AT220742B - Verfahren zur Herstellung von neuen Azofarbstoffen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von neuen Azofarbstoffen

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AT220742B
AT220742B AT703859A AT703859A AT220742B AT 220742 B AT220742 B AT 220742B AT 703859 A AT703859 A AT 703859A AT 703859 A AT703859 A AT 703859A AT 220742 B AT220742 B AT 220742B
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Bayer Ag
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  Verfahren zur Herstellung von neuen Azofarbstoffen 
Es wurde gefunden, dass man wertvolle neue Azofarbstoffe erhält, wenn man eine aromatische Diazoverbindung, die   1 - 3   Sulfonsäuregruppen enthält, mit einem Aminobenzol oder Aminonaphthalin, das im aromatischen Kern eine Sulfonsäuregruppe und/oder eine oder zwei Alkyl- bzw. Alkoxygruppen aufweisen kann, in   p-Stellung   zur Aminogruppe kuppelt, gegebenenfalls mit zusätzlichen Substituenten in der Aminoazoverbindung für Azofarbstoffe übliche Umwandlungsreaktionen vornimmt, anschliessend den Aminoazofarbstoff weiterdiazotiert, mit einem aromatischen Amin in 0-Stellung zur Aminogruppe kuppelt, triazoliert und in den so erhaltenen Farbstoffen die Sulfonsäuregruppen in Gruppierungen der Formel 
 EMI1.1 
   überführt.   



   In dieser Formel bedeutet R   :-NH-t-OSO X   oder die Gruppierung 
 EMI1.2 
 wobei X für Wasserstoff oder ein Alkalimetallkation steht,   R   ein Brückenglied mit 2 oder 3 Kohlenstoffatomen zwischen -N- und -O- bedeutet, R2einen Alkylen-oder Cycloalkylenrest, R4einen Alkylenrest mit bis zu 3 Kohlenstoffatomen zwischen den Resten    R   und-OSO3Xbedeuten, R2ein Sauerstoff-oder Schwefelatom oder eine Gruppierung 
 EMI1.3 
 darstellt und Y und Z Wasserstoff oder einen araliphatischen, cycloaliphatischen oder einen aliphatischen 
 EMI1.4 
 
 EMI1.5 
 

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 In dieser Formel bedeutet A einen aromatischen Rest, B einen Rest der Benzol- oder Naphthalinreihe, in dem sich die Azogruppe und die Triazolgruppierung in   p-Stellung   zueinander befinden,

   D einen aromati- 
 EMI2.1 
    Rs2 ;   R hat die oben angegebene Bedeutung. 



   In den erwähnten Gruppierungen kann R sowohl ein geradkettiger als auch verzweigter Alkylenrest mit 2 oder 3 Kohlenstoffatomen   zwischen -N- und -0- sein.   Beispiele für Gruppierungen 
 EMI2.2 
 sind u.   a.   
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 EMI2.4 
 
 EMI2.5 
 
NH-CHeinen aliphatischen Substituenten darstellt, der Bestandteil eines heterocyclischen Ringes ist, kann beispielsweise die Gruppierung 
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 erwähnt werden. 



   Das Beispiel für eine Gruppierung, in der Y als aliphatischer Substituent im Rest 
 EMI2.7 
 : der Definition   fu : RJ   mit   R-OSO X   identisch ist, bildet die Gruppe 
 EMI2.8 
 Der   Alkylenrest     R4   kann sowohl geradkettig als auch verzweigt sein. 

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   Für das Verfahren geeignete Diazokomponenten A sind beispielsweise   1-Aminobenzol-4-sulfonsiure,     1- Aminobenzol-3-sulfonsäure. 1- Aminonaphthalin-4-sulfonsäure, 2- Aminonaphthalin-6-sulfonsiure   und 2-Aminonaphthalin-4,8- und-6, 8-disulfonsäure sowie solche Derivate von aromatischen Diazoverbindungen, die neben den Sulfonsäuregruppen noch andere in Azofarbstoffen übliche Substituenten wie Ni- 
 EMI3.1 
 undverfahrensgemäss einzuführenden Triazolgruppierung auch weitere Triazolgruppen, wie etwa in der oben erwähnten Diazokomponente, aufweisen. Derartige Gruppierungen lassen sich in vielen Fällen auch in Zwischenstufen des Herstellungsverfahrens einführen.

   So kann man beispielsweise die Aminoazoverbindungen der allgemeinen Formel 
 EMI3.2 
 einsetzen (worin E einen aromatischen Rest mit in   o-Stellung   zur Azobrücke befindlicher Aminogruppe und F einen aromatischen Rest darstellt, in dem sich Amino- und Azogruppen in p-Stellung zueinander befinden) und die Umwandlung der o-Aminoazogruppierung in eine Triazolgruppe im Verlaufe des Herstellungsverfahrens für die neuen Farbstoffe oder am Schluss dieser Verfahren zusammen mit der Triazolierung der zweiten o-Aminoazogruppierung vornehmen. Ebenso können vor der Endkupplung mit aromatischen Aminen auch Tetrazoverbindungen vorliegen, wenn in den zunächst erhaltenen Aminoazoverbindungen beispielsweise Nitro- oder Acylaminogruppen in weitere diazotierbare Aminogruppen übergeführt werden.

   Desgleichen lassen sich auch andere, bei der Herstellung von Azofarbstoffen übliche Umwandlungsreaktionen, wie Acylierung, Harnstoffbildung, Sulfonierung, reduktive Verknüpfung nitrogruppenhaltiger Komponenten usw. In verschiedenen Stadien des Herstellungsverfahrens ausführen. 
 EMI3.3 
 : 1-Amino-2-methoxybenzoI..oxy-5-methylbenzol,   1-Amino-2,   5-dimethoxybenzol, 1-Aminonaphthalin, 1-Aminonaphthalin-7-sul-   fonsäure sowie N-Monosubstitutionsprodukte   solcher Amine, wie Aminobenzol-N-methansulfonsäure, wobei nach der Kupplung die Methansulfonsäuregruppe durch alkalische Verseifung abgespalten wird. 



   Als Endkomponenten D, die befähig sind, in 0-Stellung zu einer Aminogruppe zu kuppeln, sind die hiefür bekanntenAminonaphthalin- bzw. Aminobenzolderivate zu nennen, beispielsweise 2-Aminonaph- 
 EMI3.4 
 
Besonders wertvolle Farbstoffe, die sich durch vorzügliche Chlorechtheit auszeichnen, werden im allgemeinen dann erhalten, wenn man die Anfangs-,   Mittel- und Endkomponenten   derart wählt, dass sie frei sind von solchen Amino- und Hydroxylgruppen, die an der Ausbildung von Azo-oder Triazol-oder Metallkomplexgruppierungen nicht teilnehmen. 



   Die Triazolierung der Farbstoffe wird nach an sich üblichen Verfahren, beispielsweise durch Einwirkung ammoniakalischer   Kupfer-II-salzlösung   auf die   o-Aminoazofarbstoffe,   oder mit Chlorlauge vorgenommen. An die Triazolierung der Farbstoffe können sich auch weitere Umwandlungsreaktionen der bereits oben erwähnten Art anschliessen, z. B. die Reduktion einer in der Farbstoffsulfonsäure enthaltenen Nitrogruppe mit Natriumsulfid, Diazotierung der erhaltenen Aminogruppe und Kupplung von einem aromatischen Amin in o-Stellung zu einer Aminogruppe mit abschliessender Triazolierung. 



    Die Umwandlung der im Farbstoffmolekül vorhandenen Sulfonsäuregruppen in Gruppierungen R der oben angegebenen Definition erfolgt nach verschiedenen an sich bekannten Verfahren. Zur Überfüh-   rung in die Gruppierungen 
 EMI3.5 
 oder 
 EMI3.6 
 

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 der angegebenen Definition werden in den getrockneten sulfogruppenhaltigen Farbstoffen die Sulfonsäuregruppen durch Behandeln mit Thionylchlorid und Chlorsulfonsäure in die entsprechenden Sulfochloride übergeführt und diese, vorzugsweise in schwach alkalischem Medium, mit z.

   B. den Schwefelsäurehalbestern von Alkanolaminen, wie Äthanolamin,   N-Methyl-N-hydroxyäthyl-propylendiamin   oder N, N-Dihydroxyäthylpropylendiamin, kondensiert, Eine abgeänderte Verfahrensweise besteht darin, dass man in den   sulfonsäuregruppenhaltigen   Farbstoffen die Sulfonsäuregruppen in Sulfochloridgruppen   überführt,   diese zunächst mit Alkanolaminen (Hydroxyalkylaminen) umsetzt und die so erhaltenen   Hydroxyalkylsulfon-   amide mit Schwefelsäure oder Monohydrat verestert. 



   Die neuen Farbstoffe sind nach einer andern Herstellungsweise auch derart erhältlich, dass man an   Stelle von sulfonsäuregruppenhaltigen Diazo- und gegebenenfalls Kupplungskomponenten von den hieraus abgeleiteten HydroxyalkylsuIfonamiden mit der Gruppierung SO R* [R* bedeutet NHR OH oder   
 EMI4.1 
 
 EMI4.2 
 

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      DurchführungAmidgruppen enthaltende Materialien wie   Wolle, Seide   u. dgl.   können ebenfalls nach bekannten Verfahren gefärbt bzw. bedruckt werden. 
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 l : 65, 5g desAminodisazofarbstoffs,2-Aminonaphthalin-6-sulfonsäure erhält, werden in 1, 2 1 Wasser und 30 ml   2felgen   Ammoniak in der Hitze gelÏst. Nach Zugabe einer Lösung von 25 g kristallisiertem Kupfersulfat. in 200 ml Wasser als Tetramminkomplex mit 40 ml 25%igen Ammoniak, wird 2 Stunden bei 80-90 C gerührt. Die tiefrot gefärbte Lösung hellt sich dabei allmählich auf, und die gelbe Triazolverbindung fällt als Kupferkomplex teilweise aus. Man vervollständigt die Fällung durch Salzzusatz, saugt ab und wäscht mit   15bigler   ammoniakalischer Kochsalzlösung, bis das Waschwasser farblos abläuft. 



   Der Filterkuchen wird in 800 ml n-Salzsäure suspendiert und 10 min bei 60-70 C gerührt, wobei Lösung eintritt. Durch Salzzusatz wird die gelbe   Azotriazoltrisulfonsäure   isoliert und nach dem Trocknen in 500 g   Chlorsulfonsäure   eingetragen. Wenn die unter Schäumen verlaufende Salzsäureentwicklung aufgehört hat, werden 50 g Thionylchlorid eingetropft und 2 Stunden bei   800C   gerührt. Der Ansatz wird nach dem Abkühlen auf Eis zersetzt, das ausgefallene Farbstoffsulfochlorid abgesaugt, mit Eiswasser säurefrei gewaschen und danach in eine Lösung von 63 g Äthanolaminschwefelsäurehalbester in 11 Wasser eingetragen, die mit Natronlauge auf   pH=9   gehalten wird, bis das Sulfochlorid unter langsamen Anheizen des Ansatzes auf   450C   in Lösung gegangen ist.

   Man rührt 2 Stunden bei   45 C   nach und salzt den Farbstoffester der Formel 
 EMI5.2 
 
 EMI5.3 
 

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   - 20Der erhaltene Farbstoff entspricht der Formel 
 EMI6.1 
 erfärbt Baumwoile in der in Beispiel 1 angegebenen Weise in rotstichig gelben Tönen von guter Licht- und hervorragender Wasch- und Chlorechtheit. 



   Beispiel 3 : 42, 1 g desAminoazofarbstoffs, der durch Kuppeln von diazotierter 2-Aminonaphthalin-4,8-disulfonsäure mit 1-Amino-3-methylbenzol erhalten wird, wird nach bekannten Methoden diazotiert und essigsauer mit 29 g   2- (p-Sulfophenyl)-5-amino-benztriazol gekuppelt,   das aus diazotierter 4-Aminobenzol-l-sulfonsäure durch Kuppeln mit   1. 3- Diaminobenzol   mit anschliessender Triazolierung zugänglich ist. Die Kupplung wird bei   pr-8   durch Rühren über Nacht vervollständigt, das durch Aussalzen vollständig isolierte Zwischenprodukt in 11 Wasser und 30 ml   25% igem Ammoniak   in der Hitze gelöst und, wie in Beispiel 1 angegeben, mit 25 g kristallisiertem Kupfersulfat oxydativ triazoliert.

   Die Azobistriazoltrisulfonsäure wird nach der Trocknung mit 75 g Thionylchlorid in 750 g Chlorsulfonsäure in das Trisulfochlorid übergeführt und dieses mit 63 g Äthanolaminschwefelsäurehalbester alkalisch kondensiert. 



   Der so erhaltene Farbstoff der Formel 
 EMI6.2 
 kann auf Baumwolle in rötlich gelben Tönen von guter Licht-und ausgezeichneter Wasch-und Chlorechtheit gefärbt werden. 



   Ähnliche gelbe Farbstoffe mit guten Echtheiten werden erhalten, wenn man an Stelle des verwendeten Aminoazofarbstoffs als Diazokomponenten 2,3'-Dimethyl-4'-aminoazo-benzol-4,5'-disulfonsäure oder   4'-Aminostilben-2, 2'-disulfonsäure-4, l"-azo-4"-methoxybenzol   und als letzte Kupplungskompo- 
 EMI6.3 
 



      Aminobenztriazoloder substituierte AminobenztriazoleBeispiel 4 : 65, 5gdes   Aminodisazofarbstoffs, den man durch Kuppeln von diazotierter 2-Aminonaphthalin-4, 8-disulfonsäure mit 1-Amino-3-methylbenzol, Weiterdiazotieren und erneutes Kuppeln mit 2-Aminonaphthalin-6-sulfonsäure erhält, werden unter Kühlung langsam in 750 g Chlorsulfonsäure eingetragen und die Lösung 1 Stunde auf   78 - 800e   erhitzt. Der Ansatz wird nach dem Abkühlen auf Eis zersetzt, das ausgefällte Farbstofftrisulfochlorid abgesaugt, mit Eiswasser säurefrei gewaschen und danach in eine auf   0 C   gekühlte Lösung von 42 g Äthanolamin in 11 Wasser eingetragen. Man lässt auf Zimmertemperatur kommen, heizt langsam auf 50-60 C, rührt 3 Stunden bei dieser Temperatur, wobei der pH-Wert alkalisch bleiben soll, und saugt heiss ab. 



   Der Filterkuchen wird gründlich gewaschen, in 850 ml Wasser mit 100   ml Zn-Natronlauge   und 50 ml   25% igem   Ammoniak gelöst und bei   80 - 900e   mit 30 g kristallisiertem Kupfersulfat, in 200 ml Wasser 

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 als Tetramminkomplex gelöst, versetzt. Wenn die Triazolierung vollständig ist, wird noch 1 Stunde bei   800C   nachgerührt, abgektihlt und das Aminotriazol-trisulfonsäureäthanolamid durch Ansäuern isoliert. Es wird gründlich gewaschen, getrocknet und zur Veresterung der Hydroxylgruppen unter Kühlung in 400 ml Schwefelsäuremonohydrat eingetragen.

   Man rührt 3 Stunden bei Zimmertemperatur, giesst auf Eis, saugt den   ausgefallenen Schwefelsäurehalbester   von überschüssiger Säure ab, suspendiert erneut in 100 ml Wasser, neutralisiert restliche Säure unter Eiskühlung mit Natronlauge und isoliert durch Aussalzen den ferti- 
 EMI7.1 
 lnonaphthalin-4, 8-disulfonsäure mit   1- Amino-3-methylbenzol, Weiterdiazotieren   und erneutes Kuppeln mit   2-Aminonaphthalin-6-sulfonsäure   erhält, werden, wie in Beispiel 1 beschrieben, triazoliert und in das Trisulfochlorid überführt. Das Produkt wird mit Eiswasser säurefrei gewaschen und in die auf   DOC   gekühlte Lösung von 84 g   N-Methyl-N-hydroxyäthylpropylendiamin   in 11 Wasser eingetragen.

   Man lässt unter kräftigem Rühren auf Zimmertemperatur kommen, heizt dann langsam auf   50 - 600C   und hält den Ansatz 3 Stunden bei dieser Temperatur, wobei der pH-Wert stark alkalisch gehalten wird. Das entstandene Sulfonamid wird abgesaugt, gründlich mit Wasser gewaschen, getrocknet und die Hydroxyalkylgrup- 
 EMI7.2 
 



   Beispiel 6 : 0, 05 Mol des Monoazofarbstoffs, der durch Diazotieren von 2-Aminonaphthalin- - 4, 8-disulfonsäure und Kuppeln mit m-Toluidin, weiteres Diazotieren und Kuppeln mit 2-Aminonaph-   thalin-1-sulfonsäure   mit anschliessender Oxydation der o-Aminoazogruppierung zum Triazinring hergestellt wurde, wird ins Disulfochlorid übergeführt. Das säurefrei gewaschene Sulfochlorid wird in 50 ml Eiswasser gut suspendiert und unter Eiskühlung in die Lösung von 26,4 g (0, 2 Mol) N-Methyl-N-hydroxy-   äthylpropylendiamin- (l,   3) in 100 ml Wasser eingetragen. Nach   2 - 3   Stunden Rühren bei   OOC   wird langsam auf 500C geheizt und der gut filtrierbare Farbstoff nach dem Abkühlen abgesaugt. 



   Nachder Trocknung wird der so erhaltene Farbstoff unter Kühlen in überschüssiges Schwefelsäure-Monohydrat eingetragen, so dass gute Lösung eintritt, und 3 Stunden bei   200C   gerührt. Die Lösung wird dann auf die nötige Menge Eis gegossen, der veresterte Farbstoff durch Salzzusatz gefällt. Zur Beseitigung der schwer auswaschbaren überschüssigen Säure empfiehlt es sich, den Farbstoff in wenig Wasser zu suspendieren und vor erneuter Isolierung mit Soda neutral zu stellen.

   Der erhaltene Farbstoff entspricht der wahrscheinlichen Formel 
 EMI7.3 
   Beispiel 7 :   0,05 Mol des unter Beispiel 6 angegebenen   Monoazofarbstoff-disulfochlorids   werden in 50 ml Eiswasser   gründlichsuspendiert   und unter   Eiskllhlung   in die Lösung von 32,4 g (0,2 Mol) N, N-Di- 
 EMI7.4 
 

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 entspricht, ist sehr   gut wasserlöslich. Zur Isolierung   ist ein Zusatz von Kaliumchlorid bis zur Sättigung erforderlich. 



   2 g der nach diesem Beispiel und gemäss Beispiel 6 erhaltenen Farbstoffe werden in 100 ml einer Lösung von 10 g Harnstoff, 4 g Soda und   0,   2 g Türkischrotöl gelöst ; mit dieser Farbstofflösung behandelt man nach dem Klotzverfahren Gewebe aus natürlicher oder regenerierter Zellulose mit oder ohne vorherige Trocknung   10 - 15   min bei   120 C.   Man erhält klare gelbe Färbungen von hervorragender Waschund Chlorechtheit und guter Lichtechtheit. 



   In gleicher Welse wie in Beispiel 6 und 7 angegeben, werden die folgenden Triazol-monoazoverbindungen über ihre Sulfochloride in die entsprechenden reaktionsfähigen Schwefelsäurehalbester übergeführt, die nach den in den vorangegangenen Beispielen angegebenen Arbeitsweisen auf Baumwolle gefärbt oder gedruckt gelbe bis rotstichig gelbe Töne von hervorragender Waschechtheit und Chlorechtheit und guter Lichtechtheit liefern. 
 EMI8.2 
   Aminonaphthalin-4. 8-disulfonsäure --1-Amino-2-methoxy-5-methylbenzol-- 2- Aminonaphtha -lin-1-sulfonsäure, triazoliert,      2-Amino-6-nitronaphthalin-4,8-disulfonsäure@2-Aminonaphthalin-5-sulfonsäure, triazoliert,   die Nitrogruppe   reduziert,@1-Amino-3-methylbenzol@2-Aminonaphthalin-6-sulfonsäure,triazoliert   zum Bis-triazol. 



   Ähnliche gelbe Farbstoffe erhält man, wenn man die   2-Aminonaphthalin-5-sulfonsäure   des letzten 
 EMI8.3 
 durch2-Aminoaphthalin-5-sulfonsäure. 



   An Stelle von   m - Toluidin können   mit ähnlichem Ergebnis auch Anilin, Xylidin, Kresidin oder   B-Naphthylâmin   verwendet werden. 



   Die erhaltenen Reaktivfarbstoffe liefern nach der in Beispiel 1 beschriebenen Methode auf Baumwolle rotstichig gelbe Färbungen von hervorragender Nassechtheit. 

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Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE : 10 Verfahren zur Herstellung von neuen Azofarbstoffen der allgemeinen Formel EMI8.4 <Desc/Clms Page number 9> worin A einen aromatischen Rest bedeutet, B einen Rest der Benzol- oder Naphthalinreihe darstellt, in dem sich die Azogruppe und die Triazolgruppierung in p-Stellung zueinander befinden, D für einen aromatischen Rest steht, der die Stickstoffatome des Triazolringes in o-Stellung zueinander gebunden, ent- EMI9.1 EMI9.2 Rsbedeutet, wobei X für Wasserstoff oder ein Alkalimetallkation steht, R, ein Brückenglied mit 2 oder 3 Kohlenstoffatomen zwischen -N- und -0- bedeutet, R2 einen Alkylen-oder Cycloalkylonrest, Rt einen Alkylenrest mit bis zu 3 Kohlenstoffatomen zwischen den Resten R und-OSO X bedeuten,
    R ein Sauerstoff-oder Schwefelatom oder eine Gruppierung EMI9.3 darstellt und Y und Z Wasserstoff oder einen araliphatischen, cycloaliphatischen oder einen aliphatischen Substituenten, der Bestandteil eines heterocyclischen Ringes sein kann, darstellen, und worin q für Null oder 1 steht, dadurch gekennzeichnet, dass man eine aromatische Diazoverbindung, die 1 - 3 Sulfonsäuregruppen enthält. mit einem Aminobenzol oder Aminonaphthalin, das im aromatischen Kern eine Sulfonsäuregruppe und/oder l oder 2 Alkyl- bzw.
    Alkoxygruppen aufweisen kann, in p-Stellung zur Aminogruppe kuppelt, gegebenenfalls mit zusätzlichen Substituenten in der Aminoazoverbindung für Azofarbstoffe übliche Umwandlungsreaktionen vornimmt, anschliessend weiter diazotiert, mit einem aroma- tischen Amin inO-Stellung zur Aminogruppe kuppelt, triazoliert und in den so erhaltenen Farbstoffen die Sulfonsäuregruppen in Gruppierungen der Formel - SO. !. worin R die obige Bedeutung besitzt, überführt.
    2. Abänderung des Verfahrens nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass man Umwandlungsre- aktionen mit zusätzlichen Substituenten in den zunächst erhaltenen Aminoazoverbindungen erst im Anschluss an die Kupplung mit dem aromatischen Amin und die Triazolierung vornimmt.
    3. Abänderung des Verfahrens nach Anspruch 1. dadurch gekennzeichnet, dass man von solchen Di- azo-und/oder Kupplungskomponenten ausgeht, welche die Gruppierung der Formel - SO.,.. enthalten. worin R'die Gruppe-NH-R-OH oder die Gruppierung EMI9.4 bedeutet, wobei R ein Brückenglied mit 2 oder 3 Kohlenstoffatomen zwischen -N- und -0-'bedeutet, R2 einen Alkylen-oder Cycloalkylenrest, R, einen Alkylenrest mit bis zu 3 Kohlenstoffatomen zwischen den Resten Rund und-OH bedeuten, R ein Sauerstoff-oder Schwefelatom oder eine Gruppierung EMI9.5 darstellt und Y und Z Wasserstoff oder einen araliphatischen, cycloaliphatischen oder einen aliphatischen Substituenten, der Bestandteil eines heterocyclischen Ringes sein kann, darstellen, und worin q für Null oder 1 steht,
    und nach der Triazolierung die Hydroxygruppen der Hydroxalkylsulfonamidgruppen enthaltenden Farbstoffe in Schwefelsäurehalbestergruppierungen überführt.
    4. Abänderung des Verfahrens nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass man die Sulfonsäure- <Desc/Clms Page number 10> gruppen in den sulfogruppenhaltigen Farbstoffen vor der Triazolierung in Gruppierungen der Formel - SOl' überführt, worin R'die Gruppe-NH-R-OH oder die Gruppierung EMI10.1 EMI10.2 Resten R und-OH bedeuten, R ein Sauerstoff- oder Schwefelatom oder eine Gruppierung EMI10.3 darstellt und Y und Z Wasserstoff oder einen araliphatischen, cycloaliphatischen oder einen aliphatischen Substituenten. der Bestandteil eines heterocyclischen Ringes sein kann, darstellen, und worin q für Null oder 1 steht, und nach erfolgter Triazolierung die Hydroxylgruppen in Schwefelsäurehalbestergruppierun- gen umwandelt.
    5. Verfahren nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass man die Sulfonsäuregruppen in Gruppierungen der Formel SO2R überführt,worin R die Gruppe EMI10.4 oder EMI10.5 bedeutet.
AT703859A 1959-03-20 1959-09-29 Verfahren zur Herstellung von neuen Azofarbstoffen AT220742B (de)

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1291033B (de) * 1962-10-25 1969-03-20 Geigy Ag J R Verfahren zur Herstellung von reaktiven Monoazofarbstoffen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1291033B (de) * 1962-10-25 1969-03-20 Geigy Ag J R Verfahren zur Herstellung von reaktiven Monoazofarbstoffen

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