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Verfahren zur Herstellung von Schleifscheiben
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aufeinander ausgerichtet sind, so dass sie in den Seitenflächen des Blockes einander gegenüberliegende
Nuten bilden. Der Block wird nur zur Erzielung einer gleichmässig dichten Verteilung der Lamellen in Längsrichtung gepresst, wobei der Pressdruck etwa 2,5 kg/cm'betragen kann. Beim Pressen des Blockes soll der die Nuten enthaltende Blockteil frei und zugänglich bleiben. Zu diesem Zwecke können beispiels- weise die Lamellen in einer Rinne mit U-förmigem Querschnitt so gestapelt und zusammengepresst wer- den, dass die die Ausschnitte aufweisenden Enden der Lamellen nach oben aus der Rinne herausragen.
Gemäss der Erfindung wird nun in einer zu den Lamellen im wesentlichen quer verlaufenden Ebene sodann ein elastisches, endloses Band, z. B. eine Gummischleife um den Block geschlungen. Das elastische Band legt sich dabei an die Böden der beiden seitlichen Nuten und an die Stirnflächen des Blockes dicht an. Hiedurch wird der Block vorläufig zusammengehalten. Nun wird der Block bis zur gegenseitigen Berührung der Vorder- bzw. Rückseite der beiden Endlamellen so zu einem Ring gebogen, dass die den Nuten benachbarten Endränder der Lamellen die Innenwand des Ringes bilden.
Das in die Nuten des Lamellenstapels eingelegte, den Stapel umschliessende, elastische Haltemittel gewährleistet hiebei einen sicheren Zusammenhalt des Lamellenstapels während seiner Umformung zum Ring. Hiebei erfordert diesesUmbiegen des Stapels zum Ring zwar scheinbar eine besondere Geschicklich- keit, wenn jedoch die Enden des Blockes ohne unmittelbare Berührung seines Mittelteiles mit den Händen erfasst und rasch kreisförmig gegeneinander rund gebogen werden, dann lässt sich der Ring ohne weiteres herstellen. Dieser Biegevorgang kann besonders bequem durchgeführt werden, wenn der Block mit einer Seitenfläche auf einer ebenen Fläche aufliegt.
Durch die erfindungsgemässe Art der provisorischen Vereinigung des Lamellenstapels wird auch die weitere Manipulation bei der Fertigstellung der Schleifscheibe wesentlich vereinfacht. Nach dem Umbiegen des Stapels zum Ring kann nämlich ein ringförmiger Seitenflansch, dessen Innendurchmesser kleiner als der Innendurchmesser des soeben geformten Ringes ist und der eine nahe dem Aussenrand seitlich vorragende Ringleiste trägt, deren Abmessungen der nunmehr ringförmigen seitlichen Nut des Schleifscheibenringes entsprechen, seitlich an den Ring angelegt und mit seiner Ringleiste unter mässigem Druck in die Ringnut eingeführt werden. Dann wird das elastische Band an der gegenüberliegenden Seitenfläche der Schleifscheibe aufgeschnitten und unter sorgfältiger Vermeidung einer gegenseitigen Verschiebung der Lamellen im gestapelten Ring aus den Nuten herausgezogen.
Da der Seitenflansch nur mässig tief in die Nut eingedrückt wird, kann das Halteband auch aus der Nut, in welche der Seitenflansch eingreift, leicht herausgezogen werden. Ein dem ersten Flansch gleicher zweiter Flansch wird nun an die gegenüberliegende Seitenwand der Schleifscheibe angelegt und mit seiner Ringleiste so tief wie möglich in die Ringnut eingepresst. Hierauf empfiehlt es sich, den Ring zu wenden und auch den zuerst angesetzten Flansch fester anzudrücken, so dass dessen seitliche Ringleiste tiefer in die nun vom elastischen Band befreite Nut eindringt. Die Flanschen dienen dazu, die sich radial erstreckenden Lamellen am inneren Umfangsrand des Ringes während des darauffolgendenEinbringens vonKlebeharz zwischen die Lamellen fest in gleichförmig dichter Packlage zu halten.
Zum Einbringen von Klebharz zwischen die Lamellen kann der Ring samt den Flanschen an einem Drehspannfutter festgeklemmt und in Rotation versetzt werden, wobei in das Mittelloch der Scheibe flüssiges Klebeharz eingegossen wird, das durch die Fliehkraft je nach der Viskosität des Harzes, der angewendeten Drehzahl der Scheibe und den von der Schleifkorngrösse auf der Lamelle abhängigen gegensei- tiger Abständen der Schleiflamellen an der Innenbohrung der Scheibe zwischen den Schleiflamellen mehr oder weniger weit radial nach aussen getrieben wird und die inneren Teile der Lamellen zu einer starren Nabe vereinigen.
Bei diesem Arbeitsvorgang ergibt sich beim erfindungsgemässen Verfahren noch der weitere wichtige Vorteil, dass das Klebharz von den inneren Rändern her vollkommen gleichmässig und ungehindert zwischen dieLamellen eindringen kann, weil diese inneren Ränder vollständig frei von irgendwelchenGrund- überzügen oder Klebstoffresten von Hilfsklebebändern sind.
Nach der Verfestigung des Klebeharzes, die durch Anwendung von Wärme, z. B. mittels einer In die Nabenöffnung der rotierenden Scheibe eingesetzten Heizpatrone beschleunigt werden kann, wird der Schleifscheibenkörper vom Spannfutter abgenommen und die Seitenflanschen werden entfernt, worauf die Schleifscheibe, z. B. mittels Flanschplatten, auf der Welle einer Schleifmaschine aufgesetzt werden kann. Gegebenenfalls können die bei der Herstellung der Schleifscheibe verwendeten Flanschen so geformt und ausgebildet sein, dass sie mit der Schleifscheibe auf eine Antriebswelle aufgesetzt werden können. In diesem Falle brauchen die Seitenflansche nach der Fertigstellung der Schleifscheibe nicht entfernt zu werden und die Schleifscheibe kann samt den mit ihr vereinigt gebliebenen Flanschen in den Handel gebracht und verwendet werden.