AT222048B - Verfahren zum Abdichten von Erdschichten - Google Patents

Verfahren zum Abdichten von Erdschichten

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AT222048B
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Peute Chemie Gmbh Chem Fab
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zum Abdichten von Erdschichten 
Ein Verfahren zur Abdichtung und Verfestigung von   Erdöl- und   Erdgaslagerstätten, dadurch gekenn- zeichnet, dass Salze der Alginsäure und hochpolymere Polyakrylate mit wasserlöslichem Harnstoff-
Formaldehyd -Kondensat durch Elektrolyte des Lagerstättenwassers zu Festkörpern in   dem Y   rager ausge- schieden werden, die nach beliebiger Zeit durch Spülen mit alkalischen Lösungen wider lösbar sind, ist bekannt. 



   Es wurde nun gefunden, dass diese Verbindungen sich auch vorzüglich dazu eignen, als Dichtungsund Verfestigungsmittel beim Bau von Talsperren, Dämmen   u. dgl.   zu dienen. Da aber bei dieser Arbeitsweise kein elektrolythaltiges Lagerstättenwasser zur Verfügung steht, wird die Überführung der wasserlöslichen Verbindungen in Festkörper dadurch bewirkt, dass vor oder nach dem Einbringen ihrer Lösungen in die zu verfestigenden oder abzudichtenden Erdschichten Elektrolytlösungen,   z. B.   eine Kalziumchloridlösung. in diese eingeführt wird. Statt dessen   ann   den Lösungen der auszufällenden Stoffe ein Katalysator einverleibt werden, welcher nach einstellbarer kürzerer oder längerer Zeit die Ausscheidung der Festkörper hervorruft. Als solche Katalysatoren können Schwermetall-Formiate,   z.

   B.   des Nickels oder Eisens, oder auch aromatische Sulfochloride, z. B. Toluolsulfochlorid, verwendet werden. 



   Der wesentliche Vorteil des neuen Verfahrens liegt darin, dass man damit eine stufenweise Abdichtung der Formation herbeiführen und auch bei unterschiedlichen Durchlässigkeiten der Formationen das   Einpressprodukt   so gestalten kann, dass es möglich ist, mit geringen Einpressdrucken zu arbeiten :   Beispiel l :   In die zu verfestigende Erdschichte wurden zunächst 100   l   einer   15'eigen   wässerigen Kalziumchloridlösung eingepumpt. Nach einer Stunde wurden 250 1 einer wässerigen Lösung   nachgepumpt,   welche aus   1'10   Ammoniumalginat,
4% wasserlöslichem Harnstoff-Formaldehyd-Kondensat und   zijp   wasserlöslichem Metakrylsäureester bestand. 



   Nach Verlauf einer Viertelstunde wurden 100   l   einer   15poligen   Kalziumchloridlösung nachgerückt. 



  Über Nacht war eine allen praktischen Anforderungen entsprechende Verfestigung des Erdreiches erfolgt. 



   Beispiel 2 :
10 g Ammoniumalginat,
40 g wasserlösliches Harnstoff-Formaldehyd-Kondensat,
15 g wasserlöslicher Metakrylsäureester wurden in 935 g Wasser gelöst. Sodann wurden 10 g Nickelformiat eingerührt. 



   Die Lösung war nach 30 Minuten vollständig erstarrt. Wenn das   Nickel- durch Eisenforrniat   ersetzt wurde, verlief die Reaktion in gleicher Weise. 



   Beispiel 3 :
15 g Ammoniumalginat,
35 g wasserlösliches Harnstoff-Formaldehyd-Kondensat,
20 g wasserlöslicher Metakrylsäureester wurden in 930 g Wasser gelöst. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Sodann wurden 20 g Toluolsulfochlorid in die Lösung eingerührt. Nach 60 Minuten war die Lösung erstarrt. Bei Ersatz des Toluolsulfochlorids durch Benzolsulfochlorid trat die Koagulation in gleicher Weise ein. 



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Verfahren zum Verfestigen und Abdichten von Erdschichten beim Bau von Dämmen, Talsperren u. ähnl. Bauwerken, dadurch gekennzeichnet, dass in diese Schichten Lösungen von Salzen der Alginsäure und hochpolymere Polyakrylate mit wasserlöslichem Harnstoff-Formaldehyd-Kondensat eingeführt und aus den Lösungen wasserunlösliche Festkörper durch eine vorhergehende oder nachfolgende Einführung wässeriger Elektrolytlösungen oder durch der Lösung einverleibte Katalysatoren ausgeschieden werden.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Elektrolytlösung eine Kalziumchloridlösung verwendet wird.
    3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Katalysator ein Schwermetallformiat, wie Nickel- oder Eisenformiat, oder ein aromatisches Sulfochlorid, wie Benzol- oder Toluolsulfochlorid, verwendet wird.
AT860659A 1959-03-25 1959-11-27 Verfahren zum Abdichten von Erdschichten AT222048B (de)

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