118 des Sperrhebels 119 einfallen kann. Der Sperrhebel 119 ist um eine gehäusefeste Achse 120 schwenkbar und steht unter der Wirkung einer Rückstellfeder 121. Der Sperrhebel 119 umfasst noch einen Zapfen 122, um welchen der Steuerhebel 116 schwenkbar ist. Steuerhebel 116 und Sperrhebel 119 sind durch ein elastisches Glied, z. B. eine Schenkelfeder 123, gegeneinander verspannt. Der Steuerhebel 116 umfasst ausser einer Steuerkante 124 zur Bewegungseinleitung vom Übertragungshebel 125 her zwei Zahnreihen 126 und 127.

   Die Zahnreihe 126 wirkt mit dem Lappen   114 des Sektorenringes 104 zusammen,   wahrend die Zahnreihe 127 der Abtastung des Messwertes vom Lichtmesser 128, vorzugsweise einem Drehspul- 

 <Desc/Clms Page number 5> 

 instrument, dient. Der Zeiger 129 des Lichtmessers 128 bewegt sich dicht über einer Auflage 130, die mit dem Lichtmesser 128 fest verbunden ist. Der Lichtmesser 128 ist in Richtung der Zeigerachse mittels einer   Gehàusefuhrung   131   längs beweglich und   mit einer Gewindespindel 132 fest verbunden. Die Gewindespin- del 132 befindet sich in einer im Kameragehäuse 133 drehbaren   Spindelbüchse   134, welche eine Einstell- scheibe 135 mit einer   Filmempfindlichkeitsskala   umfasst.

   Der Betätigungsschieber 115 ist mittels Stiften
136 und Langlöchern 137 gegenüber dem Verschlussgehäuse 101 beweglich geführt und steht über eine Stift-
Schlitz-Verbindung 138, 139 mit dem Übertragungshebel 125 zwangsläufig im Eingriff. Der Betätigungs- schieber 115 wird durch eine am Übertragungshebel 125 angreifende Rückstellfeder 140 in seiner Ruhelage gehalten. Dieseristum eine gehäusefeste Achse 141 verschwenkbar. Der Übertragungshebel 125 wirkt mit einem Stift 142 auf die Steuerkante 124 des Steuerhebels 116 derart ein, dass die Zahnreihe 126 die Be- wegungsbahn des Lappens 114 des Sektorenringes 104 und die Zahnreihe 127 die Bewegungsbahn des Zei- gers 129 des Lichtmessers 128 freigibt. Dabei liegt der Sperrhebel 119 mit seinem Lappen 118 am Aussen- umfang des Sektorenringes 103 unter der Wirkung seiner Rückstellfeder 121 an.

   Um einen Zapfen 143 des
Betätigungsschiebers 115   drehbar geführt ist eine   Klinke 144, die unter der Wirkung einer Feder 145 gegen einen Anschlag 146 des Betätigungsschiebers 115 elastisch verspannt ist. Die Klinke 144 weist eine Arbeit- kante 147 auf, mit der sie auf den Lappen 113 des Sektorenringes 104 einwirken kann. sowie weiterhin ei- ne Steuerkante 148, die gegen Ende des Betätigungshubes auf einen gehäusefesten Steuerstift 149   aufläuft,   so dass die Klinke entgegen dem Uhrzeigersinn verschwenkt wird und ausser Eingriff mit dem Lappen 113 des Sektorenringes 104 gelangt (Abrisspunkt). 



   Zur Kamerabetätigung wird der Betätigungsschieber 115 in Richtung des Pfeiles 150 heruntergedrückt, vgl. Fig. 5. Dabei gelangt die Klinke 144 mit ihrer Arbeitskante 147 zum Eingriff mit dem Lappen 113 des Sektorenringes 104, wodurch dieser und über die Mitnehmer 110, 111 auch der Sektorenring 103 entgegen dem Sinne des Uhrzeigers unter Spannen der Antriebsfedern 108, 109 verschwenkt werden. In der gezeichneten Stellung ist die Klinke 144 mit ihrer Steuerkante 148 bereits auf den Steuerstift 149 aufgelaufen und gegenüber dem Betätigungsschieber 115 verschwenkt, so dass nach einer geringfügigen Weiterbewegung desselben Klinke 144 und Lappen 113 ihren Eingriff verlieren. Der Sektorenring 104 kann dann unter Wirkung seiner Antriebsfeder 109 im Uhrzeigersinn ablaufen.

   Durch die Abwärtsbewegung des Betätigungsschiebers 115 wird der Übertragungshebel 125 entgegen dem Uhrzeigersinn verschwenkt. Dabei folgt der Steuerhebel 116 mit seiner Steuerkante 124 dem Steuerstift 142 unter der Wirkung der Schenkelfeder 123. Der Zeiger 129 des Lichtmessers 128 hat sich in eine den gemessenen Lichtverhältnissen zugeordnete Lage gedreht. Er befindet sich in der Bewegungsbahn der Zahnreihe 127 und sperrt so in einer den ge-   messenen Lichtverhältnissen zugeordneten   Lage die Nachfolgebewegung des Steuerhebels 116. Dabei kann sich der leicht durchfedernde Zeiger 129 an der Auflage 130 abstützen. Damit gelangt die Zahnreihe 126 des Steuerhebels 116 in die Bewegungsbahn des Lappens 114 am Sektorenring 104.

   In der dargestellten Lage des Betätigungsschiebers 115 und der von diesem mitgenommenen Sektorenringe 103, 104, d. h. kurz   vor dem Abrisspunkt, ist der Sperrhebsl 119 mit   seinem Lappen 118 in die Aussparung 117 des Sektorenringes 103 eingefallen.   Bei einer geringfügigen   Weiterbewegung des Betätigungsschiebers 115 in Richtung des Pfeiles 150 gelangen Klinke 144 und Lappen 113 des Sektorenringes 104 ausser Eingriff. Der Sektorenring läuft im Uhrzeigersinn unter Wirkung seiner Antriebsfeder 109 los, während der Sektorenring 103 vom Sperrhebel 119 gehalten bleibt ; die Sektoren 107 beginnen zu öffnen.

   Die Offnungsbewegung der Sektoren 107 wird nun vorzeitig durch Auflaufen des Lappens 114 am Sektorenring 104 auf einen Zahn der Zahnreihe 126 des Steuerhebels beendet,   d. h.   der Verschluss wird nur zum Teil geöffnet, u. zw. in einem Ma- sse, wie es bei der mit dem Lichtmesser 128 gemessenen Beleuchtung erforderlich ist. Durch den Auflauf des Lappens 114 auf einen Zahn der Zahnreihe 126 wird auf den Sperrhebel 119 mit einem Moment eingewirkt, welches den Sperrhebel 119 entgegen dem Uhrzeigersinn verschwenkt, so dass der Sektorenring 103 vom Sperrhebel 119 freigesetzt wird und unter der Wirkung seiner Antriebsfeder 108 entgegen dem Uhrzeigersinn ablaufen kann. Hiedurch werden die Sektoren 107 geschlossen. 



     Bei Rückführung des Betätigungsschiebers   115 unter der Wirkung der am   Übertragungshebel125 angrei-     fendenRückstellfeder   140 läuft die Klinke 144   gegenden   Lappen 113 des Sektorenringes 104 und wird da-   bei durch diesen so   weit verschwenkt, dass die Rücklaufbewegung des Betätigungsschiebers 115 ungehindert bleibt. Der Stift 142 des Übertragungshebels 125 setzt wahrend der Rückführung wieder auf der Steuerkante 124 des Steuerhebels 166 aufundverschwenktdiesen entgegen dem Uhrzeigersinn. Damit wird der Zeiger 129 des Lichtmessers 128 wieder freigegeben. Gleichzeitig gelangt auch der Lappen 114 des Sektorenringes 104 ausser Eingriff mit dem Zahn der Zahnreihe 127.

   Infolgedessen können nunmehr beide Sektorenringe   103, 104   unter der Wirkung ihrer Antriebsfedern 108, 109 in ihre durch den   Gehäuseanschlag   112 gegebene Ausgangsstellung zurücklaufen. Da beide Sektorenringe gemeinsam zurücklaufen, bleiben die 

 <Desc/Clms Page number 6> 

 
Sektoren geschlossen. Der Ruhezustand, vgl.   Fig. 4,   ist wieder erreicht. 



   Den unterschiedlichen Filmempfindlichkeiten kann   z. B.   durch eine Höhenverstellung entsprochen werden. Durch eine Verdrehung der Einstellscheibe 135 wird über Spindelbüchse 134 und Gewindespindel
132 die Höhenlage des Lichtmessers 128 und mit diesem von Zeiger 129 und Auflage 130 beeinflusst. Da- mit ergeben sich bei gleichem Zeigerausschlag geringere oder grössere Öffnungen der Sektoren 107 und im   Zusammenhang damitkürzere   oder längere Verschlusszeiten, vgl. auch Fig. 9. Natürlich ist es auch mög- lich, an Stelle der Achsverschiebung des Lichtmessers 128 eine an sich bekannte Verdrehung des Instru- ments um die Instrumentenachse vorzunehmen, um die Filmempfindlichkeit entsprechend zu berücksich- tigen. 



   Eine Synchronisation des erfindungsgemässen Verschlusses bzw. der erfindungsgemässen Kamera mit   Lichtwertsteuerung bereitet für Elektronenblitzgeräte keine   grundsätzlichen Schwierigkeiten. So ist es bei- spielsweise möglich, das Verschwenken des Sperrhebels 23 bzw. 119 im Augenblick grösster Sektorenöff- nung zur Kontaktgabe zu benutzen. Dabei müsste in geeigneter Weise, z. B. durch einen mit dem Blitz- kontakt in Reihe gelegten Arbeitskontakt, eine vorzeitige Kontaktgabe durch den noch nicht eingefalle- nen Sperrhebel 23 bzw. 119 verhindert werden. Dies könnte beispielsweise dadurch geschehen, dass der
Arbeitskontakt vom Betätigungshebel 15 bzw. Betätigungsschieber 115 geschlossen wird, u. zw. erst nach dem Einfallen des Sperrhebels 23 bzw. 119. 



   Um nun auch die für Lampenblitz erforderliche Verschlusszeit von etwa 1/30 Sekunde für verschiede- ne Sektorenöffnungen (Blenden) verwirklichen zu können, bedarf es besonderer Massnahmen. In Fig. 6 ist eine mögliche Ausgestaltung des Erfindungsgegenstandes mit einer Zusatzeinrichtung für Umstellung von
Automatik auf Lampenblitzsynchronisation dargestellt, u. zw. im Ruhezustand. Bei dieser Darstellung sind aus Gründen der besseren Übersicht die eigentlichen Elemente für die Kontaktgabe nicht gezeigt. Für die- se gilt an sich das gleiche wie bei Synchronisation für Elektronenblitzgeräte. Gegenüber der Anordnung gemäss Fig. 4, gleiche Teile sind mit den gleichen Bezugsziffern wie dort versehen, sind noch vorgesehen eine Einstellscheibe 151, ein Zeigerausschwenkhebel 152 sowie ein um einen Zapfen 153 eines Umstellhebels 154 schwenkbarer Auswerfer 155.

   Die Einstellscheibe 151 liegt über der eigentlichen Verschlussmechanik. Sie besitzt ausser einer Einstellmarke A für Belichtungsautomatik eine Blendenskala 156 für Lampenblitzsynchronisation. Das Verschlussgehäuse 101 weist einen Zeiger 157 zum Ablesen der jeweiligen   Verschlusseinstellungaut.   Die Einstellscheibe 151 umfasst weiterhin je eine Steuerkurve 158 zum Einwirken auf den Zeigerausschwenkhebel 152, 159 zum Einwirken auf den Steuerhebel 116 und 160 zum Einwirken auf den   Umste11hebel   154. Der Zeigerausschwenkhebel 152 ist um einen gehäusefesten Zapfen
161. schwenkbar. Ersteht unter der Wirkung einer Rückstellfeder 162 und umfasst einen Stift 163, mit dem er an der Steuerkurve 158 der Einstellscheibe 151 anliegt.

   Die Steuerkurve 158 ist so ausgelegt, dass der Zeiger 129 des Lichtmessers 128 stets so weit aus dem Bewegungsbereich des Steuerhebels 116 vom Zeigerausschwenkhebel 152 geschwenkt wird, dass er von dem während der Kamerabetätigung bewegten Steuerhebel 116 nicht berührt wird. Die Steuerkurve 159 der Einstellscheibe 151 bestimmt das Mass des Einschwenkens des Steuerhebels 116, der bei dem Betätigen des Betätigungsschiebers 115 in Pfeilrichtung 150 dem hiedurch verschwenkten   Übertragungshebel   125 folgt. Der Steuerhebel 116 umfasst einen Stift 164, mit-dem er zur Anlage an der Steuerkurve 159 gelangt sowie einen Stift 165 zum Zusammenwirken mit dem Auswerfer 155.

   Die Zustellung der Steuerkurve 159 bestimmt das Mass des Eintauchens der Zahnreihe 126 des Steuerhebels 116 inden Bewegungsbereich des Lappens 114 am Sektorenring 104 und damit das Mass für das Öffnen der Sektoren 107. Der Umstellhebel 154 ist um einen gehäusefesten Zapfen 166 schwenkbar und steht unter der Wirkung einer Rückstellfeder 167. Er umfasst einen Stift 168, mit welchem er im Eingriff mit der Steuerkurve 160 der Einstellscheibe 151 steht. Umstellhebel 154 und Auswerfer 155 sind durch eine Feder 169 elastisch gegeneinander verspannt und mittels eines Anschlaglappens 170 am   Umstel1hebe1   154 gehalten. Der Auswerfer 155 wirkt mit seiner Brust 171 auf den Stift 165 des Steuerhebels 116 ein und erfährt   überseinenRücken   172 von einem Lappen 173 des Sektorenringes 103 seinen Bewegungsantrieb. 



   In der dargestellten Einstellung der Einstellscheibe 151 für Lampenblitz ist der Zeiger 129 vom Zeigerausschwenkhebel 152 aus der Bewegungsbahn der Zahnreihe 127 des Steuerhebels 116 teilweise herausgeschwenkt. Der Umstellhebel 154 liegt mit seinem Stift 168 auf dem   unteren Rastkreis   der Steuerkurve 160 an, wodurch der Auswerfer 155 zwischen den Stift 165 des Steuerhebels 116 und den Lappen 173 des Sektorenringes 104 eingeschwenkt ist. Bei Herunterdrücken des Betätigungsschiebers 115 in Richtung von Pfeil 150 läuft der Verschlussvorgang wie zu Fig. 4 und 5 beschrieben ab. Dabei wird der dem verschwenkten Übertragungshebel 125 nachlaufende Steuerhebel 116 nicht vom Zeiger 129 des Lichtmessers 128 son-   dern   durch Auflaufen seines Stiftes 164 auf die Kurve 159 der Einstellscheibe 151 gestoppt.

   Dabei nimmt 

 <Desc/Clms Page number 7> 

 der Steuerhebel 116 über seinen Stift 165 den Auswerfer 155 gegen die Wirkung seiner schwachen Rückstellfeder 169 mit, während sich der Lappen 172 des Sektorenringes 103 trotz dessen Verschwenktwerdens vom Betätigungsschieber 115 über die Klinke 144 her nicht vom Rücken 172 des Auswerfers 155 abhebt. 



  Dies wird durch die Formgebung des Rückens 172 erreicht. Zudem können eventuelle Massabweichungen durch Abheben des Umstellhebels   154   von der Kurve 160 gegen die Rückstellfeder 167 ausgeglichen werden.   Nachdem Abreissen   läuft der Sektorenring 104 unter der Wirkung einer Antriebsfeder 109 im Uhrzei-   gersinn los, wahrend der Sektoreming   103 zunächst vom Sperrhebel 119 gehalten bleibt. Die Sektoren 107 beginnen zu öffnen. Im Verlaufe der Öffnungsbewegung der Sektoren 107 läuft der Lappen 114 des Sektorenringes 104 auf einen Zahn der Zahnreihe 126 des Steuerhebels 116. Hiedurch werden die Ablaufbewegung des Sektorenringes 104 und die Öffnungsbewegung der Sektoren 107 gestoppt.

   Gleichzeitig erfolgt ein Verschwenkendes Sperrhebels 119,   durch welches nunmehz der Sektorenring   103 freigesetzt wird. Der unter der Wirkung seiner Antriebsfeder 108 loslaufende Sektorenring 103 wirkt nun mit seinem Lappen 173 so- 
 EMI7.1 
 schwenkbewegung gegen den Uhrzeigersinn wirkt der Auswerfer 155 mit seiner Brust 171 auf den Stift 165 des Steuerhebels 116 gleichsinnig ein. Damit werden die Zähne der Zahnreihe 126 aus der Bewegungsbahn des Lappens 114 des Sektorenringes 104 genommen, so dass dieser nunmehr im Uhrzeigersinn weiterlaufen kann, bis er mit seinem Mitnehmer 110 den Gehäuseanschlag 112 erreicht. Da die Sektorenringe 103, 104 infolgedessen einen Teil ihrer Ablaufbewegung gemeinsam vollführen, bleiben die Sektoren 107 in der einmal erreichten Öffnungsstellung geöffnet und schliessen erst am Ende ihrer Ablaufbewegung. 



   Bei Einstellung der Einstellscheibe 151 auf Automatik (A) werden der Umstellhebel 154 und der Zeigerausschwenkhebel 152 mittels der Steuerkurven 160 bzw. 158 so verschwenkt, dass der Auswerfer 155 ausser Eingriff mit dem Stift 165 und dem Lappen 172 und der   Zeigerausschwsnkhebel 152   ausser Eingriff mit dem Zeiger 129 gelangt. Es sind dann die gleichen Verhältnisse geschaffen wie in Fig. 4 dargestellt. 
 EMI7.2 
 den vollen Regelbereich bewegbar. 



     Aus optischen Gründen kann es sich gegebenenfalls   als   zweckmässig   erweisen, an Stelle normaler Ver-   schlusssekioren   solche mit der Form von   Irisblendenlamelleu   zu verwenden. Dadurch lasst sich besser eine angenähert kreisförmige Abblendung über den gesamten Öffnungsbereich erzielen. Die dann verbleibende Restöffnung kann durch eine Zusatzlamelle abgedeckt werden. Die Steuerung dieser Zusatzlamelle kann vorteilhafterweise unter Verwendung von Teilen des eigentlichen Verschlusssektorenantriebs erfolgen. Eine mögliche Anordnung ist in Fig. 7 im geschlossenen Zustand, in Fig. 8 in teilweise geöffnetem Zustand dargestellt. In einem durch die übrigen Teile verdeckten Sektorenring 301 sind mittels Stiften 302 Sektoren 303 verschwenkbar gehalten.

   Die beispielsweise fünf gleichartigen und gleichartig geführten Sekto- 
 EMI7.3 
 mittels zweier Stifte 310, 311 gesteuert wird. Der Stift 310 befindet sich im Sektorenring 301, der Stift 311 im Sektorenring 306. Die Zusatzlamelle 309 weist ausser der Bohrung für den Stift 310 ein Langloch 312 für den Stift 311 auf und umfasst weiterhin eine Aussparung 313 für einen der Stifte 304. Der mit diesem Stift 304 gesteuerte Sektor 303 weist noch eine Aussparung 314 für den Stift 310 auf. Nicht dargestellt wurden in den Fig.   7, 8   diejenigen Mittel, die für die Bewegung der Sektorenringe 301, 306 zum Öffnen und Schliessen der Sektoren 303 einzusetzen sind. 



     Fig. 10 zeigtdas Verschlussprinzip nach Fig. l,   jedoch in der Ausführungsform als Spannverschluss. Dabeisind die gleichen Teile mit den gleichen Bezugsziffern wie in   Fig. l bezeichnet ; hinzukommende Tei-   le werden weiter fortlaufend beziffert.   Gemäss   der Ausführungsform nach Fig. 10 wird die Schwinge 14 der Fig. 1 durch den Spannhebel 41 und den Auslösehebel 42 ersetzt, welche um die gehäusefesten Stifte 43 und 44 zum Spannen bzw. Auslosen in Richtung der Pfeile 45 und 46 verschwenkt werden müssen. Beim Spannen nimmt das eine Ende des Spannhebels 41 über den Stift 12 die beiden Sektorenringe 3, 4 mit. Wenn diese gespannt sind, fällt das Ende 47 des Auslösehebels 42 hinter die Nase 48 des Sektorenringes 4 ein. 
 EMI7.4 
 



  Dabei entspricht dem Stift 17 der Fig. 1 der Stift 49 der Fig. 10. 



   In Fig.   11 ist eine Ausführungsform des erfindungsgemässen   Verschlusses mit nur einem von einem Antriebsglied 501 über zwei Koppeln 502 und 503 und eine Schwinge 504 hin-und herbewegten Sektorenring 505 gezeigt. Die Koppel 503 weist einen Stift 506 auf, welcher in einem Schlitz 507 der Schwinge 504 verstellbar geführt ist. Die Schwinge 504 ist um den Zapfen 516 drehbar. Der Stift 506 greift ausserdem in einen Schlitz 508 eines Abtasthebels 509 ein,   welcher mit dem Betätigungsschieber   510 einerseits und über 

 <Desc/Clms Page number 8> 

 eine Kurve 511 mit dem Zeiger 512 eines Belichtungsmessers zusammenwirkt. 



   - Beim Auslösendes Betätigungsschiebers 510 wird der Hebel 509 dem Zeiger 512 mit seiner Kurve 511 nachgeführtund dadurch entsprechend der Stellung des Zeigers 512 um seinen Drehpunkt 513 geschwenkt. 



     Dabei-führtsein   Schlitz 508 den Zapfen 506 entlang dem Schlitz 507 der Schwinge 504, wodurch der Hebelarm der Schwinge 504 und   damit die Öffnung   der Sektoren 514 sowie auch Öffnungszeitpunkt   und-dau-   er gegenüber der Bewegung des Antriebsorgans 501 gemäss der Stellung des Zeigers 512 gesteuert wird. Die Auslösung der Belichtung erfolgt bei diesem Ausführungsbeispiel, einer Anwendung als Spannverschluss, durch den Auslöser 515 über die Nase 522 des Betätigungsschiebers 510. 



     ReichtbeidemAusführungsbeispielnachFig. ll die Einstellung   des Kurbelgetriebes 502, 503, 504 nicht aus, um bei zunehmender Öffnung die Verschlusszeit genügend zu verlängern, so kann ein Massehebel 517 im Abtasthebel 509 drehbargelagertwerden. Er steht unter der Wirkung einer Feder 518 und hat einen gehäusefesten Anschlag 519. Bei Verstellung des Abtasthebels 509 wird die Kurve 520 des Massehebels 517 mehr oder weniger weit in den Ablaufweg des Zapfens 521 der Schwinge 504 gestellt, so dass bei grossen Öffnungen der Massehebel 517 den Verschlussablauf mehr verzögert als bei kleinen Öffnungen, u. zw. in funktioneller Abhängigkeit von der erreichten   Blendenöffnung.   



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Photographischer Blendenverschluss, bei welchem die zum Öffnen und Schliessen dienenden Ver-   schlusssektorengleichzeitig   die Funktion der Blendenlamellen übernehmen, dadurch gekennzeichnet, dass 
 EMI8.1 
 unterschiedlich einstellbare Abstände zur Schwenkachse (24, 122, 516) aufweist, so dass sowohl die Öffnung der   Verschlusssektoren   als auch die Verschlusszeit in Abhängigkeit voneinander veränderbar sind.

Claims (1)

  1. 2. Photographischer Blendenverschluss nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Einstellung der Antriebs- und Steuerhebel (116 bzw. 504) durch einen mit einer Belichtungsregelvorrichtung zusammenwirkenden Abtasthebel (116 bzw. 509) bewirkbar ist.
    3. Photographischer Blendenverschluss nach den Ansprüchen l und 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Steuerhebel (504) Teil eines Kurbelgetriebes (502, 503, 504) ist.
    4. Photographischer Blendenverschluss mit zwei im Verschlussgehäuse drehbaren, unter Federwirkung stehenden, zum Öffnen und Schliessen der Sektoren gleichsinnig bewegten, Sektorenringen nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch einen im Ablaufweg des ersten Sek- torenringes (4) verstellbar angeordneten Steuerhebel (25), welcher durch seine Stellung die Blendenöffnung bestimmt und beim Auftreffen des ersten Sektorenringes (4) derart verschwenkbar ist, dass der erste Sektorenring (4) in dieser Stellung blockiert und der zweite Sektorenring (3) zur Ablaufbewegung zwecks Schlie- ssens des Verschlusses freisetzbar ist.
    5. Photographischer Blendenverschluss nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass nach Ablauf des ersten Sektorenringes (4) auf die durch den Steuerhebel (25) eingestellte Öffnung durch den ersten Sektorenring (4) mittels der noch in der Antriebsfeder (9) verbleibenden, je nach dieser Öffnung verschieden grossen Energie der Sperrhebel (23) für den zweiten Sektorenring (3) verschieden schnell aushebbar ist.
    6. PhotographischerBlendenverschluss nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Steuerhebel (25) im schwenkbaren Sperrhebel (23) für den zweiten Sektorenring (3) derart drehbar und exzentrisch gelagert ist, dass beim Auftreffen des ersten Sektorenringes (4) auf seine Kurve (26) ein Drehmoment auf den Sperrhebel (23) einwirkt, so dass durch diesen der zweite Sektorenring (3) freisetzbar und anderseits der erste Sektorenring (4) an der Kurve (26) blockierbar ist.
    7. Photographischer Blendenverschluss nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kurve (26) des Steuerhebels (25) als Stufenkurve ausgebildet ist, wobei jedem Lichtwert oder Teilen davon eine bestimmte Stufe, welche in den Ablaufweg des ersten Sektorenringes (4), bzw. seines Lappens (13) einschwenkbar ist, zugeordnet ist.
    8. PhotographischerBlendenverschlussnach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein nach einer Skala, vorzugsweise einer Lichtwertskala, über eine Kurve (34) EMI8.2 <Desc/Clms Page number 9> (29) erst zu Beginn der Betätigung eines Betätigungshebels (15) unter der Wirkung einer Feder (35) die Kurve (34) abtastet und dabei den Steuerhebel (25) einstellt und nach Verschlussablauf durch einen Zapfen (17) des Betätigungshebels (15) in die Ausgangslage zurückstellbar ist.
    10. Photographischer Blendenverschluss nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Steuerhebel (116) eine weitere Stufenkurve (127) aufweist, welche durch den Betatigungsschieber (115) zum Abtasten eines Zeigers (129) eines Belichtungsmessers freigegeben wird und dabei die Stufenkurve (126) in den Ablaufweg des ersten Sektorenringes (104) einstellt.
    11. Photographischer Blendenverschluss nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass für Blitzlichtaufnahmen eine Blendeneinstellscheibe (151) vorgesehen ist, durch welche über einen Hebel (152) die au- tomatische Belichtungsabtastung ausschaltbar und über eine Kurve (159) die Stufenkurve (126) entsprechend dem gewünschten Blendenwert einstellbar ist.
    12. Photographischer Blendenverschluss nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass weitere, mit der Einstellscheibe (151) zusammenwirkende Hebel (154, 155) vorgesehen sind, durch welche bei Blitz- lichtaufnahmen zur Erzielung der erforderlichen Verschlusszeit nach Erreichung der gewünschten Blendenoffnung eine vorübergehende gleichzeitige Bewegung beider Sektorenringe (lub 4) bewirkbar ist.
    13. Photographischer Blendenverschluss nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Sektoren (305) ähnlich den Lamellen einer Irisblende ausgebildet sind und die Restöffnung durch eine zusätzliche Decklamelle (309) abgedeckt wird, welche von den Sektorenringen steuerbar ist.
    14. Photographischer Blendenverschluss nach Anspruch l, mit einem durch ein Antriebsorgan über Kurbeln hin-und herbewegten Sektorenring, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Koppeln (502, 503) zwischen Antriebsorgan (501) und Sektorenring (505) angeordnet sind, die durch einen veränderlich einstellbaren Hebel bzw. eine solche Schwinge (504) verbunden sind.
    15. Photographischer sslendenverschluss nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwinge (504) über einen mit dem Betätigungsschieber (510) und dem Zeiger (512) eines Belichtungsmessers zusammenwirkenden Hebel (509) einstellbar ist.
    16. Photographischer Blendenverschluss nach den Ansprüchen 14 und 15, gekennzeichnet durch einen mit der Schwinge (504) zusammenwirkenden, durch den Hebel (509) gesteuerten HemrÌ1hebe1 (517).
AT721559A 1959-10-05 1959-10-05 Photographischer Blendenverschluß AT225524B (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT721559A AT225524B (de) 1959-10-05 1959-10-05 Photographischer Blendenverschluß

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT721559A AT225524B (de) 1959-10-05 1959-10-05 Photographischer Blendenverschluß

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT225524B true AT225524B (de) 1963-01-25

Family

ID=3593844

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT721559A AT225524B (de) 1959-10-05 1959-10-05 Photographischer Blendenverschluß

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT225524B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2248740C3 (de) In der Brennebene angeordneter Kameraverschluß
DE2823636A1 (de) Photographische kamera mit belichtungsregler
DE2141667B2 (de) Objektivverschluß für eine einäugige Spiegelreflexkamera
DE2659648C2 (de) Objektivverschluß eines Wechselobjektivs
DE1291616B (de) Photographische Kamera mit selbsttaetiger, lichtgesteuerter Blenden- und Zeiteinstellung
DE1597333A1 (de) Halterungseinrichtung fuer den Spiegel einer einaeugigen Spiegelreflexkamera
DE1120268B (de) Fotografischer Blendenverschluss
AT225524B (de) Photographischer Blendenverschluß
DE1810375A1 (de) Objektivverschluss mit OEffnungs- und Schliesssektoren
DE2001406C3 (de) Vorrichtung zur Verschlußsteuerung eines Fokalschlitzverschlusses in einer Kamera
DE1229837B (de) Fotografischer Blendenverschluss
DE1197324B (de) Photographische Kamera bzw. Objektiv oder Verschluss, bei denen ein Blitzlichtbereich und gegebenenfalls ein Bereich der manuellen Blendenwahl bzw. -Vorwahl und/oder einBelichtungsautomatikbereich einstellbar sind
DE2045707A1 (de) Einäugige Spiegelreflexkamera mit einem Linsenverschluß
DE1210674B (de) Photographische Kamera mit zwanglaeufiger, der Leitzahlgleichung entsprechender Blenden-einstellung im Blitzbereich
DE1209878B (de) Photographische Kamera mit einem photoelektrischen Belichtungsmesser und einer auf verschiedene Blendenoeffnungen einstellbaren Blende
AT222484B (de) Photographische Kamera mit einer Belichtungsregelvorrichtung
DE2619698A1 (de) Belichtungsregler fuer photographische apparate
AT230729B (de) Photographische Kamera mit eingebautem Belichtungsmesser
AT262049B (de) Photographische Kamera mit selbsttätiger, lichtgesteuerter Blenden- und Zeiteinstellung
DE2706406A1 (de) Kameraverschluss mit x-kontakt
DE1186325B (de) Kamera fuer Tageslicht- und Blitzlichtaufnahmen
AT255888B (de) Photographische Kamera mit ein- oder angebautem Belichtungsmesser und einer auf unterschiedliche Öffnungsweiten einstellbaren Blende
AT262748B (de) Photographische Kamera
AT221934B (de) Einäugige Spiegelreflexkamera mit Schlitzverschluß
DE2351324C3 (de) Photographische Kamera mit einem Blendenverschluß und einer Blitzlichteinrichtung