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Signaleinrichtung für Fahrspielzeuge
Die Erfindung betrifft eine Signaleinrichtung für Fahrspielzeuge, durch die Signaltöne hervorgebracht werden, wie sie insbesondere bei Fahrzeugen des Vorbildes zu finden sind. So sind z. B. bei Sonderfahr- zeugen des Strassenverkehr Mehrklanghörner und Heul- bzw. Signaleinrichtungen mit Signaltönen an sich gleicher Tonhöhe, aber unterschiedlicher Geräuschstarke bekannt, für die verhältnismässig starke Ener- giequellen notwendig sind, wie solche durch die Autobatterie gegeben sind. Bei einem Spielfahrzeug ste- hen solche Energien nicht zur Verfügung schon aus dem Grunde, um durch eine starke Stromquelle beim Spielen Unfälle, z. B. bei einem entstehenden Kurzschluss zu vermeiden.
Bei Fahrspielzeugen war es bisher bekannt, Heul-oder Signaleinrichtungen in einfacher, gleichblei- bender Klangausführung z. B. als Membraneinrichtungen mit mechanischer oder elektrischer Inganghaltung vorzusehen, die entweder durch Druckknopfbetätigung im Bereiche des Lenkrades durch Übertragungsmittel an der Lenksäule nach dem Willen des Spielenden lang-oder kurzzeitig oder auch durch besondere Einrichtungen mechanischer oder elektrischer Art am fahrenden Fahrzeug, z. B. beim Links- oder Rechtskurvenfahren ausgelöst wurden.
Diese bekannten Heul-und Signaleinrichtungen haben das Gemeinsame, dass sie nur Signaltöne oder Schnarrgeräusche an sich gleicher Tonhöhe erzeugen können, die unter Umständen bei erhöhter Fahrgeschwindigkeit. z. B. bei Schwungradantrieb. unterschiedlich geräuschvoll sind.
Durch die Erfindung soll die Tonwiedergabe von Signalhörnern in der Grosstechnik durch Abgabe von Einzeltönen verschiedener Tonhöhe nacheinander oder von Akkordsignaltönen, die aus der gleichzeitigen Wiedergabe der Einzeltöne entstehen, nachgeahmt werden.
Nach der Erfindung wird eine bei Signalmembraneinrichtungen an sich bekannte Kontakteinrichtung benutzt, die zur Erzeugung von verschieden hohen Tönen der Signaleinrichtung abwechselnd verschiedene Spannungen von niedrigen Werten, z. B. 1, 5 und 3 Volt zuführt.
Wenn auf die Membraneinrichtung unter Benutzung mechanischer Regel-oder Steuereinrichtungen Impulse von verschiedenen Spannungen von niedrigen Werten, z. B. mit 1, 5 oder 3 Volt gegeben werden, werden in der Signalmembraneinrichtung selbst Schwingungen erzeugt, die einen hellen oder einen tiefen Signal-oder Heulton auslösen.
Entgegen einer bisherigen Annahme, dass die Höhe des abgegebenen Tones bei solchen Signaleinrich- tungen mit Membraneinrichtungen und einer elektrischen Kontakteinrichtung zum Hervorbringen von Heulund Signaltönen lediglich von der Eigenfrequenz der verwendeten Membranen abhänge, und dass beim Anlegen einer höheren Spannung im Spielverlauf lediglich die Lautstärke zunehme, also eine wesentliche Erhöhung des abgegebenen Tones, durch die Ausbildung nach der Erfirdung nicht eintreten würde, haben Versuche bei einer Signaleinrichtung für Fahrspielzeuge mit Einrichtungsmerkmalen nach der Erfindung überzeugend ergeben, dass mit Hilfe einer Kontakteinrichtung, die der Signalmembraneinrichtung zum Erzeugen verschieden hoher Signaltöne abwechselnd verschiedene Spannungen von niedrigen Werten zuführt,
verschieden hohe Töne nacheinander oder auch gleichzeitig zum Ertönen kommen können, um gegebenenfalls auch Mehrklanghörner nachzuahmen.
Nach einer ersten, in den Fig. 1-3 dargestellten Ausführung, z. B. bei einem Autofahtspielzeug mit Membransignaleinrichtung durch Druckknopfbetätigung, ist vor der Membraneinrichtung eine Einrichtung vorgesehen, die durch die Verschiebebewegung der Lenksäule mit aufgesetzter Verstel1scheibe durch Druckknopfbetätigung am Lenkrad beeinflusst, über einen Sperrhebel als sperr-und auslösbare Kontakteinrichtung aus einer umlaufenden Nockenscheibe oder einer Walze besteht, die durch abwechselnde Betätigung
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von ihnen zugeordneten Kontaktzungen, die in Leitungsverbindung mit den Stabbatterien des Fahrspiel- zeuges stehen, der Signalmembraneinrichtung die beiden abgestuften Spannungen zuführen.
Nach einer zweiten in den Fig. 5 und 6 bei einem Autofahtspielzeug dargestellten Ausführung mit einer der Lenksäulenbewegung zugeordneten Kontakteinrichtung wird das abwechselnde Einschalten der i Kontaktzungen durch ein an der Lenksäule angeordnetes Schaltorgan dadurch ermöglicht, dass die Lenk- säule vom Druckknopf am Lenkrad unter Spannung einer Rückführfeder axial hin-und herbewegt wird.
In sechs Figuren ist die Signaleinrichtung nach der Erfindung schematisch und in Einzelheiten darge- stellt ; es zeigen : Fig. l schematisch die Unterbringung der Kontakteinrichtung mit Nockenscheibe, die La- ge der Membraneinrichtung und den Verlauf der Stromleitungen von den Stabbatterien über die Kontakt- einrichtung zur Membraneinrichtung ; Fig. 2 und 3 die Einzelheit von zwei Bauweisen einer Walzenschalt- einrichtung mit Kontaktzungen für Spannungen von l, 5 und 3 Volt ; Fig. 4 das Schema der Unterbringung der gesamten Signaleinrichtung einschliesslich Batterien und Fahrzeugantrieb mit E-Motor und den Ver- lauf der elektrischen Leitungen mit Schaltern ; Fig. 5 eine andere Art einer elektrischen Kontakteinrichtung an der Lenksäule durch Druckknopfbetätigung mit einer Rückführfeder für die Lenksäule ;
Fig. 6 eine wei- tere Art der Ausbildung der Kontakteinrichtung mit einer anders gebautenNockenscheibe zur Kontaktgabe mit den Kontaktzungen zur Übertragung verschiedener Spannungen an die Membraneinrichtung.
Nach dem in den einzelnen Figuren gezeigten Ausfahrungsbeispiel wird durch Niederdrücken des
Druckknopfes 1 am Lenkrad die Lenksäule mit Verstellscheibe 2 nach vorwärts geschoben und diese aus der
Stellung A in die Stellung B nach Fig. l gebracht ; dabei wird durch den mitgenommenen Sperrhebel 3 die jeweils sperr-und auslosbare Kontakteinrichtung 4 mit umlaufender Nockenscheibe 5 und den Kontaktzun- gen 6, 7 in Stellungen gebracht, nach denen durch abwechselnde Betätigung der beiden Kontaktzungen 6,
7 die beiden abgestuften Spannungen z. B. 1, 5 und 3 Volt von den Stabbatterien 8 der Signalmembran- einrichtung 9 zugeführt werden.
In Fig. 2 und 3 ist unter gleichen Einschaltverhältnissen die Kontakteinrichtung 4 als Walzenschalter
10, durch ein Laufwerk betätigt, mit mehreren Kontaktzungen 6. 7 und Abnahmefedern 11 oder als Nok- kenwalze 12 ausgebildet, um je nach der Impulsabgabe über den Walzenschalter 10 oder die Nockenwalze
12 Signaltöne verschiedener Tonhöhe hervorzubringen, wobei nach Fig. 4 ein Schalter 13 für die Signal- einrichtung und für den Fahrzeugmotor 14 ein Schalter vorgesehen sind.
Eine Vereinfachung des Schaltens der Kontakteinrichtung ist schliesslich nach den Ausführungen in den
Fig. 5 und 6 möglich, nach denen die Kontakteinrichtung 4 der verschiebbaren Lenksäule unmittelbar zu- geordnet ist, indem auf der Lenksäule selbst die verschiebbare Kontakteinrichtung als Schaltorgan 15 oder
2 sitzt und das abwechselnde Einschalten der Kontaktzungen 6 und 7 vom Schaltorgan 15 nach Fig. 5 oder über die Verstellscheibe 2 an der Lenksäule und die Nockenscheibe 18 nach Fig. 6, durch das Hin- und
Herbewegen der unter Spannung einer Rückführfeder 17 stehenden Lenksäule 1 bei Druckknopfbetätigung am Lenkrad erfolgt.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Signaleinrichtung für Fahrspielzeuge, mit Membraneinrichtungen und einer elektrischen Kontakteinrichtung zum Hervorbringen von Heul- und Signaltönen, gekennzeichnet durch eine Kontakteinrichtung (4), die zur Erzeugung von verschieden hohen Tönen der Signaleinrichtung (9) abwechselnd verschiedene Spannungen von niedrigen Werten, z. B. 1, 5 und 3 Volt, zuführt.