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Verfahren zur Herstellung von o < -Olefinpolymeren, welche in Lösung optische Aktivität aufweisen
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung vonoc-Olefinpolymeren, welche in Lösung optische Aktivität aufweisen.
Es ist bekannt, dass isotaktische Polymere von optisch inaktiven -Olefinen in Lösung keinerlei optische Aktivität zeigen, da sie aus Makromolekülen bestehen, welche, vom Standpunkt der klassischen organischen Chemie aus betrachtet, als Verbindungen anzusehen sind, die eine Mesostruktur aufweisen und die niedrige Aktivität, welche für jedes Makromolekül infolge der Verschiedenheit der beiden Endgruppen vorausgesagt werden könnte, durch die Aktivität der entgegengesetzten Gruppe von andern anwesenden Molekülen ausgeglichen wird.
Die merkliche optische Aktivität, welche sich von der Anwesenheit in Lösung von spiralartigen Strukturen derart, wie sie bei Proteinen beobachtet werden, ableiten könnte, kann aber bei isotaktischen Polymeren, welche mit normalen Katalysatoren erhalten werden, nicht vorkommen, da in Lösung die optische Aktivität der Makromoleküle, welche eine Spiralstruktur in einer Richtung besitzen, durch die Anwesenheit einer gleichen Zahl von Makromolekülen, die eine Spiralstruktur in der entgegengesetzten Richtung besitzen, ausgeglichen wird.
Es wurde nun überraschenderweise gefunden, dass man, wenn man optisch aktive et-Olefine mit Hilfe von bestimmten Katalysatoren polymerisiert, Polymere erhalten kann, welche eine starke optische Drehung zeigen. Diese sehr starke optische Drehung kann nicht nur den in den Seitenketten anwesenden asymmetrischenKohlenstoffatomen zugeschrieben werden. Sie kann dadurch erklärt werden, dass man annimmt, die Polymermoleküle behalten ihre Spiralform in Lösung und eine der beiden Spiralformen überwiegt und erteilt so der gleichen Lösung die starke optische Aktivität.
Unter den optisch aktiven a-Olefinen wurde gefunden, dass sich (+)- (S)-3-Methyl-penten-l, (-)- (S)- -4-Methyl-hexen-1, (+)-3-Phenyl-penten-1 und (+)-5-Methyl-hepten-1 oder ihre optischen Antipoden besonders zur Herstellung von Polymeren dieser Art eignen.
Erfindungsgemäss wird daher ein Verfahren zur Herstellung von a-Olefinpolymeren, welche in Lösung optische Aktivität aufweisen, vorgesehen, welches darin besteht, dass ein optisch aktives ex-Olefin der allgemeinen Formel CH2=CHR, worin R eine verzweigte Alkylgruppe mit 4 - 8 Kohlenstoffatomen darstellt, wovon wenigstens eines asymmetrisch ist, oder eine Alkylarylgruppe, in welcher die Alkylgruppe wenigstens ein asymmetrisches Kohlenstoffatom enthält, in Gegenwart eines Katalysators polymerisiert wird, welcher durch Zusammenbringen einer Verbindung eines Metalls der Gruppe IVa, Va oder VIa des periodischen Systems der Elemente mit einer Organometallverbindung eines Metalls der I., 11. oder III.
Gruppe des periodischen Systems erhalten wird. Vorzugsweise wird der Katalysator durch Zusammenbringen eines Aluminiumtrialkyls mit Titantrichlorid oder Titantetrachlorid erhalten.
Da optisch aktive ex-Olefine manchmal nur schwierig synthetisiert werden können, ist die Möglichkeit, Polymere, die in Lösung optisch aktiv sind, aus optisch inaktiven a -Olefinen herzustellen, besonders interessant.
Es wurde gefunden, dass dies erreicht werden kann, wenn man bei der Polymerisation der ex-Olefine
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Katalysatoren verwendet, die durch Zusammenbringen einer Übergangsmetallverbindung mit einer optisch aktiven Organometallverbindung hergestellt wurden.
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Aktivität aufweisen, vorgesehen,- n-butyl, 3-Methyl-n-pentyl, 3-Phenyl-n-pentyl und 4-Methyl-n-hexyl, bedeutet, erhalten wurde.
Es wurde gefunden, dass (+) -tris- (S) -2-Methyl-butyl-aluminium-ätherat von den optisch aktiven Organometallverbindungen besonders wertvoll zur Herstellung von Polymeren, welche in Lösung optisch aktiv sind, ist.
Die nach beiden Verfahren erhaltenen Polymeren sind Mischungen von hochkristallinen Makromolekülen mit vorwiegend isotaktischer Struktur, vonMakromolekülen, welche aus kristallisierbaren und nicht kristallisierbaren Kettenabschnitten bestehen, und von amorphen Makromolekülen. Sie können durch Extraktion mit einer Reihe von selektiven Lösungsmitteln in ihre Komponenten zerlegt werden.
Es wurde auch festgestellt, dass optisch aktive ex-Olefine unter den gleichen Polymerisationsbedingungen leichter polymerisieren als die entsprechenden razemischen Olefine. Polymere von (S)-4-Methyl- hexen-1 wurden beispielsweise mit hohem Umsatz beim Arbeiten bei Raumtemperatur erhalten, während unter ähnlichen Bedingungen razemisches 4-Methyl-hexen-1 nur Spuren von Polymer ergab.
Die kristallinen Polymere von optisch aktiven Monomeren, die in Lösung optische Aktivität zeigen, zeigen im allgemeinen im festen Zustand eine wesentlich höhere Kristallinität als die entsprechenden Polymeren, die in Lösung optisch inaktiv sind, und aus den razemischen Monomeren erhalten wurden, während anderseits die Schmelzpunkte der beiden Polymerarten nicht sehr verschieden sind.
Infolge ihrer sehr hohen Kristallinität eignen sich die neuen Polymeren ganzbesonders zur Herstellung von Fasern mit sehr hoher mechanischer Festigkeit.
Die folgenden Beispiele sollen die vorliegende Erfindung näher erläutern, ohne dass diese jedoch hierauf beschränkt sein soll.
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Glaspulver enthält und welcher mit einem Rückflusskühler und Seitenauslässen versehen ist, wobei das obere Ende des Kolbens über Kalziumchloridtürme mit einem Gasometer verbunden ist, der reinen Stick- stoff enthält. Das Molverhältnis Al(i-CH) TlClbeträgtungefähr 3. Die Temperatur wird durch ein Ölbad reguliert, in welches der Kolben während der Polymerisation eintaucht. Nach Herstellung des Katalysators wird unter Stickstoff (+)- (S)-3-Methyl-penten-1 in den Kolben eingebracht.
Der Kühler wird mit Methanol beschickt, welches vorher in Schlangen gekühlt wurde, die sich in einer Eis-Kochsalzmi- schung befinden, um so Olefinverluste (Kp 54 C) zu vermeiden. Die Polymerisation wird bei einer mittleren Temperatur von 80 C durchgeführt.
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und dann abgebrochen. Während des Abkühlens des Kolbens in einer Eis-Kochsalzmischung werden 50 ml absoluter Äthylalkohol unter Stickstoff in kleinen Portionen zugesetzt.
Die Masse wird dann in einen 11 Kolben gegossen und dort mehrere Stunden unter Stickstoff mit 200 - 300 ml 95 %igem Äthanol am Rückfluss gekocht.
Das Polymer ist am Ende dieser Behandlung weiss. Es wird abfiltriert und der Rückstand wird auf einem Wasserbad unter einem Druck von 20 mm Hg bis zu einem konstanten Gewicht getrockne und schliesslich gewogen.
Bei einem Einsatz von 6, 92 g Olefin werden nach einer Polymerisationszeit von 490 Minuten 3, 16 g (+)-Poly- (S)-3-methyl-penten-l nach der vorerwähnten Reinigung erhalten, was einem Umsatz von 45, 7% entspricht. (Das so erhaltene rohe Polymer enthält aber noch immer beträchtliche Mengen von anorganischen Substanzen und wird daher nochmals durch Behandeln mit Salzsäure und Methanol gereinigt. )
Das so erhaltene Polymer wird mit einem Polymer verglichen, welches aus razemischem 3-Methyl- -pente-1 erhalten wurde.
Die Polymerisation des razemischen 3-Methyl-penten-1 wird nach dem gleichen Verfahren durch- geführt : Nach 515 Minuten werden aus 6, 68 g Monomer 2, 61 g Polymer erhalten, was einem Umsatz von 39, 1% entspricht.
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In Tabelle I sind die Ergebnisse der Lösungsmittelextraktion der beiden Rohpolymeren angegeben, welche in einem Kumagawa-Extraktor durchgeführt wurde.
Tabelle I
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<tb>
<tb> Erhaltene <SEP> Polymer, <SEP> erhalten <SEP> aus <SEP> Polymer, <SEP> erhalten <SEP> aus
<tb> Fraktionen <SEP> (+) <SEP> - <SEP> (5) <SEP> -3- <SEP> Methyl-penten <SEP> -1 <SEP> razemischem <SEP> 3-Methyl-penten-l
<tb> Azetonextrakt <SEP> 1, <SEP> 6% <SEP> 3, <SEP> 5% <SEP>
<tb> Ätherextrakt <SEP> 4, <SEP> 9 <SEP> % <SEP> (0) <SEP> 3, <SEP> 5 <SEP> % <SEP> (0) <SEP>
<tb> Iso-oktanextrakt <SEP> 2, <SEP> 8% <SEP> ( ) <SEP> 1, <SEP> 7% <SEP> ( ) <SEP>
<tb> Benzolextrakt <SEP> 4, <SEP> 9 <SEP> % <SEP> ( ) <SEP> l, <SEP> 7 <SEP> % <SEP> ( ) <SEP>
<tb> Rückstand <SEP> 85. <SEP> 8 <SEP> % <SEP> ( ) <SEP> 89, <SEP> 6% <SEP> (00) <SEP>
<tb>
(0) = teilweise kristallin
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Druck und anschliessendes Trocknen bis zum konstanten Gewicht auf einem Wasserbad unter einem Druck von ungefähr 30 mm Hg erhalten.
Alle so erhaltenen Fraktionen werden auf ihre optische Aktivität in Dekahydronaphthalinlösungen mit verschiedenen Konzentrationen geprüft.
Ähnliche Versuche werden auch mit Polymerlösungen durchgeführt, welche erhalten werden durch Behandlung des Rückstandes nach der Benzolextraktion mit Dekahydronaphthalin in einem Schüttelautoklaven (Zeit 14 Stunden, mittlere Temperatur 2800C).
Diese Behandlung wird durchgeführt, um das Molgewicht des Polymers zu erniedrigen und dadurch seine Löslichkeit zu erhöhen.
Die optische Aktivität wird mit Hilfe eines Lippich'schen. Polarimeters mit direkter Ablesung und einer Empfindlichkeit von 0, 0050 bestimmt.
Alle Fraktionen des (+)- (S)-3-Methyl-penten-l-polymers zeigen in Lösung optische Aktivität, wie dies aus Tabelle II ersichtlich ist. In dieser Tabelle werden sowohl die am Polarimeter abgelesenen Winkel als auch die davon abgeleiteten angenäherten Werte der spezifischen und molaren Drehungen, bezogen auf das Molgewicht der Monomereinheit angegeben (alle Messungen wurden in Dekahydronaphthalin durchgeführt).
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Tabellen
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<tb>
<tb> Analysierte <SEP> Fraktionen <SEP> Nicht <SEP> mit <SEP> HCI <SEP> behandeltes <SEP> Polymer <SEP> Gereinigtes <SEP> Polymer <SEP> (*) <SEP>
<tb> g/100 <SEP> ml <SEP> αD27 <SEP> [α]D27 <SEP> [M]D27(**) <SEP> g/100 <SEP> ml <SEP> αD25 <SEP> [α
]D25 <SEP> [M]D25(**)
<tb> 1=1 <SEP> 1=1
<tb> Azetonextrakt <SEP> 0,220 <SEP> +0,100 <SEP> +45,4 <SEP> +38,1 <SEP> 0,114 <SEP> +0,055 <SEP> +48,2 <SEP> +40,5
<tb> Ätherextrakt <SEP> 0,365 <SEP> +0,355 <SEP> +97,3 <SEP> +81,7 <SEP> 0,207 <SEP> +0,245 <SEP> +118 <SEP> +99,1
<tb> Benzolextrakt <SEP> 0,595 <SEP> +0,220 <SEP> +36,9 <SEP> +30,9 <SEP> 0,108 <SEP> +0,040 <SEP> +37,0 <SEP> +31,1
<tb> Extrakt, <SEP> erhalten <SEP> nach
<tb> Behandlung <SEP> im <SEP> Autoklaven <SEP> bei <SEP> 2800C <SEP> während <SEP> 14 <SEP> Stunden <SEP> 0, <SEP> 040 <SEP> +0, <SEP> 035 <SEP> +87,5 <SEP> +73,5 <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> Rückstand <SEP> nach <SEP> Behandlung <SEP> im <SEP> Autoklaven, <SEP> gereinigt <SEP> durch <SEP> Behandlung
<tb> mit <SEP> Methanol <SEP> und <SEP> HC1 <SEP> wie
<tb> im <SEP> Beispiel <SEP> beschrieben <SEP> 0, <SEP> 080 <SEP> +0,
<SEP> 090 <SEP> +112 <SEP> +94, <SEP> 1 ---- <SEP>
<tb> Rückstand <SEP> nach
<tb> Extraktion <SEP> praktisch <SEP> - <SEP> - <SEP> 0,017 <SEP> +0,020 <SEP> +117 <SEP> +98,3
<tb> unlöslich
<tb> in <SEP> Dekahydronaphthalin
<tb>
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(*) Die Reinigung wird durchgeführt, indem der Rückstand, welcher noch Spuren an anorganischen Verunreinigungen enthält, längere Zeit unter Stickstoff zunächst mit konzentrierter HCI und dann mit Methanol, um die Säurereste zu entfernen, gekocht wird, und der Rürkstand anschliessend filtriert, mit Methanol gewaschen und durch Erhitzen unter Vakuum getrocknet wird.
(**) Die molare optische Aktivität ist auf das Molgewicht einer Monomereinheit. bezogen.
Die optisch aktiven und inaktiven Polymeren von 3-Methyl-penten-1 haben nach der oben beschriebenen Reinigung folgende Schmelzpunkte :
Poly-3-methyl-penten-1, erhalten aus dem aktiven Olefin, Schmelzpunkt 277 C.
Poly-3-methyl-penten 1, erhalten aus dem razemischen Olefin, Schmelzpunkt 268 C.
Eine Prüfung der beiden pulverisierten Polymere mit Röntgenstrahlen zeigt, dass das optisch aktive Polymer eine wesentlich höhere Kristallinität als das razemische Polymer aufweist.
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Die Polymerisation verlief rasch bei Raumtemperatur und nach ungefähr 1 Stunde war in der Ampulle keine Flüssigkeit mehr enthalten.
Das erhaltene Produkt wurde nacheinander mit ätherischer Salzsäurelösung und Methanol unter Stickstoff behandelt und so gereinigt. Dieses gereinigte Polymer wog 0, 862 g ; weitere 0, 043 g Polymer wurden aus dem erhaltenenRückstand durchEindampfen der beim Reinigungsverfahren verwendeten Lösungsmittel erhalten.
In Tabelle III sind die Resultate angegeben, die beim Extrahieren des erhaltenen festen Polymers mit organischen Lösungsmitteln erhalten wurden ; die gemessenen Drehungswinkel wurden mit Benzollösungen der verschiedenen Fraktionen erhalten und die spezifische Drehung wurde daraus berechnet.
Tabelle 111
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<tb>
<tb> Fraktionen <SEP> % <SEP> g/100 <SEP> ml <SEP> aD <SEP> [a]D <SEP>
<tb> in <SEP> C6H6
<tb> Azetonextrakt <SEP> 1. <SEP> 5 <SEP> 0,118 <SEP> +0,065 <SEP> bei <SEP> 20 C(1=1) <SEP> + <SEP> 55
<tb> Ätherextrakt <SEP> 1,8 <SEP> 0,290 <SEP> +0,365 <SEP> bei <SEP> 20 C <SEP> (1=1) <SEP> +126 <SEP>
<tb> Iso-oktanextrakt <SEP> 1, <SEP> 6 <SEP> 0, <SEP> 058 <SEP> +0, <SEP> 2600 <SEP> bei <SEP> 60 C <SEP> (1=4) <SEP> +112 <SEP>
<tb> Rückstand <SEP> 95, <SEP> 1--nicht
<tb> bestimmt
<tb>
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mit 0, 325 g TiCl4 und 1, 126 g vorher destilliertem A1(1CH) in einer Glasampulle eingeschlossen. Die Polymerisation verlief schnell bei Raumtemperatur und nach 2 Stunden befand sich in der Ampulle keine Flüssigkeit mehr.
Diese wurde geöffnet und das erhaltene Produkt wurde durch aufeinanderfolgende Behandlung unter Stickstoff mit einer ätherischen Salzsäurelösung und mit Methanol gereinigt.
Das Polymer wog einschliesslich der für die bei der Reinigung verwendeten Lösungsmittel gelösten und daraus durchEindampfen und Extraktion mit Benzol wiedergewonnenen öligenFraktionen 1, 04 g ; diese öligen Fraktionen entsprachen zusammen mit dem durch Extraktion des gereinigten Polymers in einem
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18, 1 Gew.-%längeres Kochen mit Methanol und konzentrierter HC1 unter Stickstoff gereinigt. Das so gereinigte Polymer wiegt 0, 67 g. Es wird dann in einem Kumagawa-Extraktor fraktioniert und die optischen Aktivitäten der verschiedenen erhaltenen Fraktionen werden gemessen. Die Zahlen, welche bei der Extraktion mit Äther und Azeton erhalten werden, sind in Tabelle IV angegeben.
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Tabelle IV
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<tb>
<tb> Fraktionen <SEP> g <SEP> % <SEP> ins <SEP>
<tb> Azetonextrakt <SEP> 0, <SEP> 071 <SEP> 11, <SEP> 3 <SEP>
<tb> Ätherextrakt <SEP> 0, <SEP> 388 <SEP> 61, <SEP> 8 <SEP> 1, <SEP> 8 <SEP> (a), <SEP> 2. <SEP> 9-3, <SEP> 1 <SEP> (b) <SEP>
<tb> Rückstand
<tb> (Differenz) <SEP> 0, <SEP> 169 <SEP> 26, <SEP> 9 <SEP> 7. <SEP> 7-9. <SEP> 4Ca) <SEP>
<tb> gereinigtes <SEP> Polymer,
<tb> welches <SEP> extrahiert
<tb> wurde <SEP> 0, <SEP> 628 <SEP> 100, <SEP> 0 <SEP>
<tb>
(a) in Benzol bei 200C (b) in Tetrahydronaphthalin bei 1200C.
In Tabelle V sind die abgelesenen Drehungswinkel sowie die daraus berechneten Werte der spezifischen und molaren Drehung für die verschiedenen Fraktionen angegeben.
Tabelle V
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<tb>
<tb> Fraktionen <SEP> g/100 <SEP> ml <SEP> [α]D19 <SEP> (1=2) <SEP> [α]D19 <SEP> [M]D19 <SEP> Lösungsmittel
<tb> Azetonextrakt <SEP> 0,336 <SEP> + <SEP> 0,70 <SEP> + <SEP> 104 <SEP> + <SEP> 102 <SEP> Benzol
<tb> Ätherextrakt <SEP> 0, <SEP> 924 <SEP> +4, <SEP> 95 <SEP> + <SEP> 268 <SEP> +263 <SEP> Äther
<tb> Rückstand <SEP> 0, <SEP> 043 <SEP> + <SEP> 0, <SEP> 24 <SEP> + <SEP> 279 <SEP> + <SEP> 275 <SEP> Benzol
<tb>
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Das als Rückstand nach der Extraktion erhaltene optisch aktive Polymer zeigt bei der Prüfung mit Röntgenstrahlen eine wesentlich höhere Kristallinität als das des razemischen Polymethyl-hexen-1 mit dem gleichen Schmelzpunkt.
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Verwendung destilliert wurde, in eine Glasampulle eingeschlossen. Die Ampulle wird bei Raumtemperatur (ungefähr 18 C) 7 Tage lang gelassen und dann 41 Stunden lang auf eine mittlere Temperatur von 900C erhitzt. Hierauf wird die Glasampulle geöffnet und das Polymer wird durch längeres Kochen mit Methanol und konzentrierter Salzsäure unter Stickstoff gereinigt. Das so erhaltene gereinigte Polymer wiegt 0, 75 g. Durch Fraktionierung mit Äther und Azeton in einem Kumagawa-Extraktor werden die in Tabelle VI angegebenen Resultate erhalten.
Tabelle VI
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<tb>
<tb> Fraktionen <SEP> g <SEP> % <SEP> [#] <SEP> in <SEP> Tetrahydronaphtalin <SEP> bei <SEP> 1200C
<tb> Azetonextrakt <SEP> 0, <SEP> 151 <SEP> 21, <SEP> 9 <SEP>
<tb> Ätherextrakt <SEP> 0, <SEP> 198 <SEP> 28, <SEP> 6 <SEP> 0, <SEP> 56 <SEP>
<tb> hochkristalliner
<tb> Rückstand <SEP> 0, <SEP> 342 <SEP> 49, <SEP> 5 <SEP> 2, <SEP> 5 <SEP>
<tb> gereinigtes <SEP> Polymer,
<tb> welches <SEP> extrahiert
<tb> wurde <SEP> 0, <SEP> 691 <SEP> 100, <SEP> 0 <SEP>
<tb>
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= +2, 980mereinheit).
Das (+)-tris-[(S)-2-Methyl-butyl]-aluminium therat wurde wie folgt erhalten :
In einem 2000 ml Kolben mit Rückflusskühler und Rührer, welcher Glaspulver enthält, werden 60, 8 g
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Thionylchlorid, umgesetzt. Die Einführung des Alkylchlorids wird nach Beginn der Reaktion durch leichtes Erhitzen und Einwerfen eines kleinen Jodkristalls so reguliert, dass ein dauernder leichter Rückfluss aufrechterhalten wird. Das Endvolumen beträgt ungefähr 950 ml ; die Reaktion wird durch Fortsetzen des Rührens während 2 Stunden beendet und es werden dann 75,5 g (0,566 Mole) AICI., gelöst in wasserfreiem Äther, in den Kolben eingeführt.
Der Zusatz der AlCl3-Ätherlösung zum Grignard-Reagens. wird unter starkem Rühren der Ätherlösung des Grignard-Reagens langsam durchgeführt und derReaktionskolben wird dabei mit Eis gekühlt. Nach Ende des Zusatzes wird das Rühren eine weitere Stunde fortgesetzt.
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hitzen des Reaktionskolbens entfernt). Hierauf wird olefinfreier Petroläther, destilliert unter Stickstoff über Natrium, Siedeintervall 40 - 500C, unter Rühren zugesetzt. Nach Abdekantieren wird die klare Schicht unter reinem, trockenem Stickstoff abgesaugt.
Diese Behandlung wird fünfmal wiederholt und aus den vereinigten Extrakten wird der Petroläther bei der niedrigsten Temperatur unter Stickstoff fast völlig abdestilliert ; die letzten Spuren werden unter vermindertem Druck entfernt.
Das bei der Vakuumdestillation erhaltene Rohprodukt, (+)-tris-[(S)-2-Methyl-butyl]-aluminium-
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Glasampulle eingeschlossen. Die Polymerisation wird 19 Tage durchgeführt. Währenddessen wird die Ampulle 69 Stunden lang auf eine mittlere Temperatur von 50 C erhitzt. Hierauf wird die Ampulle ge- öffnet und das Polymer wird durch längeres Kochen unter Stickstoff mit Methanol und konzentrierter Salzsäure gereinigt. Es werden so 0, 82 g Polymer erhalten ; sie werden in einem Kumagawa-Extraktor mit verschiedenen Lösungsmitteln extrahiert.
Das Polymer enthält 33% ölige niedermolekulare Fraktionen, die in Azeton löslich sind ; der Rückstand ist vollständig in Äther löslich. In Tabelle VII sind die abgelesenen Drehungswinkel und die daraus berechneten Werte der spezifischen und molaren Drehung angegeben, mit Bezug auf den Azetonextrakt und den in Äther löslichen Rückstand.
Tabelle VII
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<tb>
<tb> Fraktionen <SEP> g/100 <SEP> ml <SEP> [α]D16 <SEP> (1=2) <SEP> [α]D16 <SEP> [M]D16 <SEP> Lösungsmittel
<tb> Azetonextrakt <SEP> 1,154 <SEP> + <SEP> 0,27 <SEP> + <SEP> 11,7 <SEP> + <SEP> 13,1 <SEP> Benzol
<tb> Rückstand <SEP> 0,602 <SEP> + <SEP> 0,71 <SEP> + <SEP> 59,0 <SEP> + <SEP> 66,1 <SEP> Benzol
<tb>
PATENTANSPRÜCHE :
1.
Verfahren zur Herstellung von et-Olefinpolymeren, welche in Lösung optische Aktivität aufweisen, dadurch gekennzeichnet, dass ein optisch aktives et-Olefin der allgemeinen Formel CH2=CHR, wobei R eine verzweigte Alkylgruppe mit 4 - 8 Kohlenstoffatomen darstellt, wovon wenigstens eine asymmetrisch ist oder eine Alkylarylgruppe, in welcher die Alkylgruppe wenigstens ein asymmetrisches Kohlenstoffatom enthält, in Gegenwart eines Katalysators polymerisiert wird, welcher durch Zusammenbringen einer Verbindung eines Metalls der Gruppe IVa, Va oder VIa des periodischen Systems der Elemente mit einer organometallischen Verbindung eines Metalls der Gruppe I, II oder III des periodischen Systems erhalten wurde.