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Verschluss zur Befestigung der einander übergreifenden Enden eines Bandes
Die Erfindung bezieht sich auf Verschlüsse zur festen Verbindung der einander übergreifenden Enden von zum Verschnüren von Kartons, Kästen od. dgl. verwendeten einschusslosen Bändern.
Es sind bereits aus einer Vielzahl von seitlich nebeneinander gehaltenen Strängen bestehende einschusslose Bänder bekannt, die meist zum Verschnüren von Blumenkartons und andern leichten Päckchen Verwendung finden. Vor kurzem wurde ein einschussloses Band auf den Markt gebracht, das aus einem ausserordentlich reissfesten reifencordartigen Garn besteht. Derartige einschusslose Bänder werden unter Erzielung von ausserordentlich guten Ergebnissen an Stelle von Stahlbändern zum Verpacken von Versandkartons, Kisten usw. verwendet.
Diese Bänder sind unter der Bezeichnung"Kordbänder"bekannt. Wenn Ver- sandkartons od. dgl. mit derartigen Bändern verschnürt werden sollen, so kann dies nicht einfach in der Weise erfolgen, dass die Bandenden zusammengebunden werden, sondern müssen die Bandenden zu diesem Zweck vielmehr zum Überlappen gebracht und in der gleichen Weise wie Stahlbänder mit Hilfe eines Verschlusses gehalten werden. Da die in Rede stehenden Bänder jedoch aus einer Vielzahl von nebeneinander verlaufenden einzelnen Strängen bestehen und in ihrer Struktur nicht gleichmässig flach sind, können die bei Stahlbändern üblichen Verschlüsse nicht mit zufriedenstellendem Erfolg angewendet werden.
Demnach betrifft die Erfindung einen Verschluss zur Befestigung der einander übergreifenden Enden eines aus einer Vielzahl von parallel verlaufenden Strängen bestehenden Bandes mittels einer die sich übergreifenden Bandenden umschliessenden Hülse aus einem Metall oder thermoplastischen Harz. Der erfindungsgemässe Verschluss ist dadurch gekennzeichnet, dass die Hülse infolge einer im Bereich jedes einzelnen Stranges gebildeten Verformung auf jeden dieser Stränge einen Druck ausübt. In einer bevorzugten Ausführungsform ist die Hülse beidseitig mit einer Vielzahl von Längsrillen versehen und verläuft in dem zwischen einander gegenüberliegenden Rillen gebildeten Raum mindestens ein Strang des Bandes.
Die Erfindung und die ihr zugrunde liegenden Aufgaben werden an Hand der nachstehenden Beschreibung unter Bezugnahme auf die Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen Fig. 1 einen Karton mit Korbbandverschluss in perspektivischer Darstellung, Fig. 2 eine Ansicht einer Ausführungsform eines erfindungsgemässen Verschlusses in perspektivischer Darstellung und vergrössertem Massstab, Fig. 3 eine weitere Ausführungsform der Erfindung in perspektivischer Darstellung, Fig. 4 eine perspektivische vergrösserte Darstellung von zwei Strängen, die unter der Einwirkung des in der Fig. 3 gezeigten Verschlusses verformt wurden und Fig. 5 eine dritte Ausführungsform der Erfindung in perspektivischer Darstellung.
Die einzelnen Stränge können aus einem Fasermaterial, beispielsweise natürlichen oder künstlich hergestellten Zellulosefasern, Kunstharzfasern, Glasfasern und Asbestfasern, bestehen, können jedoch auch durch Verzwirnen von Papier oder nichtfaserigen Filmen, wie regenerierte Zellulose und Polyäthylen, erhalten werden. Die Bindung der einzelnen, parallel zueinander verlaufenden Stränge untereinander kann mit Hilfe von nichtklebrigen flexiblen Klebstoffen, beispielsweise Viskoselösungen und Lösungen von wasserlöslichen oder alkalilöslichen Zelluloseäthern, Polyvinylalkohol und Lösungen, Suspensionen und Emulsionen verschiedener Kunstharze, z. B. Polyvinylacetat, Polyacrylnitril, Polyamiden, Polyestern und natürlichem oder synthetischem Gummilatex, erzielt werden.
Der erfindungsgemässeverschluss kann aus einem Metall oder einem thermoplastischen Harz bestehen.
Er kann aus einem flachgedrückten nahtlosen Rohr oder aus einem flachgedrückten Rohr mit Längsnaht
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gebildet oder auch, entsprechend der Darstellung der Fig. 3, U-förmig und an einer Seite offen ausgebildet sein.
Die Zeichnungen zeigen ein aus parallel zueinander verlaufenden und untereinander verklebten Strängen bestehendes Band 10, das um den Gegenstand 12 herumgelegt ist. Die Bandenden 13 und 14 sind durch einen flachgedrückte rohrförmigen Verschluss hindurchgeführt. Nach dem Einbringen der Bandenden in den Verschluss wird dieser unter Zuhilfenahme eines entsprechenden Werkzeuges derart verformt, dass er auf die einzelnen Stränge in Längsrichtung entweder einen einheitlichen Druck ausübt oder ein Druck nur an in Längsrichtung im Abstand voneinander befindlichen Stellen der das Band bildenden einzelnen Stränge ausgeübt wird.
Die Fig. 2 zeigt einen Verschluss, welcher derart verformt ist, dass eine Reihe von Längsriffelungen 16 entsteht. Die Anzahl der Riffelungen entspricht hiebei der Anzahl der das Band bildenden Stränge, und die Enden 13 und 14 der einzelnen Stränge werden durch den derart verformten Verschluss fest zusammengehalten. Durch den auf die einander übergreifenden Stränge ausgeübten Druck wird der zwischen den Strängen vorhandene Reibungswiderstand erhöht und dementsprechend ein Verrutschen und Auseinandergleiten der Bandenden verhindert. Da sich der Druck im übrigen auf eine grössere Strangfläche verteilt, besteht keine Gefahr, dass die einzelnen Fäden unter seiner Einwirkung reissen könnten.
Bei der Anordnung nach der Fig. 3 sind die Bandenden 13 bzw. 14 in ein den Verschluss 17 bildendes flachgedrücktes Rohr eingebracht. Mit Hilfe eines entsprechenden Werkzeuges wird entweder nur auf eine oder auf beide Seiten des Rohres ein Druck in der Weise ausgeübt, dass in dem Rohr eine Vielzahl von Eindrückungen entsteht, die in zueinander versetzten Reihen 18 und 19 in Längsrichtung des Verschlusses angeordnet sind. Die Reihe 18 der Eindrückungen ist gegenüber der Reihe 19 derart versetzt, dass nebeneinanderliegende Stränge nicht jeweils an der gleichen Stelle verformt werden. Aus der Fig. 4 wird ersichtlich, in welcher Weise zwei nebeneinander befindliche Stränge des oberen Bandendes 14 unter der Wirkung der Eindrückungen zusammengreifen.
Die durch die Eindrückungen 18 verursachten Verformungen der Stränge sind dabei mit 18'und die durch die Eindrückungen 19 hervorgerufenen Verformungen mit 19'bezeichnet. Es ist in diesem Zusammenhang wichtig, zu bemerken, dass die Eindrückungen 18 und 19 abgerundet sein müssen, damit die einzelnen Stränge nicht abgequetscht, sondern, entsprechend der Zeichnungsdarstellung, lediglich durch die Eindrückungen ausgebaucht werden und damit die nebeneinander befindlichen Stränge zum Ineinandergreifen gebracht werden. Da die Eindrückungen 18'und 19', in Querrichtung des Bandes gesehen, nicht in ein und derselbenLinie liegen, ist auch die Gefahr eines Reissens des Bandes in Querrichtung ausgeschaltet.
Gleichzeitig wird aber dadurch, dass die einzelnen Stränge jeweils unter den Eindrückungen flach und breit gedrückt werden, der Reibungswiderstand zwischen den Verschlussbestandteilen wesentlich erhöht und damit eine verbesserte Sicherung der Bandenden gegenüber einem Lockern gewährleistet.
Die Fig. 5 zeigt eine Anordnung, bei der die Bandenden 13 und 14 in einen Verschluss 20 nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung eingeschoben sind. Der Verschluss wird hiebei mittels eines entsprechenden Werkzeuges derart verformt, dass eine Anzahl von diagonal zum Band verlaufenden Einkerbungen 21 entsteht. Die Unterseite des Verschlusses kann, wie in der Darstellung der Fig. 3, flach bleiben oder aber ebenfalls mit zu den Einkerbungen der Verschlussoberseite in einem Winkel verlaufenden Einkerbungen versehen sein. Zweck der diagonal verlaufenden Einkerbungen ist es, die Stränge an im Abstand voneinander befindlichen Stellen in Längsrichtung zusammenzupressen, wobei zwischen den Eindrückungspunkten eines Stranges und denen des zunächst liegenden Stranges stets ein bestimmter Abstand verbleibt.
Mit dieser Anordnung wird erreicht, dass die Stränge nicht insgesamt in einer einzigen quer zum Band verlaufenden Linie zusammengedrückt werden.
Es können zwar bei der Wahl des für den Verschluss verwendeten Werkstoffes und der Form der Ein- drückungen zahlreiche Änderungen vorgenommen werden, es muss jedoch dabei stets darauf geachtet werden, dass bei allen Ausführungsformen der Erfindung der in Längsrichtung auf die einzelnen Stränge ausgeübte Druck auf eine grössere Fläche verteilt werden muss. Wenn die einzelnen Stränge lediglich an im Abstand voneinander befindlichen Punkten eingedrückt werden sollen, muss weiter beachtet werden, dass zwischen den Eindrückungen eines Stranges und den Eindrückungen der diesem zunächst liegenden Stränge ebenfalls ein bestimmter Abstand verbleibt.
Es hat sich gezeigt, dass, wenn die Stränge an im Abstand voneinander befindlichen Stellen eingedrückt werden, der Druck an den einzelnen Stellen weniger stark sein kann, als wenn das Band durch eine einzige quer verlaufende Eindrückung verschlossen wird. Ausserdem wird durch eine derartige Anordnung die Gefahr eines Reissens der Stränge in Querrichtung weitgehend vermieden.