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,Schaltungsanordnung eines Dreitakt-Unterbrechers zum Antrieb eines Schrittwählers
Die Erfindung betrifft die Schaltungsanordnung eines Dreitakt-Unterbrechers zum Antrieb eines Schrittwählers, dessen Bewegungsmagnet durch den Kontakt eines Antriebsrelais beherrscht wird, das im Stromkreis zweier zueinander parallel geschalteter Kontakte erregt wird. u. zw. seines eigenen Ruhekontaktes und eines Ruhekontaktes des Bewegungsmagneten.
Eine bekannte Dreitakt-Schaltung zum Antrieb eines Schrittwählers ist in Fig. l der beiliegenden Zeichnung dargestellt. R bezeichnet das Antriebsrelais des Bewegungsmagneten M des Wählers. Durch Anschluss an die Stromquelle spricht das Relais R an und sein Kontakt r2 schliesst den Kreis des Bewe- gungsmagneten M, dessen Anker angezogen wird und den Ankerkontakt m öffnet. Dadurch wird der Stromkreis des Relais R unterbrochen. Das Relais R fällt ab und der Kontakt r2 unterbricht den Stromkreis des Magneten M. Gleichzeitig schliesst das Relais R mit seinem Kontakt rl den eigenen Stromkreis. Die Ansprechzeit des Relais R ist länger als die Abfallzeit des Magneten M. Der Kontakt des Magneten M wird daher geschlossen, bevor das Relais R erregt wird und anspricht.
Um eine verlässliche Funktion des beschriebenen Dreitakt-Unterbrechers sichern zu können, ist alsc eine gewisse Zeitreserve zwischen dem Augenblick des Abfalls des Ankers des Magneten M und dem Augenblick des Ansprechens des Relais R notwendig. Diese notwendige Zeitreserve verlängert jedoch die für einen Schritt des Wählers notwendige Zeit, wodurch die Bewegungsgeschwindigkeit des Wählers (d. h. die Schrittanzahl in einer Zeiteinheit) herabgesetzt wird. Wird diese Zeitreserve nicht genügend bemessen, so arbeitet die Einrichtung unreelmässig, falls die Abfallzeit des Ankers des Bewegungsmagneten des Wählers aus irgendeinem Grunde länger ist als normalerweise vorausgesetzt wird.
In der Schaltungsanordnung gemäss der Erfindung wird die erwähnte Zeitreserve auf eine neue Art gesichert, wobei eine schnellere Bewegung des Wählers ohne Gefahr eines unregelmässigen Ganges desselben auch dann gewährleistet ist, wenn die Abfallzeit des Ankers des Bewegungsmagneten länger als vorausgesetzt ist. Die erfindungsgemässe Schaltung ermöglicht auch den gleichzeitigen Antrieb einiger z. B. zweier) gleichlaufend arbeitender Wähler.
Gemäss der Erfindung ist die neue Schaltungsanordnung eines Dreitakt-Unterbrechers zum Antrieb eines Schrittschaltwählers dadurch gekennzeichnet, dass ausser der ersten Wicklung des Antriebsrelais noch eine zweite Wicklung dieses Relais angeordnet ist, für die ein Kurzschlusskreis über den Ruhekontakt des Antriebsrelais und den Arbeitskontakt des Bewegungsmagneten vorgesehen ist. In Reihe mit der ersten Wicklung kann zweckmässig die zweite, durch einen Arbeitskontakt des Bewegungsmagneten als Gegentaktwicklung schaltbare Wicklung des Arbeitsrelais angeordnet werden.
Fig. 2 der beiliegenden Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemässen DreitaktSchaltung zum Antrieb eines Schrittwählers.
Das Wesen der erfindungsgemässen Schaltungsanordnung wird im weiteren im Zusammenhang mit hrer Tätigkeit erklärt.
DurchAnschaltung der Stromquelle an den Kreis spricht das Relais R durch seine Wicklung R 1 an und ! ein Kontakt r2 schliesst den Kreis des Bewegungsmagneten M des Wählers. Der Magnet M spricht an und egt dabei den Kontakt m um, wodurch der Stromkreis, welcher die Reihenschaltung der Wicklungen R l md R 2 des Relais enthält, geschlossen wird. Da in diesem Kreis die Gegenwicklung R 2 zur Wicklung R 1 entgegengesetzt gewickelt ist, fällt dieses Relais ohne Verspätung ab, wobei der Kontakt r2 den Kreis des ! ewegungsmagneten M wieder unterbricht. Gleichzeitig wird durch den Kontakt rl die Wicklung R2 kurz-
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geschlossen.
Infolgedessen beginnt das Relais R sofort nach seinem Abfall wiener tiber seine Wicklung P l anzusprechen, aber solarge der Anker des Bewegungsmagneten nicht abgefallen ist, wodurch der Kontakt m in die Ruhelage umgelegt wird, ist infolge der kurzgeschlossenen Wicklung R2 das Ansprechendes Relais verzögert. Sobald der Anker des Bewegungsrnagnetzn M des Wählers abfällt, wird durch den Kontakt m der Kurzschluss der Wicklung R2 unterbrochen, und das bereits teilweise angeregte Relais R spricht schnell an. Der gesamte Zyklus wird dann wiederholt.
Beim gleichzeitigen Lauf zweier Wähler (der zweite Wähler M'"nd sein Kontakt m'sind dann in den in Fig. 2 gestrichelt gezeichneten Stromkreisen geschaltet), arbeitet die Schaltungsanordnung auch dann verlässlich, wenn die Ansprech- bzw. Abfallzeiten der Anker der Magnete der beiden Wähler verschieden sind, da in diesem Falle das Relais R erst dann abfällt, wenn die Anker der Magnete angezogen wurden, und nach dem Abfall der Relais ist sein Ansprechen solange verzögert, solange die Ankei der beiden Wähler nicht abfallen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Schaltungsanordnung eines Dreitakt-Unterbrechers zum Antrieb eines Schrittwählers, dessen Bewegungsmagnet durch den Kontakt eines Antriebsrelais beherrscht wird, das im Stromkreis zweier zueinander parallel geschalteter Kontakte erregt wird, u. zw. seines eigenen Ruhekontaktes und eines Ruhekontaktes des Bewegungsmagneten, dadurch gekennzeichnet, dass ausser der ersten Wicklung (Rl) des Antriebsrelais noch eine zweite Wicklung (R2) dieses Relais angeordnet ist, für die ein Kurzschlusskreis über
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