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Badeeinrichtung
Die Erfindung betrifft eine ausschliesslich auf Besprühung beruhende Badeeinrichtung.
Es sind bereits Badeeinrichtungen bekannt, bei denen innerhalb einer die badende Person aufnehmenden Zelle Sprühdüsen untergebracht sind, welche auf die zu behandelnden Körperteile der badenden Person gerichtet sind.
Es sind weiter Sprühgerät zur Behandlung des menschlichen Körpers bekannt, bei denen durch eine Düse Wasserdampf austritt ; durch eine am Düsenaustritt angebrachte Ionisierungseinrichtung werden freie Ladungen als Kondensationskeme für Wasserkondensation gebildet, so dass freie Wassertröpfchen auf den
Körper der badenden Person auftreffen.
Weiter sind Badeeinrichtungen für Unterwasser-Massagen bekannt, bei denen sich der Körper der ba- denden Person unter dem Spiegel des in einer Wanne enthaltenden Wassers befindet und dem hydrostatischen Druck dieses Badewassers ausgesetzt ist. In dem Badewasser wird der Körper zusätzlich durch Wasserstrahlen beaufschlagt, welche mit hohem Druck unterhalb des Wasserspiegels gegen den Körper des Badenden gerichtet sind.
Es ist ferner ein Inhalationsgerät bekannt, das neben der Behandlung von Hals, Nase und Ohren auch zur Behandlung der menschlichen Haut geeignet ist. In diesem Gerät ist ein Behälter vorgesehen, in dem durch Erhitzen von Wasser Dampf erzeugt und dieser Dampf durch ein Düsenrohr auf die zu behandelnden Stellen des menschlichen Körpers aufgeblasen wird.
Bei diesem bekannten Gerät kann dem Dampfstrahl Ozon zugesetzt werden, das eine heilende Wirkung ausüben soll. Wegen der bekannten Zerfallsvorgänge des Ozons entstehen Kondensationskerne, die zur Bildung feinster Wassertröpfchen führen. Diese hiebei entstehenden Wassertröpfchen sind um Grössenordnungen kleiner als die Tröpfchen, die bei der noch zu erläuternden erfindungsgemässen Badeeinrichtung entstehen.
Bei dem bekannten Gerät wird die Saugwirkung eines eingeengten Dampfstrahles zur Ansaugung von Luft ausgenutzt, um die Luft in den Dampfstrahl einzumischen.
Die Erfindung geht von der Feststellung aus, dass es für die Grösse der auf den Körper auftreffenden Wassertröpfchen einen für die medizinische Wirkung optimalen Bereich gibt. Dieser Bereich liegt zwischen 50 und 100 it. Liegt die Grösse der Tröpfchen über diesem Bereich, so tritt ihre vorteilhafte Resorption nicht ein. Liegt die Grösse der Tröpfchen unter diesem Bereich, so kann man nicht mehr von einem Bad im üblichen Sinne sprechen, da sich dann kein Flüssigkeitsfilm mehr auf der Haut ausbildet.
Die erfindungsgemässe, ausschliesslich auf Besprühung beruhende Badeeinrichtung ist demgemäss gekennzeichnet durch ein System von gegen den Körper des Badenden gerichteten Zweistoffzerstäuberdüsen, wobei durch das eine Düsenrohr die Badflüssigkeit und durch das andere Düsenrohr ein die Zerstäubung bewirkendes Druckgas zugeführt werden, derart, dass auf dem Körper des Badenden Tröpfchen in der Grö- ssenordnung von 50 bis 100 ,u auftreffen.
Be1Anwendung der erfindungsgemässen Badeeinrichtung gelangen mit der Badeflüssigkeit die darin gelösten medizinisch wichtigen Quellsalze zum Körper. In der Wahl der Temperatur der auf den Körper auftreffenden Tröpfchen ist man weitgehend frei. Bei der letztgenannten bekannten Einrichtung ist man insoweit nicht frei, da die Temperatur durch die Entstehung aus dem Dampf bedingt ist. Diese Temperatur liegt in der Grössenordnung von 1000 C und ist deshalb bei Badeeinrichtungen, in denen der Körper innerhalb eines geschlossenen Raumes einer Vielzahl von Düsen ausgesetzt ist, zu hoch.
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Die erfindungsgemässen Zweistoffzerstäuherdüsen sind vorzugsweise von konzentrischen Düsenrohren gebildet. Auch können die Zweistoffzerstäuberdüsen von mindestens zwei gegeneinander geneigten mit ihrer Öffnung aufeinander zu gerichteten Düsenrohre gebildet sein.
Die Gaszufuhr zu den Zweistoffzerstäuberdüsen erfolgt bevorzugt durch einen Behälter hindurch, welcher eine beheizbare Flüssigkeit enthält.
Besonders zweckmässig ist es, die Düsen beweglich anzuordnen.
Die beiliegenden Zeichnungen zeigen Ausführungsformen der Erfindung. Es stellen dar : Fig. 1 einen Schnitt durch einen Baderaum mit den Anschlüssen für die Gas- und Flüssigkeitszufuhr der Zerstäuberdüsen, Fig. 2 einen Schnitt dureh eine Zerstäuberdüse, Fig. 3 einen Schnitt-durch eine andere Ausführungsform einer Zweistoffdüse.
In Fig. 1 ist eine Kammer gezeichnet, in welcher sich der Badende während der Behandlung aufhält.
Diese Kammer ist mit 10 bezeichnet. Sie kann aus Metall oder auch aus einer Kunststoffolie od. dgl. bestehen.
Die Kammer steht in einer Abflusswanne 11. Der Boden der Kammer ist von einem Rost 13 gebildet.
Durch Aussparungen 10a der Kammerwände in Bodennähe können die zugeführten Gase und Dämpfe entweichen, ohne dass ein Überdruck in der Kammer entsteht.
Innerhalb des Gehäuses 10 erkennt man einen Stuhl 12, auf welchem der Badende während der Behandlung sitzt. Zweistoffdüsen 14 sind auf den Körper des Badenden hin gerichtet. Der Stuhl 12 ist zweckmässig so ausgebildet, dass möglichst alle Stellen des Körpers den Zweistoffdüsen 14 ausgesetzt sind.
Neben den Zweistoffdüsen 14 sind innerhalb der Kammer Zuflussrohre 15 für Trocknungsgase angebracht ; diese Zuflussrohre können an eine nicht eingezeichnete Beheizungsvorrichtung angeschlossen sein.
Auf seiner Oberfläche ist der Raum 10 durch einen Verschluss, etwa eine Spritzdecke 16, abgeschlossen. Durch diese Spritzdecke hindurch kann der Badende während der Behandlung seinen Kopf ausserhalb des Raumes 10 halten. Über der Badeeinrichtung ist nahe beim Kopf des Badenden eine Frischluftzufuhr 18 angebracht. Die durch diese Frischluft zugeführte Temperatur ist mittels einer Heizvorrichtung 20 regelbar.
Die Form der Zweistoffdüsen ist aus Fig. 2 zu erkennen. Die Düse besteht aus einem inneren Rohr 22, welches das Wasser führt, und einem konzentrischen äusseren Rohr 24, welches das Gas führt. Die Rohre 22 sind an Steigleitungen 26 angeschlossen, während die Rohre 24 über Schläuche 28 an eine gemeinsame Sammelleitung 30 angeschlossen sind.
Nach der Ausführungsform der Fig. 3 besteht eine Zweistoffdüse aus zwei senkrecht zueinander stehenden, mit ihren Öffnungen aufeinander zu gerichteten Düsenrohre.
Die Sammelleitung 30 kommt von einem Behälter 32, in welchem durch eine Heizspirale 34 eine Flüs- sigkeit 36 beheizt wird. Durch diese Beheizung lässt sich die Temperatur der durch die Sammelleitung 30 strömenden Luft regeln.
Mit 38 ist ein Anschluss an den Raum 10 bezeichnet, durch welchen ein Dampf oder ein heisses Gas zur Konditionierung der Atmosphäre in den Raum einströmen kann. Durch Zuführung eines heissen Gases kann die Temperatur innerhalb der Kammer rascher geändert werden, als dies mit irgendwelchen andern Beheizungsmitteln möglich wäre.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Ausschliesslich auf Besprühung beruhende Badeeinrichtung, gekennzeichnet durch ein System von gegen den Körper des Badenden gerichteten Zweistoffzerstäuberdüsen, wobei durch das. eine Düsenrohr die Badflüssigkeit und durch das andere Düsenrohr ein die Zerstäubung bewirkendes Druckgas zugeführt werden, derart, dass auf dem Körper des Badenden Tröpfchen in der Grössenordnung von 50 bis 100 1 auftreffen.