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Gleichlaufüberwachungs einrichtung
Im Stammpatent ist eine Gleichlaufsteuerungs- und Überwachungseinrichtung für Stufenschaltwerke beschrieben, bei der der Gleichlauf vollautomatisch eingesteuert und kontrolliert wird, wobei durch Nachschalten von Meldegeräten, die über Hilfskontakte erregt werden, der jeweilige Regelvorgang bzw. bei Gleichlaufregelung Hängenbleiben eines Schaltwerkes, erkannt werden kann.
Die nachstehende Erfindung bezieht sich auf eine Gleichlaufüberwachung, die im Falle einer Störung eindeutig anzeigt, welches Stufenschaltwerk gestört ist und in welcher Stellung gegenüber den andern dieses Stufenschaltwerk steht.
Die Gleichlaufüberwachung beruht darauf, dass bei gleicher Stellung aller in Betrieb befindlichen Stufenschaltwerke Auf-und Abwärtsrelais gleichzeitig ansprechen. Die Gleichlaufmeldung wird somit über hintereinandergeschaltete Kontakte der Auf-und Abwärtsrelais vorgenommen.
Erfindungsgemäss geschieht das durch eine Gleichlaufüberwachungseinrichtung nach Patent Nr. 207467 bei der über Relaishilfskontakte, die bestimmten Stromdurchlassrichwngen zugeordnet sind, sowie ein jeseils in der Stellung, die dem vorangegangenen Steuerbefehl entspricht, verharrendes Kipprelais und über entsprechend angeordnete Verbindungsschienen nur dann ein Impuls an eine Meldeeinrichtung gegeben wird, wenn ein oder mehrere Stufenschaltwerke einer Störung unterliegen.
An einem Beispiel soll die Erfindung näher erläutert werden :
In der Zeichnung, Fig. l. sind mitd Hilfskontakte der Aufwärts-bzw. Abwärtsrelais bezeichnet, von denen die mit 1 versehenen der einen Antriebsrichtung und die mit 2 versehenen der andern Antriebsrichtung zugeordnet sind. I bezeichnet diejenigen Kontakte, durch deren Zusammenschaltung über entsprechende Verbindungsschienen H und T festgestellt wird, ob bei der Aufwärts-oder Abwärtsregelung ein Stufenschaltwerk nicht mitgegangen ist. K sind Hilfskontakte eines Kipprelais, wobei letzteres jeweils in der Stellung verharrt, die durch einen vorangegangenen Steuerbefehl festgelegt wurde.
II betrifft eine derartige Schaltungsanordnung der Hilfskontakte d, durch die über entsprechende Verbindungsschienen F, wenn das führende Stufenschaltwerk gestört ist, und G, wenn eines der andern Stufenschaltwerke gestört ist, diejenigen Stufenschaltwerke angezeigt werden. die einer Störung unterliegen.
Die Wirkungsweise dieser Schaltung sei wie folgt beschrieben :
Unter der Voraussetzung, dass alle Stufenschaltwerke auf gleicher Stufe stehen und zusammenarbeiten, soll angenommen werden, dass sie von einem Spannungsregler einen Aufwärtsbefehl bekommen ; so werden, wenn alle Schaltwerke nach Beendigung der Regelung auf gleicher Stufe stehen, die Verbindungsleitungen H und T durch eine gegenseitige Verriegelung der Kontakte keine Spannung führen. Für den Fall, dass ein Stufenschaltwerk dem Aufwärtsbefehl nicht gefolgt ist, wird entweder das Aufwärtsrelais des Hängengebliebenen, wenn das Führende mitgegangen ist, oder das Abwärtsrelais des Mitgegangenen, wenn das Führende hängengeblieben ist, erregt und somit über die wechselseitig öffnenden und schliessenden Kontakte d Spannung an die Verbindungsleitungen H oder T gelegt.
Bei der Abwärtsregelung spielt sich das gleiche mit entsprechend vertauschten Rollen ab. Entsprechend der Kombination der d-Kontakte kann jeweils nur eine Schiene, H oder T, Spannung führen.
In Verbindung mit der Stellung des Kipprelais, welche dieses durch den vorangegangenen Steuerbe-
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fehl eingenommen hat, kann jetzt eine eindeutige Aussage gemacht werden, welches Schaltwerk gestört ist.
Man erhält die Charakteristiken :
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<tb>
<tb> 1. <SEP> Vorangegangener <SEP> Steuerbefehl <SEP> höher <SEP> ; <SEP>
<tb> a) <SEP> weder <SEP> H <SEP> noch <SEP> T <SEP> haben <SEP> Spannung............. <SEP> Gleichlauf <SEP>
<tb> b) <SEP> H <SEP> hat <SEP> Spannung <SEP> das <SEP> Schaltwerk, <SEP> dessen <SEP> Aufwärtsrelais <SEP> angesprochen <SEP> hat, <SEP> ist <SEP> gestört.
<tb> c) <SEP> T <SEP> hat <SEP> Spannung <SEP> das <SEP> führende <SEP> Schaltwerk
<tb> (bei <SEP> dem <SEP> Auf- <SEP> und <SEP> Abwärtsrelais <SEP> ansprechen)
<tb> ist <SEP> gestört.
<tb>
2. <SEP> Vorangegangener <SEP> Steuerbefehl <SEP> tiefer <SEP> : <SEP>
<tb> a) <SEP> weder <SEP> H <SEP> noch <SEP> T <SEP> haben <SEP> Spannung............. <SEP> Gleichlauf <SEP>
<tb> b) <SEP> T <SEP> hat <SEP> Spannung <SEP> das <SEP> Schaltwerk, <SEP> dessen <SEP> Abwärtsrelais <SEP> anspricht, <SEP> ist <SEP> gestört
<tb> c) <SEP> H <SEP> hat <SEP> Spannung........................ <SEP> das <SEP> führende <SEP> Schaltwerk
<tb> (bei <SEP> dem <SEP> Auf- <SEP> und <SEP> Abwärtsrelais <SEP> ansprechen) <SEP>
<tb> ist <SEP> gestört.
<tb>
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Die polarisierten Relais haben 3 Stellungen (l ; 0 ; 2), von denen Stellung 1 und 2 je einer bestimmten Richtung, z. B. auf-oder abwärts, zugeordnet sind und einen Stromdurchgang nur in dieser zugeordneten Richtung gestatten. Stellung 0 kann je nach Bedarf für Wechselstromdurchgang oder für Stromunterbrechung vorgesehen sein.
Schaltet man je ein polarisiertes Relais an Stelle der beiden, den Strom in entgegengesetzter Richtung durchlassenden Steuerrelais, die jeweils den Auf- oder Abwärtsregelvorgang einleiten, so ergibt sich bei der Gleichlaufüberwachungseinrichtung die in Fig. 2 angegebene vereinfachte Schaltung. 1 ; 2 und 0 sind Stellungen der Hilfskontakte der vorher beschriebenen polarisierten Relais, die andern Bezeichnungen sind die gleichen wie bereits in Fig. 1 beschrieben.
Die Wirkungsweise dieser Schaltung ist die gleiche, nur dass jetzt die Stellung 1 der Hilfskontakte der polarisierten Relais den Abwärtsimpuls und Stellung 2 den Aufwärtsimpuls für die Gleichlaufüberwachung gibt, während Stellung 0 bei Wechselstromdurchgang, entsprechend dem vorherigen Vorgang, wenn beide, zu einem Stufenschaltwerk gehörenden Relais angezogen hatten, eingenommen wird.
Die Meldeeinrichtung wird so ausgebildet, dass ausser einer Anzeige des gestörten Stufenschaltwerkes, die optisch oder akustisch sein kann, gleichzeitig eine Sperrung (Unterbrechung) aller am Regelvorgang beteiligter Stufenschaltwerke einsetzt ; damit wird bewirkt, dass sie nur um eine Stufe auseinander laufen können. Notfalls kann das gestörte Stufenschaltwerk auch vom Netz getrennt werden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Gleichlaufüberwachungseinrichtung nach Patent Nr. 207467, dadurch gekennzeichnet, dass über Relaishilfskontakte, die bestimmten Stromdurchlassrichtungen zugeordnet sind, sowie ein jeweils in der Stellung, die dem vorangegangenen Steuerbefehl entspricht, verharrendes Kipprelais und über entsprechend angeordnete Verbindungsschienen nur dann ein Impuls an eine Meldeeinrichtung gegeben wird, wenn ein oder mehrere Stufenschaltwerke einer Störung unterliegen.