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Die Erfindung betrifft einen elektrodynamischen Mehrbereichsstrommesser mit oder ohne Eisenschluss, insbesondere einMilllampere-oder Amperemeter, dessen Drehspule und Feldspule hintereinandergeschaltet sind.
Zweck der Erfindung ist es, eine wesentliche Vereinfachung der Schaltung zu erreichen, u. zw. insbesondere dann, wenn mehr als zwei Messbereiche vorgesehen werden sollen. Ausserdem soll das Gerät als Zwei- oder Mehrbereichsinstrument zur Messung von Wechselströmen (Spannungen) höherer Frequenzen dienen.
Bei bisher üblichen Messinstrumenten dieser Art waren z. B. die Drehspule und eine Wicklung der Feldspule einerseits und eine zweite Wicklung der Feldspule und eine Ers' < :-Drehspule zur Verminderung
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gerer Ströme in Serie schaltbar. Zur Vornahme der Umschaltung beim Übergang von einem auf den andern Messbereich war ein Schalter besonderen Aufbaues erforderlich. Mit der Hinzunahme jedes-weiteren Messbereiches wurde der Umschalter verwickelter und damit auch teurer.
Bei einem ändern Messinstrument war die Drehspule, welche in Serie mit einer Impedanz geschaltet war, parallel zur Feldspule gelegt. Die Feldspule besass eine Vielzahl von Anzapfungen, von denen jeweils eine, je nach der Grösse des zu messenden Stromes, an den einen Pol des Stromkreises gelegt wurde, während der andere Pol des Stromkreises mit dem einen Ende der Feldspule verbunden wurde, an welchem auch das eine Ende der Drehspule lag. Bei diesem Messinstrument verzweigte sich also der zu messende Strom in zwei Teilströme, deren einer von der einen Instrumentenklemme über die Drehspule, die Impedanz und den einen Teil der Feldspule bis zur Anzapfung und von da zur andern Instrumentenklemme floss, während der andere Teilstrom von der einen Klemme über den andern Teil der Feldspule zur Anzapfung und zur andern Klemme floss.
Bei diesem Messinstrument bestand also gleichzeitig eine Serienschaltung von Drehspule und einem Teil der Feldspule und eine Parallelschaltung zwischen Drehspule und dem einen Teil der Feldspule einerseits und dem andern Teil der Feldspule anderseits. Diese Messinstrumente waren zur Messung von Wechselströmen höherer Frequenzen nicht gut geeignet.
Durch die Serien-Parallelschaltung treten bei Messung von Strömen höherer Frequenzen Fehler auf,
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tung würde voraussetzen, dass die Zeitkonstanten, also das Verhältnis L/R in den beiden Parallelkreisen, d. i. z. B. einerseits eine Feldspule mit in Serie geschalteter Drehspule, anderseits eine zweite Feldspule
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Punkt der Skala möglich,Skalenbereich nicht aus, da in diesem Falle mit eingeprägtem Strom gemessen wird. Der Erfindung liegt nun der Gedanke zugrunde, neben der Schaltungsvereinfachung durch die Serienschaltung von Dreh- und
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Feldspulen in allen Bereichen, grundsätzlich die Möglichkeit eines Mehrbereichinstrumentes zur Messung von Strömen höherer Frequenzen zu geben.
Es ist auch ein elektrodynamisches Messinstrument bekannt geworden, bei dem die Feldspule in zwei bzw. drei voneinander völlig getrennte Einzelspulen aufgeteilt war : die Drehspule war nicht geteilt. Die Anordnung war hiebei so getroffen, dass jeder der Spulenteile und die Drehspule mit einem Widerstand in Serie lagen und mit diesem in dauernder Verbindung standen. Mit Hilfe dieser Anordnung wurden die ein- zelnen Teile derFeldspule für die einzelnenMessbereiche, die jeweils für die doppelte Spannung des vorhergehenden bzw. die dreifache Spannung des niedrigsten Messbereiches galten. zur Erzielung des gleichen Eigenverbrauches jeweils in Serie bzw. parallel bzw. gemischt geschaltet. Zur Durchführung der Umschaltung bzw.
Zusammenschaltung der mit den Widerständen verbundenen Spulenteile war ein kompli- zierter Umschalter erforderlich, welcher naturgemäss eine Vielzahl von Kontakten aufwies, die zu vielerlei Störungen Anlass gaben.
Zur Vermeidung aller'der angeführten Nachteile wird nun bei einem elektrodynamischen Mehrbe- reichsstrommesser der eingangs angegebenen Art gemäss der Erfindung die Drehspule und die Feldspule bleibend miteinander verbunden und die Feldspule oder die Drehspule oder beide Spulen werden mit einer oder mehreren Anzapfungen zur Erzielung verschiedener Messbereiche versehen.
Weitere Merkmale der Erfindung werden an Hand der Zeichnung erläutert, welche in Fig. l das Schaltbild einer Ausführungsform zeigt, bei welcher die Feldspule mit den Anzapfungen versehen ist, in Fig. 2 das Schaltbild einer andern Ausführungsform, bei der die Drehspule die Anzapfungen besitzt und bei der ein Umschalter. für die einzelnen Messbereiche vorgesehen ist, in Fig. 3 einen Schnitt durch die Spulen eines nach Fig. 1 geschalteten Instrumentes zeigt und in Fig. 4 die Schaltung einer weiteren
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sind und welche mit einem entsprechenden Umschalter ausgerüstet ist.
In Fig. 1 ist die Schaltung eines Instrumentes ersichtlich, welches mit mehreren Anschlussklemmen Ki - K4 versehen ist. Von der mit Kl bezeichneten Klemme führt ein Leiter zur Drehspule Dr, welche mit der Feldspule, deren einzelne Teilwicklungen mit F < 'C. bezeichnet sind, in Serie geschaltet ist..
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F der Feldspule gebildetenSerlemchal-Wie in Fig. 3 gezeigt ist, sind die einzelnen Teilwicklungen der Feldspule auf einen gemeinsamen Wickelkörper W aufgebracht, welcher für jede der Teilwicklungen eine eigene Nut besitzt. Natürlich ist es auch möglich, einen Wickelkörper zu verwenden, welcher nur einen einzigen, ununterteilten Wickelraum hat, und hiebei nach den jeweils eine Teilwicklung bildenden Windungen eine Anzapfung vorzusehen.
Anderseits kann auch für jede Teilwicklung ein eigener Wickelkörper Verwendung finden. Vor-
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wicklung w Windungen aufweist, die für den nächsten Messbereich massgebenden Wicklungen F, und Fz zusammen viermal so viel Windungen besitzen, also 4. w, und die für den bei dem dargestellten Beispiel letzten Messbereich vom Strom durchflossenen Wicklungen Ft, F, und Fa zusammen sechzehn mal soviel Windungen, also 16. w, besitzen, als die Wicklung F. allein aufweist, wodurch sich Strommessbereiche Im Verhältnis 4 : 2 : 1 ergeben.
Innerhalb des Wickelkörpers ist die Drehspule D vorgesehen, die sich um die Achse A verdrehen kann.
An der Drehspule D ist der Zeiger Z befestigt, welcher vor einer nicht dargestellten Skala spielt.
Zur Verwendung dieses Instrumentes wird der Stromkreis, dessen Strom zu messen ist, unter Berück-
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ange-schlossen. Ist über die zu messende Stromstärke nichts bekannt, so muss vorerst der für die grössten Ströme bestimmte Bereich gewählt werden und demnach der Stromkreis an die Klemmen K 1 und K, angeschlossen werden.
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Schaltung ist eine ununterteilteunterteilten Drehspule liegt die nicht unterteilte Feldspule F. Vom Beginn der Drehspule sowie von den beiden Anzapfungen (Unterteilungspunkten) führen Leitungen L s bzw. L n und Lu zu den Kontakten eines Messbereich-UmschaltersU, dessen Schleifer mit der einen Instrumentenklemme K10 verbunden ist.
An die zweite Instrumentenklemme Ku Ist das freie Ende der Feldspule F angeschlossen. Der Umschalter U kann, wie In der Fig. 2 angedeutet, auch mit einem Kurzschlusskontakt versehen sein.
Auch bei dieser Ausführungsform werden die Verhältnisse der Windungszahlen der einzelnen Teile
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