<Desc/Clms Page number 1>
Tachometer mit vorübergehender Speicherung der
Geschwindigkeitsanzeige
Die Erfindung bezieht sich auf ein Tachometer mit vorübergehender Speicherung der Geschwindigkeitsanzeige. Es ist bekannt, zur Geschwindigkeitsanzeige in Schlitzen einer umlaufenden Registrierflä- che geführte Schieber vorzusehen. Durch ein Schrittschaltwerk wird die Registrierfläche absatzweise weitergeschaltet, u. zw. gemäss dem Abstand der in ihr enthaltenen radialen Führungsschlitze für die Registrierschieber.
Während der Standzeiten der Registrierfläche wird jeweils ein Schieber, der einen Umlauf beendet hat, zunächst durch einen im Takte des Schrittschaltwerkes arbeitenden Rückstellfinger in die Ausgangslage zurückgeführt, sodann wird noch während der gleichen Standzeit dieser rückgestellte Schieber durch einen ebenfalls taktmässig arbeitenden Einstellfinger in die neue Registrierstellung bewegt. Dieselbe wird bestimmt durch einen vom Geschwindigkeitsmesswerk gesteuerten Anschlag, dessen schräg ansteigende Kante von einem Abfangstift abgetastet wird.
Beim bekannten Tachometer enthält die schrittweise umlaufende Registrierscheibe z. B. sechzig Radialschlitze in gleichmässigen Abständen. Die darin geführten Schieber bzw. Registrierstifte zeigen in Form einer Punktkurve die während cer zuletzt gefahrenen 1200 m in Abständen von je 20 m Fahrstrecke festgestellten Momentan-Gesch windigheiten.
Da das bekannte Instrument sich in der Praxis bewährt hat, sind die Anforderungen an die Messgenauigkeit desselben gestiegen. So wird zunächst gewünscht, die Intervalle von einem Messwerte zum andern zu kürzen. Das ist bis zu einem gewissen Grad ohne weiteres möglich durch eine einfache Übersetzungsänderung, wonach die Fortschaltungen der Registrierscheibe und die damit funktionell verbundenen Vorgänge der Rückstellungen und Neueinstellungen der Registrierschieber beispielsweise in Abständen von 10 m Fahrstrecke erfolgen. Dadurch wird zwar die Gesamt-Registrierstrecke und die in Form der erwähnten Punktkurve stehenbleibende Aufzeichnung der einzelnen Momentan-Geschwindigkeiten auf 600 m verkürzt.
Das kann jedoch ohne weiteres hingenommen werden, da beispielsweise im Falle eines Zusammenstosses des Fahrzeuges genaue Aufzeichnungen über das Fahrverhalten vor allem auf der kurz zuvor zurückgelegten Fahrstrecke von Interesse und dokumentarischem Wert ist. Bei weiteren Kürzungen der Messintervalle auf 5 m oder sogar 2 m hat es sich jedoch herausgestellt, dass die demgemäss zu steigenden Geschwindigkeiten des Schrittantriebes sowie der Rückstellungen und anschliessenden Neueinstellungen der Registrierschieber zu einer Überlastung der betreffenden Antriebs-und Schaltmittel führt, so dass die notwendige Präzision der taktmässigen Arbeit derselben beeinträchtigt bzw. in Frage gestellt ist.
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, den Antriebsmechanismus für die Registrierscheibe sowie für den Ein- und Rückstellfinger zu verbessern und den höheren Arbeitsgeschwindigkeiten anzupassen. Zu diesem Zweck wurden bei dem bekannten Tachometer dieser Art die nachstehend aufgeführten konstruktiven Änderungen vorgenommen, die in ihrer Wirkung und praktischen Bedeutung anschliessend noch im einzelnen näher erläutert werden : a) die Anordnung des Rückstellers und des Einstellfingers wurde derart vorgenommen, dass sie jeweils auf in nebeneinanderliegenden Schlitzen gleitende Schieber einwirken können. Die obere Anschlagkante
<Desc/Clms Page number 2>
des als breite Kulisse ausgeführten Rückstellers ist entsprechend den Abständen der Radialschlitze der Registrierscheibe treppenförmig abgestuft. Die.
Hin- und Herbewegung des Rückstellers erfolgt durch eine Exzenterscheibe, deren Hub etwas grösser ist. als die Stufenhöhe der Anschlagkante des Rückstellers. b) Die Drehlage der Zeigerwelle des Geschwindigkeitsmesswerkes wird über ein Räderpaar auf eine als
EMI2.1
punkt von einem Abfangstift für den Einstellfinger abgetastet wird. Der zunächst spiralförmig ansteigende Rand der Kurvenscheibe setzt sich fort in einem Abschnitt mit konstantem Radius. c) Sowohl die Kurbel mit ihrer Schaltklinke zur Schrittschaltung der Registrierscheibe als auch die
EMI2.2
mässigen Betätigung des Einstellfingers sind auf einer gemeinsamen Welle fest verbohrt angebracht.
Die erfindungsgemässe Anordnung des Rückstellers und des Einstellfingers hat den Vorteil, dass beide
Teile ihre Einstellbewegungen unabhängig voneinander ausführen können und hiefür jedem Teil die vol- len Standpausen der Registrierscheibe zur Verfügung stehen. Durch die Verwendung einer Kurvenscheibe zur Steuerung des Einstellfingers mittels des Abfangstiftes an Stelle des bisher gebräuchlichen Schiebers mit einer Schrägkante wird einerseits die Einstellgenauigkeit erhöht, da der Umfang der Kurvenscheibe stets im Scheitelpunkt vom Abfangstift abgetastet wird und anderseits die bewegten Massen reduziert.
Da in Verbindung mit der Erweiterung des Geschwindigkeitsanzeigebereiches nicht notwendigerweise auch der Registrierbereich vergrössert werden muss und im allgemeinen eine Anzeigegrenze von 100 km/h ausreicht, wurde auf der Kurvenscheibe zur entsprechenden Steuerung des Einstellfingers dem ansteigenden Umfangsabschnitt ein Abschnitt mit konstantem Radius angeschlossen. Die Befestigung der Antriebselemente für die Registrierscheibe, den Rücksteller und den Einstellfinger auf einer gemeinsamen Schaltwelle vereinfacht ferner die Montage und beseitigt auch die bisher durch Zwischenräder verursachten zusätzlichen Reibungsverluste.
Zur Verbesserung der schrittweisen Fortschaltung und Arretierung der Registrierscheibe werden ein Kurbelzapfen und ein Zylindergesperre verwendet. Diese Organe greifen in taktmässigem Wechsel in den die Registrierscheibe tragenden Transport-Zahnkranz ein, so dass derselbe schrittweise weitergeschaltet und während der Standzeiten gesperrt wird.
Eine mit dem Tachometer erzielbare, auslöschbare und stetig sich erneuernde Registrierung des Fahrverhaltens über eine bestimmte Kontrollstrecke ist praktisch nur von Bedeutung bei Vorwärtsbewegung des Fahrzeuges. Es würde ausserdem zu nicht unerheblichen konstruktiven Komplikationen führen, wollte man etwa das Instrument noch so einrichten, dass auch die nur seltenen, kurzzeitigen und langsamen Rückwärtsfahren registriert werden. Daher ist als weitere Ausbildung der Erfindung eine Einrichtung vorgesehen, die bei gelegentlichen Rückwärtsfahren den Antrieb des Registriermechanismus abschaltet, und die darin besteht, dass eine Schlingfeder-Freilaufkupplung im Antriebspfad der Fortschaltwelle angeordnet ist, so dass dieselbe nur in einer Drehrichtung angetrieben werden kann.
Die Zeichnungen zeigen zwei beispielsweise Ausfihrungsformen. Es zeigen Fig. 1 die Frontansicht des Instrumentes ; Fig. 2 die Seitenansicht desselben, teilweise geschnitten ; Fig. 3 die Teilaufsicht der feststehenden, durchsichtigen inneren Abdeckscheibe ; Fig. 4 die Teilaufsicht der umlaufenden Registrerscheibe, teilweise aufgebrochen ; Fig. 5 in der oberen Hälfte den Schnitt, in der unteren Hälfte die Seitenansicht der Registrierscheibe ; Fig. 6 die Aufsicht auf den Transportmechanismus für die nur teilweise dargestellte Registrierscheibe ;
Fig. 7 die raumbildliche Darstellung des hinter der Registrierscheibe befindlichen Antriebs- und Registriermechamsmus und Fig. 8 eine zweite Ausführungsform des Antriebsund Registriermechanismus.
EMI2.3
(an sich bekannte und daher nicht dargestellte) von der Welle 2 angetriebene Geschwindigkeitsmesseinrichtung, welche die Zeigerwelle 3 betätigt. Der auf dem vorderen Ende derselben befindliche Zeiger 4 spielt hinter einer zweckmässig auf der Unterseite der Frontscheibe 5 angebrachten Geschwindigkeitsskala.
Die Frontscheibe ist bei diesem Ausführungsbeispiel in einem um das Scharnier 6 schwenkbaren und durch das Schloss 7 feststellbaren Deckelring 8 angeordnet. Derselbe könnte auch auf dem vorderen Gehäuseteil l"fest verschraubt sein.
Die Hauptantriebswelle 2 treibt eine Nebenwelle 9 (Fig. 7) an, und die Registrierscheibe 17 wird in gleichmässigen kleinen Absätzen sprungweise bewegt durch die von der Nebenwelle 9 über das Ritzelpaar 9', angetriebene Fortschaltwelle 10, deren vorderes Ende eine Kurbel 11 mit einer Schaltklinke 12 trägt. Dieselbe greift, angedrückt durch die Feder 13 (Fig. 6), in einen Zahnkranz 14 ein, der den ortsfesten Trägerring 15 umgreift und bei jeder Umdrehung der Fortschaltwelle 10 um je eine Zahndistanz weitergeschaltet wird. Der andere Schenkel der Feder 13 drückt eine Rücksperrklinke 16 gegen den Zahn-
<Desc/Clms Page number 3>
kranz 14. Derselbe hat beim vorliegenden Ausführungsbeispiel sechzig Zähne, so dass der Zahnkranz in sechzig Schaltschritten eine volle Umdrehung ausführt.
Der Trägerring 15 ist vorne abgedeckt durch eine undurchsichtige Deckscheibe 38, die ein Fenster für das dahinter befindliche Kilometerzählwerk 39 aufweist, welches von der Nebenwelle 9 aus angetrieben wird.
Die mit dem Zahnkranz 14 fest verbundene Registrierscheibe 17 besteht aus drei miteinander ver-
EMI3.1
Radialschlitze besitzen. Dieselben dienen als Führungsbahnen für die darin verschiebbaren Registrer- stifte 19. In der mittleren Platte der Registrierscheibe 17 befinden sich Radialschlitze 18', die etwas brei- ter sind als die Radialschlitze 18 in den beiden äusseren Platten. Dadurch sind langgestreckte kastenför- mige Führungsbahnen für die Haltekörper 19" gebildet, die leicht federnd gegen die beiden äusseren Plat- ten der Registrierscheibe 17 anliegen, so dass die Registrierstifte 19, wenn sie auf eine noch zu erläuternde
Weise verschoben werden, jeweils an bestimmten Stellen zwischen den beiden Enden der Radialschlitze
18 stehen bleiben.
Zweckmässig sind die Stirnflächen der Registrierstifte 19 weiss, damit sie sich auf der schwarzen Vorderfläche der Registrierscheibe 17 besser abheben.
Die Verschiebung der Registrierstifte 19 erfolgt durch Finger, die in einer bestimmten Taktfolge arbeiten und die aus der Registrierscheibe 17 herausstehenden rückwärtigen Enden der Registrierstifte 19 verschieben. Bei der bekannten Ausführungsform arbeiten während einer Standzeit der Registrierscheibe
17 die beiden Stellfinger kurz nacheinander auf der gleichen Bahn. Jedesmal, wenn durch eine Fortschal- tung der Registrierscheibe 17 der Radialschlitz 18 derselben unter den Einstellfinger 21 gelangt und dann bis zum nächsten Schaltschritt stehen bleibt, schiebt zunächst der Rückstellfinger diesen Registrierstift 19 nach aussen und kehrt dann sotort in seine untere Ruhelage zurück. Der Hub des Rückstellfingersentspricht der Länge des Radialschlitzes 18.
Sofort nach der Rückstellung des Registrierstiftes 19 erfolgt eine Neu- einstellung desselben durch den Einstellfinger 21, u. zw. noch während der gleichen Staudzeit der Regi- strierscheibe.
Die Zeitlänge eines zwischen zwei Schaltschritten liegenden Intervalls wird nun von zwei Faktoren bestimmt ; das sind a) ein konstanter Faktor, nämlich die durch entsprechend gewählte Übersetzung eingestellte Länge der Messstrecke von beispielsweise 20 m, und b) ein variabler Faktor, nämlich die auf dieser Messstrecke gefahrene Geschwindigkeit von beispiels- weise 60 km/h.
In diesem Beispielsfall würde also die Zeitdauer des Intervalls l, 2 sec betragen, von denen etwa
0, 4 sec auf den Schaltschritt und 0, 8 sec auf die Standzeit entfallen, während welcher zunächst die Rückstellung und sodann die Neueinstellung eines Registrierschiebers erfolgt. Bei einer Messstrecke von 10 m und bei einer auf derselben gefahrenen Geschwindigkeit von 120 km/h würde die für Rückstellung und Neueinstellung eines Registrierschiebers zur Verfügung stehende Zeit nur noch 0, 2 sec betragen.
Die Erfindung ist zunächst darauf gerichtet, bei einer zwecks Erhöhung der Messgenauigkeit vorgenommenen Verkleinerung der Messstrecke (beispielsweise auf 2 m) die dadurch (bei der bisher bekannten Konstruktion des Gerätes) veranlasste zu starke Steigerung der Arbeitsgeschwindigkeit der beiden Stellfinger zu vermeiden. Erfindungsgemäss lässt man nicht mehr während einer Standzeit auf ein und denselben Registrierschieber zuerst den Rücksteller und sodann den Einstellfinger einwirken. Der Rücksteller wird nicht mehr wie bisher in der Bahn des Einstellfingers hin-und herbewegt, sondern neben derselben, so dass dem Einstellfinger für seinen Hin- und Rückgang die ganze Standzeit zur Verfügung steht.
Die ein Ausführungsbeispiel der Erfindung veranschaulichende Fig. 7 zeigt die Anordnung und Ausbildung sowie den Antrieb des Rückstellers 22. Derselbe ist als breite Kulisse ausgeführt, und seine obere Anschlagkante ist treppenförmig abgestuft. Eine auf der Fortschaltwelle 10 befindliche Exzenterscheibe 24 bewirkt eine gleichmässige Auf- und Abwärtsbewegung der Schubstange 26, deren unteres ringförmiges Ende 25 die Exzenterscheibe 24 umgreift und deren oberes, durch einen Stift 26'geführtes Ende den Rücksteller 22 trägt. Die beispielsweise dargestellten fünf Stufen des Rückstellers sind nun auf fünf Radialschlitze 18 der Registrierscheibe 17 gerichtet. Der Hub der Exzenterscheibe 24 ist so bemessen, dass er etwas grösser ist als die Stufenhöhe des Rückstellers 22.
Ein von einer niedrigeren Stufe desselben während einer Aufwärtsbewegung etwas angehobener Registrierstift 19 bleibt in dieser neuen Lage stehen, während der Rücksteller wieder abwärtsbewegt wird. Nach einer Weiterschaltung der Registrierscheibe 17 wird der erwähnte Registrierstift 19 dann von der nächsthöheren Stufe des Rückstellers 22 wieder etwas angehoben usf., bis die oberste Stufe des Rückstellers 22 ihn bis an das obere Ende seines Radialschlitzes 18 befördert hat. Der nächste Schaltschritt der Registrierscheibe 17 befördert diesen vollkommen zurückgestellten Re-
<Desc/Clms Page number 4>
gistrierstift 19 unter den Einstellfinger 21, der nun sofort in Aktion treten kann, ohne erst, wie bisher, den Rückstellvorgang abwarten zu müssen.
Hinter dem undurchsichtigen Sektor 37 der durchsichtigen in- neren Abdeckscheibe 35 vollziehen sich, ohne das Auge zu stören, die Rückstell-und Einstellvorgänge.
Der Umstand, dass bei dem vorliegenden Auslührungsbeispiel die in Erscheinung tretende Punktkurve um fünf in der stufenweisen Rückführung befindliche Registrierstifte gekürzt wird, ist ziemlich belanglos.
Selbst bei dichter Messfolge von z. B. 2 m geben die ablesbar bleibenden vierundfünfzig Registrierstifte noch eine den Geschwindigkeitsverlauf auf 108 m Fahrstrecke klar darstellende Punktkurve.
Die vorderen Enden der Registrierstifte 19 erstrecken sich nur bis zur Oberseite der Registrierscheibe
17, die in den Sektorflächen zwischen den Radialschlitzen 18 konzentrische, die Schlitzlängen gleich- mässig unterteilende Kreisbogenabschnitte 36 aufweist. Die vor der Registrierscheibe 17 mit geringem
Spiel ortsfest angebrachte durchsichtige Abdeckscheibe 35 hat also keine konzentrischen Kreise als Ab- lesemittel, sondern nur noch einen undurchsichtigen Sektor 37, der eine den auf der Registrierscheibe 17 befindlichen Kreisbogenabschnitten 36 entsprechende Geschwindigkeitsbezifferung trägt.
Beim Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 7 wird die während der Fahrt ständig wechselnde Drehlage der
Zeigerwelle 3 über das Räderpaar 27, 28' übertragen auf eine Kurvenscheibe 33", deren spiralförmig ansteigende Kante jeweils im Scheitelpunkt von dem Abfangstift 34 abgetastet wird.
Bei einer Vergrösserung des Geschwindigkeitsmessbereiches (die in an sich bekannter Weise durch Än- derung des Abgriffes des zwischen der Antriebswelle 2 und der Zeigerwelle 3 befindlichen Fliehkraftoder Wirbelstrommesswerkes vorgenommen werden kann) ist natürlich die Frontscheibe 5 gegen eine andere mit entsprechender Skaleneinteilung, z. B. von 0 - 160 km/h, auszuwechseln. Ausserdem könnte man auch die Registriereinrichtung auf diesen grösseren Messbereich umstellen, so dass auch höhere Mo- mentan-Geschwindigkeiten durch entsprechende Stellungen der Stifte 19 in den Radialschlitzen 18 registriert werden können.
In diesem Fall würde jedoch die Ableseskala zu gedrängt, d. h. der Abstand der dieselbe bildenden Kreisbogenabschnitte 36 zu klein und damit die Deutlichkeit der Registrierungen beeinträchtigt werden. Man könnte wohl eine Registrierscheibe 17 von grösserem Durchmesser und entsprechend grösserer Länge der Radialschlitze 18 verwenden, doch würde das eine in mancher Hinsicht unwillkommene Vergrösserung des ganzen Instrumentes veranlassen. Erfindungsgemäss ist daher das Instrument so eingerichtet, dass eine Vergrösserung des Messbereiches (z.
B. auf 16u km/h) nur durch den Zeiger 4 auf einer entsprechend geänderten Skala in Erscheinung tritt, während die unverändert gebliebene Registriereinrichtung die schrittweise festgestellten Momentan-Geschwindigkeiten nur bis zur bisherigen Höchstgrenze (z. B. 100 km/h) registriert.
Die Stellung eines Registrierstiftes 19 am oberen Ende seines Radialschlitzes besagt dann nur, dass die in diesem Fall gefahrene Geschwindigkeit 100 km oder darüber betragen hat. Man verzichtet dann zwar auf die genaue Registrierung höherer Geschwindigkeiten, auf die es jedoch in der Regel nicht entscheidend ankommt. Wenn also das Instrument insoweit unverändert bleibt, als der maximale Drehbereich der Zeigerwelle 3 und demgemäss die Bogenlänge der vom Zeiger 4 bestrichenen Skala (Fig. 1) beispielsweise 276 Bogengrade beträgt, dann wäre die Kurvenscheibe 33" so zu gestalten, dass ihr zunächst spiralförmig ansteigender Rand sich in einem Abschnitt 33 put mit konstantem Radius fortsetzt. Wird nun bei Geschwindigkeiten über 100 km/h die Kurvenscheibe 33"so weit von der Zeigerwelle 3 im Gegenzeigersinn (vgl.
Fig. 7) gedreht, dass ihr Umfangsabschnitt 33"'unter den Abfangstift 34 gelangt, dann wird die Abwärtsbewegung des Rückstellfingers 21 auf die höchste Registrierstellung von 100 km be- schränkt.
Bei der Umstellung eines ursprünglich nur zum Anzeigen und Registrieren von Geschwindigkeiten bis zu 100 km eingerichteten Instrumentes auf höhere Geschwindigkeitsbereiche sind nur die Zahnräder 27, 28'und die Kurvenscheibe 33"auszuwechseln.
Während bei der bekannten Ausführungsform für die drei Arbeitstakte, nämlich Rückstellung der Schieber, Fortschaltung der Registrierscheibe und Neueinstellung der Schieber ein noch ziemlich komplizierter Mechanismus zur Übertragung der von der Nebenwelle 9 abgeleiteten Antriebskräfte verwendet , wurde, ist durch die Erfindung eine-wesentliche Vereinfachung und Verbesserung erzielt worden. Von der Nebenwelle 9 wird über das Räderpaar 9', 10'nur noch die Welle 10 angetrieben, auf der sich zur Ausführung der erwähnten drei Takte erforderlichen Organe befinden, nämlich die Kurbel 11 mit ihrer Schaltklinke 12 zur Schrittschaltung der Registrierscheibe 17, die Exzenterscheibe 24 zur taktmässigen Betätigung des Rückstellers 22 und die Kurvenscheibe 31'zur taktmässigen Betätigung des Einstellfingers 21.
Bisher hatte man immer grosse Mühe, ein auseinandergenommenes Instrument wieder auf genaue Taktfolge einzurichten. Diese Schwierigkeit entfällt jedoch jetzt dadurch, dass auf der Welle 10 die erwähnten Teile 10', 11, 24 und 31'in ihren richtigen Stellungen fest verbohrt angebracht sind, so dass bei einem Wiedereinbau auf jeden Fall der richtige Rhythmus gewährleistet ist.
<Desc/Clms Page number 5>
Beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 8 ist mit dem den ortsfesten Trägerring 15 umgreifenden Trans- port-Zahnkranz 14 die Registrierscheibe 17 fest verbunden. Auf dem vorderen Ende der an ihrem Ritzel 10'von der Nebenwelle 9 angetriebenen Fortschaltwelle 10 ist ein Zahnrad 35 befestigt, das mit einem gleichgrossen Zahnrad 36 dauernd in Eingriff steht. Die beiden Zahnräder 35 und 36 untergreifen teilweise den Transport-Zahnkranz 14. Ein auf der Oberseite des Zahnrades 35 befindlicher Kurbelstift 37 kann bei einem Umlauf in eine Zahnlücke des Transport-Zahnkranzes14eingreifen und denselben um einen Schritt weiterschalten.
Eine auf der Oberseite des Zahnrades 36 befindliche Zylindernocke 38 greift während eines Teiles ihres Umlaufes mit einem Kreisbogensegmentrand während der Standzeiten in eine Zahnlücke des Transport-Zahnkranzes 14 ein und ermöglicht eine Weiterschaltung desselben erst dann, wenn nur seine zurückgeschnittene Randpartie dem Transport-Zahnkranz eingriffslos zugewandt ist.
Diese für den vorliegenden Anwendungsfall neue Transport-und Feststelleinrichtung gewährleistet, dass auch bei hoher Arbeitsgeschwindigkeit keine-bei dem bisher verwendeten Zahnklinken-Schaltwerk möglichen-unexakten Schaltschritte bzw. Stellungen der Registrierscheibe 17 mehr auftreten können, sondern dass die zurückzustellenden und neu einzustellenden Registrierstifte 19 sich stets genau in den Ar- beitsbahnen des Rückstellers bzw. des Einstellers befinden.
Die Konstruktion und Funktion der Teile des Tachometers zur Betätigung des Rückstellers 22 und des
Einstellfingers 21 sind die gleichen wie in Fig. 7 dargestellt und erläutert. Um jedoch bei gelegentlichen
Rückwärtsfahrten den Antrieb des Registriermechanismus abzuschalten, ist eine Schlingfeder-Freilauf- kupplung angeordnet. Die Fig. 8 lässt erkennen, dass der radiale Fortsatz der das vordere Ende der Ne- benwelle 9 umschlingenden Schraubenfeder 9"das lose aufsitzende Ritzel 9'nur in einer Drehrichtung mitnimmt.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Tachometer mit vorübergehender Speicherung der Geschwindigkeitsanzeige durch in radialen
Schlitzen einer gemäss dem Abstand der Schlitze absatzweise weitergeschalteten Registrierscheibe ge- führte Schieber, die während der Standpausen der Registrierscheibe mittels eines taktmässig arbeitenden Einstellfingers, dessen Verstellbewegungen durch einen vom Geschwindigkeitsmesswerk gesteuerten Anschlag begrenzt sind, geschwindigkeitsabhängig eingestellt und vor Beendigung eines Umlaufes der Registrierscheibe mittels eines gleichfalls taktmässig arbeitenden Rückstellers in die Ausgangslage zurückbewegt werden, dadurch gekennzeichnet, dass der Rücksteller und der Einstellfinger jeweils auf in nebeneinanderliegenden Schlitzen gleitende Schieber einwirken.