AT221011B - Verfahren zur Herstellung von gesintertem Gut, wie Sinterdolomit und Sintermagnesit, in einem mit Mischfeuerung betriebenen Schachtofen und Anlage zur Durchführung des Verfahrens - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von gesintertem Gut, wie Sinterdolomit und Sintermagnesit, in einem mit Mischfeuerung betriebenen Schachtofen und Anlage zur Durchführung des Verfahrens

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AT221011B
AT221011B AT606960A AT606960A AT221011B AT 221011 B AT221011 B AT 221011B AT 606960 A AT606960 A AT 606960A AT 606960 A AT606960 A AT 606960A AT 221011 B AT221011 B AT 221011B
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AT
Austria
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sintered
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deacidified
production
dolomite
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AT606960A
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Karl Dipl Ing Beckenbach
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Beckenbach Karl
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Description


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  Verfahren zur Herstellung von gesintertem Gut, wie Sinterdolomit und
Sintermagnesit, in einem mit Mischfeuerung betriebenen
Schachtofen und Anlage zur Durchführung des Verfahrens 
 EMI1.1 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Hiedurch entweicht ein grosser Teil der eigentlich für   die Sinterzone bestimmten Wärme   mit den Ab- gasen, ohne in die Sinterzone zu gelangen. Damit die zur Erzeugung der Sintertemperatur erforderliche
Wärme in die Sinterzone gebracht werden konnte, musste also bisher eine viel grössere als die an sich bei getrennt stattfindenden   Entsäuerungs- und   Sinterungsvorgängen benötigte Koksmenge am oberen Ofenende zugegeben werden.

   Dabei war es aber nicht möglich ; die Erzeugung eines Sinterdolomits oder Sinterma- gnesits von sehr hoher Härte durch eine Vergrösserung des an sich schon hohen Kokszusatzes zu erreichen, da bei einer weiteren Vergrösserung der Koksmenge die Kohlenoxydbildung in einem solchen Ausmass zu- nimmt, dass in dem Schachtofenabschnitt, in dem die Sinterung des entsäuerten Gutes stattfindet, das
Mehr an Koks gar nicht mehr zur Erhöhung der Temperatur beitragen kann. Die erforderliche höhere
Temperatur lässt sich also auf diesem Wege nicht erreichen. 



   Mit dem neuen Verfahren gelingt es nun in überraschender Weise, den zum Entsäuern und Sintern insgesamt benötigten Kokszusatz gegenüber dem bisher erforderlichen Kokszusatz von 12 bis 15   Grew.-%   und mehr je nach der Reinheit des Rohgutes auf zirka   7-10 Gew.-%   bezogen auf das Rohgut zu verrin- gern und dabei einen höheren Sinterungsgrad zu erzielen. 



   Man kann dies in einem einzigen Ofen durchgeführte Verfahren praktisch z. B. in der Weise gestal- ten, dass am Schachtofen drei Bunker vorgesehen sind, von denen der erste Koks, der zweite Rohgut und der dritte entsäuertes oder entsäuertes und gesintertes Gut enthält. Dabei können alle drei Bunker mit ge-   trenntenZuteil-und Transporteinrichtungen   verbunden sein, die es ermöglichen, die erwähnten Materia- lien in abgemessenen Mengen und in der gewünschten Mischung in die Ofengicht einzubringen. 



   In der Zeichnung ist ein Beispiel einer zur Ausführung des vorstehend erläuterten Verfahrens dienenden Anlage schematisch dargestellt. 



   Fig. 1 zeigt die erfindungsgemäss ausgestaltete Anlage in Seitenansicht bzw. im Schnitt. Fig. 2 zeigt sie in Draufsicht. Fig. 3 zeigt eine erfindungsgemässe Beschickungsanlage für mehrere zusammenarbeitende Schachtöfen in Seitenansicht in schematischer Darstellung. Fig. 4 zeigt die Anlage gemäss Fig. 3 in Draufsicht mit geschnittenen Schachtöfen. 



   Im einzelnen bezeichnet das Bezugszeichen 1 einen drehbar angeordneten Kübel, dessen Boden aus Sektoren oder ähnlichen Flächen besteht, die beispielsweise an den Kübelseitenwänden mit Scharnieren schwenkbar befestigt sind. 



   Das Öffnen   der Bodenflächen erfolgt   bei einem solchen Kübel schlagartig, so dass der gesamte Kübelinhalt unter Beibehaltung seiner ursprünglich   im Kübel eingenommenen Schichtung in den   Ofen hineinfällt. 



  Während seiner Füllung wird der Kübel gedreht, so dass das zugeführte Material gleichmässig über den ganzen Querschnitt des Kübels verteilt wird. 



   Dem Kübel 1 wird gleichzeitig aus einem Bunker 2 Koks, aus einem Bunker 3 Rohgut und aus einem dritten Bunker 4 vorbehandeltes Gut von der erforderlichen   Grobkörnigkeit,   gegebenenfalls durch zwischengeschaltete Waagen 5,6, 7 gewichtsmässig dosiert, aufgegeben. Die verschiedenen Beschickungskomponenten können vor der Einbringung in den Kübel homogen gemischt oder schichtenweise in den Kübel eingebracht werden. Bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel gelangen die abgewogenen Mengen über Transportmittel, z. B. Schüttelrutschen 8,9 in den   Drehkübel l. Bei der Überführung,   der Materialien in den Drehkübel kann der Rohgutanteil und der Anteil an entsäuertem oder vorzugsweise entsäuertem und gesintertem Gut über dieselbe Schüttelrutsche 9 geleitet werden. 



   Die Fig. 3 und 4 zeigen eine Anordnung mit in einer Umfassungsmauer 10 angeordneten Schacht- öfen 11, 12, 13,14. Aus diesen Öfen kann wahlweise mit Hilfe von Abzugs- und Fördervorrichtungen, die unter den Öfen angebracht sind,   z. B.   mit Hilfe von Transportbändern 15,16, 17, 18, ein Teil oder das ganze vorbehandelte Gut entnommen und über weitere Fördermittel, z. B. ein längslaufendes Transportband   19.   über ein Becherwerk 20 in einen Bunker 21 geführt werden. Von diesem aus gelangt das Gut über ein Sieb   21a.   wo die Absiebung des Feinanteiles erfolgt, und über ein zur Zumessung der erforderlichen Mengen von vorbehandeltem Gut dienende Waage 22 in eine Schurre 23, von der aus das vorbehandelte Gut in einen Gichtkübel 24 gelangt, der dem Kübel 1 nach den Fig. 1 und 2 entspricht.

   Falls der Bunker nur zur Aufnahme des dem Prozess wieder zugeführten Teiles des Gutes dient, kann das Sieb 21a auch vor dem Becherwerk angeordnet sein. Das Rohgut wird dem Kabel 24 durch   eine Förderleitung   25 über eine Waage 26 für das Rohgut ebenfalls über die bereits erwähnte Verteilerschnurre 23 zugeführt, während Brennstoff durch eine   Fördervorrichtung   27 über eine Waage 28 und eine Schnurre 29 in den Kübel eingebracht wird, der dann, wie auch der Kübel 1 mittels eines Aufzuges zur Ofengicht befördert und darauf aber das obere Ende des jeweils zu beschichtenden Ofens gebracht wird. Nach Öffnung der   Ofengicht   wird der Kübel schlagartig entleert, so dass die homogene Mischung des Gutes erhalten bleibt, was zur Erzielung eines gleichmässig gesinterten Gutes von grosser Wichtigkeit ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Herstellung von gesintertem Gut, wie Sinterdolomit und Sintermagnesit, in einem mit Mischfeuerung betriebenen Schachtofen, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Beschickung des Schachtofens lediglich die bei getrennten Entsäuerungs-und Sinterungsprozessen insgesamt erforderliche Koksmenge zusammen mit einer dem gewünschten Sinterungsgrad entsprechenden Menge von bereits entsäuertem bzw. bereits entsäuertem und gesintertem, grobkörnigem Gut zugegeben wird.
    2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass aus dem zugegebenen, mindestens bereits entsäuerten Gut vor seiner Zugabe zur Beschickung der Feinanteil von unter 10 mm Korngrösse entfernt wird.
    3. Anlage zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Schachtofenanlage mit drei Bunkern, nämlich einem Koksbunker, einem Rohgut enthaltenden Bunker und einem entsäuertes und/oder gesintertes Gut enthaltenden Bunker aufweist und alle drei Bunker mit getrennten Zuteilvorrichtungen und Transportvorrichtungen verbunden sind.
    4. Anlage nach Anspruch 3, gekennzeichnet durch eine Vorrichtung zum Absieben des Feingutanteiles aus dem zur Beschickung bestimmten Teil des erzeugten gesinterten Gutes.
AT606960A 1960-08-08 1960-08-08 Verfahren zur Herstellung von gesintertem Gut, wie Sinterdolomit und Sintermagnesit, in einem mit Mischfeuerung betriebenen Schachtofen und Anlage zur Durchführung des Verfahrens AT221011B (de)

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