AT225413B - Vulkanisierbare Mischungen - Google Patents

Vulkanisierbare Mischungen

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AT225413B
AT225413B AT557660A AT557660A AT225413B AT 225413 B AT225413 B AT 225413B AT 557660 A AT557660 A AT 557660A AT 557660 A AT557660 A AT 557660A AT 225413 B AT225413 B AT 225413B
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  • Compositions Of Macromolecular Compounds (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Vulkanisierbare Mischungen 
 EMI1.1 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   IonFerner eignen sich beispielsweise als Säuren für die Zwecke der Erfindung oder cycloaliphatische Monocarbonsäuren sowie Harzsäuren. Von den ersteren werden Naphthensäure, Benzoesäure und ihre   Homolo-   gen, o-Oxybenzoesäure und   ss-Oxynaphthalincarbonsäure   einschliesslich ihrer Homologen in erster Linie empfohlen, während von den letzteren Kolophonium erwähnt sei. 



   Innerhalb des Bereiches der vorstehend genannten Mengenverhältnisse sind die Verbesserungen der Eigenschaften der Masse sowohl in bezug auf das elektrische Isolationsvermögen als auch in bezug auf Beständigkeit gegen Feuchtigkeit der Umgebung (Wasserabstossung) umso betonter, je höher der Seifenanteil ist. Dies widerspricht jeder logischen Erwartung, denn die hohe Reinheit des verwendeten Polymeren würde den Zusatz von ziemlich geringen Seifenmengen nahelegen, um dem schädlichen Effekt solcher kleiner Verunreinigungsmengen entgegen zu wirken. 



   Ferner wurde gefunden, dass bei Verwendung von vulkanisierbaren Mischungen, die halogenierte Peroxyde und/oder Schwefel enthalten, die Anwesenheit der Metallseife gemäss der Erfindung, insbesondere der Zinkseife, ein Anlaufen oder Beschlagen der elektrischen Leitungen vollständig verhindert, so dass die teure Oberflächenschutzbehandlung der Leitungen, z. B. Verzinnen von Kupferleitungen, vermieden werden kann, wenn die Leitungen mit den verbesserten Mischungen isoliert werden. 



     Beispiel l :   Vier Mischungen folgender Zusammensetzung wurden hergestellt : 
 EMI2.1 
 
<tb> 
<tb> Äthylen-Propylen-Copolymer <SEP> 80
<tb> Natriumpolybutadien <SEP> 20
<tb> Calciniertes <SEP> Kaolin <SEP> 100
<tb> Chloriertes <SEP> tertiäres <SEP> Butylperoxyd <SEP> 4
<tb> Schwefel <SEP> 0, <SEP> 45 <SEP> 
<tb> Basisches <SEP> Bleistearat <SEP> (s. <SEP> Tabelle <SEP> 1)
<tb> 
 Tabelle 1 
 EMI2.2 
 
<tb> 
<tb> Basisches <SEP> Wasser-Isolationskonstante <SEP> Dehnung <SEP> ZugfeBleistearat <SEP> aufnahme <SEP> Megohm.

   <SEP> km <SEP> % <SEP> stigkeit
<tb> 7 <SEP> Tage <SEP> bei <SEP> Dielektrikum <SEP> Dielektrikum <SEP> kg/mm
<tb> 700 <SEP> (mg/cm) <SEP> in <SEP> Dampf <SEP> 48 <SEP> h <SEP> bei <SEP> 600
<tb> vulkanisiert <SEP> in <SEP> Wasser
<tb> gehalten
<tb> 0 <SEP> 180,64 <SEP> 0,05 <SEP> 0,02 <SEP> 650 <SEP> 0, <SEP> 430 <SEP> 
<tb> 1,5 <SEP> 90,32 <SEP> 0,13 <SEP> 0,20 <SEP> 655 <SEP> 0, <SEP> 420
<tb> 3 <SEP> 83,87 <SEP> 4,5 <SEP> 4,2 <SEP> 660 <SEP> 0,415
<tb> 6 <SEP> 58,87 <SEP> 370 <SEP> 237 <SEP> 665 <SEP> 0,400
<tb> 12 <SEP> 51, <SEP> 61 <SEP> iooo <SEP> 1150 <SEP> 670 <SEP> 0, <SEP> 395
<tb> 
 Diese Werte zeigen deutlich den Einfluss der Metallseife auf die Wasseraufnahme und Isolationskonstante, während die mechanischen Eigenschaften praktisch unverändert sind.

   
 EMI2.3 
 
 EMI2.4 
 wobei
Megohm = gemessene Megohm
L = Länge des isolierten Kabels in m
D = Aussendurchmesser der Isolierung d = Durchmesser der Leitung bedeutet. 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 



   Zu den in den Beispielen gegebenen beiden Werten der Isolationskonstante,   d. h.   zu ihrem Wert nach der Vulkanisation in Dampf und nach der Behandlung in Wasser, ist zu bemerken, dass Kabel, die in Dampf bei hoher Temperatur vulkanisiert werden, unmittelbar nach der Vulkanisation mit Feuchtigkeit gesättigt sind und beim Liegenlassen zu trocknen pflegen. Eine Messung der Isolation, die unter diesen Bedingungen vorgenommen wird, ergibt daher je nach der Feuchtigkeit in der Umgebung unterschiedliche Ergebnisse. 



   Dies ist der Grund, weshalb in den Beispielen das Kabel zusätzlich 48 h bei 600 in Wasser gehalten wurde und die Messungen vorgenommen wurden, nachdem das Kabel eine weitere Stunde in Wasser von 150 ge- halten worden war. Offensichtlich wird bei dieser Massnahme der Wassergehalt der Isolation konstant ge- halten, so dass die Messergebnisse durchaus vergleichbar sind. 



   Es ist für die Zwecke der Erfindung unwichtig, dass die Metallseife der Mischung direkt als solche zu- gegeben wird. Nach einer besonderen Ausführungsform der Erfindung kann die Mischung hergestellt wer- den, indem die Metallbase und die organische Säure getrennt zugegeben werden. Diese beiden Bestand- teile reagieren miteinander in situ unter Bildung einer entsprechenden Seife. Es sei hier betont, dass
Magnesium- oder Calciumseifen praktisch unwirksam sind. Ferner trägt ein Überschuss der Metallbase (z. B. Pb- oder Zn-Oxyd) zu weiter verbesserten Ergebnissen bei.

   Dies wird im folgenden Beispiel ver- anschaulicht. 
 EMI3.1 
 Tabelle 2 
 EMI3.2 
 
<tb> 
<tb> Metallbase <SEP> Isolationskonstante, <SEP> Megohm. <SEP> km
<tb> Dielektrikum <SEP> Dielektrikum
<tb> nach <SEP> Vulkani- <SEP> 48 <SEP> h <SEP> bei <SEP> 600
<tb> sation <SEP> im <SEP> Dampf <SEP> in <SEP> Wasser <SEP> gehalten
<tb> Bleioxyd <SEP> 1800 <SEP> 1500
<tb> Zinkoxyd <SEP> 2600 <SEP> 1440
<tb> Magnesiumoxyd <SEP> 0,07 <SEP> weniger <SEP> als <SEP> 0, <SEP> 01
<tb> Calciumhydroxyd <SEP> 36 <SEP> 3
<tb> 
 
 EMI3.3 
 
 EMI3.4 
 
<tb> 
<tb> undIsolationskonstante, <SEP> Megohm.

   <SEP> km
<tb> Dielektrikum <SEP> nach <SEP> Dielektrikum
<tb> Vulkanisation <SEP> in <SEP> 48 <SEP> h <SEP> bei <SEP> 600
<tb> Dampf <SEP> in <SEP> Wasser <SEP> gehalten
<tb> Magnesiumstearat <SEP> 1, <SEP> 5 <SEP> 0, <SEP> 38 <SEP> 
<tb> Calciumstearat <SEP> 0,64 <SEP> 0, <SEP> 20 <SEP> 
<tb> 
 Es kann daher gefolgert werden, dass Metallseifen mit einer Blei- oder Zinkbase zu unerwartet vorteilhaften Ergebnissen führen, die durch einen Überschuss der Base über die verwendete Säure noch verbessert werden können, wie durch die Werte in der folgenden Tabelle bestätigt wird. 

 <Desc/Clms Page number 4> 

 
 EMI4.1 
 
 EMI4.2 
 
<tb> 
<tb> A <SEP> B <SEP> C <SEP> D <SEP> E
<tb> Äthylen-Propylen-.

   <SEP> 80 <SEP> 80 <SEP> 80 <SEP> 80 <SEP> 80
<tb> Copolymer
<tb> Natrium-polybutadien <SEP> 20 <SEP> 20 <SEP> 20 <SEP> 20 <SEP> 20
<tb> Calciniertes <SEP> Kaolin <SEP> 100 <SEP> 100 <SEP> 100 <SEP> 100 <SEP> 100
<tb> Chloriertes <SEP> tertiäres <SEP> 4 <SEP> 4 <SEP> 4 <SEP> 4 <SEP> 4 <SEP> 
<tb> Butylperoxyd
<tb> Schwefel <SEP> 0, <SEP> 45 <SEP> 0, <SEP> 45 <SEP> 0, <SEP> 45 <SEP> 0, <SEP> 45 <SEP> 0, <SEP> 45 <SEP> 
<tb> Stearinsäure <SEP> - <SEP> 6 <SEP> 6 <SEP> 6 <SEP> 6
<tb> Zinkoxyd-1, <SEP> 2 <SEP> 2, <SEP> 4 <SEP> 4, <SEP> 8 <SEP> 10
<tb> Isolationskonstante <SEP> 0, <SEP> 042 <SEP> 130 <SEP> 2700 <SEP> 5800 <SEP> 2600
<tb> nach <SEP> Vulkanisation
<tb> in <SEP> Dampf, <SEP> Megohm.

   <SEP> km
<tb> Isolationskonstante <SEP> 0, <SEP> 021 <SEP> 76 <SEP> 1060 <SEP> 2300 <SEP> 1440
<tb> nach <SEP> Wasserbehandlung
<tb> Dehnung, <SEP> % <SEP> 650 <SEP> 600 <SEP> 700 <SEP> 700 <SEP> 500
<tb> Zugfestigkeit, <SEP> 0, <SEP> 430 <SEP> 0, <SEP> 480 <SEP> 0, <SEP> 440 <SEP> 0, <SEP> 440 <SEP> 0, <SEP> 415 <SEP> 
<tb> kg/mmz
<tb> Wasseraufhahme <SEP> 161, <SEP> 29 <SEP> 65, <SEP> 81 <SEP> 78, <SEP> 71 <SEP> 43, <SEP> 23 <SEP> 26, <SEP> 77 <SEP> 
<tb> nach <SEP> 7 <SEP> Tagen <SEP> bei <SEP> 700,
<tb> mg/cm
<tb> 
 
Es ist hinzuzufügen,   dass   die überschüssige Base nicht unbedingt mit der Seifenbase in der Mischung identisch sein muss, wie durch zahlreiche weitere Versuche bestätigt wurde.

   Beispielsweise kann bei der
Herstellung der Mischung direkt von der Bleiseife ausgegangen werden, während die überschüssige Base beispielsweise aus Zinkoxyd besteht, oder es kann beispielsweise von Stearinsäure und Blei- und Zinkoxyd ausgegangen werden, wobei die Oxyde insgesamt im Überschuss über die Säure vorliegen. Nach an- schliessender Behandlung (Kneten, Kalandrieren, Strangpressen, Vulkanisieren) werden die Blei- und Zink- seifen innerhalb der Mischung gebildet, wobei die jeweiligen Oxyde zum Teil im ungebundenen Zustand bleiben und dadurch die den Seifen allein zuzuschreibende Wirkung verbessern. 



  Die Höhe des vorstehend erwähnten Überschusses der Metallbase der Seife kann hier nicht endgültig festgelegt werden, jedoch ist anzunehmen, dass die Werte in der vorstehenden Tabelle dem Fachmann eine ausreichende Lehre in dieser Hinsicht geben. So ist ersichtlich, dass die Erhöhung des Zinkoxydge- halts eine gewisse Abnahme der Zugfestigkeit in Verbindung mit einer Abnahme der Dehnung mit sich bringt. Ferner ist ersichtlich, dass die Isolationskonstante der Mischung E (10 Teile Zinkoxyd) etwas höher ist als die der Mischung C, die nur 2, 4 Teile Zinkoxyd enthält, während sie weit unter der Konstante der
Mischung D liegt, die 4, 8 Teile Zinkoxyd enthält.

   Es ist also deutlich erkennbar, dass ein gewisser Über- schuss der Metallbase zwar zu einer Erhöhung der Isolationskonstante führt, jedoch der günstigste Wert die- ses Überschusses in den Einzelfällen je nach den Umständen und gewünschten Ergebnissen bestimmt wer- den muss. 



   Bezüglich des Einflusses der im Rahmen der Erfindung verwendeten   verschiedenen Säurenwird aufta-   belle 5 verwiesen. Angeführt sind hier die Ergebnisse, die mit zwölf verschiedenen Mischungen (1-12) er- halten wurden, in denen verschiedene Säuren verwendet wurden, die für die gemäss der Erfindung bean- spruchten Klassen repräsentativ sein dürften. 

 <Desc/Clms Page number 5> 

 



  Tabelle 5 
 EMI5.1 
 
<tb> 
<tb> 1 <SEP> 2 <SEP> 3 <SEP> 4 <SEP> 5 <SEP> 6 <SEP> 7 <SEP> 8 <SEP> 9 <SEP> 10 <SEP> 11-12
<tb> Äthylen-Propylen-Copolymer <SEP> 80 <SEP> 80 <SEP> 80 <SEP> 80 <SEP> 80 <SEP> 80 <SEP> 80 <SEP> 80 <SEP> 80 <SEP> 80 <SEP> 80 <SEP> 80
<tb> Natrium-Polybutadien <SEP> 20 <SEP> 20 <SEP> 20 <SEP> 20 <SEP> 20 <SEP> 20 <SEP> 20 <SEP> 20 <SEP> 20 <SEP> 20 <SEP> 20 <SEP> 20
<tb> Calcinierte <SEP> Kaolin <SEP> 100 <SEP> 100 <SEP> 100 <SEP> 100 <SEP> 100-100 <SEP> 100 <SEP> 100 <SEP> 100 <SEP> 100 <SEP> 100 <SEP> 100
<tb> Chloriertes <SEP> tertiäres <SEP> 4 <SEP> 4 <SEP> 4 <SEP> 4 <SEP> 4 <SEP> 4 <SEP> 4 <SEP> 4 <SEP> 4 <SEP> 4 <SEP> 4 <SEP> 4
<tb> Butylperoxyd
<tb> Schwefel <SEP> 0, <SEP> 75 <SEP> 0, <SEP> 75 <SEP> 0, <SEP> 75 <SEP> 0, <SEP> 75 <SEP> 0, <SEP> 75 <SEP> 0, <SEP> 75 <SEP> 0, <SEP> 75 <SEP> 0, <SEP> 75 <SEP> 0, <SEP> 75 <SEP> 0, <SEP> 75 <SEP> 0,

   <SEP> 75 <SEP> 0, <SEP> 75 <SEP> 
<tb> Bleioxyd <SEP> 1, <SEP> 5 <SEP> 10 <SEP> 10 <SEP> 10 <SEP> 10 <SEP> 10 <SEP> 10 <SEP> 10 <SEP> 10 <SEP> 10 <SEP> 10 <SEP> 10
<tb> Capronsäure-2, <SEP> 5 <SEP> 
<tb> Caprylsäure <SEP> 3, <SEP> 5 <SEP> 
<tb> Laurinsäure <SEP> 4, <SEP> 5 <SEP> 
<tb> Palmitinsäure <SEP> 5, <SEP> 5 <SEP> 
<tb> Stearinsäure <SEP> 6
<tb> Oleinsäure <SEP> 6
<tb> Benzoesäure <SEP> 3
<tb> Salicylsäure <SEP> 3
<tb> ss <SEP> -Oxynaphthalincarbonsäure <SEP> 4
<tb> Kolophonium <SEP> 6 <SEP> 
<tb> Naphthens ure <SEP> 6 <SEP> 
<tb> Isolationskonstante <SEP> n. <SEP> Vulkanis. <SEP> 0, <SEP> 008* <SEP> 465 <SEP> 450 <SEP> 630 <SEP> 750 <SEP> 1800 <SEP> 830 <SEP> 65 <SEP> 3400 <SEP> 2600 <SEP> 8400 <SEP> 806
<tb> i. <SEP> Dampf, <SEP> Megohm.

   <SEP> km
<tb> Isolationskonstante <SEP> nach <SEP> 0, <SEP> 018* <SEP> 850 <SEP> 720 <SEP> 1000 <SEP> 1100 <SEP> 1200 <SEP> 730 <SEP> 65 <SEP> 2000 <SEP> 2330 <SEP> 11600 <SEP> 1500
<tb> W <SEP> asserbehandlung <SEP> 
<tb> 
 * Steigt nach Trocknung und sinkt anschliessend ieder. 

 <Desc/Clms Page number 6> 

 



   Mischung 1 wurde ohne Säure als Vergleichsprobe hergestellt. Die Isolationskonstanten (0, 008 und
0, 018), die mit dieser Mischung (sowie ganz allgemein mit Mischungen, die Copolymere von Äthylen mit a-Olefinen ohne Zink- oder Bleiseife enthalten) erhalten werden, pflegen jedoch beim Trocknen des
Produkts anzusteifen. Dieser Anstieg hat jedoch tatsächlich keine Bedeutung, da er vollständig rückgängig 5 gemacht wird, wenn das Produkt eine gewisse Zeit in feuchter Umgebung gehalten wird. Umgekehrt kön- nen die mit den Mischungen 2-12 (und ganz allgemein mit Mischungen gemäss der Erfindung) erhaltenen
Isolationskonstanten höchstens über die nach der Wasserbehandlung ermittelten Werte steigen, die dem
Maximum aufgenommener Feuchtigkeit entsprechen, aber auf keinen Fall sinken. 



   Der Zusatz der gemäss der Erfindung vorgesehenen Säuren allein (ohne die zugehörigen Metallbasen)   0   führt zu kaum bemerkenswerten Ergebnissen. 



     Bei s pie 1 4 : In der Mischung   gemäss   Beispiel l wurde die Metallseife durch 5 Teile Stearinsäure   ersetzt. Nach Vulkanisation der erhaltenen Mischung in Dampf wurde eine Isolationskonstante von
21 Megohm. km ermittelt. Nach Behandlung mit Wasser bei 600 stieg die Konstante auf 28 Megohm. km. 



   Bei Zusatz von Metalloxyden allein, wie PbO und   ZnO,   werden noch schlechtere Ergebnisse erhalten. 



  5 Beispiel 5: In der Mischung gemäss Beispiel 1 wurde die Metallseife durch Bleioxyd in verschie- denen Mengen ersetzt. Folgende Ergebnisse wurden erhalten :
Tabelle 6 
 EMI6.1 
 
<tb> 
<tb> Bleioxydmenge <SEP> Isolationskonstante, <SEP> Megohm. <SEP> km
<tb> Dielektrikum <SEP> nach <SEP> Dielektrikum <SEP> nach
<tb> Vulkanisation <SEP> in <SEP> Aufenthalt <SEP> in
<tb> Dampf <SEP> Wasser <SEP> bei <SEP> 60 
<tb> 1, <SEP> 5 <SEP> 0,015 <SEP> 0, <SEP> 015 <SEP> 
<tb> 3 <SEP> 0,008 <SEP> 0, <SEP> 008 <SEP> 
<tb> 6 <SEP> 0, <SEP> 019 <SEP> 0, <SEP> 019 <SEP> 
<tb> 12 <SEP> 0, <SEP> 038 <SEP> 0, <SEP> 038 <SEP> 
<tb> 
 
Mit Zink- und Magnesiumoxyd wurden ähnliche Ergebnisse erhalten. 



   Der Einfluss des Vulkanisationsmittels und Schwefels auf die durch Verwendung von Metallseifen er- ) zielbaren Ergebnisse wurde zusätzlich untersucht. 



     Bei s pie 1 6 :   Das chlorierte p-tertiäre Butylperoxyd wurde durch Dicumylperoxyd ersetzt. Die her- gestellte Mischung hatte folgende Zusammensetzung : 
 EMI6.2 
 
<tb> 
<tb> Äthylen-Propylen-Copolymer <SEP> 80
<tb> Natriumpolybutadien <SEP> 20
<tb> Calciniertes <SEP> Kaolin <SEP> 100
<tb> Dicumylperoxyd <SEP> 2, <SEP> 5 <SEP> 
<tb> Schwefel <SEP> 0, <SEP> 12 <SEP> 
<tb> 
 
Nach Vulkanisation in Dampf hatte die Isolationskonstante einen Wert von 3. Durch den Aufenthalt in Wasser bei   600   stieg die Konstante auf 6. 



   Die gleiche Mischung, der 10 Teile Bleioxyd und 5 Teile Stearinsäure zugegeben wurden, zeigte nach Vulkanisation in Dampf eine Isolationskonstante von 1500, die nach dem Aufenthalt in Wasser bei 600 auf 1800 stieg. 



   Es ist somit zu folgern, dass die Wirkung der gemäss der Erfindung verwendeten Seifen durch die Art des Vulkanisationsmittels nicht beeinträchtigt wird, zumindest nicht bei Verwendung von Peroxyde. 



     Beispiel 7 :   Um den Einfluss des Schwefels zu untersuchen, wurden zwei Mischungen folgender Zusammensetzung hergestellt : 

 <Desc/Clms Page number 7> 

 
 EMI7.1 
 
<tb> 
<tb> F <SEP> G
<tb> Äthylen-Propylen-Copolymer <SEP> 80 <SEP> 80
<tb> Natrium-polybutadien <SEP> 20 <SEP> 20
<tb> Calcinierte <SEP> Kaolin <SEP> 100 <SEP> 100
<tb> Stearinsäure <SEP> 5
<tb> Zinkoxyd <SEP> 10
<tb> Schwefel
<tb> Chloriertes <SEP> tertiäres <SEP> Butylperoxyd <SEP> 4 <SEP> 4
<tb> 
 
Nach der Vulkanisation in Dampf hatten die Mischungen F und G eine Isolationskonstante von 19 600 bzw. nur 0, 032. Nach dem Aufenthalt in Wasser bei 600 wurden Werte von   6 860   bzw. 0,014 ermittelt. 



  Dies führt zu der Schlussfolgerung, dass Schwefel überhaupt nichts mit der den Seifen zuzuschreibenden Wirkung zu tun hat. 



   Zwar betreffen die vorstehenden Beispiele speziell die Verwendung von Zn- und Pb-Oxyd, jedoch ist zu bemerken, dass gewisse basische Salze der genannten Metalle eine ähnliche verbessernde Wirkung auf Grund der Tatsache haben, dass sie fähig sind, eine Bindung mit den zugefügten organischen Säuren auf Kosten des basischen Teils ihres Moleküls einzugehen. 



     Beispiel 8 :   In der Mischung gemäss Beispiel 1 wurde die Metallseife in einem Fall durch 5 Teile 
Stearinsäure und 10 Teile basisches Bleisulfat   (PbSO. PbO)   und in einem weiteren Fall durch 5 Teile
Stearinsäure und 10 Teile basisches Bleicarbonat (2   PbCO3.   Pb   (OH) )   ersetzt. Im ersten Fall betrug die
Isolationskonstante 650 nach Vulkanisation und 950 nach dem Aufenthalt in Wasser bei 600, während die entsprechenden Werte im zweiten Fall 1500 bzw. 1700 betrugen. 



   Bei Wiederholung der Versuche mit basischen Salzen in Abwesenhssit von Stearinsäure fiel die Isolationskonstante auf Werte in der Grössenordnung von 0,01. 



   Selbstverständlich ist die Erfindung auch mit aktiven Seifenmischungen, z. B. mit Seifen von Misch- fettsäuren (handelsübliches Stearin, also im wesentlichen eine Mischung von   Stearin- und Palmitinsäure   in unterschiedlichen Verhältnissen), und Seifenmischungen, die verschiedene Basen enthalten, ausführbar, vorausgesetzt, dass sie Zink und/oder Blei enthalten. 



   Nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung kann jeder der Füllstoffe in der Mischung als Träger seiner jeweiligen Säure dienen. Zu diesem Zweck können Säure und Füllstoff auf geeignete Weise vorbehandelt werden, um die Füllstoffteilchen mit der Säure zu überziehen oder zu tränken, worauf die gebildete Mischung zum Zusammenkneten mit den übrigen Bestandteilen,   d. h.   dem Copolymeren, den Oxyden oder basischen Salzen der oben genannten Metalle, dem Vulkanisationsmittel usw., in den Mischer gegeben wird. 



   Infolge ihrer guten elektrischen Isoliereigenschaften können die nach den verschiedenen Ausführungformen der Erfindung hergestellten Mischungen für zahlreiche Verwendungszwecke auf allen technischen Gebieten, wo diese Eigenschaften erforderlich sind, gebraucht werden. An erster Stelle ist das Gebiet der Isolierüberzüge auf Kabeln und Leitern, Isolierdichtungen, Isolierplatten   und-böden   usw., zu nennen. 



  Ein weiteres interessantes Anwendungsgebiet der Massen gemäss der Erfindung sind Schutzüberzüge, beispielsweise für Rohre, gegen Kriechströme und Korrosion ganz allgemein. 



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Vulkanisierbare Mischungen aus amorphen gesättigten Copolymeren von Äthylen mit a-Olefinen und organischen Peroxyden und Schwefel als Vulkanisationsmittel, gekennzeichnet durch einen Gehalt von 1 bis 30, vorzugsweise 5-30 Gew.-Teilen einer Metallseife, die Zink, Blei, Cadmium oder Zinn, an organische Säuren gebunden, enthält, auf 100 Gew.-Teile Copolymer.

Claims (1)

  1. 2. Vulkanisierbare Mischungen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Seife Bleiund/oder Zinkoxyde oder basische Blei- oder Zinksalze enthält.
    3. Vulkanisierbare Mischungen nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die organische Säure in der Metallseife eine gesättigte aliphatische Säure mit mehr als 5 Kohlenstoffatomen, vorzugsweise Palmitinsäure, Stearinsäure oder Laurinsäure, ist.
    4. Vulkanisierbare Mischungen nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die organische Säure in der Metallseife eine ungesättigte aliphatische Säure mit unter Vulkanisationsbedingungen im wesentlichen nicht reagierenden Doppelbindungen, vorzugsweise Ölsäure, ist. <Desc/Clms Page number 8>
    5. Vulkanisierbare Mischungen nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die organische Säure in der Metallseife eine Monocarbonsäure von aromatischem oder cycloaliphatischem Typ, vorzugsweise Naphthensäure, Benzoesäure oder deren Homologe, o-Oxybenzoesäure oder ss-Oxynaphthalincarbonsäure oder deren Homologe, ist.
    6. Vulkanisierbare Mischungen nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die organische Säure in der Metallseife eine Harzsäure ist.
    7. Vulkanisierbare Mischungen nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass zusätzlich freies Metalloxyd vorliegt.
AT557660A 1959-07-30 1960-07-20 Vulkanisierbare Mischungen AT225413B (de)

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