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Mechanik für ein sechsreihiges Harmonika-Griffbrett
Die Erfindung bezieht sich auf eine Mechanik für ein sechsreihiges Harmonika-Griffbrett, bei der korrespondierende Knöpfe von je zwei Knopfreihen mit demselben Klappenhebel zusammenwirken.
Eine derartige Mechanik hat gegenüber den üblichen Mechaniken mit drei oder fünf Knopfreihen den bekannten Vorteil einer verbesserten, gleichmässigeren Spielweise mit leichterem Fingersatz. Die für dieses sechsreihige Griffbrett bekanntgewordene Mechanik (USA-Patenschrift Nr. 795, 795) hat jedoch noch verschiedene Nachteile, die diese möglichen Spielverbesserungen noch nicht voll zur Wirkung kommen lassen. Dadurch, dass dort die Druckknöpfe mit den auf die Klappenhebel wirkenden Übertra- gungsstangen gelenkig verbunden sind, bleibt beim Niederdrücken des einen Knopfes der korrespondie- rende Knopf in seiner Normallage und stellt somit eine Behinderung für das Spielen dar. Ausserdem ist durch diese gelenkige Verbindung eine grosse Störanfälligkeit gegeben.
Die bekannten Übertragungssiangen sind weiters auch nur durch die Druckknöpfe im Griffbrett geführt. Deshalb tragen die Druckknöpfe an ihren
Kopfenden hutartige Verbreiterungen, um nicht durch das Griffbrett rutschen zu können. Diese Verbreiterung stellt aber anderseits wieder eine Behinderung beim Spielen dar. Endlich können diese Übertragungsstangen wegen ihrer mangelhaften Führung den Druck nur in Richtung der Knopf Verschiebung übertragen, so dass das Griffbrett fast senkrecht vom Harmonikakörper abstehen muss und wegen der durch die sechs Knopfreihen bedingten Breite eine erhebliche Vergrösserung des gesamten Instrumentes verursacht.
Alle diese Nachteile werden ertmdungsgemass dadurch vermieden, dass die Druckübertragung von den Knöpfen auf die Klappenhebel mittels flacher Übertragungsschieber erfolgt, die an zwei zueinander parallelen Armen die beiden korrepsondierenden Druckknöpfe tragen, mit einem dritten parallelen Arm im Mechanikgehäuse in Richtung des Druckes auf die Knöpfe verschiebbar geführt sind und mit einem vierten Arm auf die Enden der Klappenhebel im Sinne ihrer Betätigung einwirken.
Zweckmässig ist im Mechanikgehäuse ein durchlaufender Balken angeordnet, der Schlitze für die Führung der Führungsarme der Übertragungsschieber aufweist.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Fig. l zeigt die Ansicht der Mechanik von der Seite bei abgenommener Seitenwand. Die Fig. 2 und 3 zeigen die Formen der in Fig. 1 wegen teilweiser Verdeckung nicht ganz sichtbaren Übertragungsschieber. Die Fig. 4 und 5 zeigen den Führungsbalken in Draufsicht bzw. in Ansicht von vorne.
Das Instrument weist in üblicher Weise die in drei Reihen angeordneten Tonklappen 19 auf, die durch Druck auf die Klappenhebel 9 betätigt werden. Die mittlere Tonklappe 19 ist im betätigten Zustand dargestellt. Das Griffbrett 8 weist sechs Reihen von Druckknöpfen 7 auf, von denen korrespondierende Knöpfe von je zwei Knopfreihen mit demselben Klappenhebel zusammenwirken. Der Spieler kann somit dem günstigsten Fingersatz entsprechend einen von je zwei gleichwertigen Knöpfen 7 drücken.
Die Druckübertragung von diesen beiden Knöpfen 7 auf den ihnen zugeordneten Klappenhebel 9 erfolgt mittels sogenannter Übertragungsschieber 1, 2,3, die aus flachem Hartaluminium bestehen. Der verschiedenen Länge der Klappenhebel 9 und der Lage der zugeordneten Knöpfe 7 entsprechend sind drei Formen von übertragungsschiebern 1, 2, 3 erforderlich. Diese Formen sind jeweils aus den Fig. 1, 2'und 3 ersicht-
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Arme 22 auf, die an ihren Enden die korrespondierenden Druckknöpfe tragen. Hiebei genügt es, wenn die aus leichtem Kunststoff bestehenden Druckknöpfe eingeschlitzt und auf die Parallelarme 22 aufgeschoben und festgeklebt werden.
Weiters trägt jeder Übertragungsschieber einen weiteren, zu diesen Druckknopfarmen 22 parallelen Führungsarm 21, mit dem der gesamte Schieber in später beschriebener Weise in einem Führungsbalken in Richtung des Druckes auf die Knöpfe verschiebbar geführt ist. Endlich weist der Schieber einen
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Gleitarm 20 auf, mit dem er auf das Ende des zugehörigen Klappenhebels 9 im Sinne seiner Betätigung einwirkt. Die Enden der Klappenhebel sind geledert und mit einer Gleitfläche versehen, um das Zusam- menwirken mit den abgerundeten Enden der Gleitarm zu erleichtern.
Die vier beschriebenen Arme der Übertragungsschieber sind durch einen Verbindungssteg 23 verbunden. i Da die Führungsrichtung der Schieber 1, 2,3 und die Richtung des Druckes auf die Klappenhe- bel 9 nicht parallel sein müssen, kann dem Griffbrett 8 eine in bezug auf den Harmonikakörper schräge
Lage gegeben werden, wodurch wesentlich an Länge des gesamten Instrumentes eingespart werden kann.
Der Schräglage des Griffbrettes 8 entsprechend ist das Chassis 24 geformt.
Zur Führung und Hubbegrenzung der Übertragungsschieber 1, 2, 3 dient ein Führungsbalken, der sich durch das gesamte Mechanikgehäuse erstreckt. Dieser Führungsbalken weist drei Führungsleisten 4,5, 6
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je einer Führungsleiste 4,5, 6 und einer Hubleiste 15 bestehenden Führungseinheiten sind in abgestuf- ter Höhenlage miteinander verbunden und bilden gemeinsam den Führungsbalken.
Jeder Führungsarm 21 weist seitlich zwei Anschläge 18 in gleicher Höhe auf, mit denen seine Gleit- bewegung im zugehörigen Führungsschlitz 14 nach oben und unten begrenzt wild. Der eine Anschlag 18 wirkt hiebei mit der oberen Fläche der Führungsleiste zusammen, der zweite Anschlag ragt in eine Aus- fiäsung 16 in der Hubleiste und wirkt mit einem die Ausfräsung 16 teilweise abdeckenden Fixierpl tt- chen 12, das mittels Schraube 13 an der oberen Fläche der Hubleiste befestigt ist, zusammen. Als Stossdämpfer für die Bewegungen der Übertragungsschieber dienen Lederauflagen 17 auf den mit den Anschlägen 18 zusammenwirkenden Flächen der Führungsleisten 4,5, 6 und der Fixierplättchen 12.
Jeder Übertragungsschieber 1, 2,3 steht-unter der rückführenden Wirkung einer Spiralfeder 10, die den Führungsarm 21 umgibt und sich auf der oberen Fläche der Führungsleiste abstützt. Durch schwache Ausfräsungen 11 in den Hubleisten 15 wird Spielraum für die Federn 10 geschaffen.
Durch die geschilderte Ausbildung der Führung der Übertragungsschieber 1, 2, 3 brauchen die Druckknöpfe 7 im Griffbrett 8 nicht geführt zu sein. Sie können auch so dimensioniert sein, dass sie im gedrücktem Zustand nicht aus dem Griffbrett herausragen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Mechanik für ein sechsreihiges Harmonika-Griffbrett, bei der korrespondierende Knöpfe von je zwei Knopfreihen mit demselben Klappenhebel zusammenwirken, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckübertragung von den Knöpfen auf die Klappenhebel mittels flacher Übertragungsschieber erfolgt, die an zwei zueinander parallelen Armen die beiden korrespondierenden Druckknoptt : tragen, mit einem dritten parallelen Arm im Mechanikgehäuse in Richtung des Druckes auf die Knöpfe verschiebbar geführt sind und mit einem vierten Arm auf die Enden der Klappenhebel im Sinne ihrer Betätigung einwirken.