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Dosiergerät
Zum Beispiel bei Brennkraftmaschinen gibt es die Aufgabe, in den Verbrennungsraum eine gewisse.
Menge einer Flüssigkeit oder eines Pulvers als Starthilfe durch den Ansaugkanal einzuführen. Da diese
Stoffe, wie z. B. ein Äther-Petroleum-Gemisch, besonders gut brennbar und leicht entzündbar sind und bei der Verbrennung zu einer beachtlichen plötzlichen Volumsvergrösserung führen, ist es aus Gründen der Sicherheit und des reibungslosen Ablaufes erforderlich, die Menge des eingeführten Stoffes in einer Vorrichtung derartig zu dosieren, dass ein Überfüttern der Brennkraftmaschine und damit eine Beschädigung ausgeschlossen sind. Für diesen Zweck gibt es sogenannte Dosiergeräte, die einen Hohlraum besitzen, in den der flüssige oder pulverförmige Stoff eingeführt werden kann.
Ausserdem haben diese Geräte Ventile, Schieber oder Klappen, um in Dauerbetriebsstellung und in der Dosierstellung das Eindringen von Fremdkörpern, wie Staub, Schmutz, Wasser und das Austreten von Betriebsmitteln zu vermeiden. Durch diese erforderlichen Absperrmittel sind die bekannten Dosiergeräte ziemlich aufwendig und gross.
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Dosiergerät, das seine Aufgabe ohne den Einbau irgendwelcher Ventile, Schieber oder Klappen in einwandfreier Form löst. Es ist gekennzeichnet durch einen zwei Hohlräume aufweisenden, elastisch verformbaren Körper, wobei der eine Hohlraum an einem zum Anschlie- ssen des Körpers ausgestalteten Ende offen ist, am andern oberen Ende der zweite Hohlraum eine schlitzartige, lippenförmige und in Normallage geschlossene Öffnung aufweist und beide Hohlräume durch eine Einschnürung mit in Normallage rundem bis linsenförmigem Querschnitt untereinander verbunden sind, wobei die Einschnürung in einem halsartigen Übergangsteil angeordnet ist, dessen Längsachse in Projektion in Richtung der Längsachse des Körpers zumindest annähernd senkrecht zu der Erstreckung der schlitzartigen Öffnung liegt,
wobei bei Einwirken einer die Einschnürung zusammendrückenden Kraft auf den halsartigen Übergangsteil in dem elastischen Material die Verformungsspannungen zu der schlitzförmigen Öffnung diese öffnend übertragen werden. Bei dem elastisch verformbaren Körper werden beim Zusam- mendrücken der Einschnürung, z. B. mit Daumen und Zeigefinger einer Hand, die im Material entstehenden Spannungen durch Quetschen und Verformen des Körpers die Im entspannten Zustand der Einschnürung geschlossene schlitzartige Öffnung im oberen Ende des Dosiergerätes aufgeweitet, so dass durch die dadurch gebildete Öffnung das Füllgut eingebracht werden kann und den durch Zusammendrücken der Einschnürung nach unten abgeschlossenen oberen Hohlraum füllt.
Nach dem Füllen öffnet sich die Einschnürung des elastisch verformbaren Körpers beim Lösen der Finger, so dass das Füllgut durch den unteren Hohlraum z. B. in die Ansaugleitung gelangt. Da beim Öffnen der Einschnürung gleichzeitig die das Aufweiten der schlitzartigen, lippenförmigen Öffnung bewirkenden Materialspannungen wieder vergehen, schliesst sich die schlitzartige Öffnung wieder, womit das Eindringen von Staub, Wasser oder andern Verunreinigungen verhindert wird. Um dieses Dosiergerät, z. B. im Falle des gewählten Beispieles am Ansaugkrümmer oder an der Ansaugleitung der Brennkraftmaschine, zweckmässig anbringen zu können, ist das zum Anschlie- ssen dienende Ende des Körpers in an sich bekannter Weise mit Innen-oder Aussengewinde, mit Wülsten oder Nuten zum Eindrücken oder Überstülpen od. dgl. ausgebildet.
Bei entsprechender Dimensionierung besitzt der beim Zusammendrücken der Einschnürung zwischen dieser und der geschlitzten Öffnung entstehende
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Hohlraum einen ganz bestimmten, festlegbaren Rauminhalt, so dass tatsächlich ohne irgendeine sonstige Vorrichtung die Dosierung des einzufüllenden Materials mit geringen Toleranzen vorzunehmen ist. Zur Verbesserung der Dichtung ist es vorteilhaft, die Verschlusslippen der schlitzartigen Öffnung rillen- oder zahnartig oder irgendwie ineinandergreifend auszubilden.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel eines derartigen Dosiergerätes dargestellt. Fig. 1 zeigt einen Längsschnitt durch das Dosiergerät in normaler Betriebsstellung, Fig. 2 eine Draufsicht auf das eine
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Partie, in der sich die Einschnürung befindet, Fig. 4 zeigt einen Längsschnitt durch das Dosiergerät in "Dosierstellung", d. h. wenn die Einschnürung in Richtung der beiden Pfeile zusammengedrückt und damit verschlossen ist, Fig. 5 eine Draufsicht auf das die schlitzartige, lippenförmig verschliessbare Öffnung auf- weisende Ende in "Dosierstellung", also im durch die Materialspannungen geöffneten Zustand und Fig. 6 einen Querschnitt durch die zusammengedruckte Einschnürung, die den Hohlraum dadurch nach unten verschliesst.
Das Dosiergerät ist ein im wesentlichen etwa als Rotationskörper ausgebildeter und aus elastischem
Material bestehender Hohlkörper 1, der im Innern die beiden Hohlräume 2 und 3 besitzt. Das eine Ende des Hohlraumes 3 ist offen und zwecks einer günstigen Anbringungsmöglichkeit in diesem Falle mit einem Aussengewinde 4 und einem darüberliegenden Bund 5, an dem ein Werkzeug angreifen kann, ausgerüstet.
Zwischen den beiden Hohlräumen 2 und 3 befindet sich eine Einschnürung 6, die, wie Fig. 3 zeigt, etwa linsenförmigen Querschnitt hat. Der Hohlraum 2 ist am andem Ende durch eine schlitzartige, lippenförmig verschliessbare Öffnung 7 nach oben abgedichtet. In der in Fig. 1-3 gezeigten "Betriebsstellung" ist diese Öffnung, wie Fig. 2 zeigt, verschlossen, so dass weder Staub noch Wasser noch andere Verunreinigungen eintreten können. Wird auf die Einschnürung 6 in Richtung der Pfeile 8 und 9 ein Druck ausgeübt,. so wird diese verschlossen, wie das die Fig. 6 darstellt, und der Hohlkörper 1 derartig verformt, dass durch die Spannungen im Material die schlitzartige Öffnung 7 am oberen Ende aufgespreizt wird,'wie das in Fig. 5 ersichtlich ist.
In dieser Lage kann nun das Einfüllen des zu dosierenden Stoffes erfolgen. Beim Aufheben der Druckwirkung in Richtung der Pfeile 8 und 9 öffnet sich die Einschnürung 6, so dass das Material durchrutschen kann, gleichzeitig wird die schlitzartige Öffnung 7 wieder selbsttätig verschlossen und das Dosiergerät befindet sich wieder in der normalen Betriebsstellung. Statt mit Aussengewinden 4 kann das untere Ende auch mit einem Innengewinde oder mit Wülsten oder Nuten zum Eindrücken in eine Bohrung oder Überstülpen über einen Rohrstutzen od. dgl. ausgebildet sein.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Dosiergerät, gekennzeichnet durch einen zwei Hohlräume (2, 3) aufweisenden, elastisch verformbaren Körper (1), wobei der eine Hohlraum (3) an einem zum Anschliessen des Körpers (1) ausgestalteten Ende offen ist, am andern oberen Ende der zweite Hohlraum (2) eine schlitzartige, lippenförmige und in Normallage geschlossene Öffnung (7) aufweist und beide Hohlräume (2,3) durch eine Einschnürung (6) mit in Normallage rundem bis linsenförmigem Querschnitt untereinander verbunden sind, wobei die Einschnürung (6) in einem halsartigen Übergangsteil angeordnet ist, dessen Längsachse in Projektion in Richtung der Längsachse des Körpers (1) zumindest annähernd senkrecht zu der Erstreckung der schlitzartigen Öffnung (7) liegt,
wobei bei Einwirken einer die Einschnürung (6) zusammendrückenden Kraft auf den halsartigen Übergangsteil in dem elastischen Material die Verformungsspannungen zu der schlitzförmigen Öffnung (7) diese öffnend übertragen werden..