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Silo mit mehreren perforierten Lufteinblasrohren
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Bei Silos mit luftdurchlässigen Wänden, in die durch ein perforiertes Zentralrohr Luft in das zu trocknende Gut eingeblasen wird, besteht der Nachteil, dass das sich in unmittelbarer Nachtbarschaft des zentralen Einblasrohres befindende Trockengut wesentlich rascher als das vor der Silowand befindliche Gut trocknet, dass also eine ungleichmässige Trocknung erfolgt und dass während des zur genügenden Trocknung des Gutes an der Silowand erforderlichen, verhältnismässig langen Zeitraumes das Gut in der Mitte des Silos eine zu weitgehende Trocknung erfährt. Es muss demnach innerhalb bestimmter Zeitspannen das sehr bald, getrocknete Gut am Mittelrohr entnommen werden, und es ist nicht möglich, den gesamten Siloinhalt im gleichen Zeitraum gleichmässig zu trocknen.
Es sind zwar auch schon Silos mit mehreren perforierten Lufteinblasrohren bekannt geworden, jedoch sind diese Rohre an der Silowand bzw. in den Siloecken angeordnet und es wird von Aussenrohr zu Aussenrohr oder von einem zentralen Mittelrohr zu den dann der Luftabsaugung dienenden Aussenrohren geblasen, so dass sich die gleichen Nachteile ergeben. Es ist ferner bekannt, von den entsprechend ausgebildeten Silowänden zu einem zentralen, gelochten Luftableitrohr zu blasen, was ohne Verbesserung der Trocknungsverhältnisse lediglich eine Umkehrung der Luftströmung bei einem zentralen Einblasrohr und luftdurchlässiger Wand darstellt. Gleich ungünstig sind Silos, bei denen jeweils von der einen zur gegenüberliegenden Silo-bzw. Zellenwand geblasen wird.
Bei einer andern bekannten Ausführung wurde zwar versucht, die grosse Entfernung zwischen den Luftein- und -austrittsstellen durch in die Silozellen von den Wänden her armartig eingreifende Luftverteiler sowie durch Seitenarme des Absaugrohres zu verringern, jedoch ergibt sich dadurch eine verhältnismässig komplizierte Konstruktion, die zudem den Nachteil hat, dass sie das Füllen und Entleeren des Silos sehr erschwert. Schliesslich ist ein Silo bekannt geworden, der innerhalb seiner zylindrischen, luftdurchlässigen Aussenwand mehrere senkrechte Rohre, gleichmässig über den Siloquerschnitt verteilt, aufweist. Dabei handelt es sich aber nicht um Einblasrohre, sondern lediglich um von Luft durchströmte Rohre mit poröser Wandung, die oben ins Freie münden und einen nur sehr gerin- gen Trodknungseffdkt erzielen.
Zweck der Erfindung ist die Beseitigung dieser Nachteile und die Schaffung eines Silos, bei dem mit verhältnismässig einfachen Mitteln für eine möglichst gleichmässige Trocknung des gesamten Siloinlhaltes gesorgt wird.
Die Erfindung geht von einem Silo mit mehreren perforierten Lufteinblasrohren aus und besteht im wesentlichen darin, dass die Einblasrohre unter gleichmässiger Winkelverteilung jeweils in der Mitte zwischen der Siloachse und der luftdurchlässigen Silowand angeordnet sind und in
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weiligen Einblasstelle dem trocknenden Luftstrom auszusetzen und damit eine bedeutend gleichmässigere Trocknung des Siloinhaltes zu erzielen.
Dabei ist es besonders zweckmässig, wenn die Einblasrohre als quer zur jeweiligen durch die Siloachse verlaufenden Radialebene gestellte Flachrohre ausgebildet sind, weil dann jener Teil des Silogutes, der sich zwischen der Silowand und zwei benachbarten Einblasrohren befindet, so intensiv durchblasen wird, dass an diesen bisher gefährdeten Stellen eine Trocknung erfolgt, die in ihrem Ausmass und der Zeitdauer der Trocknung an den andern Stellen im Silo gleichkommt.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt, u. zw. zeigen Fig. 1 einen Silo im Schaubild und Fig. 2 schematisch einen Querschnitt nach der Linie A-B der Fig. 1.
Mit a ist. der Silo bezeichnet, der unten durch einen Trichter b abgeschlossen ist, den Rohran- schlüsse c, d, e durchsetzen. Den Rohranschlüsse ist ein Heizrohr f vorgeschaltet, dem Luft von einem Gebläse g mit Ansaugöffnung h zugeführt wird.
Die Rohranschlüsse c, d, e führen zu Einblas- rohren i, die unter gleichmässiger Winkelvertei- lung jeweils in der Mitte zwischen der Siloachse
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und der luftdurchlässigen Silowand angeordnet sind. Die Einblasrohre i sind unten am Durchgang durch den Trichter b zylindrisch, innerhalb des Silos aber als quer zur jeweiligen durch die Siloachse verlaufenden Radialebene gestellte Flachrohre ausgebildet. Im Bereich der Siloachse ist ein zentrales, gelochtes Luftableitrohr k vorgesehen.
In Fig. 2 ist durch strichlierte Linien der Weg der eingeblasenen Luft nach allen Richtungen hin angedeutet. Es ist ersichtlich, dass sich die austretenden Luftstrahlen zwischen je zwei benachbarten Einiblasrohren überkreuzen, so dass auch diese Zonen ausreichend beblasen werden. Der erfindungsgemässe Silo gibt beispielsweise die Möglichkeit, das Gebläse abends einzuschalten und über Nacht mit billigem Nachtstrom die Trock- nung des gesamten Siloinhaltes gleichmässig durchzuführen, ohne dass die einen Teile des Silogutes zu sehr und die andern zu wenig getrocknet werden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Silo mit mehreren perforierten Lufteinblasrohren, dadurch gekennzeichnet, dass die Einblasrohre (i) unter gleichmässiger Winkelverteilung jeweils in der Mitte zwischen der Siloachse und der luftdurchlässigen Silowand (a) angeordnet sind und in an sich bekannter Weise ein zentrales gelochtes Luftableitrohr (k) vorgesehen ist.