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Elastischer Stosspolster
Es ist bekannt, die Pufferteller von Schienenfahrzeugen mit einer Schutzkappe aus Gummi od. dgl. zu versehen. Der Nachteil der bekannten Einrichtungen besteht darin, dass diese Kappen, obwohl sie den Rand des Puffertellers umgreifen, einer besonderen Befestigungseinrichtung bedürfen, um den auftretenden Kräften zu widerstehen.
Die Erfindung bezieht sich ebenfalls auf einen elastischen Stosspolster für mit Puffern ausgestattete Schienenfahrzeuge, welcher Polster den Rand des Puffertellers umgreift und bezweckt, die Anordnung einer besonderen Haltevorrichtung überflüssig zu machen und gegebenenfalls die stossmildernde Wirkung zu erhöhen. Erfindungsgemäss wird dies dadurch erreicht, dass der Stosspolster ausschliesslich durch seinen Formschluss mit dem Pufferteller an diesem festgehalten ist, indem sein Rand wulstartig ausgebildet ist und den Rand des Puffertellers unter Spannung umschliesst.
Die stossmildernde Wirkung kann dadurch erhöht werden, dass an den Stellen, an denen die Puffer der Fahrzeuge einander berühren, Luftkammern oder Materialverdickungen u. dgl. zur Erhöhung der Elastizität vorgesehen sind.
Die Erfindung bezieht sich ferner auf Einzelheiten der Bauart.
Die Befestigung des erfindungsgemässen Polsters erfolgt ohne Zuhilfenahme gesonderter Befestigungsmittel, wie Befestigungsringe, Schrauben, Klemmen od. dgl. Hiedurch wird neben der ohne besondere Werkzeuge durchführbaren Auswechselbarkeit erreicht, dass der gesamte Eisenbahnwagenbestand ohne Rücksicht auf das Herstellungsland und Baujahr wahlweise oder generell mit dieser Hülle versehen werden kann.
In der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung in mehreren beispielsweisen Ausführungsformen dargestellt. Es zeigen die Fig. 1- 3 eine Ausführungsform des Stosspolsters in Vorderansicht, Schnitt und im Schaubild, Fig. 4 - 6 und 7 - 9 in gleicher Darstellungsweise zwei andere Ausführungsformen, Fig. 10 eine weitere Bauart im Schaubild, Fig. 11-13 eine fünfte Ausführungsform, wieder in Vorderansicht, Schnitt und im Schaubild und schliesslich Fig. 14 eine Variation hiezu im Schaubild.
Die Hülle gleicht einem Polster, der in Grössen und Formen den metallischen Schienenfahrzeugpuffern angeglichen und in Wirkung und Richtung des Aufeinandertreffens mit einem andern angekoppelten oder abgestellten Wagen pufferartig nach aussen verdickt, entweder durch bauchige Form (bombiert) oder durch starke Materialverdickungen (Vorsprünge) an der Stirnfläche beliebiger Art ausgebildet ist, Fig. 1-3.
Die Innenseite des Stosspolsters kann flach sein, desgleichen bombiert, auch in an sich bekannter Weise durch Stege, taschenförmige Ausnehmungen, Hohlräume, Luftkammern oder mit andern federnden Mitteln versehen sein. Desgleichen und zur einfachen Herstellung der zur Erzeugung notwendigen Pressformen können die Stosspolster aus vollem elastischem Material sein. Die Stärke des Stosspolsters selbst ist an keine bestimmten Masse gebunden, solange der Zweck der zusätzlichen elastischen Milderung der auftretenden Stösse gerechtfertigt ist (Fig. 4 - 9 und 10-13).
Der mit einem Wulst l versehene Rand des Stosspolsters 2 umgreift den Rand 3 des Metallpuffers 4 eines Schienenfahrzeuges und haftet durch seine eigene Spannung unverrückbar fest. Zufolge der elastischen Beschaffenheit des Hüllenmaterials ist es möglich, den Polster so zu bemessen, dass eine entsprechende Spannung die völlige Unverrückbarkeit gewährleistet. Der mehr oder minder starke Wulst, welcher bei den vorwiegend runden Eisenbahnpuffern dem Polster das Aussehen einer pullmannmütze gibt, kann auch unterbrochen sein. s. Fig. 10 und 14. Die sichere Umklammerung des Eisenbahnpuffers bzw. des
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Eisenbahnpufferrandes durch den Stosspolster kann durch entsprechende Bemessung des Wulstes auch bei dessen Unterbrechung gewährleistet sein.
Es ist auch möglich, mehrere Wülste wie Klauen nebeneinandergreifen zu lassen, wie im Falle von z. B. viereckigen Puffern. Die unterbrochene Spannung des geteilten Wulstes und das Hintergreifen der Ecken des metallischen Puffers durch die Klauen 5 und Wülste 6 oder wulstartige Klauen ersetzen den geschlossenen Wulst. Unterschiede in der Grösse der Eisenbahnpuffer können durch Übergreifen des in einem Wulst endenden U-förmigen Randes des Polsters leicht überwunden werden, wobei die Stärke und das Volumen des Wulstes sowie die Höhe und Stärke des U-förmigen Randes schon bei der Erzeugung des Polsters berücksichtigt werden können.
PATENTANSPRÜCHE : l. Elastischer Stosspolster für Pufferteller von Schienenfahrzeugen, welcher Polster den Rand des Puffertellers umfasst und hintergreift, dadurch gekennzeichnet, dass sein Rand (l) wulstartig ausgebildet ist und den Rand (3) des Puffertellers (4) unter Spannung umschliesst und so ausschliesslich durch seinen Formschluss mit dem Pufferteller an diesem festgehalten ist.