AT20966B - Sättigungsapparat für die Gewinnung von schwefelsaurem Ammoniak. - Google Patents
Sättigungsapparat für die Gewinnung von schwefelsaurem Ammoniak.Info
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Description
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Österreichische PA TENTSCHRIFT Nr. 20966.
KARL ZIMPELL IN STETTIN.
Sättigungsapparat für die Gewinnung von schwefelsaurem Ammoniak.
Für den ungestörten Verlauf des Sättigungsprozesses bei der fabrikmässigen Ge- winnung von schwefelsaurem Ammoniak ist es von Wichtigkeit, dass die zur Bindung der
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der letzteren flihrt auch eine Veränderung der Aufnahmefähigkeit herbei. Da die Ammoniakgase vom Abtreibeapparat her stets beträchtliche Mengen Wasserdampf mit sich führen, ist die Möglichkeit der Kondensierung der letzteren und damit eine Verdünnung der Säuren um so näher gerückt, je grösser die Flächen sind, mit denen der Wasserdampf einerseits, die umgebende Luft andererseits in Berührung kommt.
Das Bestreben, die in den Abgasen des Sättigungsprozesses noch enthaltenen Ammoniakgase nutzbar zu machen, hat dazu geführt, die letzteren durch einen zweiten Apparat zu leiten, welcher mit dem ersten durch eine Rohrleitung verbunden ist. In dem ersten und Hauptsättigungsapparat kann, wenn trockener Wasser- und Ammoniakdampf eingeleitet wird, eine Kondensation nicht stattfinden, weil die durch Bindung des Ammonialis in der Säure frei werdende Wärme den Wasserdampf oberhalb seiner Sättigungstcmperatur erhält.
Im zweiten Sättigungsapparat dagegen wird nur eine verhältnismässig geringe. Menge Ammoniak gebunden, wodurch eine ebenfalls nur geringe Menge Wärme frei wird. Dieselbe reicht nicht aus, um die von den Gefässwänden des zweiten Saturators an die umgebende Luft stattfindenden Wärmeverluste zu ersetzen, weshalb fortwährend eine Kondensation von Wasserdampf und damit eine ständige Verdünnung der Säure stattfindet. Durch diese Verdünnung wird nicht allein die Aufnahmefähigkeit der Säure ungünstig beeinflusst, sondern es wird auch ein weiterer Wärmeverlust herbeigeführt, indem das zufliessende Kondensat die Temperatur der Säure annimmt.
Von dem Gedanken geleitet, diese kaon- densation zu verhindern, ist nun bei dem vorliegenden neuen Apparat das zweite Sättigungsgefäss b (siehe Zeichnung) in die Glocke e des Hauptsaturators eingebaut. Die Abgase aus dem letzteren umsptilen unmittelbar nach ihrem Aufsteigen aus der Säure den oberen Behälter & und halten die Temperatur in demselben auf einer solchen Höhe, dass eine Kondensation auch in dem Gefässe b nicht eintreten kann.
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Wie erwähnt, muss die Konzentration der Säure eine gewisse Höbe besitzen ; denn die Aufnahme der Ammoniakgase durch die Säure wird nur dann eine vollkommene sein, wenn die Gasblasen auf ihrem Wege so viele Säuretoilchen antreffen, als zur Absorption erforderlich sind. Diese Bedingung wird nicht erfüllt, wenn die Säure eine zu geringe Konzentration besitzt.
Infolgedessen wirkt eine erhöhte Verdünnung der Säure durch Kondensation des mitgeführten Wasserdampfes ungünstig auf die Absorptionsfähigkeit der Säure ein und führt zu Verlusten, sobald die Konzentration der Säure unter das für eine vollkommene Absorption erforderliche Mass horabsinkt. Andererseits darf aber auch die Konzentration der Säure nicht zu hoch sein, weil dadurch die Beweglichkeit der Säure- tonchen und damit ihre Aufnahmefähigkeit beeinträchtigt wird ; ferner kann bei Verwendung starker Säure der Fall eintreten, dass sich das Sättigungsgefäss mit einem Brei von Ammoniaksalzen anfüllt und schliesslich kommt noch in Betracht, dass starke Säure die Apparate stark angreift und einer raschen Zerstörung unterwirft.
Der Vorteil des Apparates gemäss vorliegender Erfindung liegt nun darin, dass er die Verwendung einer verhältnismässig dünnen Säure zulässt, ohne dass eine zu starke Verdünnung der Säure zu befürchten ist, wodurch eine günstige Arbeitsweise erzielt wird, indem nicht allein eine Verdünnung bezw. Veränderung der Absorptionsfähigkeit der Säure durch Kondenswasser vermieden, sondern auch eine grössere Haltbarkeit der Apparate gewährleistet wird.
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| AT20966T | 1904-03-11 |
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| AT20966B true AT20966B (de) | 1905-08-10 |
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