AT337524B - Verfahren und einrichtung zur ruckgewinnung von cao und so2 aus abgasen - Google Patents
Verfahren und einrichtung zur ruckgewinnung von cao und so2 aus abgasenInfo
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- D—TEXTILES; PAPER
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- D21C11/063—Treatment of gas streams comprising solid matter, e.g. the ashes resulting from the combustion of black liquor
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Einrichtung zur Rückgewinnung von CaO, vorzugsweise aus einem Gemisch von CaO und CASH, und S02 aus Abgasen, insbesondere einer Kalziumbisulfit-Ablauge- verbrennungsanlage. Beim Zellstoffaufschluss auf Kalziumbasis sind Verfahren bekannt, mit deren Hilfe die fast vollständige Rückgewinnung der Chemikalien, insbesondere von Schwefel und Kalzium, aus den Abgasen der Laugenverbrennungskessel sowie die Rückführung dieser Chemikalien in den Prozess der Zellstoffkochung ermöglichen. Diese Verfahren benötigen Hochdruck- bzw. Hochtemperaturanlagen, die die Wirtschaftlichkeit und Betriebssicherheit der Anlage beeinträchtigen. Bei der Verbrennung der Kalziumbisulfit-Ablauge entstehen, neben Gips (CaS04), der die Rückgewinnung erschwert, auch CaO und S02 in solchen Mengen, dass die Rückgewinnung dieser letztgenannten Chemikalien auf einfache Weise sinnvoll ist. Das erfindungsgemässe Verfahren setzt sich zum Ziel, die in den Abgasen enthaltenen wirtschaftlich nutzbaren Kalzium- und Schwefeloxyde in den Prozess zurückzuführen. Dabei wird dem Umstand Rechnung getragen, dass bei der Dicklaugenverbrennung nur etwa 30 bis 40% des Flugstaubes als problemlos rückzugewinnendes CaO vorliegt und mit dem bei der Verbrennung frei werdenden S02 zur Reaktion gebracht werden kann. Der Rest des Flugstaubes, hauptsächlich CaSO, wird als Ballaststoff bis zur Schleuse mitgeführt. Die Notwendigkeit der S02 -Rückgewinnung bei der Kalziumlaugenverbrennung folgt aus der unzulässig grossen S02-Emission mit dem Abgas, welche eine Verbrennung der Ablauge ohne eine Absorption des S02 ausschliessen würde. Die Wirtschaftlichkeit ergibt sich aus dem Energierückgewinn (Verbrennung der Ablauge), der weitgehenden Lösung des Abwasserproblems und der Gutschrift für die rückgewonnenen Chemikalien. Die Erfindung ermöglicht somit die wirtschaftliche Durchführung des Umweltschutzes. Das erfindungsgemässe Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass in einer ersten Absorptionsstufe das SO2-hältige Abgas mit einer Aufschlämmung aus CaO-und CaSO -Staub gewaschen wird, der in einem vorgeschalteten Trockenabscheider aus dem Abgas entnommen wurde, wobei das CaO und das 802 zumindest teilweise in CASONS übergeführt wird, dass der S02 -Gehalt des Abgases nach der ersten Absorptionsstufe in einer oder mehreren weiteren Absorptionsstufen, die mit einer Aufschlämmung von technisch reinem CaO betrieben werden, weiter verkleinert wird, und dass das in den Absorptionsstufen entstehende CaSOs in Auf- EMI1.1 stufe eine eigene Aufstärkstufe zugeordnet ist, wobei die Aufstärkeeinrichtungen gasseitig in Serie geschaltet sind. Vorzugsweise wird als Gas mit höherer S02-Konzentration ein Teilstrom der Gase aus der Rösterei vor ihrem Eintritt in denaufstärkturmverwendet. Vorteilhafterweisewird das CASH, aus der Aufschläm- mung der ersten Absorptionsstufe erst nach der Gewinnung des Ca (HS03h in der Aufstärkstufe aus dem Kreislauf ausgeschleust. Vorzugsweise wird in den Absorptionsstufen die Aufschlämmung so lange im Kreise geführt, bis der CaO-Gehalt in CaSOs bzw. entsprechend den Gleichgewichtsbedingungen in Ca (HSOs) 2 übergeführt ist. Die erfindungsgemässe Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens ist dadurch gekennzeichnet, dass die vom Abgas durchströmte Absorptionsstufe, die aus mindestens zwei gasseitig hintereinander geschalteten Venturiabsorbern besteht, zwei Aufschlämmeinrichtungen für CaO-CaSO-Staubgemisch eines Trockenabscheiders und für technisch reinen CaO-Staub zur Aufbereitung der Absorptionsflüssigkeit vorgesehen sind und dass die Aufstärkstufe aus vorzugsweise zwei gasseitig hintereinander geschalteten Venturiabsorbern gebildet ist, die in einem Gasstrom mit höherer SO2-Konzentration als das Abgas angeordnet sind. Vorzugsweise sind die Venturiabsorber der Absorptionsstufe und der Aufstärkstufe in zwei flüssigkeitsseitig hintereinander geschalteten Gruppen von Venturiabsorbern angeordnet. Die Erfindung ist in dem angeschlossenen Schaltbild beispielsweise und schematisch dargestellt. Das Schaltbild zeigt eine Rückgewinnungsanlage für eine Zellstoffabrik, die nach dem Kalziumverfahren arbeitet, deren Dicklauge verbrannt wird. Die nichtentstaubten Abgase der Laugenverbrennungsanlage werden durch die Leitung -10-- einem Trockenabscheider-8-zugeführt, in dem die staubförmigen Bestandteile, wie z. B. CASH, und CaO, aus den Abgasen abgeschieden und gesammelt werden. Die Stäubewerden über eine Dosiereinrichtung-11-der Aufschlämmeinrichtung --7-- zugeführt, von der die Aufschlämmung über die Leitung-12-der Venturi- waschanlage-3-einer Absorptionsanlage-l-als Waschflüssigkeit zugeführt wird. In der Venturiwaschanlage --3-- werden die entstaubten Abgase, die etwa 1% SO2 enthalten, mit der Aufschlämmung in Kontakt gebracht, so dass ein Teil des SO2 mit dem CaO der Aufschlämmung in CaSOs übergeführt wird. Die Reaktion erfolgt gemäss den Gleichungen EMI1.2 <Desc/Clms Page number 2> EMI2.1 nur relativ wenig Ca (HSOg) in Lösung halten, so dass zur Erzielung einer wirtschaftlichen Konzentration die nachgeschalteteAufstärkstufe-2-vorgesehen ist. In denoben genannten Reaktionen ist jedesmal CaSO, als Ballaststoff beteiligt, der jedoch nicht umgesetzt wird und damit ausser Betracht gelassen wurde. Da der S02 -Gehalt des Abgases, welches aus der Venturiwaschanlage --3-- der ersten Absorptionsstu- fe-l-entweicht, mit 0,7% SO2 zu hoch ist um in die freie Atmosphäre abgegeben zu werden, ist eine zweite Absorptionsstufe-4-bestehend aus zwei Venturiwaschanlagen vorgesehen, in der das Abgas mit einer, in der Aufschlämmeinrichtung --9-- hergestellten, Aufschlämmung aus technisch reinem CaO behandelt wird, so dass der S02-Gehalt im Endabgas auf einen zulässigen Wert (beispielsweise 0, 04%) reduziert wird. Auch hier erfolgt der Absorptionsprozess gemäss den oben genannten Gleichungen, wobei der Anteil der Ballaststoffe durch die Verwendung von technisch reinem CaO in der Aufstärkeinrichtung vernachlässigbar klein ist. Die in der ersten Absorptionsstufe anfallende Aufschlämmung enthält im wesentlichen CaSOg und CaSO, als Feststoff, wobei in der Lösung noch zusätzlich Ca (HSOg) 2 enthalten ist. Diese Aufschlämmung wird bei Erreichung der erwünschten Feststoffkonzentration einem Sammelbehälter --13-- zugeführt, von dem die Klarflüssigkeit über die Leitung--14-- zurück in die Aufschlämmeinrichtung --7-- geführt wird. Die einge- dickte Suspension wird über die Leitung--15-- der Venturiwaschanlage --5-- der Aufstärkstufe --2-- zuge-- führt, in der hauptsächlich nach der zweiten obenangeführten Gleichung das CaSO3 in Ca(HSO3)2 überge- führt wird. Ähnliches geschieht mit der Aufschlämmung aus der Venturiwaschanlage-4-, die direkt in die Venturiwaschanlage--6-- übergeführt wird. Da, bedingt durch die Ausschleusung von CaSO, keine vollständige Chemikalienrückgewinnung möglich ist, muss ein Teil der benötigten Chemikalien, d. h. ein Teil der Kochsäure, frisch gewonnen werden, wozu ein Röstofen-l6- vorgesehen ist, der ein stark S02-hältiges Abgas mit zirka 14% SO2 abgibt, welches im Aufstärkturm-17-, der mit CaCOg (Kalk) und Wasser beschickt wird, zu Ca(HSO3)2-Lösung in der ge- wünschten Konzentration reagiert. Von diesem stark SO2-hältigen Abgasstrom wird ein Teilstrom entnommen und über die Leitung-18-durch die Aufstärkstufe --2-- mit ihren beiden hintereinander geschalteten Ven- EMI2.2 stellt. Die Aufschlämmung der Venturiwaschanlage -5-, in der CASONS mitgeführt wird, wird dabei in ein Absetzbecken -19- geführt, aus dem die reine Lösung der Leitung-20-und damit dem Aufstärkturm - 17-zugeführt wird. Das CASONS sedimentiert im Absetzgefäss--19-- und wird über die Leitung-21-abgeführt. EMI2.3 dass in einer ersten Absorptionsstufe das SO-hältige Abgas mit einer Aufschlämmung aus CaO-und CaSOf - Staub gewaschen wird, der in einem vorgeschalteten Trockenabscheider aus dem Abgas entnommen wurde, wobei das CaO und das SO2 zumindest teilweise in CaSO3 übergeführt wird, dass der SO2-Gehalt des Abgases nach der ersten Absorptionsstufe in einer oder mehreren weiteren Absorptionsstufen, die mit einer Aufschlämmung von technisch reinem CaO betrieben werden, weiter verkleinert wird, und dass das in den Absorptionsstufen entstehende CaSOs in Aufstärkstufen zu Ca (HSOg) 2 umgesetzt wird, welche mit einem Gas betrieben werden, dessen S02-Konzentration grösser ist als die maximale S02-Konzentration des Abgases.
Claims (1)
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Umsetzung des in den Absorptionsstufen anfallenden Cases zu Ca (HSOg) z in der Aufstärkeeinrichtung flüssigkeitsseitig getrennt entsprechend der Anzahl der Absorptionsstufen derart durchgeführtwird, dass zumindest der ersten Absorptions- stufe eine eigene Aufstärkstufe zugeordnet ist, wobei die Aufstärkeeinrichtungen gasseitig in Serie geschaltet sind. EMI2.4 <Desc/Clms Page number 3> wichtsbedingungen in Ca(HSO3)2 übergeführt ist.6. Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die vom Abgas durchströmte Absorptionsstufe (1), die aus mindestens zwei gasseitig hintereinander geschalteten Venturiabsorbern (3,4) besteht, zwei Aufschlämmeinrichtungen (7 und 9) für CaO-CaSQt-Staubgemisch eines Trockenabscheiders (8) und für technisch reinen CaO-Staub zur Aufbereitung der Absorptionsflüssigkeit vorgesehen sind und dass die Aufstärkstufe (2) aus vorzugsweise zwei gasseitig hintereinander geschalteten Venturiabsorbern (5,6) gebildet ist, die in einem Gasstrom mit höherer S02 -Konzentration als das Abgas angeordnet sind.EMI3.1 nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass dieVenturiabsorber (3,der Absorptions stufe (1) und der Aufstärkstufe (2) in zwei flüssigkeitsseitig hintereinander geschalteten Gruppen von Venturiabsorbern (3,5 und 4,6) angeordnet sind.
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