<Desc/Clms Page number 1>
Kippbarer Tiegel oder Konverter
Kippbare Tiegel oder Konverter zum Frischen von Roheisen bestehen aus einem mit einer feuerfesten
Auskleidung versehenen zylindrischen oder birnenförmigen Gefäss, wobei der Bodenteil mit dem Mantel- teil in einem Stück zusammenhängen oder abnehmbar sein kann. Um den Mantel eines solchen Tiegels ist etwa in Hbhe des Schwerpunktes des gefüllten Tiegels ein Tragring gelegt, der mit zwei Drehzapfen starr verbunden ist. Der Tiegel muss mittels an den Drehzapfen angreifender elektrischer oder hydrauli- scher Antriebe aus annähernd senkrechter Blasestellung bis zur Entleerung In den Kopfstand gekippt und wieder aufgerichtet werden können.
Zu diesem Zweck ist der Tiegel im Tragring mittels einer Anzahl um den Umfang des Tiegelmantels angeordneter winkeleisenförmiger Träger, sogenannter Pratzen, ge- lagert, die zweckmässig paarweise vorgesehen sind, wobei die von der Tiegelwand abstehenden Flan- schen der Pratzen sowohl von oben als auch von unten an dem Tragring aufliegen.
Bei grösseren Tiegeln erreichen die Tragringe Abmessungen, die die Bearbeitung oder den Transport in einem Stuck nicht mehr gestatten. Man hat daher solche Ringe in zwei oder mehrere segmentförmige
Teile geteilt, die mit Flanschen und Passschrauben an den Fusspunkten verbunden wurden. Dabei ergab sich der Nachteil, dass die Teilungs- und Verbindungsstellen des Ringes in den Bereich starker mechanischer Beanspruchungen (Biege- und Torsionsmomente) zu liegen kamen, aus welchem Grunde die Schraubverbindungen empfindlich waren und Überdimensioniert werden mussten.
Die Ringe wurden in Form eines C- oder E-Profiles hergestellt. Bei grossen Tiegeln wurden Tragringe dieser Bauart besonders schwer. Ausserdem entstanden, vor allem wegen der Verbindung mit Passschrauben, hohe Bearbeitungskosten. Die Passschrauben waren nicht auswechselbar, da dies die bekannte Art der Konstruktion nicht zuliess.
Die Erfindung bezweckt die Vermeidung dieser Nachteile und Schwierigkeiten und besteht darin, dass der Tragring aus vier paarweise gleichen Teilen besteht, wobei die Veibindungsebenen der Teile in einem Winkel von etwa 30 bis 40 , insbesondere 35. zur Tragzapfenebene des Tiegels, an den Stellen der ge- ringsten Ringbeanspruchung, liegen.
Der erfindungsgemässe Winkelbereich definiert die Zone, bei der die Summe aller Momente (Biegeund Torsionsmomente) ein Minimum aufweist.
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung werden die Tragdngtel1e in Hohlkastenform hergestellt.
Dies ergibt bei kleinem Gewicht eine grosse Verdtehsteif1gkeit.
Die Verbindung der Tragringteile kann vorzugsweise mittels an den Enden derTragtingteUe angeccd- neter Flanschen erfolgen, wobei man Schrauben ohne Passteil und über Kreuz eingelegte Keile als Verbindungsmittel verwenden kann. Auf diese Weise ergibt sich eine hohe Festigkeit in jeder Richtung. Der Bearbeitungsaufwand ist wesentlich herabgesetzt und die Schrauben sind leicht auswechselbar.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand näher erläutert. Fig. 1 zeigt schematisch einen Grundriss des Tiegels mit um den Mantel gelegtem Tragring ; Fig. 2 zeigt eine Vorderansicht des Endes eines Tragringteiles, In den Fig. 3 und 4, die Schnitte entlang der Linien A-A bzw. B-B der Fig. 2 wiedergeben, ist die Verbindung der aneinanderstossenden Trsgringteile. erläutert.
EMI1.1
stehende Tragring angeordnet. Die einzelnen Tragringteile sind in Hohlkastenform hergestellt. Sie haben etwa die Form eines Rechteckrohres mit dem Innenraum 3 (Fig. 2). Die Tragringtei1e besitzen an jedem
<Desc/Clms Page number 2>
Ende einen Flansch 4, der jeweils an einen gleichen Flansch des folgenden Ringteiles zu liegen kommt.
Die Flanschen besitzen vier kreuzweise angeordnete Keilnuten 5. Die Verbindung der aneinanderstossen- den Flanschen erfolgt mittels über Kreuz in die Nuten eingelegter Keile 6 und mittels Schrauben 7 ohne Passteil, die die Flansche zusammenhalten. Die beiden Verbindungsebenen der Teile 1, la mit den Teilen 2,2a liegen im Winkel ec zur Ebene der Tragzapfen 8. Im dargestellten Beispiel hat dieser Winkel eine Grösse von 350, so dass die Verbindungsstellen im Bereich geringster Beanspruchung liegen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Kippbarer Tiegel oder Konverter zum Frischen von Roheisen mit einem um den Mantel des Tiegels gelegten geteilten Tragring, dadurch gekennzeichnet, dass der Tragring aus. vier paarweise gleichen Teilen besteht, wobei die Verbindungsebenen'det Teile in einem Winkel von etwa 30 bis 400, insbesondere 35 , zur Tragzapfenebene des Tiegels, an den Stellen der geringsten Ringbeanspmchung, liegen.