AT208686B - Verfahren und Vorrichtung zum Garmachen und Luftkochen von Fleischwaren verschiedener Art - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Garmachen und Luftkochen von Fleischwaren verschiedener Art

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AT208686B
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Oskar Dipl Ing Dr Tec Goehring
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Oskar Dipl Ing Dr Tec Goehring
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  Verfahren und Vorrichtung zum Garmachen und Luftkochen von
Fleischwaren verschiedener Art 
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Garmachen und Luftkochen von Fleischwaren verschiedener
Art, insbesondere von Wurstwaren, welches es ermöglicht, die Kochkammern verhältnismässig niedrig zu halten. Ausserdem wird eine besonders vorteilhafte Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens vorge- schlagen. 



   Bei den bekannten Verfahren werden Luft, Dampf und   Rauchgaseinder Selchkammer umgewälzt.   



   Es ist auch bekannt geworden, die Waren mehrere, hintereinander geschaltete Kammern durchlaufen zu lassen und sie in jeder derselben je einem der aufeinanderfolgend erforderlichen Arbeitsprozesse zu unterwerfen. 



   Diese Verfahren erfordern eine verhältnismässig teure und voluminöse Anlage. 



   Um diesen Nachteil zu beseitigen, laufen gemäss dem erfindungsgemässen Verfahren die Fleischwaren in einer, im unteren Teil mit mit Feuchtigkeit gesättigter Luft und im oberen Teil mit Sattdampf erfüllen
Kammer langsam um und passieren hiebei aufeinanderfolgend und vorteilhaft wiederholt beide Zonen. 



   Zweckmässig betragen die Umlaufgeschwindigkeit der Umlaufeinrichtung   3-6 m/mln   und die Sattdampf- temperatur etwa 800 C. 



   Bei der   zur Durchführung des Verfahrens dienendenEinrichtung ist in einem Kochraum   eine umlaufen- de Kette vorgesehen, an der Träger mit Stangen zum Aufhängen der zu behandelnden Waren angebracht sind, wobei erfindungsgemäss auf jedem Träger eine Anzahl Stangen zur Aufnahme der Waren aufliegen. 



   Das   erfindungsgemässe   Verfahren wird an Hand der Zeichnung erläutert, in welcher ein Ausführungbeispiel einer nach diesem Verfahren arbeitenden Kochkammer dargestellt ist. Es zeigen Fig. 1 die Kam-   met in losechtem   Schnitt und Fig. 2 einen Kochstangenträger in Seitenansicht und grösserem Massstab. 



   In der Zeichnung ist mit 1 die Kochkammer, welche Ein- und Austrittsöffnungen für Luft und Dampf aufweist, mit 2 das sie umgebende Mauerwerk und mit 3 eine Umlaufeinrichtung bezeichnet, welche aus einem treibenden Kettenrad 4, einem Umlenkrad 5 und einer über diese beiden Räder gelegten Umlaufkette 6 besteht. An der Umlaufkette sind   Kochstangenträger   7 aufgehängt, welche Auflegefläche 8 für Kochstangen 9 oder Kochhordenbleche 10 aufweisen. 



   Die Kochkammer enthält in ihrem unteren Teil Luft und im oberen Teil Dampf von etwa   SOOC.   Das treibende Kettenrad 4 macht annähernd 3 Umdr/min und sein Durchmesser ist so gewählt, dass die Kette eine Umlaufgeschwindigkeit von 3 bis 6 m/min aufweist. Somit passiertdas zu behandelnde Gut aufeinanderfolgend langsam die Luft- und Dampfzone und wird auf ihrem Weg gargemacht. Das Gut kann nach Bedarf auch mehrere solche Umläufe hintereinander ausführen. 



   Die Kammern sind zwecks guter Reinigung innen mit rostfreiem Stahl,   Emailplatten   od. dgl. ausgekleidet. 



   Die Beheizung kann auf beliebige Art durchgeführt werden und hiezu beispielweise   Zentraldampfu-   lage, Stadtgas, Propangas oder das Stromnetz verwendet werden. 



   Um auch bei der erfindungsgemäss niedrigen Kammer die gleiche Menge an Fleischwaren behandeln zu können, wie bei den bekannten hohen Kammern, werden Träger mit einer Vielzahl, im Ausführungbeispiel   fünf, Kochstaugen   verwendet. 



   Der durch die Erfindung erzielte Vorteil liegt in der einfachen Bauweise der Anlage, in der grossen Sicherheit der Kammer, in nur sehr geringen Wärmeverlusten und damit im guten Heizeffekt. 



   Das Garmachen und Luftkochen der Fleisch- und Wurstwaren kann in Abhängigkeit von ihrer Beschaffenheit, insbesondere ihrer   Eigenfeuchtigkeit,   auch in der Weise erfolgen, dass der   Umlaufmechanismus   

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 abwechselnd während bestimmter   Zeiträume   in Tätigkeit gelassen bzw. stillgesetzt wird, so dass die Zonen der Kochkammer absatzweise durchlaufen werden. 



   Der Dampf wird dabei an der Decke und   die Heissluft   am Boden der Kammer in diese eingeblasen. Da der Dampf leichter ist als die Luft, wird er sich im oberen und die Luft im unteren Teil der Kammer konzentrieren, ohne dass ein Vermischen der beiden Medien erfolgt, sondern die getrennten Zonen erhalten bleiben. Je nach der Menge der eingeblasenen Stoffe kann die Höhe der Luft-bzw. Dampfsäule geregelt werden. 



   PATENTANSPRÜCHE :   1.. Verfahren zum Garmachen   und Luftkochen von Fleischwaren verschiedener Art, insbesondere von Wurstwaren, bei welchem die Waren verschiedene Behandlungszonen durchlaufen, dadurch   gekennzeich-   net, dass   die   Ware in einer, im unteren Teilmit mit Feuchtigkeit gesättigter Luft und im oberen Teil mit Sattdampf erfüllten Kochkammer langsam umläuft und hiebei aufeinanderfolgend und vorteilhaft wiederholt beide Zonen passiert.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die zu behandelnde Ware die Zonen der Kochkammer absatzweise durchläuft.
    3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Umlaufgeschwindigkeit 3 - 6 mfmin beträgt.
    4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Temperatur des Dampfes etwa 80C beträgt.
    5. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch l, bei welcher in der Kochkammer eine lotrecht umlaufende Kette vorgesehen ist, an der Träger mit Stangen zum Aufhängen der zu behandelnden Waren angebracht sind, dadurch gekennzeichnet, dass auf jedem Träger eine Vielzahl von Stangen zur Aufnahme der Waren vorgesehen ist
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