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Schlossriegel aus Plastik
Die Erfindung betrifft einen Schlossriegel aus Plastik mit mehreren Schlüsseleingriffen für vielseitig verwendbare Tür- und Möbelschlösser od. dgl, der zwischen An- und Ausformung verschiebbar ist.
Die bekannten Tür- und Möbelschlösser aus Metall bestehen aus zahlreichen Einzelteilen die in vielfachen Arbeitsgängen vorbereitet und zusammengesetzt werden müssen. Die üblichen Tür- und Möbelschlösser lassen sich auch nur als Einsteckschloss oder als Aufschraubschloss für eine Schlossgrösse und auch hier nur für Rechts- oder Linkstüren verwenden.
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oftmals eine Auswechselung zwischen Links- und Rechtstüren erforderlich, z. B. zur Verbesserung des Furnierbildes oder bei Beschädigung einer oberen TÜrkante. Wenn aus solchen Gründen ein Austauschen und Umdrehen der Türen notwendig ist, müssen von den drei Bohrlöchern zwei ausgeflickt und nachgebohrt werden, weil Schlüsselloch und Schlüsselblech neben der Mittel- bzw. Horizontalachse des Schlosskörpers liegen.
Es sind schon Schlösser aus Plastikwerkstoff vorgeschlagen worden, die einen Teil der vorgenannten Übelstände der Metallschlösser beheben, insbesondere eine vielfache Anwendung zulassen.
Die vorliegende Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, die Fertigung von Schlössern aus Plastikwerkstoff, vorzugsweise aus Polyamid, weiter zu vereinfachen und noch wirtschaftlicher zu gestalten. Insbesondere soll die Genauigkeit des Formenbaues in der Spritzgusstechnik mit der Möglichkeit, Werkzeugeinsätze zu verwenden, genützt werden. Damit ist eine wesentliche Herabsetzung der Zahl der bisher not wendigen verschiedenen Schlossteile gegeben.
Die Erfindung besteht im wesentlichen darin, dass die vorzugsweise im Spritzgussverfahren hergestellte Gabel bzw. der Rahmen des mit Schlüsseleingriffen versehenen Riegels durch entsprechende Materialabschwächung eigenfedernd ausgebildet ist. Dadurch wird es möglich, das erfindungsgemässe Schloss entweder als Einsteck- Halbeinlass. oder Aufschraubschloss für mehrere Schliessgrössen und bei gleichbleibenden Schlossteilen wahlweise links, rechts oder vertikal schliessbar zu verwenden. Der Riegel des erfindungsgemässen Schlosses übernimmt noch die Aufgabe der sonst notwendigen besonderen Zuhaltung, so dass das Schloss nur noch aus den drei Teilen : Schlossgehäuse, Schlossdeckel und Schlossriegel besteht.
Nach der Erfindung liegen die Mittelachsen von Schloss, Schlüsselschild und Schliessbuchse genau zentral. Dadurch wird der Austausch von Links-und Rechtstüren ermöglicht, ohne schon ausgeführte Holzbohrungen in Türen und Seiten ausflicken und nachbohren zu müssen.
Die Zeichnung veranschaulicht den Gegenstand der Erfindung in zwei Ausführungsbeispielen.
Fig. 1 ist eine Ansicht des Schlossgehäuses bei abgenommenem Deckel, Fig. 2 eine Stirnansicht dazu und Fig. 3 zeigt eine Ansicht des Schlossriegels.
Das an der oberen und unteren Längsseite abgerundete Schlossgehäuse l ist aus Plastikwerkstoff, vorzugsweise Polyamid, flach geformt. Die Vorderseite ist durch einen Deckel 2 verschlossen, der zweckmässig erhitzt eingedrückt bzw. mit dem Gehäuse 1 verschweisst ist. Das Schlossgehäuse besitzt an beiden Stirnseiten eine Ausnehmung für den sowohl nach links als auch nach rechts schliessbaren Schlossriegel 3.
Der Riegel 3 ist zentral in der Mittelachse M-M des Schlosses gelagert.
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lSchlüsseldome 6, 7 ein Stück bilden. Die beiden Schlüsseldorne 6,7 sind seitlich der Mittelachse M-M des zur Mittelachse symmetrisch ausgebildeten Schlossgehäuse 1 angeordnet. Durch einen entsprechenden
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wendbarenEinsatz in der Werkzeugform können die Schlüsseldorne 6,7 für Links- oder Rechtsschlösser in der ausgezogenen oder in der gestrichelten gezeichneten Lage angespritzt werden. Das Schlossgehäuse gemäss Fig. 1 und 2 besitzt weiter zweilänglicheAusfräsungen 8, die zur Aufnahme des Zapfens der Zuhaltung dienen.Jenach der Verwendung des Schlosses wird die Zuhaltung bzw.defen Zapfen in die eine oder andere Ausfräsung 8 gesteckt.
Die Zuhaltung trägt an dem, dem Zapfen abgewandtem Ende eine beiderseitige vorstehende Verstärkung sowie einen federnden Polyamidarm.
Der in Ausnehmungen bzw. Anformungen des Schlossgehäuses l gefühlte Schlossnegel 3 ist gabelförmig gestaltet. Er weist auf den zwei gegenüberliegenden Innenseiten der Gabel 13 zwei Schlüsseleingriffe 14 auf, die zwei verschiedenen Schliessgrössen angepasst sind. Die Schlllsse1eingriffe 14 sind-zu gestuften Schliesssicherungen 15 ausgebildet.
Der Deckel 2 des Schlossgehäusesl enthält entsprechend den Schlüsseldomen 6,7 zwei Schlüssellöcher.
Er ist zweckmässig symmetrisch gestaltet, so dass er gewendet, aber auch einseitig fUr Links- und Rechtsschliessung verwendet werden kann.
Der ebenfalls aus Polyamid bestehende Schlüssel besitzt beiderseitig des Schlüsselbartes senkrecht zum Schlüsselschaft Nuten, die der Stufenbildung 15 an dem Schlüsseleingriff 14 des Schlossriegels 3 angepasst sind. Auf diese Weise wird eine besonders wirksame Schliesssicherung geschaffen.
Die Bohrungen 20 enthalten die bekannte, unter Federwirkung stehende Einrastkugel, für die im Schlossgehäuse auf jeder Seite zwei Rasten 21 vorgesehen sind.
Das Schloss besteht also trotz seiner vielseitigen Verwendungsmöglichkeiten nur aus sechs verschiedenen Teilen : Schlossgehäuse l. Schlossriegel 3, Schlossdeckel 2, Zuhaltung, Einrastkugel und Druckfeder (letztere in'der Bohtung 20 des Riegels). Die Schlossteile bleiben bei den verschiedenartigen Anwendungsweisen stets gleich.
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schnitt vorgesehen.
Die Gabelenden des Schlossriegels 3 können durch einen Steg miteinander verbunden werden, so dass ein rahmenförmiges Gebilde entsteht. Dadurch wird eine zweiseitige Federung geschaffen, die nicht ermüden kann, weil die Federung beim Schliessen dauernd durch gegenseitige Zug-und Druckwirkung aufgehoben wird. Im Steg sind Durchlässe für die zusätzlichen Schlüsselsicherungen vorgesehen.
Auf beiden Seiten des Riegels 3 sind insgesamt vier Zuhaltungen fest angeformt. Sie arbeiten mit der Blockierung im Schlossgehäuse 1 zusammen. Die Zuhaltungen gleiten in Führung, en. des Gehäuses l und des Deckels 2. Die Schlüsseleingriffe 14 sind bei 15 wieder gestuft.
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den, so dass sie sich auch noch bei schwachen Türen als Einsteckschloss ohne Stulp verwenden lassen. Falls dabei die Bohrung nicht strammsitzend gefertigt wurde, kann das Schloss erforderlichenfalls mit nur einer Schraube von der Türinnenseite befestigt werden. Hiefür ist im Schlossgehäuse ein Loch vorgesehen. Bei Verwendung als Halbeinlassschloss und Aufschraubschloss können die Köpfe der Holzschrauben im Gehäuse versenkt angeordnet werden, so dass sie nicht vorstehen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Schlossriegel aus Plastik mit mehreren Schlüsseleingriffen für vielseitig verwendbare Tür- und Möbelschlösser od. dgl., der zwischen An-und Ausformung verschiebbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die vorzugsweise im Spritzgussverfahren hergestellte Gabel (13) bzw. der Rahmen (26) des mit Schlüsseleingriffen (14) versehenen Riegels (3) durch entsprechende Materialabschwächung (bei 22) eigenfedernd ausgebildet ist.