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Datenspeicher-und-übertragungsgeräi
Die Erfindung betrifft ein Datenspeicher-und-Ubertragungsgerät, d. h. ein Gerät, das eine sehr grosse
Anzahl binärer Informationsbits so speichern kann, dass jedes Bit oder jede Bitgruppe der gespeicherten
Informationen leicht und schnell zugänglich ist.
Die Informationen werden vorzugsweise magnetisch auf Streifen aus widerstandsfähigem flexiblem
Material aufgezeichnet. Die Streifen sind an einem Ende mit Aufhänge-oder Haltevorrichtungen ver- sehen und hängen in einem Magazin, aus dem sie bei Bedarf wahlweise einzeln freigegeben werden und dann in eine Antriebsvorrichtung fallen, die den Streifen durch eine Übertragszone mit Lese- und Schreib- vorrichtungen befördert und dem Streifen eine Beschleunigung erteilt, die ausreicht, um ihn in das Ma- gazin zurückzubefördern. Die Antriebsvorrichtung kann auf zwei verschiedene Arten arbeiten, Die erste besteht darin, dass ein herabgefallener Streifen während eines einzigen Durchlaufs durch die Übertragung- zone bearbeitet und unmittelbar danach auf einem entsprechenden Weg in das Magazin zurückbefördert wird.
Bei der zweiten Arbeitsweise wird ein herabgefallener Streifen mehrmals durch die Übertragungs- zone geleitet, bevor er in das Magazin zurückkehrt. Während jedes Durchlaufs durch die Übertragungszone kann der Streifen durch eine Übertragungsvorrichtung "abgelesen" oder es können auf ihn an bestimmten
Stellen ein oder mehrere Bits aufgezeichnet werden, oder es finden beide Vorgänge zu gleicher Zeit statt, Die Haltevorrichtungen an dem einen Ende der Streifen sind so ausgeführt, dass sie mit mehreren besonders ausgebildeten Wahl- un Aufhängevorrichtungen so zusammenarbeiten, dass bei Betätigung einer bestimmten Kombination dieser Vorrichtungen ein nur dieser betreffenden Kombination entsprechender Streifen freigegeben wird und infolge der Schwerkraft in dLe Antriebsvorrichtung fällt.
Es ist ferner eine Magazineinhängevorrichtung vorgesehen, die einen zurückkommenden Streifen wieder in Eingriff mit den Wähl-und Haltevorrichtungen bringt. Damit jeder ausgewählte Streifen unabhängig von seiner Lage im Magazin leicht freigegeben werden und aus diesem herausfallen kann, werden die Streifen im Magazin in einem bestimmten Abstand voneinander aufbewahrt. Da durch Verwendung bekannter magne- tischeraufzeichnungsverfaiiren und-materiallen pro Quadratzentimeter der magnetischen Oberfläche eine relativ grosse Anzahl binärer Informationsbits gespeichert werden kann, hat auf einem einzigen Streifen mit einer Breite von zirka 80 mm und einer Länge von zirka 350 mm eine grosse Datenmenge Platz.
Ein solcher Streifen, der aus einem widerstandsfähigen, dünnen, filmartigen Material hergestellt und mit einer magnetischen Schicht versehen ist, weist beispielsweise sechs Aufzeichnungskanäle auf, die jeweils in 1240 "Blöcke" eingeteilt sind, von denen jeder wiederum 31 Bitspeicherzellen besitzt. Bei eineaol- chen Anordnung können auf jedem Streifen mehr als 200000 Informationsbits gespeichert werden. Befinden sich beispielsweise 255 Streifen im Magazin, dann bedeutet dies eine Speicherkapazität von mehr als 58 Millionen Bits.
Da erfindungsgemäss jeder gewünschte Streifen innerhalb eines Bruchteiles einer Sekunde freigegeben, fallengelassen, bearbeitet und wieder in das Magazin zurückgeführt werden kann, dürfte erwiesen sein, dass durch die Erfindung ein Schnellzugriffsdatenspeicher geschaffen wird, der gegenüber Geräten mit langen Magnetbändern als Speichermittel eine stark verkürzte Zugriffszeit besitzt und eine sehr grosse Speicherkapazität bietet. Da ausserdem ein Streifensatz leicht und schnell durch einen andern in einem entsprechenden Behälter untergebrachten Streifensatz ersetzt werden kann, wird das Gerät sehr flexibel. Es ist fast jede mögliche Menge gespeicherter Information jederzeit zugänglich.
Die Funktionen der einzelnen zusammenarbeitenden Einheiten des Gerätes werden elektrisch gesteuert, u. zw.
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hauptsächlich durch Signale, die von einer unabhängigen Vorrichtung, beispielsweise einer Datenverar- beitungsanlage, geliefert werden.
Gemäss der Erfindung ist demnach ein Datenspeicher-und-übertragungsgerät mit einem einen Satz
Aufzeichnungsträger enthaltenden Magazin, Wahl- un Transportvorrichtungen zum Auswählen und Fördern eines bestimmten Aufzeichnungsträgers an einer Übertragungsvorrichtung vorbei und zum Zurück- führen des betreffenden Aufzeichnungsträgers in das Magazin vorgesehen. Dieses.
Gerät ist dadurch ge- kennzeichnet, dass die Aufzeichnungsträger zumindest an einer Kante verschiedene Kombinationen von mit Halteansätzen versehenen Ausschnitten besitzen, wobei die genannten Halteansätze mit einer Anzahl
Wählglieder so zusammenarbeiten, dass die Aufzeichnungsträger normalerweise im Magazin gehalten werden, und dass die genannten Wählglieder mittels besonderer Vorrichtungen so eingestellt werden kön- nen, dass die wirksamen Halteansätze der Ausschnitte eines gewünschten Aufzeichnungsträgers freigege- ben werden und letzterer an der genannten Übertragungsvorrichtung vorbeibewegt werden kann.
Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachstehend an Hand der Zeichnungen be- schrieben, u. zw. zeigt Fig. 1 eine perspektivische Darstellung der wichtigsten Einheiten des Gerätes in zusammengebauter Form, wobei einige Teile einschliesslich der Grundplatte weggebrochen gezeichnet sind, um bestimmte Einzelheiten deutlicher zu zeigen, Fig. 2 einen Schnitt senkrecht durch das Gerät, wobei einige Teile weggebrochen gezeichnet und einige ganz weggelassen sind, Fig. 3 einen Teilschnitt der Trommel des Streifengatters und der Übertragungsvorrichtung, wobei ein Informationsspeicherstreifen mit den oben genannten Teilen in funktionsgemässer Beziehung steht, Fig. 3a in einerTeilansicht das ge- öffnete Streifengatter und dessen Betätigungsvorrichtung, Fig.
4 eine Draufsicht der mit mehreren Köpfen ausgestatteten elektromagnetischen Übertragungsvorrichtung, wobei ein Teil des Streifenführungsbleches weggebrochen gezeichnet ist, so dass Luftkanäle sichtbar werden, Fig. 5 und 6 eine teilweise im Schnitt gezeichnete Seitenansicht und eine Vorderansicht der Magazinfrontplatte und der Streifeneinschiebevor- richtung, wobei zur besseren Veranschaulichung verschiedene Teile weggelassen wurden, Fig. 6a einen
Schnitt einer StreifenfUhrungsschiene mit einer Streifenabbremsfeder, Fig. 7 einen Schnitt der in den
Fig. 1, 5 und 6 gezeigten Streifeneinschiebevorrichtung, wobei ein Informationsspeicherstreifen in der
Stellung gezeigt wird, in der er in ein Magazin eingeschoben wird, Fig.
7a eine Teilansicht, in der die
Funktion der Führungsschienen-und der Einschiebevorrichtung beim Einschieben eines Streifens in das
Magazin gezeigt wird, Fig. 8 eine schematische und teilweise im Schnitt gezeigte Darstellung der wich- tigsten Befestigungsvorrichtungen der Streifenantriebstrommel und der zugehörigen Teile für den Antrieb der Trommel sowie ein.
Gebläse zum Ansaugen und Ausblasen von Luft, Fig. 9 eine teilweise im Schnitt gezeigte Ansicht der Trommel und der segmentförmigen Kammern, wie sie zum Teil in Fig. 8 gezeigt sind, u. zw. entlang der Linie 9-9 in der letztgenannten Figur, wobei einige Teile weggebrochen sind,
Fig. 10 eine teilweise im Schnitt gezeigte Ansicht eines Luftzuführungsgitters, einer Streifenwählstange und der Betätigungsvorrichtung für die Stange, wobei die räumliche Beziehung der betreffenden Teile zu- einander und zu den Informationsspeicherstreifen veranschaulicht wird, Fig. 11 eine Vorderansicht der angetriebenen Enden zweierStreifenwählstangen mit den entsprechenden Betätigungsvorrichtungen, Fig.
12 eine Ansicht der Streifenwahl-und-aufhängevorrichtung, wobei ein typischer Informationsspeicherstrei- fen durch die Stangen gehalten wird, jedoch einige Teile des Streifens aus Gründen der Platzersparnis entfernt sind, Fig. 12a eine vergrösserte Teilansicht von Einzelheiten der Streifenwähl-und-aufhängevor- richtung in Wirkbeziehung zu einem Speicherstreifen, von dem ein Teil weggebrochen gezeichnet ist,
Fig. 13 einen Speicherstreifen und die dazugehörigen Streifenaufhänge-und-Wählvorrichtungen kurz nach derAuswahl und Freigabe eines Streifens, wobei Teile des Streifens weggebrochen gezeichnet sind, Fig. 14 einen typischen Informationsspeicherstreifen, von dem ein Teil weggebrochen gezeichnet ist, mit den zur Kennzeichnung einzelner Streifen verwendeten Aussparungen, Fig.
15 ein schematisches Schaltbild, in dem die Verbindungen der elektrisch erregten Bauteile des Gerätes zueinander aufgezeigt sind.
In Fig. l ist eine Anzahl Informationsspeicherstreifen 10 gezeigt, die in einem Magazin 20 lösbar aufgehängt sind. Der Wähl-bzw. Freigabevorriclitung ist dkBezugszah130 beigegeben'-Das Magazin 20, die Vorrichtung 30 und andere Bauteile des Gerätes werden von einem später noch beschriebenen Rahmen getragen. Die Vorrichtung 30 besteht aus mehreren Stangen, die eine grosse Anzahl Streifen 10 tragen und jeden gewünschten Streifen ohne Rücksicht auf seine Lage innerhalb des Magazins auswählen und freigeben können. Jeder Streifen ist durch eine jeweils unterschiedliche, einer Binärzahl entsprechenden
Formgebung gekennzeichnet. Werden die Streifenwählstangen nach einem bestimmten Code betätigt, so wird der gewünschte Streifen zum entsprechenden Zeitpunkt freigegeben.
Diese Vorrichtungen und ihre
Arbeitsweise bezüglich der Auswahl und Freigabe eines bestimmten Streifens werden später noch näher beschrieben. Ein freigegebener Streifen fällt infolge der Schwerkraft in eine Antriebsvorrichtung 40, u. zw.
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so, dass sein unteres Ende den Umfang einer mit Löchern versehenen Trommel 40a berührt. Am mneren
Trommelumfang sind feststehende segmentförmige Kammern angeordnet, die zu bestimmten Zeiten mit
Saugvorrichtungen verbunden sind, um einen Unterschied zwischen dem äusseren Luftdruck und dem Druck im Trommelinneren zu erzeugen, wodurch der Streifen zwangsläufig in Berührung mit der Trommel ge- halten und von dieser fortbewegt wird.
Die Trommel wird durch eine Antriebsvorrichtung, beispielsweise einen Elektromotor, mit einer konstanten Geschwindigkeit gedreht, wodurch der von der Trommel ange- saugte Streifen sehr schnell durch die Übertragungszone des magnetischen Übertragungssystems 60 gelei- tet wird. Dieses Übertragungssystem wird ebenfalls später näher beschrieben. Da die Saugwirkung nur zu bestimmten Zeiten und nur auf bestimmte abgegrenzte Teile des Trommelmantels wirkt, bewegt sich der
Streifen nur teilweise an der Trommeloberfläche anhaftend fort, wodurch ein guter Kontakt mit dem Übertragungssystem ermöglicht wird, und der Streifen von der Trommel weg zurück in das Magazin ge- führt werden kann.
Das elektrisch gesteuerte Streifengatter 70 dient dazu, um den Streifen entweder so- fort nach dem ersten Umlauf in das Magazin zurückzuleiten oder ihn wiederholt am Übertragungssystem vorbeizuführen. Bei offenem Gatter gelangt das vordere Ende des Streifens auf eine Führungsbahn 85, die in den Leitkörper 80 eingelassen ist und sich aufwärts und über das Magazin erstreckt. Bei geschlossenem
Gatter bewegt sich der Streifen auf einer Bahn, in der er durch Ansaugen wieder in Berührung mit der
Trommeloberfläche gebracht und dadurch nochmals durch die Übertragungszone geführt wird.
Um ein entsprechendes Arbeiten der Streifentransportvorrichtung zu gewährleisten, ist der Durchmesser der Trom- mel so gewählt, dass ihr Umfang gross genug ist, um ein Überlappen der beiden Streifenenden auszuschliessen, wenn der Streifen ein weiteres Mal durch die Übertragungszone geleitet wird.
Nach der Bearbeitung des Streifens durch die Antriebsvorrichtung 40 und das Übertragungssystem 60 wird dieser bei geöffnetem Gatter 70 auf der Führungsbahn des Leitkörpers 80 nach oben getrieben und bewegt sich infolge seiner Trägheit längs des gekrümmten oberen Teiles der genannten Führungsbahn und dann an einer photoelektrischenALtastvorrichtung 90 vorbei nach unten in die Einschiebevorrichtung 100.
Diese dient dazu, den zurückkommende Streifen in der Stellung festzuhalten, in der er anschliessend in die Wähl-und Aufhängevorrichtung 30 eingeschoben wird. Die Abtastvorrichtung 90, die vorzugsweise aus einem Photoelement besteht, nimmt das Ankommen des zurückkehrende Streifens wahr und leitet verschiedene Vorgänge der Einschiebevorrichtung ein. Nach dem Durchlauf fühlt es das obere Streifenende ab, wodurch weitere, später im einzelnen beschriebene Vorgänge des Gerätes ausgelöst werden.
Nach der Freigabe eines Streifens wird die Streifenwählvorrichtung kurzzeitig unwirksam gemacht, so dass sie keinen weiteren Streifen freigeben kann, bis der zuerst freigegebene Streifen die Antriebsvorrichtung 40 wieder verlassen hat. Die Streifenwähl-und Aufhängevorrichtung 30 besitzt schmale Luftkanäle, die in bestimmten Zeitintervallenstossweise feine Luftströme zwischendie aufgehängten Streifen blasen, um diese auseinanderzuhalten, so dass jeder gewählte und freigegebene Streifen ohne Schwierigkeiten und ohne von benachbarten Streifen nennenswert daran gehindert zu werden, m die Antriebsvorrichtung fällt.
Wie aus den Fig. 13 und 14 ersichtlich, sind die beiden Langseiten der Streifen 10 am oberen Ende mit je einem Einschnitt 10m, 10n versehen. Die oberen schrägen Kanten dieser Einschnitte liegen auf zwei drehbar gelagerten parallel zueinander verlaufenden Halteschienen 30t, 30u auf. Wie in Fig. 12a gezeigt, besitzen diese Halteschienen einen sektorförmigen Querschnitt und sind an den Enden zahnartiger Fortsätze 30bb (Wählstangenhalter) einer Platte 30z, die einen Teil der Vorrichtung 30 bildet, drehbar um den Sektormittelpunkt gelagert. Die beiden Halteschienen werden von einer nachstehend beschriebenen Antriebsvorrichtung in entgegengesetztem Drehsinn betätigt, u. zw. nach aussen bei der Freigabe eines Streifens und nach innen um die Streifen zu halten.
Wie in den Fig. 12 und 13 gezeigt, besteht jeder der Streifen aus einem unteren Teil 10z, der nachstehend als vorderes Ende bezeichnet wird, einem mittleren Teil lOb und einem oberen Teil 10r, an dem sich die zur Aufhängung dienenden Einschnitte 10m und 10n befinden. An der oberen Kante jedes Streifens sind eine Anzahl allgemein mit 10i bezeichneter Aussparungen vorgesehen. Der in dem erfindunggemässen Ausführungsbeispiel verwendete Streifen besitzt acht solche Aussparungen 1010 - 10i8. An den zwischen den Aussparungen befindlichen Zungen sind allgemein mit lOe bezeichnete Ansätze, z. B. 10e7, vorgesehen. Diese Ansätze befinden sich gemäss einem Code, der nachstehend noch näher beschrieben wird, jeweils an der rechten oder linken Seite der Aussparungen 10i.
Jeder dieser Ansätze arbeitet mit einer von acht drehbaren Wählstangen, beispielsweise 30b7, zusammen, die parallel zu den Halteschienen gelagert sind. Diese Wählstangen können so gedreht werden, dass sie entweder unter die Ansätze greifen, oder von diesen weggedreht sind, wodurch, wie nachstehend näher erläutert wird, ein bestimmter Streifen wahlweise freigegeben werden kann. Jede der Wählstangen kann durch nachstehend näher be- schriebene Vorrichtungen einzeln betätigt werden.
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Das System zur Auswahl eines bestimmten Streifens durch Betätigung eines entsprechenden Satzes von Wählstangen 30b ist in den Fig. 12, 13 und 14 veranschaulicht. Entsprechend des für die Kennzeichnung der Streifen verwendeten binären Code, durch den die Steuerung der Freigabe der Streifen ohne weiteres durch ein Datenverarbeitungsgerät erfolgen kann, ist jeder Streifen am oberen Ende mit so vielen Aussparungen 10i versehen, wie binäre Stellen in den verwendeten Codezahlen vorhanden sind. Eine bi- näre "L" in einer Codezahl wird durch einen Halteansatz 10e an einer bestimmten Seite der Aussparungen 10i des Streifens, der dieser Codezahl zugeordnet ist, gekennzeichnet. Der binären "0" entspricht daher ein Halteansatz an der andern Seite der Aussparung. In dem erfindungsgemässen Gerät sind in jedem Magazin 255 Streifen enthalten.
Folglich sind, wie aus Fig. 13 ersichtlich, acht Aussparungen 1010, 1011...
10i7 angeordnet, die jeweils einer Binärstelle 20, 21, 22... 27 entsprechen. Um ein gleichmässigeresAuf- hängen und Festhalten der streifen zu gewährleisten, ist, wie in Fig. 14 durch den Streifen Nr. 166 veranschaulicht, der rechten Seite der Aussparungen 1010, 10i2, 10i4 und 10i6 und der linken Seite der übrigen Aussparungen der binäre Wert "L" zugeteilt, während der binäre Wert "0" den gegenüberliegenden Seiten zugeordnet ist. Bei der beschriebenen Anordnung können die den Dezimalzahlen 1 - 255 entsprechenden Binärzahlen durch entsprechende Anordnung der Halteansätze 10e in den Aussparungen des oberen Streifenendes dargestellt werden.
Somit ist in Fig. 14 die Halteansatzanordnung für die Binärzahl LOLOOLLO, die der Dezimalzahl 166 entspricht, gezeigt, wie sie auf dem Streifen Nr. 166 vorgesehen ist. Der Halteansatz 10e für die Aussparung 10iO, d. h. für den niedrigsten Stellenwert, ist in dieser Darstellung an der linken bzw."0"-Seite der Aussparung angebracht. Der Ansatz für die dem nächsthöheren Stellenwert entsprechende Einkerbung lOil befindet sich an der linken bzw."L"-Seite dieser Aussparung usw. Zur Auswahl des Streifens Nr. 166 befinden sich die Wählstangen 30b in den Aussparungen 1010, 10i3, 10i4 und 10i6 in der"L"-Stellung bzw. müssen in diese gedreht werden, während die andern Wählstangen entweder in der"0"-Stellung sind bzw. in diese gedreht werden müssen.
Die Anordnung der Halteansätze für jeden Streifen kann ohne weiteres aus einer Tabelle abgeleitet werden, in der sämtliche möglichen Kombinationen binärer Ziffern mit ihren entsprechenden Stellenwerten aufgeführt sind. Nachstehend wird eine solche acht Binärstellen umfassende Tabelle gezeigt, wie sie zur Codierung der Streifen erforderlich ist.
Es werden die Codebezeichnungen für die ersten vier, die letzten drei und den als Beispiel gewählten Streifen Nr. 166 wiedergegeben. Den in der Tabelle dargestellten binären Werten kann entnommen werden, wo beim Herstellen der Aussparungen die Halteansätze angeordnet werden müssen.
EMI4.1
<tb>
<tb>
27 <SEP> 26 <SEP> 25 <SEP> 24 <SEP> 23 <SEP> 22 <SEP> 21 <SEP> 20 <SEP> Streifen <SEP> Nr.
<tb>
0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 1 <SEP> 1
<tb> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 1 <SEP> 0 <SEP> 2
<tb> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 1 <SEP> 1 <SEP> 3
<tb> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 1 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 4
<tb> 1 <SEP> 0 <SEP> 1 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 1 <SEP> 1 <SEP> 0 <SEP> 166
<tb> 1 <SEP> 1 <SEP> 1 <SEP> 1 <SEP> 1 <SEP> 1 <SEP> 0 <SEP> 1 <SEP> 253
<tb> 1 <SEP> 1 <SEP> 1 <SEP> 1 <SEP> 1 <SEP> 1 <SEP> 1 <SEP> 0 <SEP> 254
<tb> 1 <SEP> 1 <SEP> 1 <SEP> 1 <SEP> 1 <SEP> 1 <SEP> 1 <SEP> 1 <SEP> 255
<tb>
In Fig. 12 ist ein typischer Speicherstreifen 10 gezeigt, der mittels Halteschienen 30t, 30u aufgehängt ist und durch die auf den Wählstangen 30b aufliegenden Halteansätze festgehalten wird. Die Anordnung der Halteansätze in Fig. 12 und 13 entspricht der Binärzahl LOLOOLLL, d. h. der Dezimalzahl 167.
Bei diesem Streifen handelt es sich somit um den Streifen Nr. 167. In dem erfindungsgemässen Gerät lie-
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gen die Wählstangen unter Federspannung in den"L"-Stellungen. Die Halteansätze, die sich ebenfalls auf den"L"-Seiten der Aussparungen befinden, liegen auf den Wählstangen auf. Diese Normalstellung ist in Fig. 12 veranschaulicht. Bei Auswahl des Streifens Nr. 167 mUssen die Wählstangen 30bO, 30bl, 30b2,
30b5 und 30b7 aus der "L"- in die "On-Stellung geschwenkt werden, während die Stangen 30b3,30b4 und
30b6 in der"L"-Stellung zu verbleiben haben. Zur Auswahl dieses Streifens werden die Antriebsorgane der zu bewegenden Wählstangen erregt, während die Antriebsorgane der andern Wählstangen stromlos bleiben.
Die Antriebsorgane werden nachfolgend noch näher beschrieben. Nach Betätigung der entspre- chenden Wählstangen durch die von der Steuereinheit eines datenverarbeitenden Gerätes erzeugten Si- gnale werden die zwei Aufhängeschienen 30t und 30u nach aussen geschwenkt und der gewählte Streifen fällt infolge der Schwerkraft nach unten, worauf die Wählstangen und Aufhängeschienen in die"L"-bzw.
Streifenhaltestellung zurückkehren. Während der Zeitspanne, in der die Aufhängeschienen ausgeschwenkt sind, werden sämtliche Streifen, mit Ausnahme des gewählten, von den Wählstangen getragen.
Mit Ausnahme der kurzen Zeitspannen, in denen ein Streifen in das Magazin eingeschoben, durch
Drehung der Wählstangen ausgewählt und durch Schwenken der Aufhängeschienen freigegeben wird, wer- den Luftströme abwärts gegen die oberen Enden der aufgehängten Streifen im Magazin gerichtet. Diese Luftströme, die dadurch entstehen, dass ein starker Luftstrom durch ein Gitter geschickt wird, bläst zwischen den einzelnen Streifen hindurch und hält die Streifen auseinander. Das Gitter weist (n + 1) Schlitze oder Durchgänge auf, wobei n die Anzahl der Streifen in einem vollen Magazin bedeutet. Es ist so angeordnet, dass schmale Luftströme entstehen, die parallel zu den Ebenen der aufgehängten Streifen verlau- fen. Die von den Luftströmen erzielte Wirkung wird als Bernoulli-Effekt bezeichnet.
Während der Streifenauswahl und -freigabe wird dem Gitter keine Luft zugeführt, so dass ein freigegebener Streifen ungehindert herunterfallen kann.
Wie aus Fig. 2 ersichtlich, wird Luft durch ein Rohr 30k in eine rechteckige Kammer 30p geleitet, die von einem oben und an den Seiten geschlossenen Behälter 30d gebildet ist. Der Boden wird von einem Gitter 30g gebildet, das aus einer Anzahl senkrecht nebeneinander stehender Platten 30f (Fig.10) besteht, die seitlich durch Abstandsstege in einem bestimmten Abstand gehalten werden und miteinander, z. B. durch Lüten, fest verbunden sind. Wie aus der vergrösserten Teilansicht in Fig. 10 hervorgeht, sind die Platten 30f des Gitters 30g etwas oberhalb und quer zu den Wählstangen 30b angeordnet. Die ebenfalls in Fig. 10 durch nach unten gerichtete Pfeile a dargestellten Luftströme bewegen sich vom Gitter aus abwärts zwischen je zwei der Streifen 10 hindurch.
Wie bereits ausgeführt, wird die Luft durch ein Rohr 30k geleitet, das von einem gebräuchlichen, drehsolenoidbetätigten Ventil 30y (Fig. 8) gesteuert wird, das durch nachstehend noch näher beschriebene Vorrichtungen mit Luft beschickt wird. Das Solenoid des Ventils 30y wird zu bestimmten Zeitpunkten durch später näher beschriebene Vorrichtungen erregt und ist so konstruiert, dass es normalerweise durch Federkraft in der Stellung gehalten wird, in der es Luft in das Rohr 30k hineinlässt, und dass es bei Erregung des Solenoids den Luftstrom nach aussen ablässt.
Die zur wahlweisen Betätigung der Wählstangen 30b und der Halteschienen 30t und 30u vorgesehenen Vorrichtungen sind in den Fig. 10,11 und 12 gezeigt. Diese Vorrichtungen bestehen bei dem erfindungsgemässen Gerät aus acht gleichen Antriebsgliedern für die Wählstangen und zwei für die Halteschienen, von denen wegen der Ähnlichkeit aller nur eines beschrieben wird. Wie aus Fig. 10 hervorgeht, sind die in der Platte 30z gelagerten Enden der Stangen und Schienen mit zylindrischen Zapfen 30bt versehen, die in die Wählstangenhalter 30bb (Fig. 12) hineinragen und von diesen gehalten werden. Die hinteren Enden der Stangen und Schienen sind als Ritzel, wie beispielsweise 30bg, ausgebildet oder es sind Zahnräder auf ihnen angebracht, die von Zahnstangen 30dn angetrieben werden.
Diese Zahnstangen werden durch Druckfedern 30s, die, wie in Fig. 10 gezeigt, an der Zahnstange angreifen, in einer Richtung vorgespannt. Die Zahnstangen werden durch Hebel 30pd in eine der Federvorspannung entgegengesetzte Richtung bewegt. Diese Hebel sind am Magazinrahmen 20f drehbar gelagert und können durch den Anker eines Sole- noids 30sc in einer Richtung geschwenkt werden. Wie aus Fig. 11 hervorgeht, können, um einen geschlosseneren Aufbau zu erhalten, die Solenoide und Zahnstangen in der dort gezeigten Weise angeordnet werden, also abwechselnd ober-und unterhalb der Haltestangen, so dass der verfügbare Raum voll ausgenutzt wird.
Die Schienen und Stangen werden somit durch die entsprechenden Federn in ihre"L"-Stellung gedrückt, während sie durch wahlweise Erregung der entsprechenden Solenoidwicklungen in die "0"-Stellun- gen gedreht werden können. Die Erregungsimpulse werden über die Leitungen 168 von einer in Fig. 15 gezeigten Steuervorrichtung und Energiequelle 180c geliefert, die Teile eines Datenverarbeitungsgerätes 180 bilden. Durch eine Kombination von acht Wählstangensignalen, die durch Erregung oder Nichterregung der zugehörigen Stromkreise dargestellt wird, und die unmittelbar nachfolgende Erregung der Halteschieansteuerung werden die genannten Stangen bzw.
Schienen über den beschriebenen Mechanismus so be-
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tätigt, dass der Streifen freigegeben wird, dessen Codebezeichnung mit der Kombination der Wählstangensignale übereinstimmt.
Während der Auswahl, Freigabe und des Herabfallens eines Streifens ist es zweckmässig, die nach unten gerichteten Luftströme abzustellen, um ein sicheres und schnelles Herabfallen des betreffenden i Streifens zu gewährleisten. Deshalb geht den Wählstangensignalen ein Signal für das Ventil 30y (Fig. Sa) voraus, wodurch der für das Gitter bestimmte Luftstrom so lange nach aussen strömt, bis der Streifen von der Trommel erfasst und dieser Vorgang von einer Photoabftihlvorrichtung 40d (Fig. l) wahrgenommen wird. Somit kann der freigegebene Streifen in die nachstehend beschriebene Antriebsvorrichtung fallen.
Antriebs-und Übertragungsvorrichtung Wie aus Fig. 8 hervorgeht, besteht das Gestell des Gerätes aus einer aufrechtstehenden Platte 120, die an einer horizontal liegenden Grundplatte 121 befestigt-ist. An der Platte 120 ist seitlich eine Tragplatte 122 angebracht, auf aer Antriebs-und Gebläsevorrichtungen befestigt sind. Der Einfachheit halber ist lediglich ein Antriebsmotor 123 und ein direkt mit diesem Motor verbundenes Gebläse 124 dargestellt.
Selbstverständlich können mehrere Gebläsevorrichtungen und Antriebsmotoren verwendet werden.
An der Platte 120 sind zwei Bügel 125 und 126 befestigt. Diese sind so angeordnet, dass sie eine röhrenförmige Halterung 127, deren Achse senkrecht zu der Platte 120 verläuft, fest abstützen. Diese Halterung 127 ragt durch eine in der Platte 120 vorgesehene Öffnung 120a. An ihrem äusseren Ende trägt die Halterung 127 eine Verschlusskappe 127e, in die vier Rohre einmünden, deren Aufgabe später erläutert wird. Im inneren Ende der Halterung 127 sind eine Anzahl Flügel 127s befestigt, die, wie in Fig. 9 gezeigt, das Innere der Halterung und das Innere einer das innere Ende der Halterung umgebenden Trommel 40a in eine Anzahl Kammern Cl-C6 unterteilen. Die Kammern sind nach innen hin durch einen ring- förmigen Flansch 127p, der am inneren Ende der Halterung befestigt ist, und nach aussen durch eine Abdeckscheibe 127q abgeschlossen.
Durch diese Anordnung hindurch verläuft eine Achse 127t. Wie in Fig. 8 gezeigt, ist auf der Aussenseite der Halterung 127 der innere Laufring eines Wälzlagers B1 befestigt. Der äussere Laufring dieses Lagers ist im Inneren des Abschlussflansches 40ab der Trommel 40a eingepasst. Die Vorderseite der Trommel besteht aus einer Platte 40ad, die über ein zweites Wälzlager B2 drehbar auf der Achse 127t aufsitzt. Auf dem Abschlussflansch 40ab der Trommel 40a ist eine Riemenscheibe 40dp befestigt, die mit der Antriebsscheibe 123p des Motors 123 fluchtet, so dass die Trommel durch einen Riemen 123b angetrieben werden kann. Die Trommel ist an ihrem Umfang mit einer Vielzahl spiralenförmig angeordneter Öffnungen 40aa versehen, durch die Luft in die verschiedenen Kammern Cl, C2 usw. eingesaugt werden kann.
Vier Saugrohre 127f, 127g, 127h und 127i sind über den hiefür vorgesehenen Öffnungen in der Verschlusskappe 127e der röhrenförmigen Halterung 127 befestigt und stehen mit den Kammern Cl, C2, C4 und C6 in Verbindung. Von diesen Rohren führen die drei letztgenannten direkt in das Ansaugrohr 124i des Gebläses 124, während das Rohr 127f mit dem Rohr 124i über ein solenoidbetätigtes Ventil 127v verbunden ist. Zur Vereinfachung der Darstellung wurden diese Rohre so gezeichnet, dass sie durch die Abschlusskappe 127e in die entsprechenden Kammern einmünden. In andern Ausführungsformen des erfindungsgemässen Gerätes können die genannten Rohre weiter als gezeigt sein und durch im Umfang der Halterung 127 ausgebildete Öffnungen in die Kammern Cl, C2 usw. einmünden. Mit dem Ansaugrohr 124i ist ausserdem das Saugrohr 60d der Übertragungsvorrichtung 60 verbunden.
Die Druckseite des Gebläses 124 ist an ein Rohr 124o angeschlossen, das über das Ventil 30y Luft in das Rohr 30k schickt. Wenn das Gerät arbeitet, wird also durch die beschriebene Vorrichtung ständig Lutt durch die Offnungen der Trommel gesaugt und durch die Kammern C2, C4 und C6 sowie durch die Übertragungsvorrichtung in das Rohr 60d geleitet.
Ist das Ventil 127v offen, dann wird auch Luft aus der Kammer Cl angesaugt. Die angesaugte Luft wird ständig dem Ventil 30y zugeführt, um die Streifen im Magazin auseinanderzuhalten. Die Richtungen des Luftstromes sind durch Pfeile angezeigt. Je nach Dimensionierung und Fassungsvermögen der Gebläse können in den verschiedenen Rohren nicht eingezeichnete Drosselklappen eingebaut werden, um die Stärke der Luftströme zu regeln. Um den Betrieb möglichst wirtschaftlich zu gestalten, kann für jedes Saugrohr ein eigenes Gebläse verwendet werden. Die Stromversorgung des Motors und der Ventilsolenoide wird später im Zusammenhang mit Fig. 15 beschrieben.
Während das Gerät arbeitet, wird der Antriebsmotor erregt und die Trommel dreht sich mit annähernd konstanter Geschwindigkeit. Aus der Übertragungsvorrichtung 60 und den Kammern der Trommel wird ständig Luft angesaugt und an das Gitter oberhalb der Streifen geliefert. Gleichzeitig mit der Freigabe eines Streifens aus dem Magazin wird die Saugwirkung für die Kammer Cl durch das Ventil 127v abgeschaltet. Kommt das vordere Ende des Streifens mit der Trommel in Berührung, so wird es nicht heftig weitergeschoben, sondern durch den Reibungsschluss sanft beschleunigt. Kurze Zeit später wird die
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Saugkraft der Kammer Cl wieder wirksam und das vordere Ende des Streifens wird zwangsläufig durch die Saugzone vor der Kammer C2 und von dort in und durch die vor der Kammer C3 liegende Übertragungszone bewegt, wie dies aus Fig. 2 hervorgeht.
Nachdem sich der Streifen infolge des Druckunterschieds in der Kammer Cl an die Trommel angeschmiegt hat, wird der Streifen auf seinem weiteren Weg nur durch die Zonen angetrieben, in denen das Band infolge des Druckunterschieds in der darunterliegenden Kammer ebenfalls an der Trommel anliegt. Da in der Kammer C3 keine Saugwirkung vorhanden ist, sondern an der gegenüberliegenden Übertragungszone, u. zw. von der Übertragungsvorrichtung 60 her, wird der
Streifen durch die Resultierende aus Zentrifugalkraft und nach unten wirkender Saugkraft so beeinflusst, dass er sich in diesem Teil von der Trommel ablöst und auf der Übertragungsvorrichtung anliegend wei- tergleitet.
Sobald sich das vordere Ende des Streifens aus der Übertragungszone herausbewegt, gelangt es in die Zone vor der Kammer C4, die das Band wieder ansaugt, so dass dieses wieder an der Trommel anliegt. Wenn das vordere Ende des Streifens sich der Gattervorrichtung 70 nähert, tritt es in die Zone vor der Kammer C5 ein, in der keine Saugwirkung vorhanden ist. Falls das Gatter offen ist, kann es sich daher von der Trommel wegbewegen. Bei geschlossenem Gatter leitet eine am Gatter vorgesehene Früh- rungsfläche das vordere Ende des Streifens eine Bahn entlang, in der sich der Streifen grösstenteils in Berührung mit der Trommel befindet, und weiter aufwärts in die vor der Kammer C6 liegende Zone, in der Saugwirkung vorhanden ist.
Bei offenem Gatter wird durch die Zentrifugalkraft das vordere Ende des Streifens von der Oberfläche der Trommel weg und in den unteren Teil der Führungsbahn 85 (Fig. 1) bewegt. In beiden Fällen folgt der Streifen also verschiedenen Bahnen. Im ersten Falle wird der Streifen in einer kreisförmigen Bahn bewegt und gelangt wieder in die Übertragungszone, während er im zweiten Fall mit hoher Geschwindigkeit nach oben in die Fuhrungsbahn getrieben wird. Dies hat zur Folge, dass, nachdem das hintere Ende des Streifens die Trommel verlassen hat, die Trägheit des Streifens denselben rund um den oberen Teil 85u der Führungsbahn und hinunter in die Magazineinschiebevorrichtung bringt.
Die Entscheidung, ob der Streifen die Übertragungszone einmal durchlaufen soll, wie beispielsweise für einen einmaligen"Lesevorgang", oder ob zwei oder mehrere Durchläufe erfolgen sollen, wird beispielsweise durch ein in der Datenverarbeitungsanlage vorgesehenes Rechenwerk getroffen. Diese"Entschei- dung" wird durch ein hier als Steuergerät bezeichnetes Zwischenglied so umgeformt, dass das Gatteran- triebsglied jeweils eines der binären Signale"L"oder"0"erhält. Das Signal"L"kann beispielsweise durch einen elektrischen Impuls bestimmter Zeitdauer dargestellt werden, der durch das Solenoid 70s des Gatterantriebsgliedes geht, wodurch das Gatter geöffnet und der Streifen in das Magazin zurückbefördert wird ;
während das"0"-Signal dann durch Fehlen eines solchen Impulses dargestellt wird, so dass das normalerweise geschlossene Gatter geschlossen bleibt und der Streifen nochmals durch die Übertragungszone geleitet wird. Die in den Fig. 3 und 3a gezeigte Gattervorrichtung besteht aus einer Gatterschiene 70g, die drehbar auf einem Zapfen 70p gelagert ist. Der Zapfen 70p Ist an einem feststehenden Mantel 71 angebracht, der sich um einen Teil des Trommelumfanges erstreckt. Die Gatterschiene 70g ist drehbar an einem Verbindungsglied 70m befestigt. Eine Feder 70r drückt das Gatter in seine Schliessstellung, während es durch den Anker des Solenoids 70s bei Erregung des letzteren in die Öffnungsstellung gezogen wird. Das Solenoid 70s ist fest mit dem Mantel 71 verbunden.
Nachstehend wird die Antriebs- und tiber- tragungsvorrichtung beschrieben.
Wie aus den Fig. 3 und 4 ersichtlich, besteht die Übertragungsvorrichtung 60 aus einem Gehäuse mit einem Rahmen 60a, in dem zwei elektromagnetische Übertragungssysteme 60b und 60c mit jeweils mehreren Magnetköpfen verstellbar angeordnet sind. Diese Übertragungssysteme 60b und 60c weisen eine leicht gewölbte und polierte Oberfläche 60e und 6uf auf, über die sich die Streifen 10 bewegen und mit denen diese infolge des schon erwähnten Druckunterschieds in Berührung gebracht werden. Infolge der Öffnungen in der Abschlussscheibe 40ad (Fig. 8) der Trommel. herrscht in der Kammer. C3 normalerweise Atmosphärendruck. Aus dieser Kammer wird durch die Luftkanäle in der Übertragungsvorrichtung, die durch das Rohr 60d mit dem Gebläse 124 verbunden sind, Luft angesaugt.
Wie in Fig. 3, wo Teile der beiden mehrköpfigen Übertragungssysteme entfernt sind, und in Fig. 4, die die Gleitflächen der Übertragungssysteme wiedergibt, gezeigt, sind Luftkanäle 60p und 60q vorgesehen, von denen der letztere durch mehrere Öffnungen gebildet wird, die in einer Rille zwischen den beiden Übertragungssystemen und quer zur Bewegungsrichtung liegen. Die äusseren Luftkanäle 60p werden durch entsprechende Formgebung der im Rahmen 60a enthaltenen Teile der Übertragungsvorrichtung gebildet. Diese Kanäle führen zu kleinen Öffnungen 60g, die durch Einkerbungen an den Kanten des rechten und linken Streifenführungsbleches 60s und 60t (Fig. 4) längs der Berührungslinien dieser Bleche mit den Gleitflächen 60e und 60f der Übertragungsvorrichtung gebildet werden.
Die Wege der Luftströme sind durch Pfeile angezeigt, Infolge des Unterdruckes im Innern der Übertragungsvorrichtung schmiegt sich der Streifen, während er an den Übertra-
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gungsköpfen vorbeigleitet, fest an die Bleche 60s, 60t und die Flächen 60e, 60f der Übertragungssysteme an. Wie in Fig. 3 gezeigt, bewegt sich der Streifen somit in einer welligen Bahn über die Übertragungs- systeme, Hiedurch wird eine sehr gute und gleichmässige Übertragung erreicht.
Wie bereits ausgeführt, ist der Raum innerhalb der Trommel 40a durch ortsfeste Wände in Kammern unterteilt, von denen einige mit den Saugrohren des Gebläses verbunden sind und dadurch eine Saugwir- kung auf entsprechende Zonen der Trommeloberfläche ausüben, während in den andern Kammern Nor- maldruck herrscht. Wenn somit innerhalb der durch die Kammer C2 festgelegten Zone, die sich bis zu der abgebogenen Wange des rechten Führungsblechs 60s erstreckt, ein Streifen infolge des Unterdruckes im Inneren der Trommel durch die Öffnungen 40aa angesaugt wird, so wird dieser Streifen zusammen mit der Trommel vorwärtsgetrieben. An der Trennlinie der durch die Kammern C2 und C3 festgelegten Zonen hört die Saugwirkung auf. Der Streifen löst sich nun durch Zentrifugalkraft von der Trommel und bewegt sich auf dem Führungsblech 60s weiter.
Ist dies geschehen, so bewegt sich der Streifen an den Luftkanal- öffnungen der Übertragungsvorrichtung und danach an der erwähnten welligen Bahn vorbei und gelangt schliesslich in Berührung mit dem Führungsblech 60t. Beim Verlassen des Bleches 60t tritt der Streifen in eine vor der Kammer C4 liegende Zone ein. Im Innern der Kammer C4 herrscht Unterdruck, so dass der
Streifen wieder fest an den Umfang der Trommel 40a angesaugt wird.
Die in Fig. 4 gezeigten, als Beispiel gewählten Übertragungssysteme bestehen aus Reihen von Über- tragungsköpfen, wie beispielsweise die bei 60m und 60n gezeigten Magnetpole erkennen lassen. Die elek- tromagnetischen Übertragungsschaltungen können einen herkömmlichen Aufbau aufweisen und gehören nicht zu der vorliegenden Erfindung, so dass sich eine nähere Beschreibung erübrigt. Die elektrischen Ver- bindungen zu der Vielzahl von Übertragungsköpfen sind mit gebräuchlichen isolierten Drähten ausgelegt und führen über mehrpolige Steckbüchsenleisten 60u, 60v (Fig. 3), die auf einer am Rahmen 60a befestig- ten Platte 60w untergebracht sind. Durch zugehörige mehrpolige Steckerleisten am Ende der vom Steuer- gerät 180c kommenden Leitungen 167 (Fig. 15) ist ein leichtes Auswechseln der Übertragungssysteme möglich.
Aus der vorangegangenen Beschreibung geht bereits hervor, dass auf einem Streifen, der sich in
Richtung des Pfeiles X in Fig. 3 von rechts nach links bewegt, während seines Vorbeilaufes an den Spalten der Magnetpole 60m ein Lesevorgang und während seines Vorbeilaufes an den Spalten der Magnetpole 60n ein Aufzeichnungsvorgang durchgeführt werden kann. Um mit sämtlichen oder auch nur mit einem Teil der vorhandenen Magnetköpfe diese Vorgänge wahlweise durchführen zu können, ist durch eine elektri- sche Schaltungsanordnung dafür gesorgt, dass jeder Magnetkopf einzeln wahlweise ein-oder ausgeschaltet werden kann. Da sich diese Stromkreise in einem Datenverarbeitungsgerät oder Ziffernrechner befinden, der an sich nicht zu der Erfindung gehört, werden sie hier nicht näher erläutert.
Die Erfindung ist in Ver- bindung mit bekannten oder herkömmlichen Ziffernrechnern verwendbar.
Nachstehend wird beschrieben, wie ein Streifen 10, der ausgewählt, freigegeben und bearbeitet wur- de, in das Magazin zurückbefördert wird, so dass ein oder mehrere seiner Halteansätze mit den entspre- chenden Wählstangen und seine seitlichen Einschnitte mit den Aufhängeschienen in Eingriff gehen. Aus der vorangegangenen Beschreibung ging schon hervor, dass die Lage eines Streifens innerhalb des Magazins für das Arbeiten des Gerätes ohne Bedeutung ist ; demzufolge werden die Streifen bei ihrer Rückführung vorn in das Magazin eingeschoben, ohne Rücksicht auf ihre Codebezeichnungen oder Nummern.
Infolge der zwischen den Streifen hindurchstreichenden Luftströme fällt jeder ausgewählte und freigegebene
Streifen herunter, gleichgültig welche Lage er innerhalb des Streifensatzes einnimmt, und bei Rückfüh- rung eines Streifens in das Magazin bewirken die. durch das Gitter 30g erzeugten Luftströme automatisch eine gleichmässige Verteilung der Streifen im Magazin.
Einschieben der Streifen in das Magazin
Während ein Streifen durch seine Trägheit den oberen gebogenen Teil 85u der Führungsbahn 85 durchläuft, unterbricht das vordere Ende dieses Streifens den Lichtstrahl einer photoelektrischen Abtast- vorrichtung 90 (Fig. l, 2,5 und 6). Die Abtastvorrichtung liefert daraufhin ein Signal an das Steuergerät (Fig. 15), das weitere Signale erzeugt, die das Abbremsen und Einschieben des Streifens auf die Schienen und Stangen vorbereiten. Sobald das vordere bzw. abwärts gerichtete Ende des Streifens die Abtastvorrich- tung passiert hat, tritt er in eine gerade Führungsbahn ein, die von zwei einander gegenüberliegenden
Nuten 101a, 102a (Fig. 7, 7a) begrenzt wird, die in schwenkbar gelagerten Führungsschienen 101,102 eingearbeitet sind.
Diese Führungsschienen bilden einen Teil der allgemein mit der Bezugszahl 100 be- zeichneten Magazineinschiebevorrichtung. Die Führungsschienen sind auf Scharnieren 101b, 101c und
102b, 102c (Fig. 5 und 6) gelagert, die an der Magazindeckplatte 108 befestigt sind und ihre Öffnungs- und Schliessbewegungen werden durch Anschläge, die beispielsweise auf den Scharnieren angebracht sind, begrenzt. Beim Eintreten der Streifen in die durch die Nuten 101a, 102a gebildete Führungsbahn und bei
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der Abwärtsbewegung des Streifens befinden sich die Führungsschienen, wie in Fig. 7 gezeigt, in geschlossener Stellung.
Die Abwärtsbewegung des Streifens wird unterbrochen, wenn sein unteres Ende auf eine zurückziehbare Anschlagsplatte 103 (Fig. 5 und 6) auftrifft, die am unteren Ende der FUhrungsbahn angebracht ist und dem Streifen den weiteren Weg versperrt. Die Anschlagsplatte kann über einen Winkelhebel 103a durch ein Solenoid 103b bewegt werden. Wie schon erwähnt, wird das Sclenoid durch das Steu-
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gnal an das Steuergerät (Fig. 15) abgibt. Hat sich der Streifen der Anschlagsplatte 103 bis zu einer be- stimmten Entfernung genähert, gelangt sein unteres Ende in Berührung mit zwei schwenkbar gelagerten
Abbremshebeln 101g und 102g, die in schlitzförmig ausgebildeten Öffnungen 101s, 102s der Führung- schienen untergebracht sind (Fig. 5, 6 und 6a).
Die Masse des Abbremshebels ist so verteilt, dass er durch ein Drehmoment an den Streifen gedrückt wird. Die Andruckkraft wird durch zwei Federn, von denen in
Fig. 5 eine zu sehen ist, wesentlich unterstützt. Kommt der Streifen mit den Abbremshebeln in Berührung, so werden diese leicht geschwenkt und drücken den Streifen an die gegenüberliegenden Gleitflächen der
Führungsschienen, wodurch ein Zurückprallen des Streifens verhindert wird. Das Antriebsglied besteht aus einem herkömmlichen Solenoid 103b mit einem beweglichen Anker 103p, der durch eine Feder 103s in die Ausgangsstellung zurückgeholt wird. Der Anker ist mit seinem unteren Ende am Winkelhebel 103a beweglich angebracht, der seinerseits an einem am Magazindeckel 108 befestigten oder aus diesem herausgebogenen Winkel 108d drehbar gelagert ist.
Sobald das obere (hintere) Ende des Streifens an der Abtastvorrichtung 90 vorbeigelaufen ist, gibt diese wieder ein Signal ab, wodurch das Steuergerät (Fig. 15) folgende Vorgänge auslöst : Erstens werden die Führungsschienen 101,102 in eine Stellung geschwenkt, in der der Streifen die Führungsbahn verlassen kann, zweitens wird eine Vorrichtung in Tätigkeit gesetzt, die den zurückkommende Streifen in das Magazin einschiebt und drittens bewirkt sie anschliessend das Zurückziehen der Anschlagsplatte 103.
Das von der Abtastvorrichtung 90 abgegebene Signal dient zum Betätigen einer Schaltvorrichtung, beispielsweise eines herkömmlichen Relais, das erstens den Erregerstromkreis für das Solenoid 106, das, wie soeben erläutert, die Führungsschienen verschwenkt und für das durch eine Feder zurückstellbar Solenoid 105 schliesst, das zum Antrieb einer Einschiebeplatte 107 (Fig. 5, 6,7) dient, die einen ankommenden Streifen auf die Wählstangen und Aufhängeschienen schiebt, und das zweitens den Stromkreis für das Solenoid 103b öffnet.
Wie in Fig. 5 gezeigt, wird bei Erregung des Solenoids 105 ein Verbindungsglied 105b, das an seinem oberen Ende drehbar an einem Winkelhebel 105c befestigt ist, nach oben gedrückt. Der Winkelhebel 105c ist schwenkbar auf einem Stift gelagert, der von zwei abstehenden Schenkeln eines Bügels 108b gehalten wird. Das andere Ende des Winkelhebels ist drehbar in der Mitte eines weiteren Stiftes 105f gelagert, dessen beide Enden die zwei Schubstangen 105 betätigen. Diese Schubstangen sitzen auf dem oberen Ende der langen, aufrechtstehenden und elastischen Einschiebeplatte 107 und können diese in der Anordnung nach Fig. 5 nach links verschieben. Im Normalzustand wird die Einschiebeplatte 107 durch die im Solenoid 105 enthaltene Feder vom Magazin weggezogen, wodurch ein zurückgeförderter Streifen in die durch die Führungsschienen 101 und 102 gebildete Bahn gelangen kann.
Das obere Ende der genannten Einschiebeplatte 107 wird dann unmittelbar vor und gleichzeitig mit dem Verschwenken der Führungsschienen nach aussen, den Streifen freigeben, nach innen gebogen, und somit wird, wie in Fig. 7a gezeigt, das obere Ende des Streifens an den äusseren Kanten erfasst und auf die freien äusseren Enden der Halteschtenen geschoben.
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an der Magazindeckplatte 108 befestigt und tiber ein bewegliches Hebelwerk mit den Führungsschienen verbunden ist, in eine Stellung geschwenkt, in der der Streifen freigegeben wird. Das Solenoid besitzt einen unter Federdruck stehenden Kern oder Anker 106p, dessen oberes Ende mittels eines Stiftes 106c an einer Kurbelscheibe 106d beweglich gelagert ist. Die genannte Kurbelscheibe ist durch den Bolzen 106e drehbar auf der Magazindeckplatte 108 gelagert.
An der Kurbelscheibe sind mittels zweier Stifte die Zugstangen 106g und 106h drehbar befestigt, die an ihren äusseren Enden an Schwenkarmen 101h und 102h beweglich angebracht sind, die ihrerseits mit den Führungsschienen 101 und 102 verbunden sind. Eine Feder innerhalb des Solenoids 106 hält das Hebelwerk in der in Fig. 5 und 6 gezeigten Stellung. Bei Erregung des Solenoids 106 wird sein Anker nach unten gezogen, wodurch sich die Kurbelscheibe 106d dreht und die Zugstangen die Führungsschienen nach aussen in die Stellung verschwenken, die in Fig. 7a dargestellt ist.
Dieses nach aussen Schwenken der Führungsschienen erfolgt annähernd gleichzeitig mit der Einwärtsbewegung des oberen Endes der Einschiebeplatte 107. Die Folge davon ist, dass sich der Streifen 10 aus den beschriebenen seitlichen Führungsschienen lösen und auf die freien äusseren Enden der Stangen und
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Schienen geschoben werden kann. Wie bereits beschrieben, werden die Solenoide 105 und 106 infolge des
Vorbeilaufen des oberen Endes eines zurückkehrende Streifens an der Abtastvorrichtung 90 betätigt.
Gleichzeitig wird das Solenoid 103b abgeschaltet, so dass die Anschlagsplatte 103 von der Feder 103s zu- rückgezogen werden kann.
Inzwischen ist der zurückgekehrt Streifen wieder in der Wahl- un Aufhänge- vorrichtung eingehängt, und die Solenoide 105 und 106 kehren in ihre Ruhestellung zur tick, wodurch auch die Einschiebeplatte 107 und die Führungsschienen 101 und 102 wieder in Streifenaufnahmestellung ge- langen. Nachdem der zurückgeführte Streifen in das Magazin aufgenommen ist, bewirken die Luftströme, dass sich die Streifen in gleichen Abständen zueinander einordnen. Das Magazin wird also innerhalb der sehr kurzen Zeit von einigen Millisekunden zur Auswahl und Freigabe des nächsten gewünschten Streifens bereitgestellt.
Die Einschiebeplatte 107, die Anschlagsplatte 103, die Solenoide 103b, 105 und 106 sowie ihre zu- gehörigen Betätigungsstangen sind auf der leicht entfernbaren, eine Seite des Magazins bildenden Maga- zindeckplatte 108 angebracht. Wie in den Fig. 5 und 6 gezeigt, ist die Platte 108 durch einen Bolzen, der an zwei Schenkeln 108w befestigt ist, an ihrem unteren Ende leicht auswechselbar gelagert. Dieser
Bolzen liegt in zwei Schlitzen 130a, die in den beiden vorstehenden Schenkeln 130b vorgesehen sind. Die
Schenkel 130b sind am Gehäuse 130 des Gerätes angebracht. Wie aus den Fig. 1 und 2 hervorgeht, ist das obere Ende der Platte 108 durch gebräuchliche, schnellentfernbare Befestigungsmittel 130q am Gehäuse
130 befestigt.
Die Magazindeckplatte mit der Einschiebevorrichtung, die den Vorderteil des Magazins bildet, kann somit leicht ausgebaut werden, wenn ein Satz Informationsspeicherstreifen 10 durch einen andern ausgetauscht werden soll. Um dies noch zu erleichtern, ist die Seitenwand des Magazins als durch- sichtiges Fenster 109a (Fig. l) ausgebildet, das bei Auswechseln eines Streifensatzes leicht geöffnet wer- den kann. Dieses Fenster ist so angeordnet, dass der obere Teil des Magazins, wie in Fig. 1 gezeigt, offenbleibt, um das Durchströmen der Luft zwischen den aufgehängten Streifen zu begünstigen.
ElektrLsches bystem
In Fig. 15 sind in dem gestrichelten Rechteck 150 die elektrischen Bauteile des beschriebenen Gerä- tes schematisch dargestellt. Diese Bauteile sind durch entsprechende Leitungen, wie beispielsweise 160,
161 usw., mit dem Steuer- und Stromversorgungsgerät 180c verbunden, so dass die Steuer- oder Informationssignale an die einzelnen Bauteile angelegt und von diesen übernommen und der Motor 123 und die andern stromverbrauchenden Bauteile mit Energie versorgt werden können. Die in einem Datenverarbeitungsgerät 180 erzeugten Signale werden vom Steuergerät dazu verwendet, die Stromversorgung, des Motors 123 (Fig. 8) über eine Leitung 171 ein-bzw. abzuschalten und die Auswahl und Freigabe eines Streifens sowie die Ablesung und/oder Aufzeichnung von Informationen auf diesem zu bewirken.
Nachstehend wird die Folge der einzelnen Arbeitsschritte kurz beschrieben :.
1. Ein elektrisches Signal wird über die Leitung 161 an das Solenoid des Ventils 30y übertragen, wodurch die Luftversorgung zum Gitter und damit zu den Streifen abgeschaltet wird. Gleichzeitig wird das Ventil 127v durch ein Signal an das zugehörige Solenoid geschlossen und die Saugwirkung innerhalb der Kammer Cl abgeschaltet.
2. Eine bestimmte Kombination von Wählstangensolenoiden werden über Leitungen 168 durch verschlüsselte Signale erregt und daran anschliessend erfolgt die Erregung der Halteschienensolenoide über eine Leitung 169.
3. Der freigegebene Streifen fällt herunter, kommt in Berührung mit der Trommel und gelangt infolge der Schwerkraft und auch schon beeinflusst vom Reibungskontakt mit der Trommel an eine Stelle, in der er den Lichtstrahl der Photoabtastvorrichtung 40d (Fig. lund 2) unterbricht. Die Photoabtastvorrichtung erzeugt daraufhin in der Leitung 162 ein Signal, das durch das Steuergerät so umgeformt und verstärkt wird, dass über die Leitungen 160 und 161 die Solenoide der Ventile 127v und 30y erregt werden. Hiedurch wird über das Ventil 127v die Saugwirkung in der Kammer Cl wieder hergestellt. Ausserdem veranlasst dieses Signal die Rückstellung der Wählstangen und Halteschienen.
Ferner meldet es dem Steuergerät, dass das Ablesen der auf dem Streifen gespeicherten Informationen beginnt, wodurch Pufferund/oder Vergleichsschaltungen in der Steuereinheit eingeschaltet werden, um die abgelesenen Informationssignale auszuwählen und/oder zu speichern. Schliesslich veranlasst das Photozellensignal auch, dass im Steuergerät ein Signal für das Streifengatter erzeugt wird.
4. Dieses Signal wird von der Steuereinheit über die Leitung 170 an das Solenoid der Gattervorrichtung übertragen, wodurch entweder ein weiterer Umlauf des Streifens um die Trommel oder seine Rückkehr in das Magazin bewirkt wird. Während der Streifen an den Übertragungsköpfen vorbeiläuft, können Signale, die entweder vom Streifen abgelesene oder auf diesen aufzuzeichnende Informationen darstellen oder beide dieser Signalarten zugleich durch die Leitungen 167 übertragen werden.
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