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Einrichtung zur Abtastung von Zeigersiellungen.
Das Stammpatent betrifft eine Einrichtung zur Abtastung von Zeigerstellungen mit Hilfe von abge- stuft ausgebildeten Abtastorganen, deren gegen den Zeiger bewegter Träger ein in sich bewegliches ebe- nes Gestell ist, dessen periodische Bewegung in der Gestellebene erfolgt und die dadurch gekennzeichnet ist, dass das Gestell aus zwei seitlichen zwischen Führungen angeordneten Schienen, an denen die in an sich bekannter Weise mit Abstufungen versehenen Abtastorgane befestigt sind, und aus einem mit den
Schienen über Wälzflächen verbundenen und um ein Mittellager schwenkbaren Querbalken besteht, wo- bei die Antriebskraft für die periodisch auf-und abgehende Bewegung des Gestelles an der Schwenkachse des Querbalkens angreift.
Bei einer speziellen Ausführung ist auf der Schwenkachse des Querbalkens eine
Rolle vorgesehen, die auf einer von einem Antrieb in Drehung gesetzten Nockenscheibe abrollt. Diese
Ausführung weist jedoch den Nachteil auf, dass beim Auflaufen der Rolle auf die Nocke seitliche Kräfte auftreten, die zu Verklemmungen Anlass geben und so ein einwandfreies Funktionieren beeinträchtigen.
Gegenstand der Erfindung ist eine Einrichtung zur Abtastung von Zeigerstellungen nach Patent Nr. 2115 68, bei der der erwähnte Nachteil vermieden ist. Die erfindungsgemässe Einrichtung ist dadurch gekennzeichnet, dass das Mittellager als Gleitstück ausgebildet ist, auf welchem der Querbalken verschwenkbar aufgesetzt ist, wobei das Gleitstück über eine Welle, die in Richtung der Hubbewegung des Querbalkens in einer Führung geführt ist, der Antriebskraft für die periodisch auf-und abgehende Bewegung des Gestells mit seitlichem Spiel ausgesetzt ist und vorzugsweise mittels eines radial angesetzten Stiftes gegen Verdrehung gesichert ist.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in Fig. 1 der Zeichnung in Ansicht von vorne und in Fig. 2 im Schnitt längs der Mittellinie dargestellt. Fig. 3 zeigt Teile der erfindungsgemässen Einrichtung.
Die erfindungsgemässe Einrichtung zur Abtastung der Stellung eines Zeigers 1 besteht aus zwei stufenförmig ausgebildeten Abtastelementen 2,3, die von je einer Schiene 4 bzw. 5 gehalten werden. Zwischen den Schienen 4, ist ein Querbalken 6 abgestützt. Zur Führung der Schienen 4, 5 dienen Rollen 7.
Die Schienen 4,5 sind an einem auf dem Querbalken 6 aufliegenden Band 8 befestigt.
Das ganze Gestell fahrt eine periodische Auf-und Abbewegung aus, die durch eine ständig umlaufende Nockenscheibe 9 in Verbindung mit einem an ihrem Umfang ablaufenden Nockenrad 10 ausgelöst wird. Die Achse des Nockenrades 10 ist zugleich auch die Schwenkachse des Querbalkens 6. Je nach der Stellung des Zeigers 1 wird jeweils eines der beiden Abtastelemente 2 oder 3 durch den sich auf einer Auflage 11 abstützenden Zeiger 1 in einer der jeweiligen Zeigerstellung entsprechenden Höhe festgehalten und dann beim Absenken des Gestelles der Querbalken 6 in eine entsprechende Schrägstellung gebracht. Die jeweilige Zeigerstellung wird somit durch die oberste oder unterste Stellung der Schienen 4 bzw. 5 abgebildet und auf nicht näher dargestellte Weise in eine elektrische Grösse umgesetzt.
Beim Auflaufen des Nockenrades 10 auf die Flanke der Nockenscheibe 9 wurde ohne Verwendung der erfindungsgemässen Einrichtung eine seitliche Kraftwirkung auf das ganze Gestell Zustandekommen, die ein einwandfreies Funktionieren beeinträchtigen würde. Um dies zu vermeiden, ist zwischen dem Nokkenrad 10 und dem Querbalken 6 ein als Gleitstück 32 ausgebildetes Mittellager vorgesehen. das in Fig. 3 in Eingriff mit dem Querbalken 6 gesondert dargestellt ist.
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Das Gleitstück 12 überträgt die Bewegung des Nockenrades 10 auf den Querbalken jedoch ohne seit- liche Kraftwirkungen, da die Welle 13 des Nockenrades 10 in Richtung der Hubbewegung des Querbal- kens 6 geführt ist.
Zur Führung der Welle 13 dient ein Führungsteil 14 mit zwei Ausnehmungen für zwei an den beiden Enden der Welle 13 angebrachte Rollen 15 und 16. Die beim Auflaufen des Nockenrades 10 auf die Flanken der Nockenscheibe 9 auftretenden seitlichen Kräfte werden über die Welle 13 und die Rollen 15 und 16 vom FUhrungsteil 14 aufgenommen, so dass sie sich nicht auf den Querbalken 6 übertragen können.
Der Querbalken 6 besitzt eine etwa halbzylindrische Ausnehmung, mit der er auf einer zylindrischen Berührungsfläche des Gleitstückes 12 lose aufsitzt. Durch den grossen Radius der einander berührenden Flächen wird zwischen dem Gleitstück 12 und dem Querbalken 6 ein grosses Reibungsmoment erzeugt, zufolge dessen der Querbalken 6 auch bei der Aufwärtsbewegung seine Winkellage beibehält. Um eine Verdrehung des Gleitstückes 12 um seine Achse zu verhindern, ist dieses mit einem radial angesetzten, in Richtung der Hubbewegung des Gleitstückes 12 verlaufenden Stift 17 versehen, der in einem Führungs- teil 18 gegen seitliche Bewegung gesichert ist, ohne die Hubbewegung des Gleitstückes 12 zu behindern.
Dadurch, dass der Querbalken 6 auf dem Gleitstück 12 lose aufsitzt, derart, dass die Berührung zwischen dem Gleitstück 12 und dem Querbalken 6 in Richtung seiner Hubbewegung lösbar ist, wird bei einer Abwärtsbewegung der Reibungsschluss zwischen diesen beiden Teilen aufgehoben, da das Gleitstück 12 weiter abgesenkt werden kann als der Querbalken 6.
Zur Verhinderung allfälliger Kraftwirkungen vom Querbalken 6 auf das Nockenrad 10 ist das Gleitstück 12 auf der Welle 13 des Nockenrades 10 mit seitlichem Spiel gelagert. Dieses seitliche Spiel ist durch die spezielle Ausbildung des Gleitstückes 12 ermöglicht, das, wie in Fig. 3 dargestellt, mit einer zur Bewegungsrichtung senkrechten, einseitig offenen Ausnehmung für die Welle 13 versehen ist.
Durch die relativ grosse Reibung zwischen dem Gleitstück 12 und dem Querbalken 6 wird die durch den Abtastvorgang hervorgerufene Schräglage des Schaltgestelles bei der Hubbewegung beibehalten. Dadurch wird der geklemmte Zeiger 1 zu einem möglichst frühen Zeitpunkt freigegeben und die in der Schaltperiode verfügbare Einstellzeit des Messwerkes vergrössert.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Einrichtung zur Abtastung von Zeigerstellungen nach Patent Nr. 211568, dadurch gekennzeichnet, dass das Mittellager als Gleitstück (12) ausgebildet ist, auf welchem der Querbalken (6) verschwenkbar aufgesetzt ist, wobei das Gleitstück (12) über eine Welle (13), die in Richtung der Hubbewegung des Querbalkens (6) in einer Führung (14) geführt ist. der Antriebskraft für die periodisch auf-und abgehende Bewegung des Gestells mit seitlichem Spiel ausgesetzt ist und vorzugsweise mittels eines radial angesetzten Stiftes (17) gegen Verdrehung gesichert ist.