AT219275B - Verfahren zur Polymerisation von Acrylmonomeren - Google Patents

Verfahren zur Polymerisation von Acrylmonomeren

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AT219275B
AT219275B AT498060A AT498060A AT219275B AT 219275 B AT219275 B AT 219275B AT 498060 A AT498060 A AT 498060A AT 498060 A AT498060 A AT 498060A AT 219275 B AT219275 B AT 219275B
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AT
Austria
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compound
general formula
polymerization
alkyl acrylate
branched
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AT498060A
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English (en)
Inventor
Giulio Natta
Giorgio Mazzanti
Paolo Longi
Francesco Bernardini
Original Assignee
Montedison Spa
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  • Addition Polymer Or Copolymer, Post-Treatments, Or Chemical Modifications (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Polymerisation von Acrylmonomeren 
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein neues Verfahren zur Polymerisation von Acryl- und Methacrylmonomeren ; insbesondere bezieht sie sich auf die Verwendung eines neuen Katalysatorsystems zur Polymerisation dieser Monomeren. 



   Typische Monomere dieser Klasse sind beispielsweise Acrylsäureester wie Methylacrylat, Isopropylacrylat oder tert. Butylacrylat sowie Methacrylsäureester, wie Methylmethacrylat oder Isopropylmethacrylat und die Amide von Acryl- und Methacrylsäuren und schliesslich Verbindungen der Acryl- und Methacryltype. 



   Es wurde bereits vorgeschlagen, kristalline Polymere von Kohlenwasserstoffen der Type   CH,   = CHR (worin R Wasserstoff oder eine Kohlenwasserstoffgruppe bedeutet) mit regulärer Struktur durch Polymerisation in Gegenwart von Katalysatoren herzustellen, die aus Amidverbindungen von Metallen der   I., II.   oder   III. Gruppe   des   periodischensystems     der Elemente und Übergangsmetallverbindungen der IV., V.   oder VI. Gruppe des periodischen Systems bestehen. 



   Die bei diesem Verfahren verwendeten Amidverbindungen sind von der Art 
 EMI1.1 
 worin Me Lithium, Beryllium, Magnesium oder Aluminium bedeutet, R und   R   entweder gleich oder verschieden sind und jeweils eine Alkyl-, Cycloalkyl-, Aryl-oder Alkylarylgruppe bedeuten oder zusammen mit dem Stickstoffatom einen heterocyclischen Ring bilden ; X Chlor, Brom oder Jod darstellt, n 0 oder eine ganze Zahl ist und n + m gleich der Wertigkeit des Metalles Me sind, wobei m mindestens 1 ist. Als Übergangsmetallverbindungen können Titan oder Vanadiumhalogenide verwendet werden, mit einer niedrigeren Wertigkeit als ihrer Höchstwertigkeit oder Chromhalogenide und Titanalkoholate. 



   Insbesondere wurde ein Verfahren vorgeschlagen, unter Verwendung dieser Katalysatoren, um Polymere mit regelmässiger Struktur von ungesättigten aliphatischen Kohlenwasserstoffen mit endständiger Doppelbindung zu erhalten. Es können damit hochkristalline Polymere von Äthylen oder Polymere von Propylen mit einem hohen Gehalt an isotaktischen Makromoleküle   undButadienpo1ymeremitbesonderer     ! tierischer   Struktur hergestellt werden. Diese Katalysatoren wirken daher als Initiatoren für stereospeziflsche Polymerisationen, welche vorher nur mit Katalysatoren durchgeführt wurden, die metallorganische Verbindungen (mit direkten   Metall-Kohlenstoffbindungen)   der gleichen Metalle enthalten.

   Die oben angegebenen   AmidVerbindungen   wirken jedoch offensichtlich nicht selbst als Polymerisationskatalysatoren fUr die ungesättigten Kohlenwasserstoffe   (d. h.   in Abwesenheit der Übergangsmetallverbindungen). 



   Es ist nun Gegenstand der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren zur Polymerisation von Acrylmonomeren vorzusehen, wobei die Polymerisation in Anwesenheit eines einzigen Katalysators durchgeführt' werden kann. Andere Gegenstände bzw. andere Vorteile der vorliegenden Erfindung sind aus den folgenden Ausführungen ersichtlich. 



     Erfindungsgemäss   wurde nun eine besondere Klasse von Amidverbindungen gefunden, die selbst und allein für die stereospezifische Polymerisation von Acrylmonomeren als Katalysator wirken. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 Der   erfindungsgemäss   verwendete Katalysator ist eine Verbindung der allgemeinen Formel 
 EMI2.1 
 worin Rt und R2Alkyl-,Cycloalkyl-,Aryl-,Alkaryl-oder Aralkylgruppen sind, die entweder gleich oder 
 EMI2.2 
 oderoder   m.   Gruppe des periodischen Systems der Elemente und X Wasserstoff oder Halogen ; p 0 oder   l,   n 0 oder eine ganze Zahl und m + n gleich der Summe der Wertigkeiten von MeI und   Mell   und g 0 oder 1 ist. Vorzugsweise ist MeI Lithium und   Mell   Beryllium, Magnesium oder Aluminium.

   Eine sehr aktive Verbindung liegt vor, wenn MeI Li,   Mell   Be, Mg oder Al und X Wasserstoff ist. Beispielsweise können Ätherate von   Aluminium-lithium-triamid-monohydrid   verwendet werden, worin die Amidgruppe   (NR)   aromatische Gruppen enthält. So ist beispielsweise das Monoätherat von   LiAlN (CH) . H,   nämlich LiAl [N   (CgHg]      ] H. 0 (C Hj   sehr aktiv bei der Polymerisation von Acrylatmonomeren. Diese Polymerisation ist trotz der Anwesenheit von am Katalysator gebundenem Äther sehr stereospezifisch. 



   Es wurde gefunden, dass die Anwesenheit von Sauerstoffatomen im Monomer die katalytische Wirksamkeit der vorliegenden Katalysatorverbindungen weder zerstört noch vermindert, was im direkten Gegensatz zu dem Effekt steht, der eintreten würde, wenn die Metalle dieser Katalysatoren nicht am Stickstoff, sondern direkt an Kohlenstoff gebunden wären. 



   Die den Katalysator bildenden Amidverbindungen können mit hohem Reinheitsgrad durch Reaktion einer Dialkyl- oder Diarylaminverbindung mit den Trialkyl-oder Alkylhalogeniden der entsprechenden Metalle erhalten werden. 



   Während es im Fall der   Diary1amine   möglich ist, die Reaktion in kochendem Benzol durchzuführen, ist es bei denDialkylaminen ratsam, die Reaktion bei höheren Temperaturen(150-200 C) und unter Druck durchzuführen. 



   Im folgenden wird eine genauere Beschreibung der Herstellung einiger Metallamidverbindungen, die unter die allgemeine Formel A fallen, nach der obigen Methode gegeben. 



   Beispiel A : 9 gLiAlH4(gasvolumetrische Reinheit 80%) werden unter Stickstoff in einen   11-Glas-   kolben gegeben, der mit Rührwerk,   Rückflusskühler   und Tropftrichter versehen ist und in 150 ml wasserfreiem Äther suspendiert. Hierauf wird eine Lösung von 170 g Diphenylamin, gelöst in 30'0 ml wasserfreiem Äther, langsam zutropfen gelassen ; hiebei wird heftig gerührt, um die Wasserstoffentwicklung gleichmässig und nicht zu stark verlaufen zu lassen. Nach Ende des Zutropfens wird die Reaktionsmischung 6 Stunden lang unter Rühren am Siedepunkt von Äther gehalten. Das gebildete feste kristalline Produkt wird dekantiert und nach Entfernen des überstehenden Äthers werden 3200 ml Benzol zugesetzt. Die Reaktionsmischung wird nun zum Sieden erhitzt, um das feste Reaktionsprodukt völlig zu lösen.

   Die Lösung wird in einer Stickstoffatmosphäre durch eine Filterplatte filtriert und einige Stunden stehen gelassen. Es scheiden sich grosse farblose Kristalle von 
 EMI2.3 
 ab. 



   Um die Ausbeute an kristallinem Produkt zu erhöhen, wird die Mutterlauge unter vermindertem Druck auf ein kleines Volumen eingedampft und dann wiederum mit 100 ml wasserfreiem Äther versetzt. Es wird so eine weitere grosse Menge an Kristallen mit gleicher Zusammensetzung und Reinheit wie vorher erhalten. Die Gesamtausbeute des obigen Produktes beträgt 84g. Analyse :
Al   = 4.   28   Ufo   (theoretische Ausbeute) = 4, 395   0/0  
Li   = l,   15   o   (theoretische Ausbeute) =   l,   13   0/0  
N   =     6, 82 %   (theoretische Ausbeute)   zo  
H (gasvolumetrisch) =   0, 165 (theoretisch = 0, 164'%)).   



   Beispiel B : Es wird die gleiche Reaktion wie in Beispiel A durchgeführt, unter Verwendung der gleichen Menge   LiAIH,   jedoch werden an Stelle von 170 g Diphenylamin 73 g Diäthylamin verwendet. 



  Nach Ende der Reaktion werden ungefähr 2/3 des Äthers entfernt und die Lösung wird durch eine Sinternutsche filtriert. Beim Abkühlen scheiden sich kleine farblose Kristalle von 
 EMI2.4 
 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 ab. Analyse :
Al = 11, 04 % (theoretisch = 10,   73 %)  
N = 16,45 % (theoretisch   =16, 72 %)  
H2 = (gasvolumetrisch) = 0,388% (theoretisch=0,401)%. 



     Beispiel C :   Unter Verwendung der oben beschriebenen Apparatur werden 32 g Diphenylamin,   ge-   löst in 100 ml wasserfreiem Benzol, langsam in eine Lösung getropft, die 5,15g Diäthylberyllium in 50 ml Benzol enthält. Die Mischung wird dann zum Sieden des Benzols erhitzt, wobei insgesamt 3,3   N-l   Äthan entwickelt werden (fur eine   völlige Austauschreaktion   werden   3. 44N-1 benötigt).   Nach 2stündigem Kochen wird die Masse abkühlen gelassen, wobei sich 25 g eines weissen Niederschlages bilden. Dieser wird 4mal durch Dekantieren unter Stickstoff mit insgesamt 200 ml Benzol gewaschen. Das Produkt entspricht der folgenden Formel : 
 EMI3.1 
 
Analyse :
Be = 2, 59% (theoretisch = 2,61   e)  
N = 8,14%(theoretisch=8,11%). 



   Beispiel D : Die Herstellung von Aluminium-tris-dimethylamid) kann wie folgt durchgeführt werden. 



   42,   5g Al (iso-C4H0,   werden unter Stickstoff in einen 1 l-Autoklaven eingebracht und in 70 ml n-Heptan gelöst. Hiezu wird vorsichtig eine Lösung von 60 g Dimethylamin in 100 ml n-Heptan zugesetzt. Der Autoklav wird geschüttelt und die Temperatur wird schnell auf 190-200 C gebracht. Nach 15 Stunden wird dieHeizung unterbrochen und das gesamte Reaktionsprodukt wird aus dem ausgekühlten Autoklaven unter Stickstoff in einen 500   ml-Glaskolben   gegossen. Der Überschuss an Amin und die Hauptmenge an n-Heptan werden unter vermindertem Druck abdestilliert und der Rückstand wird dann auf   OOC   abgekühlt.

   Es scheiden sich grosse farblose Kristalle folgender Zusammensetzung   ab :   
 EMI3.2 
 Analyse : Al   = 16, 5tao   (theoretisch für Al [N   (CH,     = 16, 940/0)   N =26,15% (theoretisch = 26,40 %) 
 EMI3.3 
 



   (CHEine Lösung von 23,2   g Al (C, H), Cl in 500 ml   wasserfreiem Xylol wird in der bei der Herstellung von Be   [N(C.H]   beschriebenen Apparatur mit einer Lösung von 68 g Diphenylamin in 200 ml wasserfreiem Xylol versetzt. Die Menge des während der Reaktion ertwickelten Äthangases beträgt bei 200C 4, 3 l. Nach Ende desDiphenylaminzusatzes wird die Reaktionsmischung zunächst ungefähr 2 Stunden lang gekocht und dann nach Ende der Gasentwicklung gekühlt. Das gebildete weisse pulvrige Produkt mit der Zusammensetzung Al[N(C6H6)2]2Cl wird unter Stickstoff filtriert, mehrere Male mit wasserfreiem Benzol gewaschen und schliesslich getrocknet. 



   Analyse :
Al = 6, 82% (theoretisch =   6,     760/0)  
N = 6, 92 % (theoretisch = 7, 02%)
Cl = 8, 87 % (theoretisch = 8,   89 %).   



   Die Polymerisation kann in den üblichen Apparaturen für Niederdruckpolymerisation durchgeführt werden. Vorzugsweise wird sie in Anwesenheit eines inerten Verdünnungsmittels und am besten bei einer Temperatur von-100 bis+100 C durchgeführt. 



   Die mit Hilfe dieser Katalysatoren aus Monomeren der oben angegebenen Art erhaltenen Polymeren zeigen bei der Infrarotspektrographie eine sehr regelmässige Struktur, keine Verzweigungen längs der Polymerkette, Kopfschwanzbildungen zwischen den Monomereinheiten und in bestimmten Fällen (bestimmt durch Prüfung mit Röntgenstrahlen) eine bemerkenswerte Kristallinität. 



   Wenn diese Polymeren kristallin sind, ist ihre Kristallinität auf das Vorliegen an isotaktischer Struktur in den Makromolekülen zurückzuführen. Die stereospezifische Wirkung der erfindungsgemäss verwendeten Katalysatoren ist im Falle von Acrylmonomeren offensichtlich, welche verzweigte Alkylgruppen in 

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Stellung 1 enthalten, wie beispielsweise Isopropylacrylat und tert. Butylacrylat. In diesen Fällen zeigen die Polymeren tatsächlich eine hohe Kristallinität. 



   Wenn unverzweigte Alkylacrylate polymerisiert werden, können die erhaltenen Polymeren amorph sein ; dies zeigt aber nicht notwendigerweise das Fehlen von Stereospezifität, da diese in vielen Fällen durch   Überführen   eines nicht kristallinen isotaktischen Polyacrylats in ein kristallines isotaktisches Poly- acrylat durch Umesterung mit einem verzweigtkettigen Alkohol bewiesen werden kann, wobei die erhaltenen Polyacrylate einen höheren Schmelzpunkt und eine höhere Kristallisationstendenz zeigen. 



   Einige der so erhaltenen Polyacrylate, wie beispielsweise das tert. Butylpolyacrylat besitzen eine   hoheKristallinität   und einen hohen Schmelzpunkt, höher als bei den nach ändern Verfahren hergestellten Polyacrylaten. Dies bedeutet eine höhere Strukturregelmässigkeit, woraus sich verschiedene wertvolle
Verwendungsmöglichkeiten ergeben. Hochkristalline Acrylate können geschmolzen und zu Fäden verpresst werden, die durch Verstrecken entweder in der Kälte oder vorzugsweise bei einer Temperatur etwas über der Raumtemperatur leicht orientiert werden können. Es werden so kristalline Textilfasern mit ungewöhnlichem Glanz erhalten. Sie können durch Umesterung mit polyfunktionellen Alkoholen leicht vernetzt werden. Diese Textilfäden können mit Farbstoffen, wie sie gewöhnlich zum Färben von Zelluloseazetat verwendet werden, angefärbt werden.

   Durch teilweise Verseifung der in den Fasern vorhandenen Estergruppen können die Fasern mehr hydrophil und auch mit basischen Farbstoffen anfärbbar gemacht werden. 



   Obwohl die meisten kristallinen synthetischen Fasern nicht hydrophil sind, können kristalline   Meth-   acrylatfasem durch teilweise und geregelte Verseifung der Fasern selbst im gewünschten Grad hydrophil gemacht werden. Ausserdem kann durch teilweise Vernetzung mit Alkoholen oder mehrwertigen Aminen die Quelltendenz dieser Fasern in Lösungsmitteln vermindert und der Angriff von verschiedenen Reinigungsmitteln und oberflächenaktiven Stoffen auf die Fasern verhindert werden. 



   Durch völlige Verseifung der hochkristallinen Polyacrylate können auch verschiedene hochkristalline Polyacrylsäuren und ihre Derivate erhalten werden. Es besteht somit die Möglichkeit, eine neue Klasse von isotaktischen Verbindungen mit hoher   Kristallinität   zu erhalten. 



   Die folgenden Beispiele sollen die vorliegende Erfindung erläutern, ohne dass diese jedoch hierauf beschränkt werden soll. 



     Beispiel l :   In einen 100   ml-Kolben,   der mit einem Rührwerk versehen ist, werden unter Stick-   stoff 0, 05g LiAlpJ (C6H H. 0 (C2H verdünnt   mit   20 ml Toluol zugesetzt. Der Kolben   wird auf -700C gekühlt und hierauf wird während eines Zeitraumes von einer Stunde langsam und unter Rühren eine Lösung von 10 g tert. Butylacrylat in 30 ml Toluol zugesetzt. Nach Ende des Zusatzes wird die Mischung weitere 2 Stunden gerührt und dann wird das gesamte Polymerisationsprodukt, eine transparente, gelatinöse Masse, in kochendes Azeton gegossen, das wenige Milliliter Salzsäure enthält.

   Nach Abfiltrieren und Trocknen werden 8 g eines Polymers in Form eines weissen Pulvers erhalten, das, wie sich bei der Prüfung 
 EMI4.1 
    Polymerketten von 6, 5 A,200C   eingehalten wird und 0, 04 g   LiAl[N(CH),] H, suspendiert   in 20 ml Toluol, verwendet werden, werden aus 12 g   tert. Butylacrylat 9. 6   g Polymer erhalten. Das Polymer erweist sich bei der Prüfung mit Röntgenstrahlen, durchgeführt nach dem Pulververfahren, als kristallin. 



   Ungefähr   See   des gesamten Polymers sind unlöslich in kochendem Azeton und zeigen (Röntgenstrahlen) eine   Kristallinität   von   ungefähr 70%. Der   Schmelzpunkt, bestimmt mit   einem Polarisationsmikro-   skop des in kochendem Azeton unlöslichen Polymers, beträgt ungefähr   160 C.   



   Beispiel   So Nach   dem in Beispiel 2 beschriebenen Verfahren, wobei jedoch asl Polymerisationskatalysator 0, 05   gAl[N(CHJ] verwendet werden, werden   4 g eines in kochendem Azeton teilweise löslichen Polymers erhalten. 



   Beispiel4 :10gtert.ButylactylatWerdenbei-10 CinAnwesenheheitvon0,05gN-Carbazyl-lithium   (LING D suspendiert in 40 ml Toluol, polymerisiert. Die Polymerisation verläuft sehr schnell und praktisch quantitativ. Das erhaltene Polymer enthält weniger als 10% an in kochendem Azeton extrahierbaren   Produkten. 



   Beispiel5 :NachdeminBeispiel1beschriebenenVerfahren,wobeijedochalsMonomerIsopropylacrylat an Stelle von   tert. Butylacrylat verwendet wird,   werden 9 g eines festen weissen Polymers erhalten, das unter Röntgenstrahlen eine hohe Kristallinität zeigt. Das   Röntgenbeugungsspektrum   der gestreckten Fasern zeigt, dass das kristalline Produkt aus Makromolekülen mit isotaktischer Struktur, mit 

 <Desc/Clms Page number 5> 

 einer Identitätsperiode entlang der Kettenachse von 6, 5   A   und einer Wendel mit ternärer Symmetrie besteht. 



   Die Grenzviskosität, bestimmt in Chloroform bei 30 C, beträgt   1, 4.   



   Beispiel 6 : Nach dem in Beispiel 5 beschriebenen Verfahren, wobei jedoch als Katalysator zur Polymerisation von Isopropylacrylat 0. 02 g   Carbazyl-lithium     (LiNC, HJ verwendet werden,   werden aus 10 g Monomer in 6 Stunden, wobei die   Polymerisation bei-45 C durchgeführt   wird, 8 g eines weissen flokkigen Polymers erhalten. 



   Ein Muster dieses Polymers, das unter Stickstoff zwei Stunden lang bei 1350C gehalten und dann abgekühlt wurde, zeigt unter Röntgenstrahlen eine hohe   Kristallinität   und eine Struktur, die der des nach dem vorhergehenden Beispiel erhaltenen Polymers gleicht. 



   Die Grenzviskosität, bestimmt in Chloroform bei 30 C, beträgt   7, 2.   



     Beispiel 7 :   Unter Verwendung der in Beispiel 1 beschriebenen Apparatur, wobei jedoch als Katalysator 0, 1 g   Carbazyl-lithium     (LiNC, HJ, gelöst   in 20 ml Toluol, verwendet werden, werden 20 g Methylmethacrylat, gelöst in 20 ml wasserfreiem Toluol, polymerisiert. 



   Nach der üblichen Verfahrensweise wird nach 4 Stunden ein festes flockiges Polymer durch Ausfällen mit Methanol abgetrennt. Nach mehrmaligem Waschen mit Methanol und Trocknen werden 18,5 g des
Polymers erhalten. 



   Ein Muster dieses Produktes, das zuerst geschmolzen und dann sehr langsam abgekühlt wurde, zeigt ein Infrarotspektrum, das sowohl von dem des geschmolzenen Polymers, als auch von dem   de ? Polymers,   wie es gewöhnlich mit Hilfe von radikalischen Initiatoren erhalten wird, verschieden ist. Genauer ge- sagt, werden im Infrarotspektrum des gemäss diesem Beispiel erhaltenen Polymers die Absorptionsbanden klar festgestellt, die bereits von R. C. Miller und Mitarbeitern (Chemistry and Industry 1958, 1323) bei
955 und 755   cm# festgestellt   wurden und von diesen Autoren einer regulären Struktur der Makromoleküle zugeschrieben wurden, während bei 1063, 965, 913, 825 und 747   cm-   keine Banden vorhanden sind. 



     Beispiel 8 :   Nach dem in Beispiel 5 beschriebenen Verfahren, wobei jedoch 0,05 g    LiAI[N (C6H5 ] H. O (C2Hs) 2   verwendet werden, werden aus 20 g Methylmethacrylat 10 g eines Polymers in Form von sehr kompakten und transparenten Klumpen erhalten. 



   Beispiel 9 : In diesem Fall wird die Polymerisation von Methylmethacrylat bei Raumtemperatur und unter Verwendung von 0, 15 g    Al[N(C6H ] durchgeführt.   Aus 20 g Monomer werden 17 g Polymer erhalten. 



   Beispiel 10 : Unter Verwendung des Katalysators von Beispiel 8 werden aus 20 g Monomer 17 g festes pulvriges Polyacrylnitril mit einer Grenzviskosität, bestimmt in Dimethylformamid bei   300C   von ungefähr   0, 3 erhalten.   



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Verfahren zur Polymerisation von Acrylmonomeren, dadurch gekennzeichnet, dass die Polymertsation in Anwesenheit von Katalysatoren durchgeführt wird, die aus einer Verbindung der allgemeinen Formel- 
 EMI5.1 
 bestehen, worin    R1   und   R   Alkyl-, Cycloalkyl-, Aryl-, Alkaryl- oder Aralkylgruppen sind, die entweder gleich oder verschieden sein können, oder zusammen mit dem Stickstoffatom einen heterocyclischen Ring   bilden ; R,   und R, Alkyl-, Aralkyl- oder Arylgruppen   sind ; MeI   ein Alkalimetall   ist ; MeII   ein Metall der   I.,     II. oder III.

   Gruppe   des periodischen Systems der Elemente ; X Wasserstoff oder Halogen; p 0 oder   l,   n 0 oder eine ganze Zahl und m + n gleich der Summe der Wertigkeiten von MeI und Me und g 0 oder 1 ist.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Verbindung verwendet wird, in welcher MeI Lithium ist.
    3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Verbindung verwendet wird, in welcher Mell Beryllium, Magnesium oder Aluminium ist.
    4. Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Verbindung verwendet wird, in welcher X Wasserstoff ist.
    5. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass eine <Desc/Clms Page number 6> Verbindung verwendet wird, in welcher X Chlor ist.
    6. Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Verbindung der allgemeinen Formel : EMI6.1 verwendet wird.
    7. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass eine Verbindung der allgemeinen Formel : EMI6.2 verwendet wird.
    8. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass eine Verbindung der allgemeinen Formel : EMI6.3 verwendet wird.
    9. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass eine Verbindung der allgemeinen Formel : EMI6.4 verwendet wird.
    10. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass eine Verbindung der allgemeinen Formel : EMI6.5 verwendet wird.
    11. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass eine Verbindung der allgemeinen Formel :. EMI6.6 verwendet wird.
    12. Verfahren nach einem oder mehreren de : Ansprüche l bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass eine Verbindung der allgemeinen Formel : EMI6.7 verwendet wird.
    13. Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass als Acrylmonomer ein Alkylacrylat verwendet wird, dessen Alkylgruppen bis zu 6 Kohlenstoffatome enthalten.
    14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass als Alkylacrylat ein verzweigtkettiges Alkylacrylat verwendet wird.
    15. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass als verzweigtkettiges Alkylacrylat EMI6.8 punkt aber 1500C besitzt.
    16. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass als verzweigtkettiges Alkylacrylat <Desc/Clms Page number 7> Isopropylacrylat verwendet wird und das erhaltene Polymer eine isotaktische Struktur besitzt.
    17. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass als Acrylmonomer Acrylnitril verwendet wird und das erhaltene Polymer eine isotaktische Struktur aufweist.
    18. Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Polymerisation in Anwesenheit eines inerten Verdünnungsmittels durchgeführt wird.
    19. Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Polymerisation bei einer Temperatur im Bereich von-100 bis +100oC durchgefü. hrt wird.
    20. Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass als Acrylmonomer em Acrylester verwendet wird und das erhaltene Polymer teilweise oder völlig verseift wird.
    21. Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass als Acrylmonomer ein Acrylester eines niederen geradkettigen aliphatischen Alkohols mit nicht mehr als 6 Kohlenstoffatomen verwendet wird und das erhaltene Polymer mit einem verzweigtkettigen aliphatischen Alkohol mit nicht mehr als 6 Kohlenstoffatomen umgeestert wird.
AT498060A 1959-06-30 1960-06-29 Verfahren zur Polymerisation von Acrylmonomeren AT219275B (de)

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