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Kraftwagen
Die Erfindung betrifft einen Kraftwagen, insbesondere einen Lastkraftwagen od. dgl. schweres Fahr- zeug, mit einem aus mindestens zwei konvexen, auf gleicher Höhe in einem gemeinsamen Gestell an- geordneten einzelnen Spiegelteilen bestehenden Rückblickspiegel, wobei die Spiegelteile derart gegen- einander geneigt sind, dass der eine im wesentlichen parallel zur Fahrzeugachse nach hinten zu blicken gestattet, wogegen der andere unter einem Winkel zur Fahrzeugachse seitlich rückwärts zu blicken ge- stattet, wobei ausserdem die beiden Spiegelteile einen stumpfen Winkel von weniger als 1800 einschlie- ssen.
Derartige Kraftwagen sind bereits bekannt. Bei gewissen Ausführungen ist der Rückblickspiegel mit zwei
Spiegelteilen versehen und vollständig innerhalb der Führerkabine untergebracht, u. zw. ungefähr vor den
Augen des Führers, wobei die Sicht nach hinten nur durch ein Rückfenster der Führerkabine möglich ist.
Ist dieses Rückfenster nicht vorgesehen, oder ist es durch die Ladung verdeckt, was jedenfalls bei Lastwa- gen meistens der Fall ist, so ist ein derartiger Rückblickspiegel überhaupt wertlos. Dieser Nachteil wurde bereits dadurch zu vermeiden gesucht, dass ein aus zwei Spiegelteilen bestehender Rückblickspiegel mit einem übermässigen Winkel von über 1800 zwischen den Spiegelteilen vollständig ausserhalb des Fahrzeu- ges angebracht wird. Damit wird es jedoch erforderlich, den Spiegel übermässig weit nach aussen vorstehen zu lassen, so dass die Unfallgefahr erhöht wird.
Es ist das Ziel der Erfindung, auch diese Nachteile dadurch zu vermeiden, dass der Rückblickspiegel derart aussen am Fahrzeug montiert ist, dass nur der innere Spiegelteil vollständig innerhalb des grössten Fahrzeugquerprofiles angeordnet ist. Durch diese Massnahme wird es möglich, dass keiner der Spiegeltei- le des Rückblickspiegels mehr über den in der Breite eingenommenen Raum des Fahrzeuges vorsteht, als dies bei den üblichen einteiligen Rückblickspiegeln auch der Fall ist, so dass die Unfallgefahr nicht erhöht wird.
In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes dargestellt.
Fig. 1 ist eine Draufsicht auf diese Ausführungsform, Fig. 2 zeigt den Rückblickspiegel In grösserem. Massstab in Ansicht, Fig. 3 ist ein Schnitt nach der Linie III-III in Fig. 2, Fig. 4 ist ein Schnitt nach der Linie IV-IV in Fig. 2, und Fig. 5 ist eine Draufsicht auf eine Ausführungsvariante des Rückblickspiegels in kleinerem Massstab als die Fig. 2-4.
Fig. 1 zeigt einen Lastwagen 1, an welchem der als Ganzes mit 2 bezeichnete Rückblickspiegel befestigt ist. Die Montage des Rückblickspiegels 2 erfolgt in üblicher Weise mittels einer Kugel 3.
Die Kugel 3 greift in einen nicht näher dargestellten Halter am freien Ende einer auf dem vorderen Kotflügel 5 des Lastwagens 1 befestigten Stange 4. Mit A ist das Auge des Führers bezeichnet.
Der Rückblickspiegel 2 weist zwei konvexe Spiegelteile 6 und 7 auf, die auf gleicher Höhe in einem gemeinsamen Halter 8 angeordnet sind und gegenseitig einen stumpfen Winkel von weniger als 1800 einschliessen, wie Fig. 4 erkennen lässt. Der Rückblickspiegel ist von einem Rahmen 9 aus Kautschukod. ähnl. Material umgeben. Dieser Rahmen 9 ist an der Innenseite mit zwei parallelen Nuten versehen, in welche der Halter 8 bzw. die beiden Spiegelteile 6 und 7 greifen. Die aneinanderstossenden vertikalen Ränder der Spiegelteile 6 und 7 greifen in die Nuten eines Steges 10 aus Kautschuk od. ähnl. Material. Der beispielsweise aus Leichtmetall bestehende Halter 8 hat wenigstens annähernd die Form der beiden Spiegelteile 6 und 7 zusammen, und zwischen dem Halter 8 und den Spiegeln 6 und 7 verbleibt ein Zwischenraum.
Der obere Schenkel des Rahmens 9 ist mit einem vordachartigen Vorsprung 11 versehen, welcher auf der
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Oberseite mit'einer Rinne 12 zum Ableiten des Regenwassers versehen ist.'Die Montage der beiden Spiegelteile 6 und 7 im Rahmen 9 gewährleistet eine gute Dichtheit und eine zuverlässige aber nachgiebige Befestigung dieser Spiegelteile.
Der Halter 8 weist einen nach hinten vorspringenden Teil 13 auf (Fig. 3 und 4). Dieser Teil 13 ist mit einem Loch 14 versehen, durch welches ein Gewindestift 15 ragt, welcher mit der Kugel 3 verbunden ist oder aus einem Stück besteht und welcher mit einer Gegenmutter 16 verschraubt ist. Eine Verstärkung-
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Der Rückblickspiegel ist derart auf dem Fahrzeug 1 montiert, dass der Spiegelteil 6 in-an sich bekannter Weise eine Sicht in Richtung f1'd. h. praktisch parallel zur Achse des Fahrzeuges nach hinten bzw. in der Fahrtrichtung gewährleistet. Der Spiegelteil 7 gewährleistet infolge seiner Neigung gegenüber dem
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zeugachse. Diese Sicht bietet besondere Vorteile bei Strassenkreuzungen oder Einmündungen unter spitzem Winkel.
Es ist ausserdem von grossem Vorteil, dass ein neben dem Führer sitzender Mitfahrer im Spiegelteil 7 ungefähr dasselbe sieht, was der Führer selbst im Spiegelteil 6 sehen kann und somit dem Führer nützliche Hinweise geben kann, insbesondere beim Kreuzen oder Überholen von Fahrzeugen oder beim Manövrieren.
Wie Fig. 1 zeigt, ist der Spiegelteil 6 in der für einteilige übliche Rückblickspiegel gebräuchlichen Lage ausserhalb des vom Fahrzeug eingenommenen Raumes angeordnet, wogegen der Spiegelteil 7 vollständig innerhalb dieses Raumes angeordnet ist. Der dargestellte Rückblickspiegel 2 steht daher nicht weiter vor, als die üblichen einteiligen Rückblickspiegel, was seine allgemeine Verwendung ohne Erhöhung der Unfallgefahr erlaubt. Gemäss der Erfindung ist es sogar möglich, den Spiegelteil 6 etwas schmäler auszuführen, als übliche einteilige Rückblickspiegel. Steht nämlich der Spiegelteil 7 in einem passenden Winkel zum Spiegelteil 6, so vermittelt der rechte Rand des Spiegelteiles 7 die Sicht, welche ebenfalls durch den links aussen liegenden Randteil eines üblichen einteiligen Rückblickspiegels gewährleistet würde.
Es ist also möglich, mit einem erfindungsgemässen Rückblickspiegel eine bessere Sicht zu erlangen, wenn er gleich breit ausgeführt wird wie übliche Rückblickspiegel, oder aber mindestens gleiche Sicht mit einem weniger nach aussen vorstehenden Spiegel zu erzielen.
Befindet sich der Führersitz links, so wird ein Rückblickspiegel verwendet, welcher zum soeben beschriebenen symmetrisch ausgeführt ist.
Der Spiegelteil 6 weist vorzugsweise eine Breite von 10 bis 13 cm auf, während der Spiegelteil 7 eine Breite von ungefähr 7 cm aufweist. Die Höhe beider Spiegelteile 6 und 7 beträgt ungefähr 17 cm.
Gemäss der in Fig. 5 dargestellten Variante weist der Rückblickspiegel drei Spiegelteile 19,20
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tung f, wogegen der Spiegelteil 6 nach Fig. 1 durch die beiden Spiegelteile 19 und 20 ersetzt ist, welche unter sich einen stumpfen Winkel von weniger als 1800 einschliessen und zusammen eine dem Spie- gelteil 6 entsprechende Breite aufweisen, um die seitliche Ausladung nicht zu vergrössern. Die Spiegelteile 19, 20 und 21 können beispielsweise Breiten von 3, 10 bzw. 7 cm aufweisen. Der Spiegel 20 gewährt Sicht nach hinten in Richtung f1 wie der Spiegelteil 6 gemäss Fig. l, und der zusätzliche Spiegelteil 19
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Der dargestellte Rückblickspiegel braucht nicht unbedingt auf dem vorderen Kotflügel montiert zu sein, sondern könnte auch an der Seitenwand des Führerstandes befestigt sein, besonders wenn es sich um einen stark nach vorne gezogenen Führerstand handelt.