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Elektrodynamischer Wandler zum Erzeugen oder Abtasten einer rillenförmigen Aufzeichnungsspur
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Wiedergabe benutztDieErfindung wird nachstehend an Hand der Zeichnung näher erläutert. Fig. ja zeigt eine prinzipielle Skizze eines Leitersystems eines elektrodynamischen Wandlers nach der Erfindung mit einem daran befestigten Schneidstichel. Fig. 1b zeigt ein Leitersystem eines elektrodynamischen Wandlers für universellen Gebrauch. Fig. 2 zeigt eine vereinfachte Seitenansicht eines elektrodynamischen Wandlers nach der Erfindung und in Fig. 3 ist eine andere Ausführungsform eines Leitersystems eines elektrodynamischen Wandlers nach der Erfindung schematisch in Vorder- und Seitenansicht dargestellt.
An Hand der Fig. la wird das der Erfindung zugrunde liegende Prinzip erläutert. Diese Figur zeigt zwei Strombahnen 1 und 2, die durch flache Elektroden aus homogenem, elektrisch gut leitendem Metall gebildet werden, welche steif auf einer Scheibe 3 befestigt sind, und sich in zwei Richtungen D1 bzw.
D2 erstrecken, die aufeinander senkrecht stehen, und die den beiden, gegebenenfalls stereophonischen Schwingungsrichtungen entsprechen.
Mit 4,5 und 6 sind Federn bezeichnet, welche das Schwingungssystem in die Gleichgewichtslage zurückführen und die Scheibe 3 in ihrer Ebene halten.
EinhomogenesFeldH, dessen Feldlinien zur Scheibe 3 senkrecht stehen, umfasst die zwei Strombahnen 1 und 2, während rückstellende, den Verschiebungen in den Richtungen D1 und D2 proportionale Kräfte auf den starren, aus den zwei Strombahnen und der Scheibe gebildeten Körper ausgeübt werden ; es
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bzw. D2 durch die Wirkung der elektrodynamischen Kräfte, welche auf den erwähnten Körper ausgeübt werden, auftreten, die den Strömen 11 und 12 proportional sind.
Die Ströme mit den Stromstärken 11 und 12, die als proportional mit den Amplituden der von zwei gesonderten, an geeignet gewählten Stellen angeordneten Tonquellen stammenden Schwingungen ange- nommen werden, bewegen gleichzeitig mit der Scheibe 3 einen Schneidstichel 7, welcher die stereo- phonische Aufzeichnung ausfährt, sofern die mittlere Richtung dessen relativer Bewegung sich mit einer in der Ebene der Scheibe 3 liegenden Richtung deckt.
Es sei bemerkt, dass das Feld H nicht notwendigerweise zur Ebene der Scheibe 3 senkrecht zu sein braucht. Es genügt, eine geeignete Komponente dieses Feldes in der genannten Richtung zu haben.
Es werden nachstehend einige Einzelheiten der Vorrichtung nach der Erfindung näher erläutert.
Es ist ganz unbedenklich, die erwähnten Strombahnen in der gleichen, leitenden Substanz verlaufen zu lassen. Mittels einer leitenden Scheibe, die vorzugsweise flach und gleichmässig stark ist, kann durch geeignet angebrachte Klemmen erreicht werden, dass die zwei Strombahnen in nahezu zueinander senkrechter Richtung verlaufen, so dass die Elektroden wegfallen können. Mittels einer Scheibe mit einer Symmetrieachse ist es verhältnismässig einfach, mit Hilfe von zwei zur Symmetrieachse geeignet angeordneten Klemmen einen Stromfluss durch diese Scheibe zu erzielen, dessen Richtung gleich der der Symmetrieachse ist. Mittels einer Scheibe gleichmässiger Stärke mit zwei Symmetrieachsen, die zueinandersenkrecht sind und mittels zweier Klemmenpaare 8, 8'und 9,9', die auf geeignete Weise gespeist werden und z.
B. an den Enden jeder der Symmetrieachsen angebracht sind, durchlaufen die Ströme mit den Stärken 11 und 12 über diese Klemmenpaare in der Metallscheibe nahezu senkrecht zueinander stehende Bahnen.
Der in dieser Figur veranschaulichte Wandler eignet sich zum Aufzeichnen nach dem 45 -45 -Sy- stem. Beieiner andern Anordnung der Strombahnen 1 und 2 gegenüber dem Stichel kann eine Seiten- und Tiefenaufzeichnung oder eine beliebige andere Aufzeichnung erzielt werden.
Fig. l zeigt eine scheibenförmige Platte 3 nach Fig. 1a, welche Scheibe auf der Vorderseite mit den Elektroden 1 und 2 in Form eines liegenden Kreuzes bedeckt ist, während auf der Rückseite die Elektroden 10 und 11 in Form eines relativ zum Spurträger stehenden Kreuzes angebracht sind. Jedes Elektrodenpaar bildet ein Kreuz mit rechtem Winkel und ein Paar ist gegenüber dem andern um 450 gedreht. Auf diese Weise kann die Aufzeichnung oder die Abtastung sowohl nach dem 450-450-System, bei dem die Signale den Elektroden 1 und 2 zugeführt oder entnommen werden, und nach dem 00-900-System erfolgen, bei dem die Signale den Elektroden 10 und 11 zugeführt oder entnommen werden.
Wenn die Scheibe 3 aus leitendem Material hergestellt ist, können die Elektroden wegfallen und man braucht nur dieStromzuführungs-oder Stromabführungsleitungen an Klemmen od. dgl. anzuschliessen, die pro Strombahn einander diametral gegenüberliegen.
Fig. 2 zeigt schematisch eine Seitenansicht einer Ausführungsform einer Aufzeichenvorrichtung mit einem elektrodynamischen Wandler nach der Erfindung. 21 und 22 bezeichnen die Polstücke, welche innerhalb eines Spaltes 23 ein homogenes Feld H erzeugen, in dem die flache, gegebenenfalls leitende Scheibe 3 beweglich ist, die von den Strömen 11 und In durchlaufen wird. Der Schneidstichel 7 ist direkt
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;45 -45 -Schrift als auch für 00 -900 -Schrift oder ein anderes System ausgebildet sein können.
Obgleich der elektrodynamische Wandler nach der Erfindung insbesondere zur Aufzeichnung entwor- fen ist, kann er auch zur Abtastung stereophonischer Schallplatten benutzt werden, wenn der Schneidstichel durch eine Abtastnadel ersetzt wird.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Elektrodynamischer Wandler zum Erzeugen oder Abtasten einer rillenförmigen Aufzeichnungsspur, in der die Schwingungen zweier gleichzeitig aufgezeichneter Signale zueinander senkrecht stehen, mit einem Magnetkreis, in dessen Nutzspalt ein homogenes Magnetfeld erzeugt wird, und mit mindestens einem Leitersystem. dadurch gekennzeichnet, dass je Leitersystem nur zwei zueinander senkrecht stehende einfache Strombahnen vorhanden sind.