<Desc/Clms Page number 1>
Schaltvorrichtung zum einstellbaren Ausschalten des Auf- oder Abwickelns von elektromotorisch angetriebenen RoUvorhängen od. dgl.
Die Erfindung betrifft eine Schaltvorrichtung zum einstellbaren Ausschalten des Auf- oder Abwickelns von elektromotorisch angetriebenen Rollvorhängen od. dgl., bestehend aus zwei innerhalb einer Wickelwalze montierten Schaltern, mit denen ein auf einer antriebsverbundenen Spindel hin-undherbewegbarer, beide Schaltvorgänge auslösender Läufer zusammenarbeitet.
Bei einer bekannten Vorrichtung zum Auf- und Abwickeln einer Sonnenplache sind mehrere Schalter vorgesehen, mit deren Druckknöpfen ein auf einer Drehspindel hin-und herbewegbarer Läufer zusammenarbeitet. In diesem sitzen einschraubbare Stifte, die innerhalb geringer Grenzen verstellbar sind und am Ende jeder Bewegungsphase des Läufers den jeweils zugeordneten Druckknopf eines der Schalter betätigen.
In diesem Falle ist eine nennenswerte Vergrösserung bzw. Verkleinerung des Abwickelweges der Sonnenplache kaum beabsichtigt und zu erzielen, weil die Schalter, zwischen denen der Läufer hin-und herbewegt wird, ortsfest angeordnet sind.
Demgegenüber besteht die Erfindung darin, dass der das Abwickeln des Rollvorhanges beendende Schalter in Richtung der Bewegung des Läufers etwa mit Gleitfingern in Führungsschlitzen verstellbar und in verschiedenen Betriebsstellungen z. B. durch eine in einen weiteren Schlitz eingreifende Schraube feststellbar ist.
Dadurch wird erreicht, dass ein-und dieselbe Vorrichtung für verschiedene Vorhanglängen benützt werden kann, weil der erwähnte, verstellbare Schalter in eine Stellung gebracht werden kann, die der jeweiligen Vorhanglänge entspricht und eindeutig überwachbar ist.
Die Erfindung besteht auch darin, dass einer der Gleitfinger des einstellbaren Schalters als Zeiger ausgebildet ist und an einer Skala die Wickellänge angibt.
Die Erfindung ist in der Zeichnung an Hand eines Ausführungsbeispieles näher veranschaulicht. Es zeigen Fig. 1 den Erfindungsgegenstand in einer Ansicht bei aufgebrochener Wickelwalze und Fig. 2 die erfin- dungsgemässe Schaltvorrichtung mit Getriebe, Innenzahnkranz und Motor, um 180 gegenüber Fig. l ver- dreht, bei abgenommener Wickelwalze.
Aus den Figuren der Zeichnung ist zu entnehmen, dass innerhalb einer Wickelwalze 5 ein Motor 1. ein Innenzahnkranz 3, sowie ein Getriebe samt zugehöriger Schaltvorrichtung untergebracht sind. Motor 1, Innenzahnkranz 3 und Getriebe 2 bilden eine Einheit und können mittels eines Rohrstutzens 4 und Flansches 4'an einer Wand einseitig befestigt werden. Aus Fig. 2 geht hervor, dass der Elektromotor 1 mit seiner Welle 9 über Zahnräder 10, 11 mit einer Schnecke 12und einem Schneckenrad 13 in Drehverbindung steht, welche Teile zurr erwähnten Getriebe 2 gehören. Das Schneckenrad 13 sitzt mit einem Kegelrad 14 auf einer gemeinsamen Welle 15, die in Wangen 16 gelagert ist.
Ein weiteres mit dem Kegelrad 14 zusammenarbeitendes Kegelrad 17 sitzt schliesslich auf einer Welle 18, die einerseits ein Zahnrad 19 trägt, das in den Innenzahnkranz 3 eingreift und anderseits als Fortsetzung eine Leitspindel 20 besitzt, die über die erwähnte Einheit hinausragt. Die Leitspindel 20 durchsetzt dabei die Stirnwand 21 eines Gehäuses 22, das das Getriebe 2 umschliesst. An der Stirnwand 21 ist auch ein Stützarm 23 befestigt, der vor allem als Träger zweier elektrischer Schalter 24,25 dient. Der eine Schalter 24 ist dabei in Schlitzen 26,27, 28 mittels Gleitfingern 29,30 verschiebbar und mit einer Stellschraube 31 feststellbar. Der Gleitfinger 29 ist als Zeiger ausgebildet und arbeitet mit einer Skala 32 zusammen, deren Einteilung z. B. von 2 bis 4 m reicht.
Diese Skala 32 ist vorteilhaft durch eine nicht gezeichnete Öffnung in der Wickelwalze 5 von aussen zugänglich.
Auf der Leitspindel 20 sitzt ein mit einem Gewinde versehener Läufer 33, der bei Links- oder Rechts-
<Desc/Clms Page number 2>
umlauf des Motors 1 bzw. der Spindel 20 zum einen oder andern Schalter 24,25 bewegbar ist und schliesslich den Druckknopf 34 oder 35 des jeweiligen Schalters betätigt. Der Läufer 33 kann mit einer Hülse 36 auf einer Stange 37 geführt sein, die ebenfallsander Stirnwand 21 und am Stutzarm 23 befestigtist.
Die elektrischen Leitungsverbindungen zwischen dem Elektromotor 1, den Schaltern 24,25 und ausserhalb der Vorrichtung vorhandenen, nicht dargestellten Schaltern sind so getroffen, dass der verstellbare Schalter 24 zum Ausschalten des Motors 1 bei heruntergelassenem und der andere ortsfeste Schalter 25 zum Ausschalten des Motors 1 bei hochgezogenem Rollvorhang benützt werden kann. Je nach Rollvorhanglänge bzw. Fenster-oder Türhöhe kann der Schalter 24 am Stützarm 23 an Hand der Skala 32 so eingestellt werden, dass tatsächlich z. B. bei einem 3m langen Rollvorhang der Schalter 24 den Motor 1 abschaltet, wenn der ganze Rollvorhang abgewickelt ist.
Die im Raum angeordneten Schalter können drei Funktionen erfüllen. Zwei solche Schalter dienen dabei zum Einschalten des Motors in die eine oder andere Drehrichtung, d. h. zur Betätigung des Rollvorhanges in die Offen-oder in die Schliessstellung. Ein dritter Schalter kann als Stromunterbrecher verwendet werden, bei dessen Betätigung der Elektromotor 1 ausgeschaltet und der Rollvorhang in der jeweils gerade erreichten Stellung festgehalten wird. Der Elektromotor 1 kann auch ein nicht dargestelltes Bimetallglied besitzen, das bei unzulässiger Erwärmung den Motorstromkreis unterbricht.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Schaltvorrichtung zum einstellbaren Ausschalten des Auf-oder Abwickelns von elektromotorisch ange- triebenen Rollvorhängenod. dgl., bestehend aus zwei innerhalb einer Wickelwalze montierten Schaltern, mit denen ein auf einer antriebsverbundenen Spindel hin-und herbewegbarer, beide Schaltvorgänge auslösender Läufer zusammenarbeitet, dadurch gekennzeichnet, dass der das Abwickeln des Rollvorhanges beendende Schalter (24) in Richtung der Bewegung des Läufers (33) etwa mit Gleitfingern (2H, 30) in Führungschlitzen (27,28) verstellbar und in verschiedenen Betriebsstellungen z. B. durch eine in einen weiteren Schlitz (26) eingreifende Schraube (31) feststellbar ist.