AT213387B - Verfahren zur Herstellung von α-Amino-ω-lactamen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von α-Amino-ω-lactamen

Info

Publication number
AT213387B
AT213387B AT675159A AT675159A AT213387B AT 213387 B AT213387 B AT 213387B AT 675159 A AT675159 A AT 675159A AT 675159 A AT675159 A AT 675159A AT 213387 B AT213387 B AT 213387B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
amino
lactams
reduction
water
autoclave
Prior art date
Application number
AT675159A
Other languages
English (en)
Original Assignee
Stamicarbon
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Stamicarbon filed Critical Stamicarbon
Application granted granted Critical
Publication of AT213387B publication Critical patent/AT213387B/de

Links

Landscapes

  • Low-Molecular Organic Synthesis Reactions Using Catalysts (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von    < x-Amino-M-lactamen   
Die Erfindung bezieht sich auf die Herstellung von    < x-Amino-M-Iactamen.   



   Es ist bekannt, dass in gewissen substituierten 
 EMI1.1 
 behandlung durch eine Aminogruppe ersetzt werden kann (s. die USA-Patentschriften Nr. 2, 519, 038 und 2, 561, 574 und die deutsche Patentschrift Nr. 945926). 



   Es ist jedoch schwer, auf diese Weise aus   oc.   Halogenolactamen die   entsprechenden CI ;.   Aminolactame zu gewinnen, weil dabei Ringöffnung stattfindet und andere Produkte gebildet werden. 



   Mit nur geringer Ausbeute wird nach Adamson (J. Chem. Soc., Jahrgang 1943, S. 39)   a. Amino-   caprolactam durch Erhitzung von Lysinmethylester gewonnen. 



   Es wurde nun gefunden, dass die schwer zugänglichen    < x. Amino-M-lactame   in einfacher Weise mit hoher Ausbeute gewonnen werden, wenn   K. Nitrolactame   mit Wasserstoff reduziert werden. 



   Die Reduktion der   K. Nitrolactame   kann auf verschiedene Weisen erfolgen. Nicht nur Molekularwasserstoff, sondern auch Atomarwasserstoff, z. B. in einer Lösung oder Suspension des Nitrolactams entstanden, können angewendet werden. Weiter kann die Reduktion mittels Hydrierungskatalysatoren durchgeführt werden, von denen Raney-Nickel, Raney-Kobalt, Platin, Palladium und andere Metalle oder Metallverbindungen bekannte Beispiele sind. 



   Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform des   erfindungsgemässen   Verfahrens wird das in einer Inertflüssigkeit verteilte Nitrolactam mit Wasserstoff unter erhöhtem Druck in Anwesenheit eines Hydrierungskatalysators reduziert. Es hat sich herausgestellt, dass auf diese Weise in kurzer Zeit, meistens 15-30 Minuten, eine fast vollständige Umsetzung erreicht wird. 



  Heibei kann der Druck innerhalb weiter Grenzen variiert werden und z. B. zwischen 50 und 300 at liegen, oder wenn nötig, noch höher sein. Die Reaktionstemperatur kann gleichfalls variiert wer- den und z. B. 50-150  C betragen. Bei höheren Temperaturen nimmt die Zersetzungsgefahr zu. 



  Temperatur und Druck können bei der Reduktion in einem Verteilungsmittel so gewählt werden, dass eine flüssige Phase anwesend ist. 



   Als Inertflüssigkeit kann jede Flüssigkeit dienen, die sich unter den Reaktionsverhältnissen inert verhält. Vorzugsweise werden Wasser   und/oder   ein mit Wasser mischbarer Alkohol, wie Äthanol oder Isopropanol, als Verteilungsmittel verwendet. Vorteilhaft dabei ist, dass das gebildete   K. Aminolactam   sich in dem Verteilungsmittel auflöst, so dass der Katalysator in einfacher Weise, z. B. durch Filtrierung, aus dem Reaktionsprodukt ausgeschieden werden kann. Überdies bleibt hiebei die Flüssigkeitsphase während der Reduktion homogen, weil das freiwerdende Wasser in das Verteilungsmittel aufgenommen wird. 



   Aus der alkoholischen oder wässerigen Lösung kann das Aminolactam z. B. durch Verdampfung des Lösungsmittels ausgeschieden werden. 



   Bei dem erfindungsgemässen Verfahren werden aus   ix.   Nitrolactamen die   entsprechenden &alpha;.Amino-   
 EMI1.2 
 im Molekül eine grössere Anzahl Kohlenstoffatome, z. B. 11,12, 13 oder mehr Kohlenstoffatome besitzen, werden zu den entsprechenden   K. Aminolactamen   reduziert. 



   Die gewonnenen   u.   Aminolactame sind von Bedeutung als Ausgangsprodukte zur Herstellung eiweissartiger Nahrungsmittel wie Lysin. 



   Beispiel 1 : In einem zylindrischen Autoklaven von 0,5 l Inhalt, der mit einer magnetischen Rührvorrichtung versehen wurde, werden 50 g   &alpha;.Nitrocaprolactam   und 5 g Palladium-KohleKatalysator in 250 ml 96gew.-% igen Äthanols suspendiert. 



   Anschliessend wird die Reduktion bei einer Temperatur von 80  C und einem anfänglichen Wasserstoffdruck von 150 at durchgeführt. Nach 30 Minuten ist die Reduktion beendet und wird der Autoklav bis zu Zimmertemperatur gekühlt. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Der Katalysator wird durch Filtrierung und Waschen mit Äthanol aus dem Reaktionsgemisch ausgeschieden. Aus der so erhaltenen Lösung fällt nach Verdampfung des Lösungsmittels 40 g   (x.   Aminocaprolactam an. Ausbeute   98, 8%.   



   Beispiel 2 : In derselben Weise wie in Beispiel 1 wurde die Reduktion bei einer Temperatur von 140  C durchgeführt. 



   Schon nach 15 Minuten ist die Reduktion zu Ende und wird der Autoklav gekühlt. 



   Die Ausbeute beläuft sich auf   40,   1   g oc. Amino-   caprolactam, entsprechend   99%.   



   Beispiel 3 : In einem Autoklaven von 2   l   Inhalt, der mit einer magnetischen Rührvorrich- 
 EMI2.1 
 suspendiert. Die Reduktion wird bei einer Temperatur von 97 bis 100  C und einem anfänglichen Wasserstoffdruck von 150 at durchgeführt. 



   Nach 20 Minuten wird der Autoklav bis zu   300 C   gekühlt und nach Nachlassen des Drucks geöffnet. 



   Der Katalysator wird durch Filtrierung und Waschen mit Wasser von 30  C ausgeschieden. Das Waschwasser wird dem Filtrat beigegeben ; aus der so erhaltenen Lösung werden nach 
 EMI2.2 
 
Beispiel 4 : In einem Autoklaven von 51 Inhalt, der mit einer magnetischen Rühreinrichtung versehen ist, werden 553 g   IX. Nitrocapro-   lactam und 12 g Raney-Nickelkatalysator in 3   l   Wasser suspendiert. 



   Die Reduktion wird bei einer Temperatur von 105   C und einem anfänglichen Wasserstoffdruck von 130 at durchgeführt. 



   Nach 20 Minuten ist die Reduktion zu Ende und wird der Autoklav bis auf 50  C gekühlt.
Die Reaktionssuspension wird warm filtriert und die Katalysatormasse mit warmem Wasser gewaschen. 



   Aus der wässerigen Lössung wird nach Ein- 
 EMI2.3 
   AminocaprolactamPATENTANSPRÜCHE :    
1. Verfahren zur Herstellung von    < x-Amino-m-   lactamen, dadurch gekennzeichnet, dass   oc. Nitro-   lactame mit Wasserstoff reduziert werden.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das in einer Inertflüssigkeit verteilte Nitrolactam mit Wasserstoff unter erhöhtem Druck in Anwesenheit eines Hydrierungskatalysators reduziert wird.
    3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass als Inertflüssigkeit Wasser und/oder ein mit Wasser mischbarer Alkohol angewandt werden.
AT675159A 1958-10-15 1959-09-16 Verfahren zur Herstellung von α-Amino-ω-lactamen AT213387B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
NL213387X 1958-10-15

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT213387B true AT213387B (de) 1961-02-10

Family

ID=19778936

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT675159A AT213387B (de) 1958-10-15 1959-09-16 Verfahren zur Herstellung von α-Amino-ω-lactamen

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT213387B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1200821B (de) Verfahren zur Hydrierung von carbonylgruppen-freien organischen Verbindungen
DE1115238B (de) Verfahren zur partiellen Hydrierung von Acetylenverbindungen
AT213387B (de) Verfahren zur Herstellung von α-Amino-ω-lactamen
CH375720A (de) Verfahren zur Herstellung von a-Aminolactamen
AT213878B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen basisch substituierten Diphenylalkan-Derivaten und deren Säureadditionssalzen bzw. quartären Ammoniumsalzen
DE863189C (de) Verfahren zur Herstellung von Butantriol-(1,2,4)
AT224817B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Dihydrolysergsäure-Derivaten
DE2430038A1 (de) Verfahren zur herstellung von acetoxybutanolen
AT237597B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Propylaminderivaten und deren Salzen
AT251560B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Phenylisopropylaminen und deren Salzen
AT336564B (de) Verfahren zur herstellung des neuen 1d- (1,3,5/2) -1,5-diamino-2,3- cyclohexandiols und von dessen saureadditionssalzen
DE69919026T2 (de) Quervernetzer basierend auf dibenzalaceton-derivaten
DE634275C (de) Verfahren zur Darstellung von N-Arylglukaminen
AT230882B (de) Verfahren zur Herstellung von 6-Aminochrysen
AT202134B (de) Verfahren zur Herstellung von gemischten, sekundären Aminen und deren Salzen
DE2503315C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Tyramin und dessen Säureadditionssalzen
DE870260C (de) Verfahren zur Herstellung von Oxymethylpyrimidinen
DE960199C (de) Verfahren zur Herstellung von Cyclohexylhydroxylamin durch katalytische Hydrierung von Nitrocyclohexan
CH375712A (de) Verfahren zur Herstellung von neuen, hydroxylierten Indol-Derivaten
AT213389B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen α-Nitro-ω-lactamen
CH342554A (de) Verfahren zur Herstellung von mehrwertigen Alkoholen, vorzugsweise 1,3-Propylenglykol, aus Hexiten
DE825551C (de) Verfahren zur Herstellung von 1-Ephedrin und seinen Salzen
AT257571B (de) Verfahren zur Herstellung des neuen N-Benzyl-α,α-dimethyl-β-(p-fluorphenyl)-äthylamins und dessen Salze
AT246721B (de) Verfahren zur Herstellung des neuen cis,cis-Cyclodecadiens-(1,6)
AT210414B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Pyrrolidinderivaten