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Lagerung des Mähbalkens von Motorm hern
Die Erfindung bezieht sich auf die Lagerung des Mähbalkens von Motormähern, mit einem mit dem Mähbalken fest verbundenen und in der Tragarmkonsole schwenkbar und axial verschiebbar gelagerten Haltezapfen sowie zwei zu beiden Seiten seiner Längsachse angeordneten Stützlagern, wobei die Mähbalken durch eine einzige, in der Längsachse des Haltezapfens wirkende Federkraft im ganzen Schwenkbereich des Mähbalkens an den Stützlagern der Konsole federnd anliegend gehalten ist.
Der Mähbalken von Motormähern wird in der Regel in der mit dem Triebwerksblock verbundenen Tragarmkonsole mittels eines Haltezapfens schwenkbar und axial verschiebbar gelagert. Die Schwenkbarkeit ist notwendig, damit sich der Mähbalken unabhängig von dem durch die Laufräder am Boden abgestützten Triebwerksblock dem Gelände entsprechend einstellen kann und so immer eine gleichmässige Schnitthöhe erzielt wird. Die axiale Verschiebbarkeit ist erforderlich, damit die an den Stützlagern auftretende Abnützung durch Nachstellung des Haltezapfens ausgeglichen werden kann.
In der österr. Patentschrift Nr. 184395 ist eine Befestigung des Messerbalkens am Ausleger von Mähmaschinen mittels Zapfen beschrieben, bei der mindestens ein Exzenter-Verschluss vorgesehen ist, um Messerbalken und Ausleger in ihrer gegenseitigen Lage festzuhalten.
Bei einer Ausführungsform wird ein mit einer Feder versehener Exzenter-Verschluss und ein mit einem Spannbügel versehener Exzenter-Verschluss verwendet. Somit bewirken hier zwei Kräfte die Anlage des Messerbalkens am Ausleger. Die Resultierende der beiden Kräfte kann unter Umständen in der Längsachse des Haltezapfens wirken, weil über dem Abstand der beiden Verschlüsse von der Haltezapfenlängsachse nichts ausgesagt ist. Die aussen liegenden Exzenter-Verschlüsse sind für eine störungsfreie Mäharbeit nicht vorteilhaft. Das Mähgut bleibt an ihnen hängen, wodurch sich Verstopfungen ergeben müssen. Ausserdem ist eine derartige Lagerung des Mähbalkens mit einem grossen Bauaufwand und mit entsprechenden hohen Kosten verbunden.
Bei einer andern Ausführungsform sind zwei mit Federn ausgerüstete Verschlüsse vorgesehen, die symmetrisch zur Haltezapfenlängsachse angeordnet sind, jedoch ist der Haltezapfen nicht
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eines Haltezapfens in einem Lager des Tragarmes schwenkbar, jedoch nicht axial verschiebbar gelagert ist. Mähbalken und Haltezapfen werden durch eine Druckfeder ständig in das Lager bis zum Anschlag hineingezogen. Bei dieser Ausführung sind keine zu beiden Seiten der Längsachse des Haltezapfens angeordnete Stützlager vorhanden.
Aus der brit. Patentschrift Nr. 681, 894 ist ein Motormäher bekannt, dessen Mähbalken mit einer Schnittwinkelverstellung ausgerüstet ist. Dabei wird der Haltezapfen durch eine Schraubendruckfeder mit dem Mähbalken bis zur Anlage an der Verstellvorrichtung gezogen; der Mähbalken liegt also nicht ständig an dieser Verstellvorrichtung an, sondern kann durch Ausschwenken, das beim Mähen fortwährend eintritt, ausser Anlage kommen. Die Schwenkbewegung ist lediglich durch die Anschläge begrenzt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Lagerung der eingangs genannten Art zu schaffen, welche die Nachteile bekannter Anordnungen bei sehr geringem Bauaufwand sicher vermeidet und gewährleistet, dass die Verschleissflächen des Mähbalkens bzw. der Tragarmkonsole in den Stützlagern immer spielfrei aufeinander gleiten können.
Gemäss der Erfindung wird dies dadurch erreicht, dass die in der Längsachse des Haltezapfens wir-
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kende Federkraft durch ein zwischen Haltezapfen und Tragarmkonsole vorgespanntes, geschichtetes Paket von Tellerfedern oder durch einen aussen und innen zylindrischen Block aus elastischem Werkstoff, z. B.
Gummi, erzeugt ist.
Diese Kraft ist gross genug, um den Mähbalken mit Haltezapfen entgegen den auftretenden Reibungswiderständen axial zu verschieben, so dass die an den Verschleissflächen der beiden Stützlager auftretende Abnützung selbsttätig ausgeglichen wird. Da die Verschleissflächen bei der Arbeit immer aufeinander aufliegen und gleiten. können die durch die hin-und hergehende Bewegung der Messerschiene hervorgerufenen Schwingungen keine Überbeanspruchung des Haltezapfens bzw. keine übermässige Abnützung seiner Lagerung herbeiführen, weil der Mähbalken ständig in den beiden Stützlagern spielfrei abgestützt ist.
Wird z. B. ein zwischen Haltezapfen und Tragarmkonsole vorgespanntes Federpaket verwendet, dann hängt die Grösse der Vorspannung von der Art der Lagerung des Haltezapfens in der Konsole ab. Bei einem Gleitlager wird zumeist eine grössere Vorspannung notwendig sein als bei einem Wälzlager. Die Vorspannung und der für die Nachstellung zur Verfügung stehende Federweg sind so bemessen, dass nach vollständigem Verschleiss der am Mähbalken auswechselbar vorgesehenen Verschleissslücke noch immer genügend Federkraft zur Verfügung steht, um Mähbalken und Haltezapfen entgegen den vorhandenen Reibungswiderständen in Richtung der Längsachse des Haltezapfens verschieben zu können. Dadurch ist sichergestellt, dass über den ganzen möglichen Verschleissbereich ständig spielfrei gearbeitet werden kann,
wodurch sich eine geringe Abnützung und eine lange Lebensdauer des ganzen Mähwerkes ergeben.
Es kann auch an Stelle des Federpaketes ein aussen und innen zylindrischer Block aus elastischem Werkstoff, z. B. Gummi, vorgesehen werden. Dabei ergeben sich zusätzlich die weiteren Vorteile einer besseren Dämpfung der Arbeitsstösse und auch eine einfachere Bedienung beim Abnehmen des Mähbalkens. Bei einem lose geschichteten Paket von Tellerfedern besteht beim Abnehmen des Mähbalkens immerhin die Gefahr, dass die Tellerfedern beim Wiederzusammenbau nicht richtig auf den Haltezapfen aufgeschoben werden und sich dadurch nicht die richtige Federkraft einstellt. Mehrfach geschichtete Tellerfedern bieten aber gegenüber einer Schraubendruckfeder den grossen Vorteil, dass die für die federnde Anlage des Mähbalkens notwendige, verhältnismässig grosse Federkraft in dem zur Verfügung stehenden begrenzten Raum hergestellt werden kann.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemässen Lagerung des Mähbalkens von Motormähern vereinfacht dargestellt. Fig. 1 ist ein Vertikalschnitt durch die Längsachse des Haltezapfens, Fig. 2 eine Draufsicht auf die Lagerung des Mähbalkens. Fig. 3 zeigt den Vertikalschnitt gemäss Fig. 1 in vergrösserter und vereinfachter Darstellung. Fig. 4 ist ein Vertikalschnitt durch eines der beiden Stützlager und zeigt die auswechselbaren Verschleissstücke an Konsole und Mähbalkenschiene.
Mit dem Tragarm 1 ist die Tragarmkonsole 2 fest verbunden. Der Haltezapfen 3 ist in der Tragarmkonsole 2 schwenkbar und axial verschiebbar gelagert und mit der Mähbalkenschiene 4 verschraubt oder vernietet. Zwischen Haltezapfen 3 und Tragarmkonsole 2 ist ein Paket mehrfach geschichteter Tellerfedern 5 eingebaut, das mittels einer Scheibe 6 und einer gesicherten Mutter 7 vorgespannt wird, wobei sich das Paket mehrfach geschichteter Tellerfedern 5 einerseits gegen die Scheibe 6 und anderseits gegen die Lagerbüchse 8 unter Zwischenschaltung zweier Reibscheiben 9 abstützt. Durch die Federvorspannung liegen die Verschleissflächen der zu beiden Seiten der Längsachse des Haltezapfens 3 angeordneten Stützlager 10 ständig aneinander.
Das Verschleissstück 11 ist mit der Tragarmkonsole 2 und das Verschleissstück 12 mit der Mähbalkenschiene 4 leicht auswechselbar verbunden.