AT215649B - Hohler Formstein, insbesondere für Mauerwerk, Verfahren zur Herstellung von Mauerwerk sowie Hohlsteinbalken aus solchen Formsteinen - Google Patents

Hohler Formstein, insbesondere für Mauerwerk, Verfahren zur Herstellung von Mauerwerk sowie Hohlsteinbalken aus solchen Formsteinen

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Description


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  Hohler Formstein, insbesondere für Mauerwerk, Verfahren zur
Herstellung von Mauerwerk sowie Hohlsteinbalken aus solchen
Formsteinen 
Neben den üblichen   Ziegel- oder Kunststeinmauerelementen   einerseits und den eigentlichen   Schütt-   betonbauten anderseits ist mehrfach auch schon Mauerwerk bekanntgeworden, dessen hohle Formsteine zur Aufnahme von Gussbeton bestimmt sind, wobei im Mauerwerksverband dieser Gussbeton Kanäle der Formsteine erfüllt, in benachbarte   Steinscharen   eindringt und solchermassen ein fast monolithisch zu bezeichnendes Mauerwerk bildet. 



   Die Erfindung befasst sich mit einer besonders vorteilhaften Gestaltung eines für eine derartige Bauweise geeigneten Formsteines, wobei vor allem eine rationelle Fertigung des Mauerwerkes ermöglicht werden soll, anderseits aber auch auf die   Wärmedämmfähigkeit   desselben Bedacht genommen wurde. Hiebei geht die Erfindung von bekannten Formsteinen aus, welche neben an der Steinoberseite offenen, an der Steinunterseite geschlossenen Hohlräumen andere, nach oben hin geschlossene Hohlräume aufweisen, wobei alle diese Hohlräume an den Stirnseiten des Formsteines münden. 



     Erfindungsgemäss   weist ein hohler Formstein dieser bekannten Gattung in asymmetrischer Anordnung jeweils Hohlräume der einen Gattung auf, die gleichen Abstand von der zu den Hohlräumen parallelen Mittelebene des Formsteines haben wie die Hohlräume der anderen Gattung, so dass Hohlräume verschiedener Gattung an den Stirnseiten mit wechselnder Asymmetrie aneinandergereihter, zur Aufnahme von Gussbeton bestimmter Formsteine mitsammen korrespondieren. 



   Die den Formstein durchziehenden Kanäle können hiebei so sinnvoll angeordnet werden, dass der in das Mauerwerk eindringende Gussbeton ein monolithisches Gerippe bildet und die horizontalen und vertikalen Formsteinstege intensivst umschliesst. Dabei sind die inneren Betonkerne des Mauerwerkes durchwegs von porigen, wärmeisolierenden Ziegelstegen und kleinen Luftkanälen ummantelt und kommen deshalb mit der Aussenluft bzw. dem jeweiligen Klima niemals in unmittelbare Berührung. 



   Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist des weiteren zumindest einer der an der Steinoberseite geschlossenen Hohlräume an der Steinunterseite offen, so dass sich bei aufeinanderliegenden Formsteinscharenin diesen   Hohlraum eindringender Füllbeton   mit der Oberseite einer jeweils   n1tchstw1te-   ren Steinschar verbindet. Hiedurch ist der Mauerwerksverbund auch in horizontaler und vertikaler Ebene zwischen den einzelnen Formsteinscharen gewährleistet. 



   Nach der im Rahmen der Erfindung als zweckmässigst   erkannten Ausführung   erstrecken sich die Hohlräume des Formsteines in vertikaler, zu den Längsseitendes Formsteines parallelen Ebenen und sind in ihrer Höhe durch querverlaufende Stege unterteilt. Hiebei können zwei oder mehrere an der Steinoberseite offene Hohlräume mitsammen kommunizieren. 



   Um die gewünschte Wärmedämmfähigkeit des Steines zu erhalten und den Gussbetonkem von den   Maueraussenseiten fern   zu halten, besteht der erfindungsgemässe Stein vorteilhaft aus zwei mit eigenen Hohlräumen versehenen symmetrischen Seitenteilen, die über ein asymmetrisches, von vertikalen und horizontalen Stegen gebildetes Hohlraumsystem mitsammen verbunden sind. Die Anordnung kann hiebei so getroffen werden, dass die beiden symmetrisch angeordneten Seitenteile die Höhe des Formsteines bestimmen, wogegen das von den Stegen gebildete Hohlraumsystem niedriger ausgebildet ist und eine die an der Steinoberseite offenen Hohlräume verbindende Mulde frei lässt.

   Hiedurch wird auch das Einbringen 
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 wesentlichDieses im Rahmen der Erfindung vorteilhafte Verfahren besteht darin, dass die einzelnen Formsteine scharenweise ohne Stossfugenmörtel mit wechselnder Asymmetrie dicht aneinandergereiht verlegt werden und dass sodann über die an der Oberseite offenen Hohlräume Gussbeton in den Mauerverband eingebracht wird, der sich über die   Stirnflächen   der Formsteine auch in die korrespondierenden, oben geschlossenen
Hohlräume verteilt.

   Die Bemörtelung des Mauerwerks erfolgt also nicht mehr-wie bisher   üblich-in   zeitraubenderweise in den horizontalen Lager-und den vertikalen Stossfugen, sondern in einer neuartigen
Gusstechnik, die einerseits ein rasches Arbeitstempo ermöglicht und anderseits den grossen Vorteil hat, dass sich im Mauerwerk keine sichtbaren Mörtelfugen, die   meist Kältebrücken   hervorrufen, bilden können. Zur
Herstellung solcher Mauern sind im übrigen keinerlei Schalungen erforderlich, wodurch zusätzlich Arbeit und Material gespart wird ; die Wärmedämmfähigkeit des Mauerwerkes ist völlig gesichert. 



   Die erfindungsgemässe Gestaltung des Formsteines gestattet schliesslich auch seine Verwendung zur
Herstellung von Hohlsteinbalken, insbesondere für die im Verband des Mauerwerkes nötigen Tür- und Fen-   sterüberlagen.   Hiebei sind in den Mulden asymmetrisch aneinandergereihter, mit Vergussbeton gefüllter und verbundener Formsteine Zugarmierungsglieder verlegt, um den solcherart gebildeten Balken mit ab- wärts gerichteter Mulde, also mit der Armierung in der Zugzone, als Überlage benutzen zu können. Äusserlich unterscheidet sich ein solcher Balken in keiner Weise vom übrigen Mauerwerk und verursacht demnach keine Unregelmässigkeiten, Schwitzstellen usw. wie die bisher meist   ublichen Betonüberlagen.   



     Ein Ausführungsbeispiel   der Erfindung ist in den Zeichnungen veranschaulicht, wobei die Fig. 1 einen
Formstein im Querschmtt zeigt und die   Fig. 2 und 3 Längsschnitte durch Formsteinscharen nach den Ebenen  
II - II bzw. III - III der Fig. 1 darstellen. Selbstverständlich ist die Erfindung aber keineswegs auf diese dargestellten Details beschränkt. 



   Gemäss Fig. 1 weist der Formstein mehrere parallel zu den   Längsseitenwänden   verlaufende Hohlräu- me 1, 2 und 2'auf. Die erstgenannten Hohlräume 1 sind an der Steinoberseite offen und zur Aufnahme des Vergussbetons unmittelbar geeignet. Die Hohlräume 2 und 2'sind oben geschlossen, sie weisen aber von der Mittelebene   A-A   des   hohlsteines   den jeweils gleichen Abstand auf wie die Hohlräume der erstge-   nannten.   Gattung. Da alle Hohlräume 1, 2 und   2'an   den Stirnseiten frei ausmünden, korrespondieren die
Hohlräume 1 mit den Hohlräumen 2 bzw. 2'an diesen Stirnseiten, d. h. in den vertikalen Stossfugen der
Steinscharen, sofern die Formsteine mit wechselnder Asymmetrie aneinandergereiht werden, wie dies in
Fig. 1 gestrichelt angedeutet wurde. 



    Die Hohlräume   sind in ihrer Höhe durch querverlaufende Stege 3 unterteilt, um eine besonders innige
Verbindung des Formsteinmateriales mit dem Gussbeton herbeizuführen. 



   Die beiden symmetrisch angeordneten Seitenteile des Formsteines besitzen eigene Hohlräume 4, die vom Gussbeton frei bleiben und gewährleisten, dass der Betonkem des Formsteines von dessen Aussenseiten genug weit entfernt ist, um von Temperaturschwankungen nicht beeinflusst zu werden. 



  Das von den Querstegen 3 und von den vertikalen Stegen 5 gebildete Hohlraumsystem ist in bezug zu den   S eitentel1en des Formsteines niedriger ausgebildet,   so dass an der Steinoberseite eine Mulde 6 entsteht. 



   Über diese Mulde 6 kommunizieren die oben offenen Hohlräume 1 des Formsteines und werden durch Ein- bringen des Füllbeton in diese Mulde gleichzeitig gefüllt. Schliesslich ist auch ersichtlich, dass der Füll- beton über einen der oben geschlossenen Hohlräume, u.   zw.   über den Hohlraum 2', mit der nächstunteren
Steinschar in Verbindung treten kann, um auch in dieser Richtung den Verbund des Mauerwerkes sicher- zustellen. 



   Dieser beachtenswerte Verbund ist in   den einzelnen Steinscharen durch den Übertritt   des   Vergussbetons   in den vertikalen Stossfugen der Formsteine gewährleistet, wie dies die Längsschnitte nach den   Fig. 2 und   3 deutlich erkennen lassen. 

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Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE ; 1. Hohler Formstein für Mauerwerk, welcher nebenan der Steinoberseite offenen, an der Steinunter- seite geschlossenen Hohlräumenandere. nachoben hin geschlossene Hohlräume aufweist, wobei alle Hohl- räume an den Stirnseiten des Formsteines münden, dadurch gekennzeichnet, dass in asymmetrischer An- ordnung jeweils Hohlräume (1) der einen Gattung gleichen Abstand von der zu den Hohlräumen parallelen Mittelebene (A-A) des Formsteines haben wie die Hohlräume (2, 2') der andern Gattung, so dass Hohlräu- me verschiedener Gattung an den Stirnseiten mit wechselnder Asymmetrie aneinandergereihter, zur Auf- nahme von Gussbeton bestimmter Formsteine mitsammen korrespondieren (Fig. 1). <Desc/Clms Page number 3>
    2. Formstein nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest einer (2') der an der Steinoberseite geschlossenen Hohlräume (2, 2') an der Steinunterseite offen ist, so dass sich bei aufeinanderliegenden Formsteinscharen in diesen Hohlraum (2') eindringender Füllbeton mit der Oberseite einer jeweils nächstunteren Steinschar verbindet.
    3. Formstein nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Hohlräume (1, 2, 2') des Formsteines sich in vertikaler, zu den Längsseiten des Steines parallelen Ebenen erstrecken.
    4. Formstein nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Hohlräume (1, 2) in ihrer Höhe durch querverlaufende Stege (3) unterteilt sind.
    5. Formstein nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass zwei oder mehrere an der'Steinoberseite offene Hohlräume (1) mitsammen kommunizieren.
    6. Formstein nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass er aus zwei mit Hohlräumen (4) versehenen symmetrischen Seitenteilen besteht, die über ein asymmetrisches, von vertikalen und horizontalen Stegen (3, 5) gebildetes Hohlraumsystem (1, 2, 2') mitsammen verbunden sind.
    7. Formstein nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die symmetrischen Seitenteile die Höhe des Formsteines bestimmen, wogegen das von den Stegen (3, 5) gebildete Hohlraumsystem (1, 2, 2') niedriger ausgebildet ist und eine die an der Steinoberseite offenen Hohlräume (1) verbindende Mulde (6) frei lässt.
    8. Verfahren zur Herstellung von Mauerwerk mittels Formsteinen nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Formsteine ohne Stossfugenmörtelmit wechselnder Asymmetrie zu einer Schar aneinandergereiht verlegt werden und dass sodann in die an der Steinoberseite offenen Hohlräume Gussbeton eingebrachtwird, der sich über die Stirnflächen und Stossfugen benachbarter Formsteine auch in korrespondierenden, oben geschlossenen Hohlräume der Nachbarsteine verteilt.
    9. Hohlsteinbalken aus Formsteinen nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass in den Mulden (6) aneinandergereihter, mitvergussbeton gefüllter und verbundener Formsteine Armierungsglieder verlegt sind, um den solcherart gebildeten Balken mit abwärts gerichteter Mulde und armierter Zugzone z. B. als Tür- oder Fensterüberlage zu benutzen.
AT931959A 1959-12-22 1959-12-22 Hohler Formstein, insbesondere für Mauerwerk, Verfahren zur Herstellung von Mauerwerk sowie Hohlsteinbalken aus solchen Formsteinen AT215649B (de)

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