AT157633B - Verfahren und Einrichtung zur Messung von magnetischen Feldern. - Google Patents
Verfahren und Einrichtung zur Messung von magnetischen Feldern.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren und Einrichtung zur Messung von magnetischen Feldern. Den Gegenstand vorliegender Erfindung bilden Verfahren und Einrichtungen zur Messung magnetischer Felder in einem magnetisierbaren Körper ; das durch einen oder mehrere Leiter in dem magnetisierbaren Körper erzeugte Feld wird durch ein oder mehrere, in Grösse und Phasenlage be- kannte und einstellbare, entgegenwirkende Felder von Leitern oder Wicklungen zu Null kompensiert. Die nach Grösse und Phasenlage bekannten entgegenwirkenden Felder geben die Grösse des kompen- sierten Feldes an. Diese entgegenwirkenden Felder werden durch Ströme bekannter und einstellbarer Grösse und Phasenlage erzeugt. Da im abgeglichenen Zustand der Messeinrichtung im magnetisierbaren Körper kein magnetisches Feld vorhanden ist, kann zwischen den einzelnen Wicklungen am magnetisierbaren Körper keine Kopplung vorhanden sein, so dass also jede Rückwirkung des magnetisierbaren Körpers auf die einzelnen Stromzweig der Messeinrichtung unmöglich wird. Aus der Grösse und Phasenlage der Hilfsströme und den Windungszahlen der Wicklungen kann das zu messende Feld und damit die zu messende Grösse berechnet oder unter Voraussetzung bestimmter-Verhältnisse auch direkt angezeigt werden. Als Nullinstrument wird ein Wechselstromgalvanometer hoher Empfindlichkeit verwendet, das an eine besondere Wicklung am magnetisierbaren Körper angeschlossen ist. Das in dem magnetisierbaren Körper erzeugte, zu messende Feld kann einem Leiter oder einer Wicklung zugehören, der von einem Differenzstrom durchflossen wird. Es können dann in geeigneten Sehaltanordnungen Ströme, Spannungen oder Spannungsabfälle miteinander verglichen werden. Durchfliessen die zu vergleichenden Ströme oder den zu vergleichenden Spannungen zugeordnete Ströme Leiter oder Wicklungen am magnetisierbaren Körper in Gegenschaltung, dann ist das zu messende Feld im magnetisierbaren Körper den Differenzgrössen proportional. Das Messprinzip wird dann zur Untersuchung von Stromwandlern, Spannungswandlern, Widerständen, Induktionen und Kapazitäten und magnetisierbaren Materialien geeignet. Es kann jedoch auch zur Messung von Wechselströmen verwendet werden. Es stellen dar : Die Fig. 1 eine Prüfeinrichtung für Stromwandler für direkten Vergleich mit dem Primärstrom, Fig. 2 das strom-bzw. Felddiagramm für den magnetisierbaren Körper, die Fig. 3 und 4 Prüfeinrichtungen für Stromwandler in Differenzschaltung, die Fig. 5 eine Prüfeinrichtung für Stromwandler für den Vergleich mit einem Normalwiderstand im Primärstromkreis, die Fig. 6 und 8 Prüfeinrichtungen für Spannungswandler in Differenzschaltung, die Fig. 7 eine Prüfeinrichtung für Spannungswandler mit Spannungsteiler, die Fig. 9 eine Prüfeinrichtung für Spannungswandler mit Hilfe eines Vergleichswiderstandes, die Fig. 10 eine Messeinrichtung für geringe Wechselströme, die Fig. 11 eine Messeinrichtung für Kapazitäten, die Fig. 12 eine Messeinrichtung für Widerstände durch Vergleich der Spannungsabfälle, die Fig. 13 eine Messeinrichtung zur Untersuchung von magnetisierbaren Materialien, die Fig. 14 eine Schaltanordnung von Hilfswicklungen in frequenzul1empfindlicher Anordnung, die Fig. 15 eine Darstellung der Messwicklungen in Ausführung für verschiedene Messbereiche und die Fig. 16 eine Prüfeinrichtung für Stromwandler mit zusammengebautem Vibrationsgalvanometer. An Hand der folgenden Abbildungen soll nun eine beispielsweise Auswahl von Messeinrichtungen besprochen werden. Die Fig. 1 zeigt schematisch eine Messeinrichtung für den Vergleich der primären Stromstärke J eines Stromwandlers 1 mit der sekundären Stromstärke i. Ein Ring 2 aus magnetischem Material trägt die Wicklungen. 3 und 4, welche vom Primärstrom J und vom Sekundärstrom i des Stromwandlers <Desc/Clms Page number 2> in entgegengesetzter Richtung durchflossen werden. Die Anzahl der Windungen der Wicklungen-3 und 4 sind dabei so gewählt, dass ihre Produkte mit den Nennwerten der zugehörigen Ströme, also die Amperewindungszahlen einander gleich sind. Die Fig. 2 zeigt das bekannte Vektorbild für die Erläuterung des Übersetzungsfehlers und des Fehlwinkels von Wandlern, nur haben in vorliegendem Fall die Vektoren die Bedeutung von magnetischen Feldstärken. Es bedeutet 5 ein Feld, welches der tatsächlichen Amperewindungszahl des primären Stromes J, und 6 ein Feld, welches der tatsäehlichen Amperewindungszahl der sekundären Stromstärke-t entspricht ; das in dem Ring 2 entstehende Feld ist in Grösse und Phase durch die Differenz 8 dieser Felder in Fig. 2 dargestellt. Die beiden Komponenten 9 und 10 von 8 sind in erster Annäherung ein Mass für den Unterschied des Übersetzungsverhältnisses von seinem Nennwert, Übersetzungsfehler genannt, und für den Fehlwinkel 7 des zu untersuchenden Stromwandlers. Die An- näherungen bestehen darin, dass statt des Kreisbogens mit dem Radius 5 das Lot 9 auf den Vektor 6 zur Bestimmung der Komponente 10 des Übersetzungsfehlers und das Lot 9 selbst statt des dem Winkel 7 EMI2.1 Strom in der Wicklung 12 hingegen wird in seiner Grösse durch einen Kondensator 14 bestimmt und hat gegenüber dem Sekundärstrom i eine Phasenverschiebung von 90 . Die Grösse dieser beiden Ströme kann bei 7J verändert werden. Verschwindet nach dem Einregeln der Stromstärken in den Wicklungen 11 und 12 bei 15 das Feld 8 im Ring 2, was mit Hilfe eines geeigneten empfindlichen Nullinstrumentes 17 an der Wicklung 16 festgestellt werden kann, so sind die Amperewindungszahlen des primären Stromes J in Wicklung 3 einerseits und des sekundären Stromes i in Wieklung 4 einschliesslich der Amperewindungszahlen der Wicklungen 11 und 12 anderseits einander gleich. Die Amperewindungszahl der Wicklung 11 ist dabei der Grösse 10 und der Wieklung 12 der Grösse 9 im Diagramm der Fig. 2 zugeordnet. Es ist klar, dass die Einstellungen bei 15 direkt in Werten des übersetzung- EMI2.2 verhältnisses des Stromwandlers von seinem Nennwert und die Phasenversehiebung des primären Stromes und des sekundären Stromes zueinander zu bestimmen. Bei 22 kann die geforderte Bünde des Stromwandlers eingestellt werden. Die Fig. 3 zeigt schematisch eine Messeinriehtung für den Vergleich der sekundären Stromstärken eines Normalwandlers', ll und des zu prüfenden Wandlers 1. Der sekundäre Strom i des zu prüfenden Wandlers 1 durchfliesst die Wicklung 20, während der sekundäre Strom iN des Normalwandlers'2l der Wieklung 4 zugehört. Das Differenzfeld ist auch hier wieder der Grösse 8 im Diagramm Fig. 2 proportional, wenn 5 dem Feld der Amperewindungszahl des Normalwandlers 21 entspricht. Das Differenzfeld im magnetischen Körper 2 wird in bereits besehriebener Art wieder zum Verschwinden gebracht. Die Einstellungen der Regeleinrichtungen bei 15 sind wieder den Komponenten 9 und 10 des Feldes 8 nach Fig. 2 proportional und können dementsprechend in Prozenten des Übersetzungsfehlers und Minuten des Fehlwinkels 7 geeicht werden. Im Zustand des Gleichgewichtes ist in dem magnetischen Körper 2 kein Feld, so dass der zu prüfende Stromwandler 1 lediglich durch den Ohmschen Widerstand der Wicklung 20 belastet erscheint. Verwendet man als Nullinstrument ein empfindliches Vibrationsgalvanometer, so können die Wicklungen 4 und 20 nur aus wenigen starkdrahtigen Windungen bestehen. Es besteht mit dieser Einrichtung demnach die Möglichkeit, Stromwandler sekundär unbelastet, also praktisch ohne Bürde, zu prüfen. Bei grossen vorgeschriebenen Bürden ist diese bei 22 in bekannter Art in den sekundären Stromkreis einzufügen. Die Messeinrichtung zeigt den grossen Vorteil einfachsten Aufbaues, und auch die Einstellung der Messgrössen macht keine kostspieligen Hilfsapparate wie bisher erforderlich. Da diese Messeinrichtung nicht Spannungen, sondern Amperewindungszahlen vergleicht, ist es in einfacher Art möglieh, Stromwandler mit andern sekundären Stromstärken als der Normalwandler besitzt zu prüfen. Die bei 2 : 3 eingeschaltete Windungszahl ist für eine sekundäre Nennstromstärke von 5 Amp. bestimmt ; handelt es sich um Wandler mit einer sekundären Nennstromstärke von 1 Amp., so wird bei 24 die fünffache Windungszahl gegenüber dem Bereich von 5 Amp. an die Sekundärseite des zu prüfenden Wandlers gelegt. Im übrigen bleibt die Messeinrichtung unverändert. Fig. 4 zeigt eine Messeinrichtung in der bekannten Differenzschaltung der Sekundärkreise der Wandler ; die sekundären Stromkreise des zu prüfenden Wandlers 1 und des Normalwandlers 21 sind gegeneinandergeschaltet. In den Diagonalzweig ist statt des bisher üblichen Widerstandes oder Messgerätes die Wieklung 25 gelegt, welche auf einem Ring 2 aus magnetisierbarem Material aufgebracht ist. Der Diagonalzweig führt einen Differenzstrom, welcher dem Übersetzungsfehler und dem Fehlwinkel zugeordnet ist. In dem Ring 2 entsteht nun ein Feld, welches diesem Differenzstrom der beiden <Desc/Clms Page number 3> sekundären. Ströme der Wandler 1 und 21 prsperienal ist und mit Hilfe der Wicklungen 11 und 12 wieder zum Verschwinden gebracht werden kann. Auch hier soll auf den Vorteil hingewiesen werden, dass die Wicklung 25 einen äusserst kleinen Widerstand besitzt und als zusätzliche Bünde des zu EMI3.1 Normalwiderstand ersetzt werden. Die Zweigströme in den Wicklungen 11 und l, 2, welche zur Kompensation des Restfeldes dienen. können sowohl dem Sekundärstroinkreis des Normalwandlers als auch des zu prüfenden Wandlers entnommen werden. Die Abnahme erfolgt in praktisch einfacher Weise all einem Nebenwiderstand 15 mit Hilfe eines Grob-und eines Feinreglers für jede der beiden Wicklungen getrennt. Da es sich nur um ganz geringe Amperewindungszahlen handelt, welche hergestellt werden müssen, so kann auch der EMI3.2 Vergleichswandler oder Normalwandler 29 parallel an Spannung gelegt, wobei ein Potential an Erde liegt. Die Sekundärseiten der beiden Wandler sind über eine Wicklung 30 einander entgegengeschaltet. In dieser Wicklung wird ein der vektoriellen Differenz der beiden Sekundärspannungen und dem Begrenzungswiderstand 31 entsprechender Strom filessen. Das Feld dieser Wicklung wird wieder mit EMI3.3 lastet werden. Der zu prüfende Wandler kann jedoch auch mit einem Spannungsteilerwiderstand verglichen werden. Die Fig. 7 zeigt das schematische Schaltbild einer derartigen Messeinrichtung. Es werden einander die Sekundärseite des zu prüfenden Spannungswandlers und der Spannungsabfall an einem EMI3.4 Die Regeleinrichtungen bei 15 bei den bisher beispielsweise beschriebenen Messeinrichtungen für Spannungswandler sind von denen bei Messeinichtungen für Stromwandler verschieden: es kann durch die Einfügung eines Zwischentransformators 42 jedoch die Seckundärspannung eines Spannungswandlers, EMI3.5 selbstverständlich vorausgesetzt, dass dieser Zwischentransformator möglichst geringe Eigenfelier " aufweist. Die Fig. 9 zeigt, dass auch ein Spannungsteilerwiderstand entsprechender Genauigkeit für die Fehlerbestimmung von Spannungswandlern Verwendung finden kann. Der Spannungsteilerwiderstand 32, welcher hier eigentlich nur die Funktion eines Vorwiderstandes ausübt, ist mit der Primärseite des zu prüfenden Wandlers parallel an die Spannung angeschlossen. Die Wicklung-Je liegt in Serie mit dem Vorwiderstand 32, und deren Widerstand ist in den Widerstandswert des Vorwiderstandes einjustiert. sie wird beim Nennwert einer Spannung von einem bestimmten zugeordneten Strom durchflossen und ruft im Ring 2 ein magnetisches Feld hervor. Die Sekundärseite des zu prüfenden Wandlers 28 speist über den Vorwiderstand- die Wicklung 35 mit einem Strom, der bei der sekundären Nennspannung dieselbe Amperewindungszahl mit der Wicklung- ? ergibt wie die Wicklung 33 mit ihrem Strom bei der zugehörigen primären Nennspannung. Tatsächlich treten jedoch Differenzamperewindungen auf, welche durch den Übersetzungsfehler und den Fehlwinkel im zu prüfenden Wandler 28 begriindet sind und ein Feld im Ring 2 zur Folge haben. Dieses Feld wird wieder in be- sehriebener Weise mit Hilfe der Wicklungen 77 und 12 zum Verschwinden gebracht. Die beiden Ströme <Desc/Clms Page number 4> EMI4.1 den zu prüfenden Wandler 28 darstellt. Die Wicklung : 33 stellt bei vorhandenem Feld im Ring 2 eine Selbstinduktion vor, welche den Phasenwinkel des Stromes im Spannungsteilerwiderstand beeinflusst. Im Zustand des Gleichgewichtes verschwindet jedoch das Feld im Ring 2, so dass damit auch die Selbst- EMI4.2 Fig. 12 vorgenommen werden. Ein Hilfsstrom wird durch den mit dem Normalwiderstand ; M in Serie geschalteten. zu prüfenden Widerstand 54 geschickt, so dass an den beiden Widerständen ein ihrer Grösse entsprechender Spannungsabfall Kuftritt. Durch Einregein des Widerstandes 52 kann der Aus- EMI4.3 an einen Normalwiderstand sekundär angeschlossen. Je nach der gewählten Art der Einstellung kann entweder der Regelwiderstand 52 oder die Wicklung 77 entfalten. Die Einrichtung kann auch in einfachster Weise zur Untersuchung magnetisierbarer Materialien verwendet werden. Nach Fig. 1 3 wird ein Probekiirper ; j8 mit kleinen Dimensionen und geringem Gewicht mit einigen wenigen Windungen 54 und 55 verschen, welche mit den Wicklungen 56 und J7 auf einem magnetisierbaren Körper 2 in Serie geschaltet sind. Im Ring 2 tritt ein resultierendes Feld auf, welches dem Unterschied der Amperewindungen der Wicklungen 54 und 55 proportional ist. Dieser Unterschied wird in bekannter Art mit Hilfe der Wicklungen 11 und 12 bestimmt. Aus diesem Messergebnis lassen sich die wissenswerten Eigenschaffen des magnetisierharen Materials 53 berechnen Erwähnt soll hier nur noch werden, dass diese Einrichtung sinngemäss in Eisenuntersuchungs- schaltungen ähnlich dem Epstein-Apparat u. dgl. Verwendung finden kann. In den angeführten Beispielen ist die Phasenverschiebung des Stromes der Wicklung 7.'J fast EMI4.4 von Phasenschiehern als auch durch andere Kunstschaltungen erreicht werden; man wird besonders solche Schaltungen verwenden, welche etwa 90 Phasenverschiebung geben. Ist die Frequenz der Messstromquelle nicht vollkommen konstant, so kann eine genügende Frequenzunempfindlichkeit dadurch erreicht werden, dass die bisher beschriebene Wicklung 1 : 2 in EMI4.5 phasenverschoben sind. Der einen Hälfte 69 wird eine Kunstsehaltung, bestehend aus den Kondensatoren 71 und dem Widerstand 72, und der andern Hälfte 70 eine ähnliche Kunstschaltung. bestehend aus den Drosselspulen 73 und dem Widerstand 74, vorgeschaltet. Es wird dadurch erreicht. dass bei veränderter Frequenz die eine Hälfte um so viele Ströme mehr aufnimmt, als die andere durch die Frequenzänderung verliert. Für Schwankungen der Frequenz um einige Perioden um die Nennfrequenz wird der Frequenzeinfluss dadureh vollkommen ausgeschaltet. die beschriebenen Messeinrichtungen setzen voraus, dass die verschiedenen Wicklungen in bezug auf den mpgnetisierbaren Körper vollkommen gleiche magnetische Eigenschaften haben. Es bleibt <Desc/Clms Page number 5> daher wesentliche Voraussetzung, dass die verschiedenen Spulen bei gleichen Amperewindungszahlen mit ausserordentlich hoher Genauigkeit auch gleiche Felder im magnetisierbaren Körper hervorrufen. Für die Wicklung wird deshalb entweder ein Spezialdraht mit konzentrischen Adern oder ein verdrillter Mehrfachdraht verwendet, welcher die geforderten Eigenschaften der Spulen ermöglicht. Die Wicklungen werden je nach Bedarf mit verschiedenen Anzapfungen und Windungszahlen ausgeführt, so dass beispielsweise Stromwandler mit einer sekundären Nennstromstärke von 1 Amp. mit Normalwandlern mit einer sekundären Nennstromstärke von 5 Amp. verglichen werden können. Die Messeinrichtung erhält dann eine weitere Wicklung mit der fünffachen Windungszahl wie für einen Messbereich von 5 Amp. Ebenso können durch die Anzapfung der Wieklungen Vergleichsmessungen von Spannungswandlern mit 100 und 110 Volt sekundärer Nennspannung vorgenommen werden. Anzapfungen von Wicklungen können auch notwendig werden, um weitere Messbereiehe der Messeinrichtungen zu erhalten. Besitzt beispielsweise eine Messeinrichtung für Wandler bestimmte Messbereiche für den Übersetzungsfehler und den Fehlerwinkel, dann kann leicht ein mehrfacher Messbereich erreicht werden, wenn nur der entsprechende Teil von Windungen im magnetisierbaren Körper verwendet wird. Die Fig. 15 zeigt eine solche Anordnung. Ist bei 78 die Wicklung 76 und bei 80 die Wicklung eingeschaltet, so ergibt sieh ein bestimmter Messbereich der Einrichtung. Kann bei 7fJ und 81 beispielsweise nur ein Fünftel der vorher eingeschalteten Windungszahlen eingeschaltet werden, so ergibt sieh bei sonst gleichen Verhältnissen der fünffache bisherige Messbereich. Das Nullinstrument wird vorteilhaft an eine eigene Wicklung angeschlossen, deren Windungszahl an den inneren Widerstand des Nullinstrumentes angepasst ist, um die grösste Empfindlichkeit zu erreichen. Die Fig. 16 zeigt schliesslich noch eine Messeinrichtung, welche im grundsätzlichen Aufbau analog EMI5.1 dann ein untrennbares Ganzes. Der Gegenstand der Erfindung erlaubt also die direkte Messung von elektrischen Grössen, den Vergleich zweier Grössen, die Bestimmung ihrer Unterschiede nach Grösse und Phase und ermöglicht schliesslich noch die Lösung einer ganzen Anzahl von Aufgaben : die Beschreibung soll nur einen kurzen beispielsweisen Auszug geben. Zum Schluss soll nicht unerwähnt bleiben, dass sieh Stoffe mit sehr holler Anfangspermeabilität für den Aufbau des magnetisierbaren Körpers besonders eignen : die Anwendung dieser Stoffe bringt unter sonst gleichen Verhältnissen eine Verringerung der Streuung und eine Erhöhung der Empfindlichkeit mit sich. Die Praxis verlangt sehr häufig Messeinrichtunge, welche für die Messung von Strom-und von Spannungswandlern geeignet sind ; es kann nun ohne besondere Schwierigkeit die Stromwandler- EMI5.2 Fig. 8 zu einer gemeinsamen Prüfeinrichtung vereinigt werden. Zu diesem Zweck ist der sekundäre Stromkreis mit den Regeleinrichtungen für den Übersetzungsfehler und den Fehlwinkel umschaltbar einzurichten, so dass er bei der Prüfung von Stromwandlern an der Sekundärseite des Normalwandlers und bei der Prüfung von Spannungswandlern am Hilfswandler angeschlossen ist. Es finden die Regeleinrichtungen bei beiden Messungen Verwendung, so dass dadurch eine bedeutende Vereinfachung der gemeinsamen Messeinrichtung gegenüber zwei getrennten Messeinrichtungen eintritt. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Verfahren und Einrichtung zur Messung von magnetischen Feldern oder zur Messung von elektrischen und physikalischen Grössen durch Messen von magnetischen Feldern in einem magnetisierbaren Körper, dadurch gekennzeichnet, dass das durch einen oder durch mehrere Leiter in dem magnetisierbaren Körper erzeugte Feld durch ein oder mehrere in Grösse und (oder) Phasenlage bekannte und einstellbare, entgegenwirkende Felder von Leitern oder Wicklungen zu Null kompensiert wird.
Claims (1)
- 2. Verfahren und Einrichtung nach Anspruch 1 zur Messung des Übersetzungsfehlers oder des Fehlwinkels von Stromwandlern, dadurch gekennzeichnet, dass den Wieklungen des magnetisierbaren EMI5.3 Wandlers (1) zugeführt und deren resultierendes Feld durch ein oder mehrere in Grösse und (oder) Phasenlage bekannte und einstellbare, entgegenwirkende Felder von Leitern (11, 12) zu Null kompensiert wird (Fig. 1).3. Verfahren und Einrichtung nach Anspruch 1 zur Messung des Übersetzungsfehlers und des Fehlwinkels von Stromwandler durch Vergleich mit einem Normalwandler, dadurch gekennzeichnet, <Desc/Clms Page number 6> EMI6.1 des Normalwandlers (21) und des zu prüfenden Wandlers (1) zugeführt und deren resultierendes Feld durch ein oder mehrere in Grösse und Phasenlage bekannte und einstellbare, entgegenwirkende Felder von Leitern (11, 12) kompensiert wird (Fig. 3).4. Verfahren und Einrichtung nach Anspruch 1 zur Messung des Überstetzungsfehlers und des Fehlwinkels von Stromwandlern durch Vergleich mit einem Normalwandler in Differenzschaltung, EMI6.2 im diagonalzweig der Differenzschaltung zugeführt und dessen Feld durch ein oder mehrere in Grosse und Phasenlage bekannte und einstellbare, entgegenwirkende Felder von Leitern (11, 12) zu Null EMI6.3 und deren resultierendes Feld durch ein oder mehrere in Grössen und Phasenlage bekannte und einstell- bare, entgegenwirkende Felder von Leitern (11, 12) zou Null kompensiert wird (Fig. 5). EMI6.4 Stromwandlers zugeführt und deren resultierendes Feld durch ein oder mehrere in Grösse und Phasenlage bekannte und einstellbare, entgegenwirkende Felder von Leitern zu Null kompensiert wird.7. Einrichtung nach Anspruch 1 zur Messung des Übersetzungfehlers und des Fehlwinkels von Spannungswandlern durch Vergleich mit einem Normalwandler, gekennzeichnet durch eine EMI6.5 stellbare, entgegenwirkende Felder von Leitern oder Wicklungen (11, 12) zum Verschwinden gebracht wird (Fig. 6).8. Einrichtung nach Anspruch 1 zur Messung des Überstzungsfehlers und des Fehlwinkels von Spannungswandlern durch Vergleich mit einem Spannungsteilerwiderstand, gekennzeichnet durch eine Wicklung (. 30) auf einem magnetisierbaren Körper dz welche von dem Differenzstrom EMI6.6 des zu prüfenden Wandlers (28) durchflossen ist, und deren Feld durch ein oder mehrere in Grösse und Phasenlage bekannte und einstellbare, entgegenwirkende Felder von Leitern oder Wicklungen (11.12) zum Verschwinden gebracht wird (Fig. 7).9. Einrichtung nach Anspruch 1 zur Messung des Übersetzungsfehlers und des Fehlwinkels von Spannungswandlern durch Vergleich mit einem Normalwandler, gekennzeichnet durch Wicklungen (38, auf einem magnetisierbaren Körper (. welche den sekundären Stromkreisen des Normalwandlers (29) und des zu prüfenden Wandlers (28) zugeordnet sind, und deren resultierendes Feld durch ein oder mehrere in Grösse und Phasenlage bekannte und einstellbare, entgegenwirkende Felder von Leitern oder Wicklungen (11, 12) zum Verschwinden gebracht wird. (Fig. zw 10.Einrichtung nach Anspruch 1 zur Messung des Übersetzungsfehlers und des Fehlwikels von Spannungswandlern durch Vergleich mit einem Spannungsteilerwiderstand, gekennzeichnet durch Wicklungen (33, 35) auf einem msgnetisierbaren Körper , welche dem Stromkreis des Spallnullgs- teilerwiderstandes (32) und dem sekundärem Stromkreis des zu prüfenden Wandlers ) zugeordnet sind, und deren resultierendes Feld durch ein oder mehrere in Grösse und Phasenlage bekannte und einstellbare, entgegenwirkende Felder von Leitern oder Wiclungen (11, 12) zum Verschwinden gebracht wird (Fig. 9).11. Einrichtung nach Anspruch 2,3, 4, 6, 7 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass die entgegenwirkenden Felder von Wicklungen erzeugt werden, die von Zweigströmen des Sekundärkreises des Normalwandlersdurchflossenwerden.12. Einrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 6 oder 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die entgegenwirkenden Felder von Wicklungen erzeugt werden, die von Zweigströmen des Sekundär- kreises des zu prüfenden Wandlers durchflossen werden.13. Einrichtung nach Anspruch 5, 6, 8 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass die entgegenwirkenden Felder von Wicklungen erzeugt werden, die von Zweigströmen des Normalwiderstandes bzw. des Sekundärkreises des Spannungsteilerwiderstandes durchflossen werden. EMI6.7 <Desc/Clms Page number 7> stellbare magnetische Felder von Leitern oder Wicklungen (4-1) zum Verschwinden gebracht wird (Fig. 10).16. Einrichtung nach Anspruch 1 zur Untersuchung magnetischer Materialien, gekennzeichnet durch Wicklungen (56, 57) auf einem magnetisierbaren Körper (2), welche von primärem und sekundärem Strom eines trnsformators (53, 54, 55) mit einem Kern aus dem zu untersuchenden Material durch- flossen werden, und deren resultierendes Feld durch ein oder mehrere in Grösse und Phasenlage be- kannte und einstellbare, entgegenwirkende Felder von Leitern oder Wieklungen (11, 7) zum Ver- schwinden gebracht wird (Fig. 13).17. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 15, gekennzeichnet durch magnetisch vollkommen gleichwertige Wicklungen am magnetischen Körper, um Streufelder zu vermeiden.18. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 14. gekennzeichnet durch Unterteilung der Wiek- lungen (76,77 bei 78, 79, 80, 81), um mehrere Messbereiche zu erhalten (Fig. 15). EMI7.1 vom Felde des magnetisierbaren Körpers direkt erregt wird (Fig.] 6).21. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 19, gekennzeichnet durch einen magnetisierbaren EMI7.2 Stromwandlerprüfeinriehtung und einer Spannungswandlerprüfeinrichtung zu einer gemeinsamen Prüfeinrichtung. EMI7.3
Applications Claiming Priority (1)
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| AT157633D AT157633B (de) | 1936-08-14 | 1936-08-14 | Verfahren und Einrichtung zur Messung von magnetischen Feldern. |
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1204325B (de) * | 1962-04-02 | 1965-11-04 | Canadian Patents Dev | Wechselstrom-Kompensations-Messeinrichtung nach dem Stromdifferenzverfahren |
-
1936
- 1936-08-14 AT AT157633D patent/AT157633B/de active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1204325B (de) * | 1962-04-02 | 1965-11-04 | Canadian Patents Dev | Wechselstrom-Kompensations-Messeinrichtung nach dem Stromdifferenzverfahren |
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