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Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von mit Innenverkleidung aus plastischem Stoff versehenen Metallfässern
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oder irgendwelcher anderer schädlicher Stoffe ausgesetzt, welche imstande wären, die ursprünglich vorhandenen wesentlichen Eigenschaften des die Verkleidung bildenden plastischen Stoffes zu beeinträchtigen.
Zu diesem Zweck wird ein Verfahren zur Herstellung von mit Innenverkleidung aus plastischem Stoff versehenen Metallfässern vorgeschlagen, die aus einer ring-oder zylinderförmigen Wand gebildet sind, deren Aussenränder blankgernacht, aufeinandergeschoben und zusammengeschweisst sind, wonach auf die blankeMetallzone einErgänzungsstreifen aufgebracht und mittels eines Klebstoffes befestigt wird.
nach welchem erfindungsgemäss zunächst der Klebstoff auf die blanke Metallzone der Innenwand des Behälters sowie auf die benachbarten Ränder der Plastikverkleidung auf einer Breite aufgetragen wird, die der Breite des anzubringenden Ergänzungsstreifens entspricht, dieser Klebstoff zuerst in der freien Luft und sodann unter Erhitzung auf eine Temperatur zwischen 500 und 800 C getrocknet wird, worauf die gesamte zu überklebende Oberfläche auf eine Temperatur zwischen 1300 und 1500 C erhitzt und schliesslich der Ergänzungsstreifen unter Anwendung einer in Längsrichtung fortschreitenden Druckwirkung auf die Innenwand aufgebracht wird.
Bei der der Durchführung dieses Verfahrens dienenden Vorrichtung ist ein rohrförmiger Gasbrenner vorgesehen, der auf Beinen von verstellbarer Länge aufruht und auf beiden Seiten mit zwei sich über die gesamte Länge des Brenners erstreckenden Schutzplatten ausgestattet ist, deren eine Längskanten über der Düsenreihe des Brenners unter Begrenzung eines Austrittsspaltes zueinander gebogen sind und an deren andern beiden Randteilen zur Befestigung der Platten am Brennerrohr sowie zur Veränderung des Austrittsspaltes Halte-und Verstellorgane vorgesehen sind, wobei die Gaszufuhr mittels zweier Absperrventile steuerbar ist, von denen das eine einen beträchtlich grösseren Durchlass steuert als das andere.
Die Erfindung wird im folgenden an Hand der Zeichnungen näher beschrieben. Es zeiger : Fig. 1 eine
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- 5gemässen Verfahrens, Fig. 6 eine erfindungsgemässe Vorrichtung in Ansicht, teilweise im Schnitt, Fig. 7 einen Querschnitt nach der Linie VII - VII ih Fig. 6 in grösserem Massstab.
So wie in den Fig. l, 2 und 3 in schematischer Weise dargestellt ist, wird von einer Metallplatte 1 ausgegangen, auf der auf einer Seite eine stetig fortlaufende Schicht aus plastischem Stoff 2 aufgeklebt ist. Die beiden später im Zylinderkörper aneinanderstossenden Ränder, die zusammengeschweisst werden müssen, werden auf einer Breite a, die von der Art, insbesondere von den Ausmassen des herzustellenden Fasses abhängig ist, von ihrer plastischen Verkleidung befreit und gesäubert.
In einer bevorzugten Ausführungsform können diese entblössten Metallstreifen 12-15 mm breit sein.
Nachdem die Platte so vorbereitet worden ist, wird sie, so wie in Fig. 1 gestrichelt angedeutet, durch Umbiegen kreisförmig gestaltet. Die entblössten Randteile 3 bzw. 4 werden nun auf einer Breite b, welche etwa 1/5 der vorerwähnten abgestreiften Breite. a beträgt, übereinandergeschoben. Im dargestellten Beispiel beträgt die Breite b der Überlappung ungefähr 2 - 3 mm (Fig. 2).
Nun können die übereinandergeschobenen Ränder 3,4 (Fig. 3) verschweisst werden, wobei die Stärke der Erhitzung nach Massgabe der Blechstärke genauer in solcher Weise geregelt werden soll, dass libermässige Erhitzung der benachbarten Teile, die eine Verletzung der plastischen Verkleidungsschicht herbeiführen könnte, vermieden wird. Auch soll jeglicher Möglichkeit einer Schädigung der Verkleidungschicht durch Wegspritzen geschmolzener Metallteile vorgebeugt werden.
In gewissen Fällen kann es vorteilhaft sein, die Fasswand künstlich zu kühlen, z. B., index mon sie auf der Aussenseite mit kaltem Wasser berieselt, damit die erwähnten Bedingungen in dieser Weise erfüllt werden können.
Das Zurechtmachen der Fasswand wird sodann mit einer sorgfältigen Reinigung, der Nahtstelle im allgemeinen mittels Abschleifen, abgeschlossen.
Zwecks Anordnung des Ergänzungsstreifens 6 wird auf der gesamten mittels dieses Streifens zu über- klebenden Oberfläche 5 ein Klebestoff aufgebracht, der vorzugsweise dieselbe oder eine gleichwertige Zusammensetzung aufweist wie der zum Befestigen der plastischen Innenverkleidung an das Metall verwendete Klebstoff. Diese Oberfläche kann z. B. ungefähr zweimal so breit sein wie der entblösste Me tallstreifen auf beiden Seiten der Schweissnaht. Im dargestellten Beispiel ist die Breite des mit Klebemittel bestrichenen Streifens etwa 40 mm. Der Klebstoff bedeckt also nicht nur die entblösste Metalloberfläche, sondern auch die benachbarten Randteile der Innenverkleidung, u. zw. auf einer annähernd gleichen Breite wie jene des gesäuberten Metallstreifens (Fig. 4).
Nachdem der Klebstoff in dieser Weise angeordnet worden ist, lässt man ihn während einer verhältnismässig kurzen Zeit, z. B. 30 sec an der freien Luft trocknen, wonach man die Trocknung durch Erhitzung
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der bestrichenen Oberfläche auf mässige Temperatur, z. B. 50 - 800 C, beschleunigt. Sodann wird die Temperatur wesentlich gesteigert, z. B. auf 130 - 1500 C. Hienach genügt es, unter Einhaltung der Temperatur, den Ergänzungsstreifen 6 unmittelbar aufzubringen, indem man ihn, zur Vermeidung einer Bildung von eingeschlossenen Luftblasen, stetig in Längsrichtung fortschreitend, fest und gleichmässig auf die Metalloberfläche und auf die benachbarten Teile der plastischen Verkleidung aufdrückt.
Zu diesem Zweck kann man den Streifen 6 zweckmässig von einer Rolle abwickeln und ihn mit Hilfe einer Druckrolle aus Gummi fest und doch elastisch aufdrücken.
Damit die aufeinandergeklebten plastischen Teile ineinanderfliessen, kann es vorteilhaft sein, nach Anordnen des Ergänzungsstreifens 6 die von diesem überdeckte Fläche bis auf eine Temperatur von 130 bis 150 C zu erhitzen.
Wenn man für den Ergänzungsstreifen 6 einen plastischen Film auf der Grundlage von Polyvinylchlorid verwendet, so kann man für das Klebemittel zweckmässig eine Lösung von Vinylchlorid/Vinylacetat- Kopolymer, abgeändert mit Maleinsäureanhydrid in Anwendung bringen.
Es handelt sich dabei um zwei grundsätzlich eng verwandte Kunststoffe, wodurch in der Struktur der
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und des Ergänzungsstreifens eine fast vollkommene Stetigkeit erzielt werden kann.
In gewissen Anwendungen ist es vorteilhaft, auch den Ergänzungsstreifen 6 selbst, vor dessen Anord- nung auf die Schweissnaht, auf der Klebeseite mit einer Klebemittelschicht zu bestreichen. Der dazu zu benutzende Klebstoff ist vorzugsweise derselbe wie jener, der zum Aufkleben dieses Streifens auf die Metalloberfläche verwendet wird. Eine solche Klebemittelschicht kann sogar, bereits lange Zeit vor dem Anordnen des Streifens, auf dessen Rückseite angebracht werden, unter der Bedingung, dass die Lösungmittel aus dem Klebstoff vollständig entfernt werden, bevor man den Streifen zur Verringerung des Raumaufwandes, insbesondere zwecks Lagerung, aufwickelt.
Bei Anwendung des erfindungsmässigen Verfahrens ist es wichtig, dass nicht nur die Temperaturgrenzen richtig eingehalten werden, sondern dass die Erhitzung auch auf die mit dem Ergänzungsstreifen zu beklebende Oberfläche beschränkt bleibt. Zu diesem Zweck kann man selbstverständlich irgendwelche bekannten Heizvorrichtungen in Anwendung bringen, so wie Infrarotstrahler, Hochfrequenzinduktionserhitzer, rohrförmige Gasbrenner usw. Insbesondere hat sich die letzterwähnte Vorrichtung als bequem erwiesen, unter der Voraussetzung, dass gewisse Vorkehrungen, insbesondere Schutzmassnahmen gegen unerwünschte Strahlung der Flammen. getroffen werden. Die Vorrichtung, die ebenfalls einen Teil der vorliegenden Erfindung bildet, erfüllt alle diese Bedingungen, und ermöglicht somit eine gewerbliche Auswertung des Verfahrens unter besonders vorteilhaften Bedingungen.
Gemäss den Fig. 6 und 7 besteht diese Vorrichtung hauptsächlich aus einem Gasbrenner in Form eines Rohres 7, welches mit längs einer Erzeugenden gradlinig angeordneten Löcherreihe 8 versehen ist. Dieses Rohr ist am vorderen Ende 9 geschlossen, während am andern Ende eine Zufuhrleitung 10 mit einem Gasventil 11 angebrachtist. Diese Zufuhrleitung kann in irgendwelcher geeigneten Weise z. B. mittels einer biegsamen Leitung, mit einer Leuchtgasquelle verbunden werden. An dieser Zufuhrleitung 10 ist im Nebenschluss zum Absperrventil 11 eineumwegleitung 12 vorgesehen, welche ebenfalls ein Absperrventil 13 enthält. Das Ventil 11 ist das Arbeitsventil, während das andere Ventil 13 als Sparventil verwendet wird. Das Element 7 ruht auf vier Beinen 14 mit regelbarer Länge.
Auf beiden Seiten des rohrförmigen Gasbrennern 7 sind zwei Schutzplatten 15,16 (Fig. 7) angeordnet, deren zusammenlaufende obere Teile als Ablenkorgane dienen, während die unteren Teile für die Befestigung und insbesondere für die Regelung der gegenseil, gon Lage dieser Schutzplatten benutzt werden. Zu diesem Zweck gehen durch diese Platten
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gung der Trocknung, unmittelbar vor der Anordnung des Ergänzungsstreifens betätigt.
Die Vorrichtung muss genügend lang sein, damit sie die Schweissnaht der Fasswand in ihrer gesamten Länge überspannen kann, wobei die Absperrhähne 11 und 13 sich ausserhalb des Fasses befinden, damit sie mühelos betätigt werden können. Die richtige Entfernung zwischen dem oberen freien Rand der Schutzplatten 15,16 und der Schweissnaht kann man mit Hilfe der ausziehbaren Beine 14 einstellen. Die Weite der Mündungsöffnung zwischen den oberen Rändern der beiden Schutzplatten 15,16 kann durch Änderung des von ihnen eingeschlossenen Winkels einreguliert werden. welches man nach Lösen der Muttern 26, 27 dadurch vornehmen kann, dass man die Muttern 18 - 21 auf den Gewindestangen 17 in der erwünschten Richtung verschiebt.
Es ist leicht zu verstehen, dass aus dem Verbrennungsraum, der von den zusammenlaufenden oberen Teilen der Schutzplatten 15, 16 und von der durchlöcherten oberen Fläche des rohrförmigen Brenners 7 umschlossen wird, ein heisser Gasstrom auf die von plastischem Stoff befreite Metalloberfläche auftrifft, wobei dieGastemperatur durch die Stellung der beiden Ventile 11 und 13 bestimmt wird, Der obere Teil der Schutzplatten 15,16 wirkt dabei als Ablenker, der den heissen Gasstrom konzentriert und zu gleicher Zeit die benachbarten Teile des plastischen Verkleidungsfilms gegen schädliche Temperaturerhöhungen und vor allem gegen unmittelbare Berührung der Flamme schützt.
Durch Anwendung der oben beschriebenen Verfahren und Anordnungen kann man also in einfacher und sehr schneller Weise eine gewerbliche Fertigung von Fässern jeder erwünschten Form und Inhaltmasse vornehmen, welche auf der Innenseite mit einem Film aus plastischem Stoff verkleidet sind, wobei dieser Film als vollkommen stetig und in allen Punkten gleichmässig betrachtet werden kann.
Es ist klar dass die mit Leuchtgas betriebene Vorrichtung durch viele andere geeignete Heizvorrichtungen ersetzt werden kann. Insbesondere kann man für gewisse gewerbliche Arbeitsverfahren auch mit Vorteil elektrische Heizanlagen in Anwendung bringen, welche die Induktionswirkung von Hochfrequenzströmen benutzen, und wobei die Heizbedingungen leicht mit grosser Genauigkeit eingestellt und geregelt werden können.
Die Erfindung bezieht sich nicht nur auf das Verfahren und die Vorrichtung so wie oben beschrieben, sondern erstreckt sich auch auf Metallfässer jeder Art. welche durch Anwendung dieses Verfahrens er-
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PA TENT AN'sPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung von mitinnenverkleidung aus plastischemStoffversehenenMetallfässern, die aus einer ring-oder zylinderförmigen Wand gebildet sind, deren Aussenränder blankgemacht, aufeinandergeschoben und zusammengeschweisst sind, wonach auf die blanke Metallzone ein Ergänzungsstreifen aufgebracht und mittels eines Klebstoffes befestigt wird, dadurch gekennzeichnet, dass zunächst der K leb- stoff auf die blanke Metallzone (3,4) der Innenwand des Behälters sowie auf die benachbarten Ränder der Plastikverkleidung (2) auf einer Breite aufgetragen wird, die der Breite des anzubringenden Ergänzungsstreifens (6) entspricht,
dieser Klebstoff zuerst in der freien Luft und sodann unter Erhitzung auf eine Temperatur zwischen 50 und 800 C getrocknet wird, worauf die gesamte zu überklebende Oberfläche auf eine Temperatur zwischen 130 und 1500 C erhitzt und schliesslich der Ergänzungsstreifen unter Anwendung einer in Längsrichtung fortschreitenden Druckwirkung auf die Innenwand aufgebracht wird.