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Verteiler für Pflanzen
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Verteiler für Setzmaschinen jener Art, die eine rotieren- de Scheibe aufweisen, auf deren Umfang Greiferzangen angeordnet sind, welche so ausgebildet sind, dass sie sich einzeln durch Drücken auf eine Fläche von Hand schliessen lassen und sich automatisch beim Ein- graben der Pflanze im günstigsten Moment öffnen.
Die Pflanze wird normalerweise in eine Furche eingesetzt, die von einer Pflugschar mit zwei Schau- feln geöffnet wird. Zwischen diesen Schaufeln geht die Greiferzange, die eine Pflanze gepackt hält, hin- durch und setzt die Pflanze an ihren Platz. Hierauf wird die durch die Pflugschar aufgeworfene Erde rund um den Fuss der Pflanze mittels Häufelrädem festgedrückt.
Jede Greiferzange besteht aus zwei Pressplatten, die miteinander mechanisch verbunden sind. Eine dieser Pressplatte ist beweglich und stellt das eine Ende eines Armes dar, der um eine Achse beweglich ist, die in einer Ebene parallel zur Scheibe liegt. Eine Feder bewirkt, dass diese Platte in eine Stellung gedrückt wird, in der sie die andere Platte berührt.
Die zweite Platte, die die Gegendruckplatte darstellt, ist an dem Ende eines Armes ausgebildet, der um eine Achse parallel zur Rotationsachse der Scheibe drehbar, u. zw. zwischen einer Verriegelungsstellung, in welcher ein gegenseitiges Sperrorgan des einen Armes die ausschwenkbare Platte gegenüber der Wirkung der genannten Feder offen hält und einer zurückgezogenen Stellung, in der sich die freie, ausschwenkbare Platte gegen die Gegenplatte schliessen kann, so dass eine von einem Machinisten eingelegte Pflanze festgehalten wird.
Die automatische Öffnung der Greiferzange erfolgt mittels eines bezüglich der Scheibe festen Hebearme3, der auf einen Sporn jenes Armes wirkt, der die ausschwenkbare Platte trägt, wodurch dieselbe gegen die Wirkung ihrer Feder geöffnet wird.
Bei Berücksichtigung der Anordnungen, wie sie soeben beschrieben wurden, ist es notwendig, dass die Öffnung der Schaufeln der Pflugschar genügend gross ist, damit eine Greiferzange, die durch eine falsche Handhabung oder eine Unachtsamkeit des Maschinisten offen geblieben ist, nicht an die Pflugschar anstösst, weil sie in diesem Fall brechen würde.
Aber eine relativ grosse Öffnung der Pflugschar hat zur Folge, dass eine übertrieben grosse Zugkraft im Vergleich zu jener, bei welcher die Pflugschar gerade eine um eine Pflanze geschlossene Greiferzange passieren lässt, erforderlich ist. Ausserdem breitet eine weit geöffnete Pflugschar die Flanken der Furche in übertriebener Weise derart aus, dass die Erde sich weniger leicht zurückschaffen lamst, um die Wurzeln der Pflanze zu umgeben und dieselbe in vertikaler Richtung zu erhalten.
Ziel der Erfindung ist die Ausführung einer Verbesserung, durch welche eine offen gelassene Greiferzange nach ihrem Durchgang durch die Aufnahmestellung für die Pflanze automatisch geschlossen wird, bevor sie sich zwischen die Schaufeln der Pflugschar hineinbewegt.
Der auf diese Weise vervollkommnete Verteiler ist insbesondere gekennzeichnet durch einen im Verhältnis zur Scheibe festen Anschlag, der sich, entweder ständig oder nur falls die Greiferzange offen ist, in der Bahn eines an einem Arm der Greiferzange vorgesehenen und mit einem Rückhalteelement zusammenwirkenden Ansatzes befindet, und eine Feder, die, wenn das Aufeinandertreffen des Ansatzes und des Anschlages das Rückhalteelement zurückgezogen wird, die Platten der Zange aneinanderpresst.
Weitere Merkmale der Erfindung werden aus der folgenden Beschreibung hervorgehen.
In den beliegenden Zeichnungen, die lediglich Ausfühnmgsbeispiele darstellen, zeigen die Fig. l eine
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perspektivische Ansicht eines Verteilers, der Pflanzen in eine von einer Pflugschar geöffnete Furche ein- gräbt ; Fig. 2 eine perspektivische Ansicht von einem der Arme der Greiferzangen des Verteilers ; Fig. 3 eine Ansicht einer geschlossenen Greiferzange in stark vergrössertem Massstab ; Fig. 4 eine Detailansicht, die die Wirkung des Konstruktionselementes zeigt, welches das automatische Schliessen einer Greiferzange ; bewirkt, die nach dem Durchlaufen der Stelle, wo die Pflanzen eingelegt werden, geöffnet blieb ; Fig, 5 eine perspektivische Ansicht einer Greiferzange in offener Stellung gemäss einer andern Ausführungsart des
Verteilers gemäss der Erfindung ;
Fig. 6 eine Ansicht der Greiferzange der Fig. 5 in geschlossener Stellung ;
Fig. 7 die Detailansicht, die die Wirkung des Konstruktionselementes zeigt, welches das automatische
Schliessen der Greiferzange der Fig. 5 bewirkt, die nach dem Durchlaufen der Stelle, wo die Pflanzen ein- ) gelegt werden, geöffnet bleibt.
Gemäss der Ausführungsform, die in der Fig. 1 dargestellt ist, ist der Verteiler gemäss der Erfindung auf einem Setzmaschinenchassis montiert, welches an irgendein Zugmittel angespannt ist. Dieses Chassis besteht im wesentlichen aus einer Pflugschar 1 mit zwei Schaufeln 2 zum Aufwerfen der Furchen, in wel- che die Pflanzen eingesetzt werden sollen und einem Sattel, der nicht dargestellt ist, auf welchem der i Maschinist sitzt und dessen Hand durch den Pfeil M symbolisiert ist. Der Verteiler besteht aus einer dreh- baren Scheibe 3, die die Form eines sechseckigen Sternes aufweist und auf dem Chassis montiert ist ; sie wird durch die auf dem Boden rollenden Räder der Setzmaschine in Drehung versetzt.
Auf jeder Ecke der Scheibe ist eine Greiferzange 5 angeordnet, welche eine Pflanze P aufnehmern und loslassen kann. Jede Greiferzange besteht aus zwei miteinander zusammenarbeitenden Platter 6,7 deren t eine, die Platte 6, ausschwenkbar ist und das äussere Ende des eines Armes 8 bildet, dessen allgemeine
Richtung leicht in bezug auf den Radius der Scheibe geneigt ist und der zwei Drehzapfen 9. 11 aufweist, die in den Lagern der Laschen 12. 13 der Scheibe derart befestigt sind, dass der Arm 8 sich um eine Achse parallel zur Scheibenfläche drehen kann. Die ausschwingende Platte ist auf einem abgesetzten Teil 14 des
Armes mit Hilfe zweier Drehzapfen befestigt.
Zwischen diesen letzteren und benachbart dem innerer Ende
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desFinger und der Sporn befinden sich genau in der gleichen Ebene wie die ausschwenkbare Platte 6 und in der Verlängerung des einen vom andern. Eine Schraubenfeder 19 umgibt das innere Ende des Armes an- grenzend an den Drehzapfen 11 und stützt sich auf den Sperrfinger und auf der Scheibe selbst ab, so dass der drehbare Arm in eine Lage (Fig. 3), in der die Platte 6 auf die Gegenplatte zu liegen kommt, ge- drückt wird.
Diese letztere ist am äusseren Ende eines drehbaren Armes 21 ausgebildet (Fig. 2), der in seiner Mitte knieförmig gebogen ist, wo sich eine Hülse (bossage) 22 befindet. In einer Bohrung derselben kann eine
Achse 23 geführt sein, die auf der Scheibe fixiert ist ; der drehbare Arm 21 weist an seinem inneren Ende einen Ballastanguss oder ein Gegengewicht 24 auf und endet in einem dünnen Teil 26 oder einer Winkelplatte, die in eine Kerbe 27 der Scheibe eingreift. Der Arm 21 kann sich zwischen zwei Stellungen hinund herbewegen. Eine dieser Stellungen ist eine Verriegelungsstellung und bei A in der Fig. 1 und in der Fig. 4 dargestellt.
Man erkennt, dass der Sperrfinger 16 des Armes durch die Feder 19 in Berührung mit dem Gegengewichtsanguss 24 gebracht wird, wodurch die geöffnete Stellung der ausschwenkbaren Platte erhalten wird ; die Winkelplatte 26 des drehbaren Armes ist nun genau in Berührung mit einer der Seitenflächen 28 der Kerbe 27 der Scheibe.
In der andern Stellung des drehbaren Armes 21 ist die Winkelplatte 27 in Berührung mit der gegen- überliegenden Seitenfläche 29 der Kerbe : Das ist die zurückgezogene Stellung, in welcher der Sperrfinger 16 nicht in Berührung mit dem drehbaren Arm steht und in welcher die ausschwenkbare Platte normalerweise in Berührung mit der Gegenplatte steht bzw. auf die sich zwischen den Platten befindliche Pflanze P gedrückt wird (Stellungen B bis E der Fig. l und der Fig. 3).
Die Gegendruckplatte (Fig. 2) ist nach aussen zu durch einen Fortsatz 31 verlängert, welcher es dem Machinisten ermöglicht, den drehbaren Arm zum Zwecke des Schliessens der Greiferzange in die zurückgezogene Stellung zu senken.
Auf dem Chassis ist konzentrisch zu der Scheibe ein Sektor 32 (Fig. l) fest in bezug auf die Scheibe montiert. Dieser Sektor ist mit einem Hebearm 33 versehen, der durch einen am Umfang des Sektors ausgebildeten Absatz 35 verlängert ist.
Benachbart zu diesem Sektor und mit diesem verbunden ist ein Arm 37 vorgesehen, auf welchem ein Schaft 38 in einem Eisenbeschlag 39 unbeweglich festgeschraubt ist. Dieser Schaft hat eine genau defi- nierte Richtung, so dass er mit dem Schnabel 18 und dem Öffnungssporn 17 zusammenarbeiten kann, u. zw. unter den Bedingungen, wie sie im folgenden noch erläutert werden.
Die Vorrichtung arbeitet in folgender Weise :
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Die Scheibe dreht s ch im Sinne des Pfeiles P. In der Stellung A der Fig. 1 ist die Greiferzange offen und der Maschinist legt ; ne Pflanze P auf die Gegendruckplatte. Zur gleichen Zeit, zu der er die Pflanze einlegt, übt der Maschin-st einen Druck M auf den Fortsatz 31 in entgegengesetzter Richtung des Pfeiles fi aus. Diese Massnahme bewirkt, dass der Sperrfinger 16 vom Anguss 24 des Dreharmes abgleitet, so dass die ausgeschwenkte Platte sich sofort unter der Wirkung ihrer Feder 19 schliesst und die Pflanze zwischen die beiden Platten presst (Stellung B der Fig. l).
Sobald die Pflanze eine Lage in der Nähe der Stellung E der Fig. l erreicht, wird der Sporn 17 zu- nächst der Wirkung des Hebearmes 33 und dann der des Absatzes 35 ausgesetzt, wodurch eine Öffnungsbewe- gung des drehbaren Armes entgegen der Wirkung der Feder in ausgelöst wird. Die auf diese Weise freige- ) setzte Pflanze ist nun in der Furche angeordnet. die durch die bewegte Pflugschar geschaffen wurde. Un- mittelbar danach schliessen Häufelräder die Furche wieder und bedecken die Wurzeln der Pflanze.
Die Berührung des Sporn mit dem Absatz 35 bleibt auf einer gewissen Bogenlänge noch aufrecht, so dass derSperrfinger 16 den drehbaren Arm nicht berührtunddiesersich frei bewegen kann. In einer Lage zwi- schen den Stellungen F und A wirkt der Anguss 24 durch sein Übergewicht und verschiebt den drehbaren Arm bis in seine zurückgezogene Stellung, in welcher die Winkelplatte 26 gerade gegen die Seitenflä- che 28 der Kerbe 27 stösst. Die Wirkung des Absatzes auf den Sporn 17 hört dann auf. so dass der Finger 16 unter dem Einfluss der Feder 19 sich auf den Anguss anlegt, welcher auf diese Weise die anschwenkbare
Platte in offener Stellung zurückhält, d. h. in der Stellung A, in der der Maschinist von neuem eine Pflan- ze in die Greiferzange einlegen kann.
Wenn nun, infolge irgendeines Grundes, der Maschinist keine Pflanze in die Greiferzange hat einlegen und diese hat schliessen können, bleibt die Greiferzange offen und der Schaft 38 (Fig. 3) greift nun ein und bewirkt die automatische Schliessung der Zange bevor diese sich den Schaufeln der Pflugschar nähert. Dies geschieht genau in einer Stellung zwischen den Stellungen C md D der
Fig. 1 durch einen Impuls der von dem einen Ende des Schaftes (Fig. 4) auf den Schnabel 18 des i Sporns 17 in der entgegengesetzten Richtung der Wirkung der Feder 19 gegeben wird, so dass der
Sperrfinger 16 sich vom drehbaren Arm ablöst, worauf dieser unter der Wirkung des Gegengewichtes in die zurückgezogene Stellung kommt, in der sich die Winkelplatte 26 gegen die Seitenfläche 29 abstützt.
Im Augenblick, in dem der Schaft 38 den Kontakt mit dem Schnabel 18 verliert, wirkt die Feder 19 sofort und schliesst die Greiferzange. Es besteht überhaupt keine Gefahr eines Bruches
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nung aufweisen. die sich auch auf die Qualität der Eingrabeoperation günstig auswirkt.
In den Fig. 5-7 ist eine andere Ausführungsart der Greiferzangen 5 des Verteilers gemäss der Erfindung dargestellt, die sich von der erstes Ausführungsart durch eine gewisse Anzahl von Einzelheiten unter- scheidet.
Der die ausschwenkbare Platte tragende Arm 8 weist einen Öffnungssporn 17 auf, der nicht mit einem
Schnabel 18 versehen ist, so wie dies insbesondere in der Fig, 4 dargestellt ist ; es ist auch kein Sperrfin- ger an diesem Arm angebracht. de Platte 6 (Fig. 5) selbst weist einen Gummipuffer 41 auf, der in einem
Loch 42 befestigt ist und dazu dient das Auftreffen der Platte auf der Pflanze zu dämpfen, wenn sich die ausschwenkbare Platte schliesst (Pfeil f2).
Die Gegendruckplatte 7, die an dem drehbaren Arm 21 ausgebildet ist, weist einen gebogenen Sperrfinger 43 auf, der die ausgeschwenkte Platte offen hält und besitzt weiters einen seitlichen Vorsprung 47. der das Schliessen der Greiferzange gewährleistet, wenn der Maschinist es unterlassen hat, eine Pflanze einzulegen und die Zange zu schliessen.
Der drehbare Arm 21, der im allgemeinen eine geradlinige Form besitzt, weist kein Gegengewicht auf, steht aber unter der Wirkung einer Feder 46, die ihn in seine Verriegelungsstellung (Fig. 5 und 7) drückt (Pfeil fus).
Der Vorsprung 47 arbeitet mit einem Anschlag 48 zusammen, der mittels einer Achse 49 am Ende eines Überzuges 51 montiert ist und in einer regulierbaren Stellung auf einem Eisenbeschlag 52 des Chassis mittels eines Bolzens 54 mit einer Schraubenmutter 53, der eine längliche Spalte 56 des Eisenbeschlages durchdringt, befestigt ist. Der Anschlag wird in Richtung des Pfeiles f4 der Fig. 7 durch eine Feder 57, die sich seinerseits gegen einen Teil des Anschlages und anderseits gegen den Überzug abstützt, in eine Stellung gedrückt, in der der Anschlag gerade an den Boden des Überzuges 51 anstösst und in der er senkrecht zur Scheibe 3 steht.
Man bemerkt, dass die Grenzstellungen des drehbaren Armes 21 einerseits durch die Enden einer Nut 58, in welcher ein Sporn 59 des Armes (Fig. 5 und 6) eingreift und anderseits durch zwei Warzen 61, 62 (Fig. 7) festgelegt sind.
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