AT222942B - Schneckenbekämpfungsmittel - Google Patents

Schneckenbekämpfungsmittel

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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



    Schneckenbekämpfungsmitte 1    
 EMI1.1 
 
 EMI1.2 
 in welcher A für eine Alkylgruppe mit 1-4 Kohlenstoffatomen, einen Phenylrest oder ein Wasserstoffatom und B für einen Alkylrest mit 1-4 Kohlenstoffatomen steht. 



   Verbindungen der obigen Formel sind beispielsweise durch Umsetzung von Hydrazin mit entsprechenden 1, 3-Dicarbonylverbindungen leicht zugänglich. 



   Typische Beispiele für die erfindungsgemäss wirksamen Verbindungen sind unter anderem das 3-Methyl- - pyrazolon-5 der Formel 
 EMI1.3 
 und das 3-Methyl-4-phenyl-pyrazolon-5 der Formel 
 EMI1.4 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
Die in der Praxis übliche Art der Landschneckenbekämpfung, wie z. B. mit Metaldehyd, wird in Form von   Metaldehyd-Kleieködern durchgeführt,   wobei das   Kleiegemisch in der Regel 3, 5 - 5% Metaldehyd   enthält. Der Vorteil der erfindungsgemässen Verbindungen liegt unter anderem in einer wesentlichen Re- duktion des   Wirkstoffgehaltes   im Kleie-Ködergemisch. So wurde gefunden, dass schon   2%   Wirkstoff der er-   fmdungsgemässen   Verbindungen genügten, um den gleichen Effekt zu erzielen wie mit einem MetaldehydKleieköder.

   Gemessen an der Abtötungszeit (von Versuchsbeginn bis zur Tilgung) sind die   2% igen   erfindungsgemässen Einstellungen noch schneller wirksam als die Kleie-Ködergemische mit 3, 6% Metaldehyd. 



  Neben der biologischen Wirksamkeit sind auch besonders die günstigen Toxizitätswerte der beanspruchten Verbindungen bedeutsam. 



   So tötet z. B. Metaldehyd nach per oraler Applikation von 375mg/kg Ratte alle Versuchstiere innerhalb von 24 Stunden ab. Nach per oraler Applikation von 3-Methylpyrazolon-5 hingegen gingen von fünf eingesetzten Ratten, die 2500 mg/kg erhielten, nur zwei innerhalb von 7 Tagen ein, während eine Dosis von 2000 mg/kg dieser Verbindung bei keinem der Versuchstiere zum Tode führte. 



     Beispiel l :   Zum Nachweis der mollusciziden Wirksamkeit wird in eine Glasschale von 25 cm Durchmesser und 13 cm Höhe eine zirka 5 cm dicke Erdschicht eingebracht. In die Mitte der Schale kommt ein   5,,/aí. gen   Wirkstoff (wie   z. B.   3-Methylpyrazolon-5) enthaltendes Kleieködergemisch. Das betreffende Köderhäufchen hat einen Durchmesser von etwa 5 cm. 



   Die Schale wird dann mit sechzehn Schnecken (acht   Arien hortensia   und acht Limax agrestis) belegt. 



  Die Tiere werden absichtlich an der Peripherie der Schale ausgesetzt und erhalten noch Salat als Beifutter. 



  7 Tage nach Versuchsbeginn waren alle Tiere eingegangen. 



    Beispiel 2 : Um nachzuweisen. ob eine molluscizid wirksame Substanz auch als Frassgift wirkt, wird ein    50 x 50 x 25 cm grosser, mit Fliegendraht ausgestatteter Käfig, dessen vorher eingefüllte Erdschicht zwei 1 cm breite Kleiestreifen in Richtung und Länge der beiden Diagonalen enthält, benutzt. 



   Die verwendete Kleie enthält 2% Wirkstoff der Verbindung 3-Methylpyrazolon + 0,   25% eines   handelsüblichen fungiziden Mittels zur Unterbindung der Schimmelbildung. 



   Dann werden in jedes der vier durch die Kleiestreifen unterteilten Felder je vier Landlungenschnecken (Deroceras agreste bzw. Arion hortensis) gesetzt, die ebenso wie die Tiere im   Kontrollkasten noch   das übliche Beifutter erhalten. Bereits 1 Tagnach Versuchsbeginn sind die ersten toten Schnecken aufzufinden. 



  Die    LD100   wird schon am 4. Tage nach Versuchsbeginn erreicht. 



   Im Kontrollkasten sind nach 10tägiger Beobachtung noch keine toten Tiere festzustellen. 



   Ein zum Vergleich herangezogenes Metaldehyd-Präparat war von körniger Beschaffenheit, hatte als Ködermittel ebenfalls Kleie und wurde Korn an Korn ebenfalls in diagonaler Richtung ausgelegt. Durch Analyse wurde ein Metaldehyd-Gehalt von 3,   6%   nachgewiesen. Die    LD100   der mit diesen MetaldehydKleiekörnern gefütterten Schnecken wurde unter sonst gleichen Versuchsbedingungen erst am 9. Tage nach Versuchsbeginn erreicht. 



   Mit einer 2%igen Metaldehyd-Kleiemischung wurden einer   10tägigen   Beobachtungsdauer nur sieben der sechzehn eingesetzten Schnecken abgetötet. 



   Beispiel 3: In die vorher beschriebenen Kästen aus Fliegendraht werden junge Kohl- bzw. Salat-   pflänzchen   eingepflanzt und mit einer   Zeigen   Lösung der Verbindung 3-Methylpyrazolon-5 bespritzt. Die Herstellung einer   Zeigen   Metaldehyd-Lösung bereitete Schwierigkeiten, weil die in Frage kommenden Lösungsmittel alle mehr oder weniger phytotoxisch waren. Es wurde deshalb ein 2% Metaldehyd enthaltendes Spritzpulver verwendet. Die mit den erfindungsgemässen Verbindungen bzw. mit Metaldehyd behandelten Pflänzchen wurden pro Kasten mit zwanzig Schnecken beschickt. Unbehandeltes Beifutter war, wie die Kontrolle betätigte, nicht notwendig. 



   8 Tage nach Versuchsbeginn wurde ausgewertet : Die mit der erfindungsgemässen Substanz 3-Methylpyrazolon-5 gespritzten Pflänzchen führten innerhalb dieser Zeit zu einer 10eigen Abtötung der eingesetzten Schnecken. In dem Kasten, in welchem die mit Metaldehyd bespritzten Pflänzchen standen waren von zwanzig eingesetzten Schnecken-innerhalb von 8 Tagen drei   tot, fünf   geschädigt und zwölf gesund. 



   An Stelle der in dem vorhergehenden Beispiel genannten Verbindung können   z. B.   auch 3-Butylpyrazolon-5 oder 3-Cyclohexylpyrazolon-5 zur Verwendung kommen. 

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Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE : 1. Schneckenbekämpfungsmittel, dadurch gekennzeichnet, dass es als aktiven Wirkstoff eine Verbindung der allgemeinen Formel <Desc/Clms Page number 3> EMI3.1 in der A für eine Alkylgruppe mit 1-4 Kohlenstoffatomen, einen Phenylrest oder ein Wasserstoffatom und B für einen Alkylrest mit 1-4 Kohlenstoffatomen steht, enthält.
    2. Mittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es als aktiven Bestandteil 3-Methyl- pyrazolon- 5 enthält.
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